Über Angst, Zweifel, Furcht

und die wahre Ruhe in Gott


1.

Jesus: …“Wenn dann das Lebensschifflein, von weltlichen Stürmen gepeitscht, umhergeworfen wird, dann kommen Angst, Zweifel und Furcht. Man sucht alle Lehren hervor, die der Seele durch die Erziehung eingebläut wurden, erfährt aber mit Schaudern, dass alle diese Dogmen und schönen Sprüche nicht geeignet sind, der geängstigten Seele Ruhe und Frieden zu geben. Dann wendet sich der Mensch an den in ihm schlummernden göttlichen Geist. Dann sucht er in der bis dahin nicht beachteten Innenseite des menschlichen Lebens eine Stütze, damit er unter der Macht der Umstände nicht zugrunde gehe. Und wenn er diesen inneren Schatz gefunden hat, wenn er begriffen hat, wie wenig alles Materielle gegen einen einzigen Gedankenblitz aus diesem Heiligtum ausmacht, dann glätten sich die Wellen. Es schweigen die Winde der Leidenschaften, der Besorgnisse, und Ruhe und Frieden kehren mit ihm in die Außenwelt zurück; denn die Außenwelt selbst war nicht trüber, sondern nur der Blick in diese war getrübt. Da sagt dann der im Innern geweckte göttliche Funken zur geängstigten Seele: `Aber warum bist du denn so kleinmütig, wo du doch einen solchen Herrn über alles Leibliche in dir trägst?`“ (PH.01_050,07 f)

 

2.

Der Zweifel ist ein Produkt der Hölle

„Nun sieh`, Mein Kind, erkenne deine Schwächen, stürze dich mit aller Gewalt auf das rein geistige Gebiet, du sollst und wirst sehen, es soll und wird dir gelingen, das zu erreichen, was dir auf Erden als unerreichbar erscheint. Denn Ich sage dir: dem Suchenden wird gegeben, der da anklopft, dem wird aufgetan, der da bittend zu Mir dem Vater kommt, der soll empfangen!

 

Dieses sind Worte, die auf Wahrheit beruhen und die in tausend und abermals tausend Fällen ihre Erfüllung fanden. Darum komme auch bittend zu Mir, dem Vater, und du wirst erhalten das, was dir und Mir Freude geben soll. Denn auch dich will Ich in Mein Haus einführen, auch dir will Ich zeigen und geben, was kein menschlich Auge gesehen, was kein menschlich Ohr je gehört hat. Doch vergesse nie, nur dem reinen kindlich liebenden Herzen ist es möglich, in das Vaterhaus einzutreten.

 

Du sollst nicht Furcht zu erkennen geben, dass du glaubst, für solch` hohe Aufgabe nicht fähig zu sein, denn Ich der Vater sage dir, je einfältiger und anspruchsloser Herz und Gemüt, desto fähiger, Großes von Mir dem Vater aller Menschen, der Ich der Erschaffer der Unendlichkeit bin, in Empfang zu nehmen. Da Ich weiß, was ich dem zu geben habe, den Ich für fähig halte, um Großes von Mir in Empfang zu nehmen, so weiß Ich aber auch das, dass derjenige die von Mir empfangene Gabe doch nur an die wieder abgeben wird, die Ich ihm Selbst zuführe.

 

Darum komme auch du bittend zu Mir. Ich will dich führen, Ich will dich immer fähiger machen, um dann Großes von Mir, deinem Jesus-Vater, empfangen zu können.

 

Ich sage dir – glaube Mir, durch die dir gegebenen Worte, die nur die Wahrheit in sich haben, gebe Ich dir nur das, was für dich gehört, was Ich als Herr der Unendlichkeit seit urewiger Zeit dir zu geben bestimmt habe.

 

Darum – liebe Mich!, glaube Mir!, zweifle nie!, denn der Zweifel ist ein Produkt der Hölle.

 

Alle solche Gedanken, die gegen Meine Liebe sprechen, müssen in deinem Innersten tot bleiben und mit aller Macht, durch das Schwert der Liebe, schon im Keim getötet werden, damit der Weg, der dich zu mir führt, von allen Giftpflanzen gereinigt werde. Dieses befolge und du sollst an Meiner Seite ungehindert den Weg des Lebens gehen, wo dir nie der Tod entgegentreten kann; denn sieh, Ich bin das Licht, das Leben, aus dem das ewig Bestehende allein hervorgeht.

 

Darum halte dich an Mich, du sollst und wirst dann das dir unerreichbar Scheinende erreichen. Ich sage dir noch einmal, komme zu Mir, deinem Jesus-Vater. Es soll dir die Himmelspforte aufgetan werden, wo die ewige Liebe ihren bleibenden Sitz hat, da sollst auch du leben, da sollst auch du ein- und ausgehen, wie in deinem Eigentum; denn wo der Vater, da sollst du als Sein Kind sein. Das sage Ich, dein dich führender Vater. Amen.“

(Aus: „Der Weg der Wiedergeburt“, „Festgarten“, Lorber Verlag)

 

3.

