J E S U S
in der Neuoffenbarung durch Jakob Lorber
Oder: Was so nicht in der Bibel steht!
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Kleine Einführung
Jakob Lorber ist der wohl bedeutendste Prophet der Neuzeit und sein Werk die sicher größte und gewichtigste „Mitteilung aus den Himmeln“, die die Menschheit je erhalten hat.
Es gibt bekanntlich unzählige Bücher über den Jesus des Neuen Testaments. Es gibt ebenso viele Bücher über den Jesus in den apokryphen, nicht kanonischen Zeugnissen. Aber es gibt kaum Bücher, die den Jesus der Neuoffenbarung in handlicher Form vermitteln, zumal das Gesamtwerk mit über 30 großen und kleinen Büchern schon aus zeitlichen Gründen nur von wenigen Menschen gelesen werden kann.
Hier soll der Versuch gemacht werden, auf das Gesamtwerk hinzuweisen, aber vor allem soll Lesern mit weniger Zeit durch längere oder kürzere Zitate zu zentralen Aussagen ein erster Einstieg in die Neuoffenbarung vermittelt werden.
Die neutestamentlichen Schriften konnten einschließlich des bekannten (kleinen) Johannesevangeliums naturgemäß nur ein Extrakt sein dessen, was Jesus lehrte und tat.
„Der Grund aber, warum es im Evangelium nicht so vollständig gegeben ist, bleibt stets der gleiche: weil fürs erste damals also die notwendige Art zu schreiben war, dernach nur die Hauptpunkte aufgezeichnet wurden, alles andere aber, was ein erweckter Geist ohnehin von selbst leicht finden kann, weggelassen ward; fürs zweite aber, daß das lebendige Heilige im Worte nicht verunreinigt und entheiligt werden möchte. Und es ist demnach ein jeder solcher Vers ein tüchtig festbeschaltes Samenkorn, in dem der Keim zu einem endlosen Leben und seiner nie ermeßbaren Weisheitsfülle verborgen ruht.“ (GEJ.01_024,18) 1
Die Neuoffenbarung durch Jakob Lorber hingegen, hier speziell das 11bändige Hauptwerk „Johannes, das große Evangelium“ (Band 11 nach dem Tode Lorbers durch Leopold Engel) gibt durch göttliche Inspiration in ausführlicher Weise wieder, wie die Lehrjahre Jesu in allen Einzelheiten verlaufen sind: die Fragen und Antworten, Gespräche mit den Aposteln, mit Juden, Römern, Griechen, mit allen Menschen, zu denen Jesus seinerzeit Kontakt hatte. „Johannes, das große Evangelium“ ist damit eine Art Ur-Evangelium, in dem sich viele Fragen erhellen, deren Antworten bisher im Dunkeln lagen. Es ist die unendliche Liebe Gottes, die sich durch das ganze Werk zieht. Deshalb kann das große Evangelium Johannes getrost auch als das Evangelium der Liebe bezeichnet werden, der Liebe, die die unendliche Schöpfung Gottes zusammenhält.
"Die gesamte Neuoffenbarung ist geradezu ein einzigartiges Plädoyer für die Autorität der `Heiligen Schrift`. Mir scheint es, daß uns Jesus durch das Neuoffenbarungswerk u. A. den `inneren, heiligen Kern` der Bibel, der um der Welt wegen mit einer Art `Rinde` verdeckt ist, soweit wieder freilegen wollte, wie es seiner Weisheit und Liebe entspricht." (Reichstein: Bibel und Neuoffenbarung, Lorber Verlag)
Da in der geistigen Welt auch der kleinste Gedanke niemals verloren gehen kann, war es auch möglich, vergangene Geschehnisse durch den Willen Jesu der Menschheit durch Jakob Lorber erneut in die Feder zu diktieren. Der Herr selbst beantwortet uns die Frage nach dem Zweck der Neuoffenbarung durch Jakob Lorber in einem sog. „Nebenwort“ vom 21.August 1840 wie folgt:
„Was den Zweck aller dieser Eröffnungen betrifft, so besteht dieser darin, daß dadurch fürs erste eurem hochgelehrten Weltverstande gezeigt wird, wie gar so töricht sein Bestreben ist, Dinge erforschen zu wollen und sie ins Bereich seiner unaussprechlichen Verhältnis-Beschränktheit zu ziehen, die ihrer Tiefe, Größe und Heiligkeit wegen ewig über seine Sphäre werden entfernt bleiben, da dergleichen nur dem Einfältigen in sein frommgläubig Herz gelegt wird, ja, zum beschämenden Zeichen der Weltweisheit, auch den Kindern in die Wiege, wie ich es auch sogar den Steinen geben kann.
Fürs zweite aber besteht dieser (Zweck)2 auch darin, euch und aller Welt die wahren Wege Meiner erbarmenden Liebe zu zeigen, welche sie einschlägt, um das ewige Heil aller Wesen zu Gründen, und wie, wann und warum dieses alles so ist und geschieht - damit dadurch allen Weltzweiflern ein Ende werde und die Dinge in ihren urwahren Verhältnissen mögen erschaut werden. Denn wie ein guter Baumeister doch gewiß am besten weiß, wozu dies oder jenes bei einem großen Werke da sein muß, so kann es auch nur Ich wissen, warum dies, warum jenes und wie, wann und wodurch. Wer da forscht und grübelt ohne Meine Gnade, der geht allezeit fehl. Wer aber zu Mir kommt und lernt es von Mir in seinem Herzen, der hat es in der Fülle der Wahrheit, daran nie auch nur ein Häkchen geändert wird in alle Ewigkeit.
Und fürs dritte aber soll daraus die mannigfache Bosheit der Menschen aus allen Klassen und Ständen klar ersichtlich werden – und wohl begriffen, wie solche Menschen ihrer blinden Bosheit wegen das Heiligste und Reinste in ihren sinnlichen Weltschlamm hartnäckig herabziehen und es scheußlich verunstalten zu ihren verdammlichen, eigennützigen Zwecken.
Kurz und gut, es soll und muß alles offen werden vor der Welt, damit ein jeder wisse, wie er daran ist. Ja es soll der Mittelpunkt der Erde so offen vor der Welt Augen aufgedeckt werden wie eine verdeckte Speise vor den Gästen zur stärkenden Nahrung. Und es soll auch keine Sonne so weit entfernt sein, daß sie nicht sollte unter dem Mikroskop des lebendigen Glaubens der Einfalt in kleinste Teile zerlegt werden, und wäre ihr Umfang größer als der eures größten Gedankens, den ihr nur immer zu denken vermöget. – Und es soll auch keinen noch so kleinen Faden irgend geben, und wäre er noch so fein gesponnen, der da nicht käme an das stark vergrößerte Licht Meiner Gnadensonne! Ja, Ich will aus Punkten durchsichtige Weltkörper bilden und die Zentralsonnen in enthüllte Punkte zerlegen, damit die Welt sehe, daß am Ende doch Ich alles in allem bin.
Wenn dadurch nun die Welt zur Einsicht gelangen wird, daß außer Mir kein Heil zu suchen ist und gefunden werden kann, so wird dann der Friede die Erde küssen und wird jedem sein Amt gesichert werden zeitlich und auch ewig in aller Liebe zu mir! Dann erst wird der Kaiser wahrhaft Kaiser sein, wohl bezeichnet durch Meine Salbung, der König ein König, der Herzog ein Herzog und der Fürst ein Fürst, ohne alle verdammliche Konstitution, außer der Konstitution der Liebe aus Mir und der alles überströmenden Gnade. Und da soll der Wolf dem Lamme einen Krankenwärter machen! Dadurch will Ich alles ebnen, damit da keine `Wasserfälle` und `Bergstürze` je mehr vorkommen, sondern nur das Meer Meiner Liebe und Ströme Meiner Gnade. Alles andere muß zu `flachem Lande` werden.
Und sehet, alles dies soll geschehen, damit die wahre Kirche bei den Menschen geläutert werde und ihr Sieg glänze mehr denn das Licht aller Sonnen, in Eins vereinigt – wodurch dann `ein Hirt und eine Herde` werden möge, deren Schafe allezeit Meine Stimme hören sollen, bis ans Ende aller Zeiten – allwann alle Materie vernichtet werden wird im Feuer der göttlichen Liebe – oder aber auch, so diese Meine Warnworte sollten fruchtlos im Schlamme der Welt verfaulen, alsbald im Feuer Meines gerechten Zornes!
Sehet, nun ist die Zeit der `kleinen Zeit` *) gekommen! Wer sie wohl beachtet, dem werden große Dinge werden in Ewigkeit. Wer sich aber daran ärgern und Bedenken tragen wird über Meine Treue, dem wird die `kleine Zeit` bald verrinnen und die große des ewigen Zornes wird ihn ergreifen! –
Daher: entweder – oder! – Wie jemand will, so tue er es! – Wir aber werden uns allezeit treffen. Amen. Das sage Ich, die Ewige Liebe und Weisheit. Amen, Amen, Amen!“ (HiG.01_40.08.21,01 ff.)
*) Im Gegensatz zu der „großen Zeit der Zeiten“ bei der Menschwerdung des Herrn (Herausgeber des Lorber-Werkes).
Die Neuoffenbarung durch Jakob Lorber kennt keine Übersetzungsschwierigkeiten, zumindest nicht für die deutschsprachigen Leser, da die Texte in deutscher Sprache verfaßt sind, wenn auch vor mittlerweile über 100 Jahren. Deshalb sollte sich niemand an der Ausdrucksweise stoßen. Dem geistigen Inhalt der Texte tut das keinen Abbruch. Besonders hautnah sprechen uns die Aussagen Jesu an, weil sie in der Ich-Form gehalten sind, so wie Jesus seinerzeit zu den Menschen sprach.
Jörg Zink schrieb im Publik-Forum-Dossier „Abschied von der Bibel“:3
„Es könnte alles so einfach sein. Nehmen wir an, Jesus hätte seine Lebenserinnerungen geschrieben. Er hätte, was er sagen wollte, selbst niedergelegt, und diese Handschrift wäre unbeschädigt auf unsere Tage gekommen. Es wäre alles klar, und wir brauchten keine historische Wissenschaft, denn ich könnte es mir nicht anders denken, als daß er Worte gefunden hätte, die wir heute noch mühelos verstehen.“
Ist die Neuoffenbarung nicht haargenau die Erfüllung dieses Wunsches?
„Es gebe eine große Tragödie, ließ der verstorbene, Parkinson-gebeugte Pontifex (Johannes Paul II.) die versammelten Gläubigen wissen, ‘das Schweigen Gottes, der sich nicht mehr offenbart, der sich eingeschlossen hat in seinem Himmel, wie angewidert vom Handeln der Menschheit`“. (Nach „Der Spiegel“)4
Der gleiche Spiegel-Bericht zitiert Hans Küng:
„Es wäre weniger selbstgerecht, wenn Papst und Hierarchie mehr Selbstkritik übten. Sie selber haben Gott oft mehr verdunkelt als sichtbar gemacht.“
Die Zeit sollte reif sein, daß die Neuoffenbarung Lorbers auch von den amtskirchlichen Theologen der christlichen Kirchen wahrgenommen wird. Sicher würde das den Glauben und die Theologie ein gewaltiges Stück weiterbringen.
So schrieb schon der Apostel Paulus im ersten Brief an die Thessalonicher: „Löschet den Geist nicht aus! Achtet Prophetengabe nicht gering! Prüfet alles und was gut ist, behaltet!“ (5, 19-21)
„Ihr wisset es“, wird Lorber in „Johannes, das große Evangelium“ diktiert „daß es nun ebenso wie zu allen Zeiten Propheten gibt, und es wird deren also auch allzeit geben bis ans Ende der Welt bei allen Völkern der Erde, welchen Glaubens sie auch sein mögen. Denn durch die Propheten allein wird, wenn auch schon alle Stricke zwischen Himmel und Erde zerrissen sind, noch ein geheimes Band fest erhalten, das keine finstere Macht zu zerstören vermag.“ (GEJ.01_141,01)
Können uns die neuen, großen Propheten wie Jakob Lorber (s.u.), Gottfried Mayerhofer, 1807-1877 (Die Predigten des Herrn / Schöpfungsgeheimnisse / Lebensgeheimnisse), Leopold Engel, 1858-1931 (Johannes das große Evangelium Band 11 / Mallona / Im Jenseits) und vor allem der große schwedische Naturforscher und Visionär Emanuel Swedenborg (1688-1772) (siehe auch unter Swedenborg Zentrum Berlin und Zürich) und andere Visionäre tatsächlich weiterhelfen, Gott und Jesus besser zu verstehen?