„Noch sage Ich euch, dass eben an den Verlockungen von Seiten der Teufel lange nicht so viel liegt, als ihr in eurem törichten Glauben meinet! Der eigentliche Teufel ist der Mensch mit seinen Weltgelüsten selbst! Aus denen geht hervor die Selbstliebe – das ist ein Teufel –, die Sucht zum Wohlleben – ein zweiter Teufel –, die Ehrsucht, der Hochmut, die Herrschsucht, der Zorn, die Rache, der Neid, der Geiz, die Hoffart, die Hurerei und die Geringschätzung seines Nebenmenschen – das sind lauter Teufel, auf eigenem Grunde und Boden erzeugt! Darum sollet eben ihr keine so große Furcht vor dem Teufel haben und ihn auch nicht anklagen; aber euch selbst klaget in eurem Gewissen an, und bereuet es recht, und fasset den festen Entschluss, ganz andere Menschen zu werden, und werdet es dann auch!

 

Liebet Gott wahrhaft über alles und den armen Nächsten wie euch selbst, so werden euch auch eure vielen und großen Sünden vergeben werden! Denn so ein Mensch die Sünde nicht völlig verlässt, so kann sie ihm auch nicht erlassen werden. Denn die Sünde ist ja des Menschen eigenstes Werk, weil sie hervorgeht aus seinem Fleische und aus dem Willen seiner Seele.

 

Die guten Werke nach dem Willen und nach dem Worte Gottes sind und bleiben eigentlich, wenn der Mensch sie auch tut aus freier Selbstbestimmung, eine Gnade von oben, ein Verdienst des Geistes Gottes im Menschenherzen, und der Mensch wird dessen teilhaftig eben durch die Gnade Gottes. –

 

Nun wisset ihr, wie die Sachen stehen. Ihr seid frei und könnet tun, was ihr wollet!“ (GEJ.06_010,12 ff)

 

4.

Alles hängt von dem ernsten Wollen des Menschen ab; so er sich ernstlich bessert und volltrauig Gott bittet um etwas Rechtes und Gutes immer in Meinem Namen, so wird es ihm gegeben werden nach dem Maße seiner wahren Besserung und seines Glaubens und Vertrauens. Und du kannst nun mit solcher Meiner allerwahrhaftigsten Verheißung denn auch vollends zufrieden sein.

 

Wer dies alles wohl bedenkt und danach tut, der wird in allem ganz glücklich sein und vor des Leibes Tode keine Angst und Furcht mehr haben, so er auch zuvor ein großer und grober Sünder gewesen ist. Denn Gott, der Vater im Himmel, hat Mich ja nur um der Sünder und nicht um der Gerechten willen in diese Welt gesandt und wie Mich der Vater gesandt hat, ebenso werde auch Ich euch zu den Sündern senden; denn nur die Kranken bedürfen des Arztes und nicht die Gesunden. – Bist du nun ganz im klaren?“

 

Sagte der Wirt: `Oh, wer sollte da nun noch im unklaren sein?`“ (GEJ.06_069,10 ff)

 

5.

„Bereitet euch vor und fürchtet euch nicht!

Wer bei Mir ist und auf Mich vertraut, der wird auch bei allen Schrecknissen, die vielleicht noch über eure kleine Erde hereinbrechen werden – gleich einem Gärungs-Prozess, weil Ich Mein Wort als Sauerteig, als ätzendes Mittel in die Herzen der Völker geworfen habe –, nicht verzagen. Er weiß, dass der Vater Sein Netz in das große Meer der Seelen und Geister auswarf. Und wenn er auch dadurch mitgefangen wird, so kann doch der Gute stets wieder nur Gutes ernten.“ (PH.01_052,28)

 

6.

Ihr sollet furchtlos sein bei allem, was da über diese arge Welt kommen wird. Denn konnte Ich Noah erretten, als die Erde mit Wasser bedeckt war, so werde Ich wohl auch euch zu schützen und zu bewahren imstande sein, wenn ihr euch Meines Schutzes und Meiner Gnade, Liebe und Erbarmung durch eure Liebe, durch euren Glauben und euer festes und lebendiges, unerschrockenes Vertrauen als würdig erweisen werdet, – denn Ich bin noch immer Der, der Ich zu den Zeiten Noahs war amen. Das sage Ich euch nicht zur Vermehrung, sondern zur Verminderung eurer Furcht in diesen Zeiten der großen Trübsal, amen, amen, amen.“ (3.Hi, Seite 445,6)

 

7.

Der Herr sagte einmal zu Petrus:

Ihr werdet sein wie Schafe unter den Wölfen!“ – Darauf antwortete Petrus: `Wie nun, wenn die Wölfe die Schafe zerreißen!?` – Darauf gab ihm der Herr zur Antwort: `So haben doch die Schafe dann, wenn sie tot sind, weiter nichts von den Wölfen zu befürchten. Und so dürfet auch ihr diejenigen nicht fürchten, die euch töten, weil sie euch weiter nichts Böses mehr zufügen können. – Ihr aber fürchtet vielmehr den, der nicht nur den Leib töten, sondern auch die Seele zur Hölle verstoßen kann!`“ (HiG.02_46.12.16,05)

 

8.