„Ziehen wir die Grenze des Prophetischen nur nicht zu eng, dann werden wir ihm schon auch in unserer Zeit begegnen... Je mehr die Kirche bereit ist, auf die Propheten, die Gott ihr sendet, einzugehen, desto dringlicher wird für sie die Unterscheidung der Geister, und die ist wahrlich nicht leicht. Aber zugleich sollten wir, mindestens im christlichen Europa, uns immer wieder sagen, daß uns an sich das durchaus unchristliche Mißtrauen gegen die Propheten in den Knochen steckt. Wie wenige der wahren Propheten des Alten Bundes sind von ihren Zeitgenossen gehört worden?...Auch wir sollten viel größere Angst davor haben, daß wir nicht auf die Propheten achten, daß wir sie verspotten und umbringen, als daß wir auf falsche Propheten hereinfallen.“ (Norbert Lohfink zitiert nach „Begegnungen mit dem prophetischen Werk Jakob Lorbers")
Wer aber war dieser Jakob Lorber?
Jakob Lorber war ein „Gott-Sucher“, der „an die rechte Tür pochte“, und sie ward ihm aufgetan „und durch ihn auch allen jenen, die eines guten Herzens und Willens sind“. Er wurde am 22.Juli 1800 in Kanischa bei Marburg (Südsteiermark, Österreich, heute Slowenien) geboren und verstarb am 24.August 1864 in Graz.
Auf seinem Grabstein auf dem St.Leonhard-Friedhof in Graz steht ein Satz aus dem wichtigsten Buch seines Lebens, der Bibel, nämlich das Paulus-Wort: „Wir mögen leben oder sterben, so sind wir des Herrn“.
Lorber war Lehrer und Musiker, Schüler und Bewunderer Paganinis, befreundet mit dem Tondichter Anselm Hüttenbrenner, der wiederum mit Franz Schubert und Beethoven befreundet war, bis er am 15.März 1840 um 6 Uhr morgens mit dem Anruf „Steh auf, nimm deinen Griffel und schreibe!“ die „Berufung“ zum „Schreibknecht Gottes“ erfuhr.
Dieser Berufung ist Lorber bis zu seinem Tode treugeblieben. An einen Freund schrieb er:
„Bezüglich des inneren Wortes, wie man dasselbe vernimmt, kann ich, von mir selbst sprechend, nur sagen, daß ich des Herrn heiligstes Wort stets in der Gegend des Herzens wie einen höchst klaren Gedanken, licht und rein, wie ausgesprochene Worte, vernehme. Niemand, mir noch so nahestehend, kann etwas von irgend einer Stimme hören. Für mich klingt diese Gnadenstimme aber dennoch heller als jeder noch so materielle Ton. - Das ist aber auch schon alles, was ich Ihnen aus meiner Erfahrung sagen kann.“
Lorber hat also nicht aus sich selbst heraus geschrieben, sondern er hat niedergeschrieben, was ihm die innere Stimme diktierte, er fungierte rein als Medium; er war ein „mediales Genie, das alles übertrifft, was bisher bekannt wurde“.
So diktierte der Herr Jakob Lorber in „Himmelsgaben“:
"Siehe, wärest du ein Schreiblustiger, dann hätte ich dich nie erwählt! Denn die Schreiblustigen schmuggeln gern und verkaufen unter Meiner echten Ware auch ihre eigene auf meine Rechnung! – Eben darum aber wählte ich dich, weil du kein Schreiblustiger bist, um eben dadurch Meine Ware einmal ganz rein vor die Welt zu bringen! – Wird sie aber auch noch in dieser Reinheit verkannt, dann wehe in jüngster Zeit der Welt! Bei jedem ist Mir der Eifer lieber als die Lauheit. Du aber mußt träge sein wie ein Fließpapier, durch das man eine unlautere Flüssigkeit dennoch ganz rein durchfiltrieren kann! Denn in deinem Eifer könntest du so manches aus deinem Kopfe unters Meinige bringen. Weil ich dir aber keinen Eifer lasse, sondern du alles nur aus Meinem Eifer tun mußt, ohne daß dabei dein freier Wille irgendeinen Zwang erhält, so kommt Meine Ware rein ans Tageslicht! Darin magst du hinreichend deine Entschuldigung finden. Und darum soll sich aber auch niemand an deinen, sondern an Meinen Eifer binden! Wem der nicht genügt, der wird übel fahren! Und bei dem hier Gesagten hat es zu verbleiben für allezeit und ewig! – Denn niemand wird selig durch den Eifer Meiner Knechte, wohl aber durch Meinen Eifer, welcher ist Meine Liebe zu euch allen! Amen. - Verstehet solches wohl!" (HiG.02_44.02.08,04)
Siehe auch Lebensbeschreibung von Karl Gottfried von Leitner: „Jakob Lorber“.5
Wie konnte solch ein gewaltiges geistiges Werk, wie es uns mit dem Gesamtwerk Jakob Lorbers vorliegt, in aller Stille heranwachsen? War das in Gottes Plan vorgesehen? Schon der zu seiner Zeit hochgerühmte Zisterzienserabt Joachim von Fiore (gest.1202), selbst ein großer Prophet, hat in seiner Dreizeitenlehre darauf hingewiesen, daß nach der Offenbarung des Johannes zu Beginn des sogenannten Geistzeitalters den Menschen ein „Ewiges Evangelium“ verkündet werden wird.
Das Alte Testament stellt den Vorhof dar. Das Neue Testament das Heiligtum. Das Ewige Evangelium ist das Allerheiligste.
Im ersten treibt die Frucht. Im zweiten offenbaren sich Gnade und Glaube. Im dritten wird die vollkommene Ausströmung der Liebe sein.
Das erste war die Zeit der Knechtschaft. Das zweite die Zeit sohnhafter Verbindung. Im dritten wird die Freiheit leuchten.
(Joachim von Fiore)
Der Evangelist Johannes schreibt:
„Und ich sah einen anderen Engel fliegen durch die Himmelsmitte, der hatte ein Ewiges Evangelium zu verkünden über die Erdbewohner und über alle Nationen und Stämme und Sprachen und Völker“ (Joh.Offb.14,6).
„Noch vieles hätte ich euch zu sagen, doch ihr könnt es jetzt noch nicht ertragen. Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit kommt, wird er euch in alle Wahrheit einführen. Er wird nicht aus sich selbst reden; er wird vielmehr reden, was er hört (durch das innere Wort), und wird euch verkünden, was künftig ist.“ (Joh.16,12-14)
Was vermag nun das Lorber-Werk uns heutigen Menschen zu bieten?
Franz Mehnert nennt in der Zeitschrift DAS WORT5, dem ein Referat eines EZW-Seminars (Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen) zugrunde lag, vor allem drei Impulse für eine Bereicherung christlicher Tradition:
1. Lorbers universales einheitliches Weltbild
Auch der späte Kurt Hutten (evangelischer Theologe, Kirchenrat D.Dr., Autor des Werkes „Seher, Grübler, Enthusiasten“, früher Leiter der EZW) nennt die Offenbarungen Lorbers ein himmlisches Aufklärungswerk. Sie biete ein universales einheitliches Weltbild in nachaufklärerischer Zeit an, in dem alles im weiten Universum, aber auch alles von Leben und Sinn erfüllt und eine tiefe von Gott ausgehende und auf ihn verweisende Bedeutung hat.
2. Lorbers hohe zugängliche Christologie
Es ist ein vollmächtiges, zugängliches Jesus-Bild, den das Lorberwerk der Christenheit zu bieten hat. Es vermag eine lebendige Beziehung zum Herrn Jesus zu stiften, Zuneigung und Liebe zu erwecken, diese Liebe zum Einen, Höchsten und Demütigsten zu bündeln und so das Leben zu verändern...
3. Lorbers lebendige wirkmächtige Jenseitsvortellung
Bereichernd an Lorbers Jenseitsvorstellungen ist ihre Wirkung auf das diesseitige Leben. Indem sie jenseitige Welten in konkreten Bildern anschaulich macht und ins Bewußtsein hebt, regt sie das eigene bildhafte Denken an, ermuntert zur Selbsterkenntnis und zum Offenbarungseid darüber, was uns schon jetzt in diesem Leben wirklich trägt.
Und ein letztes zusammenfassendes Votum von Franz Deml aus "Begegnungen mit dem prophetischen Werk Jakob Lorbers".5
„Das Werk schließt uns alle Fragen auf, die uns über die Heilsgeschichte, ja sogar über die gesamte Schöpfungsgeschichte auf der Seele brennen. Da wird sowohl die Entstehung wie auch der Aufbau der Welten in ihrem physischen, astralen und geistigen Bereich bis ins Kleinste durchleuchtet. Besonders aber erfahren wir alles über das Wesen Gottes, seine Engelswelt, die jenseitigen Läuterungsstufen der Seelen nach dem Tode, und, im Mittelpunkt stehend, das Wesen des Erlösers Jesu Christi. Es ist da sehr, sehr viel Licht, und wir werden innerlich frei, vor allem auch von der über der Christenheit noch lastenden Finsternis der Unwissenheit, was allein schon einer Erlösung gleichkommt. Diese Erlösung aus den Himmeln ìst die größte unmittelbare Offenbarung der göttlichen Welten, die es je gegeben hat!“
Hier einige wichtige Beispiele für die erhellenden Aussagen, die uns durch Jesus im Lorberwerk vermittelt werden.
Im Anfang war das Wort...
Im biblischen Johannes-Evangelium lesen wir die bekannten Sätze:
„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.“
In „Johannes, das große Evangelium“ wird Lorber diktiert:
„Sehr unrichtig und den inneren Sinn sehr verhüllend ist der Ausdruck `Im Anfange`, denn dadurch könnte sogar der Gottheit ewiges Dasein bestritten und in Zweifel gezogen werden, was auch von einigen älteren Weltweisen geschehen ist, aus deren Schule die Gottesleugner dieser Zeit auch so ganz eigentlich hervorgegangen sind. So wir aber nun diesen Text recht (richtig, verständlich) geben werden, da wird die Hülle nur sehr dünn erscheinen, und es wird nicht schwer sein, den Sinn durch solche leichte Hülle wohl und manchmal sehr genau zu erspähen. Also aber lautet die richtige Übersetzung: `Im Urgrunde, oder auch in der Grundursache (allen Seins) war das Licht (der große Heilige Schöpfungsgedanke, die wesenhafte Idee...)`“ (GEJ.01_001,05)
Ich selbst werde niemanden richten
..."Ich als der große Werkmeister aller meiner Geschöpfe aber weiß nur allein, wie in ihr (der Schöpfung) alle Prozesse eingerichtet sind, und wie eines in das andere greift, und kann euch daher auch nur die allein tauglichsten Mittel geben, euch also zu verhalten, dass ihr euch frei auf dieser höchsten Stufe behaupten möget, auf welcher ihr als erhabenste Endzwecke aller Meiner Schöpfungen stehet. Bleibet ihr in dieser von Mir, dem Schöpfer, euch vorgezeichneten Ordnung, so wird euch die ganze euch vorhergende Schöpfung hinter euch her in der schönsten Ordnung verbleiben; bleibet ihr aber nicht in dieser Ordnung, sondern bildet und schaffet euch eine andere eigenmächtig, so bin Ich als Schöpfer und euer aller heiliger Vater ja doch gänzlich außer aller Schuld, wenn die ganze Vorschöpfung hinter euch her sich verkehrt in ihrem gerichteten Wirken, euch dann ergreift, in ihr ewiges notwendiges Gericht reißt und euch endlich gar tötet..." (HGt.03_013, 03).