„Hast du Mich lieb und hast du Mich aufgenommen, wer soll dir da schaden können?

 

Wen willst oder magst du noch fürchten an Meiner Seite?! Ich rede zu dir durch Meinen Knecht (Jakob Lorber) und rede zu dir durch das Mädchen, dem du deine Hände auflegst.*) Ja, Ich gehe in deinem Hause beinahe sichtbar aus und ein! Ich poche auch an dein Herz, Ich stärke dich mit Meiner Hand, Ich vergebe dir und habe dir schon lange vergeben deine Sünden und deines Fleisches Schwächen! Aber das genügt dir noch nicht; noch bist du voll heimlicher Furcht, voll Ängstlichkeit, voll Kleinmut, und Ich sage es dir, auch voll Kleingläubigkeit!
*) Siehe linke Randspalte unter „Gebet / Meditation / Gesundheit (2)“, Thema „Heilung durch Gebet“, Teil 2, Handauflegen.

 

Siehe, das ist nicht recht! Du leidest dabei am meisten, weil du noch immer nicht vertrauensvollen, freien Gemütes zu Mir im Ernste sagen kannst: `Herr, Vater! Dein Wille geschehe!`“

(Aus: HiG.02_48.09.26, 01 ff)

 

9.

„Sehet daher, so ihr Mich wahrhaft liebet, sollet ihr gar nichts fürchten

und würde die Erde auch unter euren Füßen in Trümmer zerbröckelt werden! – Wahrlich, Ich sage euch: Auch auf den dampfenden Trümmern einer zerstörten Welt würdet ihr erfahren, dass Ich die Ewige Liebe bin, und ein wahrer, einzig guter Vater denen, die Mich im Geiste und in der Wahrheit der Liebe ihres Herzens erkannt haben.

 

Ja, Ich sage euch, Ich will Sonnen zerstören und die Trümmer der Welt wie Blitze durcheinanderwerfen und entzünden mit dem Feuer Meines Grimmes die ganze ewige Unendlichkeit, und doch soll auch nicht ein Haar gesengt werden denen, die Mich lieben. Denn Ich bin allezeit ein liebender und heiliger Vater Meinen Kindern! – Amen.“

(HiG.01_40.09.27,30 f)

 

10.

Nur bei Gott ist wahre Ruh

 

Schreibe nur, Mein Kind, Ich bin wieder bei dir und stärke dich und gebe dir Meinen Frieden und das Wort Meiner Gnade für Meine Kinder, die mühselig und beladen sind und deshalb zu Mir kommen, dass Ich sie erquicke mit Meinem Trost und sie stärke mit Meiner Kraft und ihnen bringe das wahre Heil der Seele.

 

O sehet, Meine lieben Kinder, das alles vermag nur Ich euch zu spenden, nur in Mir werdet ihr Frieden finden. Darum suchet nicht länger vergeblich nach einem Ruheplätzchen, es gibt keine Ruhe für eure Seelen, als so ihr ruhet in Mir, eurem Gott.

 

O so begebet euch doch, so oft ihr`s vermöget in der Stille zu Mir und erbittet euch von Mir, dessen ihr bedürfet. Ich will euch geben, jedem nach seinem besonderen Bedürfnisse. Ich kenne ja eure verborgenen Leiden alle und weiß wie schwer ihr traget an diesem und jenem.

 

Was dem menschlichen Auge völlig verborgen, das sehe Ich und nehme Teil am heimlichen Weh, das nur ein Vater versteht in Seiner unendlichen Liebe. Aber er weiß auch, warum und wozu gerade dies heimliche Weh dient und kennt den Segen, der aus dem Kreuze quillt und weiß, was aus dem Kinde würde, wenn dieses Schwergewicht ihm fehlte. Das geistige Uhrwerk des Lebens käme zum Stehen und das würde den Tod der Seele bedeuten.

 

Darum, was immer euch drückt, Meine Lieben, fasset es stets in der rechten Weise auf und mit dankbarem Herzen und vergesset nie, dass nur Meine Liebe es ist, die euch Leiden sendet und wisset ihr solches, da nehmet ihr nichts zu schwer! Ihr seid ja Meines Beistandes und Meiner Hilfe stets gewiss, denn `ohne Mich könnet ihr nichts (Gesegnetes) tun!` Kein Kreuz aufnehmen und keines tragen, wie sich`s gebührt, nämlich im Glauben an Meine Liebe, Macht und Kraft, die euch aus Meinen Wunden fließt, unaufhörlich immerdar.“ (Aus: „Nur bei Gott ist Ruh“, „Festgarten“, Lorber Verlag)

 

„Vertrauet stets auf Mich und alle Berge von Hindernissen werden sich ebnen!“

(Aus: Gottfried Mayerhofer, „Ein Gnadenwort über den Willen des Herrn“, „Lebensgarten“)


Zum Thema siehe auch linke Randspalte unter Texte der Neuoffenbarung zu…“, Themen „Vom Recht auf Gegenwehr“, „Über die Zulassung des Krieges“