"Ich Selbst aus Meiner urgöttlichen Persönlichkeit aber werde niemanden richten, sondern das alles wird tun Mein Wort, das Ich zu euch geredet habe..." (GEJ.06_174,12)
Oder mit anderen Worten:
"Jede Handlung hat eine von Gott ausgehend bestimmt sanktionierte Folge. Diese Folge ist das unabänderliche Gericht, welches jeder Handlung unterschoben ist. Also ist es vom Herrn gestellt, daß sich jede Handlung am Ende selbst richtet." (GS.02_106,08)
Schöpfung aus dem Nichts?
Immer wieder wird in Werken, die sich wissenschaftlich geben, davon gesprochen, daß Gottes Schöpfung aus dem Nichts entstanden sei.
"...Außerdem gibt es für das Universum keinen klaren Anfang. Gemäß der Ansicht von Hawking und Mlodinow (Der große Entwurf) verhielt sich die Zeit in der Nähe des `Urknalls` nicht wie die uns bekannte Größe Zeit, sondern wie eine vierte Raumdimension. Vorstellen kann man sich das nicht mehr, wohl aber berechnen. Wenn das Universum nicht nur räumlich `randlos` ist, sondern auch zeitlich, dann erübrigt sich die Frage nach einem Anfang und natürlich auch danach, wer den Anfang ermöglicht hat. Die Autoren schreiben, daß sich ein Universum selber aus dem Nichts erschaffen könne: `Spontane Schöpfung ist der Grund, warum es statt des Nichts doch etwas gibt, warum das Universum existiert, warum wir existieren." (Besprechung in Publik-Forum 26, Nr.5, 2011)
In "Das große Evangelium Johannes" wird erklärt:
"Alles was da ist, ist aus Ihm, und es gibt nichts in den endlosesten Räumen Seiner Schöpfungen, das da nicht aus Ihm hervorgegangen wäre." (GEJ.04_055,08)
Oder: "Gott war also das urewigste, vollkommenste Grundleben in und aus Sich Selbst durch und durch, und dieses Licht oder Leben rief aus Sich die Wesen, und dieses Licht oder dieses Leben war das Licht und also auch das Leben der Wesen, in den aus Ihm hervorgegangenen Menschen..." (GEJ.01_001,13)
(Siehe auch GEJ.02_014,05 / 05_176,01 / 05_230,01 / 07_213,09 / 10_066,08)
Fast gleichlautend äußert sich auch Swedenborg in "Die göttliche Liebe und Weisheit":
"Der Herr von Ewigkeit, Jehovah, hat das Weltall in allen seinen Teilen aus Sich Selbst und nicht aus dem Nichts geschaffen." (282)
Gott hat seine Geschöpfe von Urbeginn an einbezogen in sein Handeln. Gott hat seine Geschöpfe belehrt über den Zweck seiner Schöpfung. Gott hat seinen Geschöpfen gezeigt, wie sie sich zu verhalten haben, wenn sie in völliger Harmonie mit ihrem Schöpfer verbleiben wollen. Gott hat seinen Geschöpfen die völlige Freiheit gegeben, sich im Rahmen seiner Schöpfungsordnung zu bewegen oder sich dagegen zu stellen. Wer sich den Naturgesetzen entgegen verhalten will, wird schnell die Folgen seines Handelns spüren (Muß-Gesetz). Wer sich gegen moralisch göttliche Gebote stellt, wird zwar viel Freiheit in seinem Handeln vorfinden, da er aber gegen die Grundordnung Gottes verstößt, wird sein Handeln negative Folgen haben, diesseits oder erst im Jenseits (Soll-Gesetz).
Das großartig Göttliche an Gottes Schöpfungswerk ist die völlige Freiheit, in die wir Menschen gestellt sind, auch wenn diese Freiheit bei Nichtbeachtung der göttlichen „Soll-Gesetze“ in furchtbaren Katastrophen enden kann. Trotz solcher Katastrophen kann und darf die Freiheit des menschlichen Handelns durch Gott nicht angetastet werden.
„Glaube es Mir: Welten erschaffen ist ein leichtes; aber freie Menschen also ins Dasein zu rufen und sie aus sich selbst vollenden zu lassen, wobei die göttliche Allmacht vermöge der Ordnung ihrer Liebe und Weisheit schweigen und untätig sein muß, das bleibt am Ende auch für Mich eine Sache, die nicht leicht zu nennen ist! Da hilft Mir nichts als Meine unbegrenzte Geduld und übergroße Sanftmut. Darum müssen die Menschen durch ihr höchsteigenes Glauben und Tun in allerlei gute und böse Zustände versetzt werden, damit sie erst aus den Folgen ihres Glaubens und ihrer Handlung klug werden und am Ende selbstwillig das rechte Licht zu suchen anfangen.“ (GEJ.08_014,16 f.)
„Diese Erde hat (nun) einmal die feste Bestimmung, daß auf ihr für die ganze Unendlichkeit Kinder des Geistes erzogen werden...“ (GEJ.02_205,09)
Wir sollen und können Gott ähnlich werden, wir können aber auch in den Gegenpool übergehen. Niemand wird uns zu dem einen oder anderen Pool drängen. Es ist völlig in die Entscheidung des Menschen gestellt, in welche Richtung er sich von seiner „Liebe“ ziehen läßt. Richten wird ihn nicht die ewige Liebe Gottes, richten wird der Mensch sich selbst durch das Wort, das Gott in Jesus gesprochen und verkündet hat und auch in späteren Zeiten noch verkünden wird. „Wir werden sein, wozu wir uns selbst werden gemacht haben“, spricht der Herr (s.oben), oder „Was er sein will, das ist er", oder wie Paulus sagte: "Wie der Baum fällt (Tod), so bleibt er liegen!“
Jesus hat zu Lebzeiten bekanntlich keine systematischen Vorträge gehalten. Er hat mit den Menschen seiner Zeit gelebt, er hat gehandelt, die Menschen haben gefragt, er hat geantwortet, mit großer Liebe und Geduld erklärt. Das hatte zur Folge, daß gleiche oder ähnliche Fragen im Lorber-Werk immer wieder auftauchen und immer wieder mit anderen Worten beantwortet wurden, entsprechend der Fragestellung oder der Fassungskraft seiner jeweiligen Zuhörer. Deshalb sind auch bestimmte Themen nicht exakt abgrenzbar und tauchen gegebenenfalls unter einem ganz anderen Schwerpunktthema wieder auf. In den Textauswahlen (siehe linke Randspalte) wird versucht, Schwerpunkttexte zu bestimmten Themenkreisen zu bündeln, um dem Leser einen Einstieg in das jeweilige Thema zu ermöglichen. Die Texte stammen bis auf wenige Ausnahmen fast ausschließlich aus „Johannes, das große Evangelium“. Die Zählung der Zitate innerhalb der Themenblöcke dient dazu, die Textblöcke etwas zu strukturieren bzw. das Wiederauffinden bestimmter Texte zu erleichtern.
Es sind wichtige, an verschiedenen Stellen gegebene Aussagen Jesu zu bestimmten Themen. Es sind von der Liebe Gottes getragene, von uns Menschen mitunter nie zu denken mögliche Aussagen: zum Nachdenken, zur Vertiefung des christlichen Glaubens oder zur Gottesfrage schlechthin. Die angesprochenen Themen und die Auswahl der Texte sind subjektiv wie jede Auswahl. Die Auswahl ist jedoch geleitet von dem Bestreben, Fragen aufzugreifen, die viele Menschen heute bewegen. Die Leserinnen und Leser mögen sich nicht daran stoßen, daß die Texte oft etwas unvermittelt beginnen und das davor und danach nicht mehr aus dem Text hervorgeht. Das ist bei solch einer Auswahl nicht anders möglich.
Einige in der Neuoffenbarung vorkommende Worte und Begriffe erschließen sich dem heutigen Leser oft erst nach längerer Lektüre. Deshalb hier einige Hinweise zum besseren Verständnis.
Immer wieder ist in der Neuoffenbarung die Rede von "Geistern" und es bleibt die Frage, was man sich darunter vorzustellen hat. Im Sprachduktus der Neuoffenbarung sind mit "Geistern" jenseitige Geistwesen (Engel) bezeichnet, aber auch diesseitiges Geistiges: Intelligenzen, Energien, Kräfte.
"Jeder eigentliche Urstoff ist gebundenes Geistiges, und wie es frei wird, wird es in seiner Art auch tätig und bildet sich seine Form und seine Beschaffenheit mit steter Ein- und Beiwirkung eines entsprechenden jenseitigen Geistes. Diesen Geist wollen wir positiv-elektromagnetisch nennen und ihm auch den Namen Sideralgeist beilegen; jenen in der Erdmaterie, sowohl des festen Erdreiches wie des Wassers sowie der Luft, wollen wir den negativ-elektromagnetischen Stoff nennen oder den gerichteten diesirdisch gebundenen Naturgeist..." (HiG.03_64.04.08 ff)
(Siehe hierzu auch die linke Randspalte, "Startseite: Die Neuoffenbarung zu...", Thema "Unsere Erde" und speziell "Seele und Geist".)
Der häufig vorkommende Begriff "ewiger Tod" soll zum rechten Verständnis der Texte durch ein erklärendes Zitat aus dem Jenseitswerk "Robert Blum" erläutert werden:
"Es muß also der Geschaffenen wegen wohl ein ewiges Gericht, ein ewiges Feuer und einen ewigen Tod geben. Aber darin liegt nicht, daß ein gefangener Geist auch ewig darin verbleiben müsse. - Ist denn Gefängnis und Gefangenschaft nicht zweierlei? Das Gefängnis ist und bleibt ewig, und das Feuer Meines Eifers darf nimmer erlöschen; aber die Gefangenen bleiben nur so lange im Gefängnis, bis sie sich bekehrt haben."
Gibt es Widersprüche in der Neuoffenbarung?
Es soll auch darauf hingewiesen werden, daß es in der Neuoffenbarung durch Jakob Lorber wie auch in vielen anderen Offenbarungen Aussagen gibt, die unserem Verstand nicht einleuchten wollen oder als Widersprüche erscheinen. Dazu sagt Jesus:
"Mein Wort und Meine Predigt an euch kann nicht in der gewissen weltvernünftigen Redeweise der Menschen und ihrer Weltweisheit gegeben werden, sondern sie besteht in der Beweisung des euch völlig unbekannten Geistes und seiner Kraft, damit euer Glaube und euer zukünftiges Wissen nicht auf der Weisheit der geistig blinden Menschen, sondern auf der wunderbaren Kraft des Geistes aus Gott beruhe. Nun, diese Meine Lehr- und Redeweise erscheint vor den Augen der Weltweisen als eine Torheit, weil sie vom Geiste und seiner Kraft nichts wissen und nichts wahrnehmen mit ihren groben Sinnen; aber Meine Lehre ist dennoch eine Weisheit tiefster und höchster Art, nur vor den Augen, Ohren und Herzen der vollkommenen Menschen, die eines guten Willens sind und die Gebote Gottes allzeit beachtet haben. Aber für die Weisen und Obersten dieser Welt, die vergehen wie ihre Weisheit, ist Meine Lehre freilich wohl das nicht." (GEJ.07_055,03)
"...So ihr nun dieses wisset und, soviel es euch mit leiblichen Sinnen nur möglich ist, begreifet, so muß es euch ja doch endlich klar werden, daß somit alles, was sich nur immer materiell darstellt, im Grund dennoch nichts Materielles, sondern lauter Geistiges ist; nur könnet ihr das Geistige nicht schauen, weil ihr noch nicht in der geistigen Polarität seid. Werdet ihr euch aber einmal in der geistigen Polarität befinden, als dann wird sobald die entgegengesetzte Erscheinlichkeit eintreten, vermöge welcher ihr dann nur das Geistige schauen werdet; aber alles Materielle werdet ihr euch ebenso hinzudenken müssen wie jetzt das Geistige zum Materiellen. Darum muß es euch nun auch nicht allzusehr wundernehmen, so ihr im Verlaufe dieser Mitteilungen hier und da auf Punkte treffet, die euch nicht allzu klar werden können; denn sollten auch nun schon alle diese Verhältnisse klargemacht werden können, so müßtet ihr ganz aus der Materie ins rein Geistige hinübertreten, was jetzt noch nicht an der Zeit ist. Aber soviel es nur möglich ist, das Geistige hinein ins Materielle zu erfassen, soviel ist euch im Verlaufe dieser Mitteilung auch zur Genüge gezeigt, welch einen seichten Weg diejenigen einschlagen, welche nichts als die Materie vor sich haben; und wie unverständlich auch werden hingegen diejenigen, welche bei ihren Forschungen überall weit über die Materie ihre Weisheitssprünge machen!" (Fl.01_011,10)
Widersprüche sind auch zugelassen, "...damit euer Geist einen neuen kleinen Stoß bekommen solle und darum emsiger und lebendiger suchen solle in dem, was Ich also lebendigst gebe aus Meiner Liebgnade; und solle Meine Gabe nicht betrachten als eine Alltagskomödie...Siehe, Meine Schule ist eine andere als die der Menschen auf der Welt! - Ich lasse daher solches oft geflissentlich zu und lege, wo es immer nur sein kann, den `verworfenen Ecksteinn" auf alle Meine Wege, damit daran die Welt ihr Gericht finden solle. So aber dann jemand zu Mir kommt und bittet um die Wegräumung des Ecksteins, so will ich solches ja auch tun. Aber nur hüte sich da ein jeder vor Bemerkungen! Wohl dem, der korrigiert nach Meiner Angabe! Denn der wird das Licht überkommen. Wer aber Mir wollte die Zulassung solch kleiner Widersprüche zum Vorwurfe machen, der soll mit dem Unglauben bestraft werden! Was immer da geschieht, hat seinen weisen und liebevollsten Grund. Daher soll dir auch an Meinem Urteile mehr als an dem der Welt gelegen sein! - Was Ich gebe, das gebe Ich nicht der Welt zu einem Vorteile, sondern nur zum gerichtlichen Anstoße! Daher tue, was Ich dir sage; und bedenke nie, was dereinst die Welt dazu sagen möchte! Denn Meine Gabe soll nicht vom Verstande, sondern vom Herzen in den Geist lebendig aufgenommen sein. Allda wird sich die rechte Ordnung schon vorfinden! - Verstehet solches wohl und beachtet es! Amen" (HiG.02_42.09.10,02)
"Es ist stets notwendig, daß ihr bei Betrachtung aller Dinge, die sich im menschlichen Leben dem Auge zeigen, niemals nach der Außenseite urteilt, sondern stets nach dem inneren Wesenheitskern. Materielle, äußere Dinge und geistige, innere, das heißt entsprechende Dinge können im scheinbar größten Widerspruch stehen, weil sie sich oftmals polar zueinander verhalten, ja, als sich völlig entgegenstehende Begriffe so verhalten müssen, trotzdem eines ohne das andere nicht bestehen kann. Treten diese Gegensätze recht grell vor eure Augen, so glaubt ihr unerklärliche Widersprüche zu entdecken, die jedoch für des Geistes Auge durchaus keine solche bedeuten." (GEJ.11_059,03)
"Siehe, es erscheint im Lichte der Welt das Ding des Geistes gar oft als eine sich rein widersprechende Torheit. Allein dem ist nicht also! Denn so der Docht unter dem weißen Lichte schwarz wird und die Asche über der schwarzen Kohle weiß - ist das nicht auch sogar in der Natur ein Widerspruch? Und doch, wer zweifelt, daß es also wäre?! Daher, so ihr irgend auf Meinem Wege Widersprüche findet, wie in der Natur in eurem Welt- oder Leibesleben, dann denket, daß der Schiffer, so er seine Segel nicht gegen den Wind zu richten weiß, damit sein Schiff gegen den Wind und gegen alle die Wogen des sturmbewegten Meeres laufe, noch kein wohlunterrichteter Seemann ist!" (HiG.01_41.01.05,12 ff)
"...Denn wer ein rechter Lehrer sein will, der muß seine Lehren also stellen, daß seine Jünger stets viel zu denken und zu suchen haben, sonst macht er sie zu faulen und trägen Forschern nach allerlei Wahrheiten." (GEJ.05_246,02)
Zum Gesamtwerk Jakob Lorbers:
Als Hauptwerk Lorbers gilt das schon erwähnte 10/11bändige Werk „Johannes, das große Evangelium“. Es gibt kaum ein Thema, das seinerzeit von den Zeitgenossen Jesu nicht angesprochen wäre. Das Hauptthema Jesu ist aber immer wieder die Liebe Gottes zu uns Menschen und die Hoffnung, daß der Mensch doch endlich verstehen möge, wie er handeln muß, um das Ziel seines Lebens zu erreichen, auf Erden glücklich zu werden und vorbereitet zu sein für seine jenseitige Existenz, die unendlich währt wie Gott selbst unendlich ist. Es ist die Botschaft der Liebe, die einzig die Menschheit auf einen guten Weg bringen und halten kann; eigentlich eine so einfache Botschaft, die Liebe zu Gott und zu den Menschen und doch im täglichen Leben oft so schwer.
Außer dem Hauptwerk „Johannes - das große Evangelium“ liegen von Jakob Lorber weiter vor: „Die Haushaltung Gottes“, drei Bände mit der Urgeschichte der Menschheit, dem Aufstieg und der geistigen Blüte des ersten Weltreiches Hanoch, die ersten Hochkulturen/Entartung und Untergang in der Sintflut (mit einer genauen Schilderung der Vorgänge, die zur Sintflut geführt haben, die die Menschen damals selbst ausgelöst haben).
Weiter Werke über die natürliche Schöpfung (z.B. "Erde und Mond", "Die Fliege"), Werke über das Jenseits (z.B. "Bischof Martin", "Robert Blum"), Texte, die für die Christenheit bereits verloren waren oder nur verstümmelt auf unsere Tage gekommen sind wie zum Beispiel „Die Jugend Jesu“, der Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde zu Laodizea und der Briefwechsel Jesu mit dem König Abgarus von Edessa.
Es sei bemerkt, daß in dieser Textsammlung auch einige Texte aus Lorbers Schriftwerk „Himmelsgaben“ (HiG) übernommen wurden. Es handelt sich hier neben den großen Eröffnungen und Belehrungen um Aufschlüsse über Fragen und Anliegen Lorbers und seiner Freunde. Somit gelten die Texte der „Himmelsgaben“ im Rahmen des Gesamtwerkes auch als Nebenworte oder als geistiges Tagebuch Lorbers.
(Zum Gesamtwerk Lorbers siehe unten am Schluß die Auflistung aller Titel Lorbers (unter Abkürzungen) sowie unter www.lorber-verlag.de)
"Jesus2030" will also durch eine Reihe von möglichst breit interessierenden Texten in die Geisteswelt der Neuoffenbarung einführen. Die Texte auf der linken Randspalte sind wie folgt gegliedert: "Startseite: Die Neuoffenbarung zu..." mit längeren Textpassagen zu verschiedenen allgemein interessierenden Themen sowie den speziellen Textsammlungen "Neues Testament", "Kurztexte" sowie relevanten Texten zu "Feste im Jahreskreis". "Startseite: Kommentare/Dokumentationen" bietet Texte ausgewiesener Autoren zu grundlegenden und speziellen Fragen der Neuoffenbarung sowie Ausarbeitungen zu: "Thema: KIRCHE(N)", "Über die Zukunft" (einschließlich Thema "Zukunft - letztes Gericht"), "Fehler in der Neuoffenbarung?", "Aktuelles" mit den Themen "Organspende", "Organtransplantation", "Umgang mit Sterben und Tod".
Besonders hingewiesen soll aber noch auf das bereits genannte "Thema: KIRCHE(N)" mit der Dokumentation "Lehren der katholischen Kirche - Lehren der Neuoffenbarung", weil hier einem besonders breiten Spektrum von aktuellen Fragen aus dem Jugendkatechismus der katholischen Kirche (YOUCAT) 77 relevante Antworten aus der Neuoffenbarung gegenübergestellt sind, die in Kurzform Einblick in eine Vielzahl von aktuellen Antworten der Neuoffenbarung vermitteln.
So schließt der Lorber-Verlag als Herausgeber des Gesamtwerkes Lorbers seine Taschenbuchedition "Die Haushaltung Gottes" und "Das große Evangelium Johannes" mit folgenden Worten:
„Als Ergebnis dieser göttlichen Inspiration (Lorbers) hinterließ er uns ein mit nichts Ähnlichem vergleichbares Schrifttum von kosmischer Größe und Weite, das den Grundthemen allen Seins gewidmet ist: dem Wesen Gottes, des Weltalls und des Menschen und ihrer wechselseitigen Beziehungen. Damit empfing die Menschheit eine wirklich umfassende Antwort auf ihre jahrtausendealten Fragen nach dem Woher, Wohin und Warum des Lebens. Im Zentrum dieses grandiosen Weltbildes vom Urbeginn der Schöpfung bis zu ihrer künftigen Vollendung steht das `Große Evangelium Johannes`, das, völlig auf dem Boden christlichen Glaubensgutes wurzelnd, uns in der eingehenden Darstellung des Lebens und der Lehre Jesu eine ungeheuere Ausweitung und Vergeistigung des christlichen Offenbarungsschatzes schenkt. Doch auch für ein sinnvolles Zusammenwirken von Religion und Wissenschaft, zu einer Synthese also von Herzenserlebnis und vernunftvoller Erkenntnis erschließt uns Jakob Lorber universales Geistesgut, das ebenso zeitlos wie zeitnahe ist, die tiefsten Quellen."
OZ/Stand August 2010 und April 2012
Siehe auch "Zehn Hauptpunkte der Neuoffenbarung" in Lorber-Prospekt "Ein Mann hört eine Stimme - Christliche Prophetie für unsere Zeit", Lorber Verlag, Bietigheim.
Die hier zitierten Texte sind den entsprechenden Büchern entnommen oder der „CD-Rom zur Offenbarung durch Jakob Lorber sowie Gottfried Mayerhofer und Leopold Engel.“ Lorber-Verlag, Bietigheim.
Texte in Klammern sind Hinzufügungen der Redaktion und dienen dem besseren Verständnis des Haupttextes.
1) Alle Abkürzungen zu den zitierten Werke in "Jesus2030":
Jakob Lorber: BJ = Briefwechsel Jesu mit König Abgarus von Edessa / BM = Bischof Martin / DTT = Drei Tage im Tempel / Er = Erde (in "Erde und Mond") / Fl = Fliege / GEJ = Großes Evangelium Johannis (10 Bände), Band 11 durch Leopold Engel / Gr = Großglockner / GS = Geistige Sonne (2 Bände) / HGt = Haushaltung Gottes (3 Bände) / HiG = Himmelsgaben (3 Bände) / HS = Heilkraft des Sonnenlichts / JJ = Jugend Jesu (= das Jakobus-Evangelium) / JS = Jenseits der Schwelle (Sterbeszenen) / Lao = Laodizenerbrief des Apostels Paulus / Mo = Mond (in "Erde und Mond") / NS = Natürliche Sonne / Pa = Pathiel (= Die große Zeit der Zeiten = Die Erlösung) / RB = Robert Blum (= Von der Hölle bis zum Himmel) (2 Bände) / Sa = Saturn / Ste = Schrift-Text-Erklärungen / ZS = Zwölf Stunden
Gottfried Mayerhofer: Lg = Lebensgeheimnisse / Sg = Schöpfungsgeheimnisse / PH = Predigten des Herrn
Emanuel Swedenborg: HG = Himmlische Geheimnisse / EO = Die enthüllte Offenbarung / HH = Himmel und Hölle / WCR = Die wahre christliche Religion / LS = Lehre von der Heiligen Schrift.
2) Worte in Klammern sind jeweils vom Herausgeber des Lorber-Werkes ergänzt. 3) „Publik-Forum-Dossier“, „Abschied von der Bibel“, 2003 4) Nach „Der Spiegel“ 3/2003 5) Lorber Verlag, Bietigheim
Literaturempfehlungen:
Walter Lutz: Die Grundfragen des Lebens in der Schau des Offenbarungswerkes Jakob Lorbers Michael Nolten: Licht aus dem Neuen Wort. Die Neuoffenbarung als Weg zum Leben
Bezug über www.lorber-verlag.de
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