Die Liebe als Urgrund allen Seins. Kleiner Rundgang durch die Neuoffenbarung Jesu, Teil 2


 

 

6. Über die Lebensregeln Jesu

 

6.1.

Die Gebote der Gottes- und Nächstenliebe sind der Angelpunkt der gesamten Lehre Jesu. Mit Liebe erreicht ihr alles, mit Gewalt aber wird der Teufel nur aus seinem Schlafe geweckt“, (GEJ.01_076,04) sagt uns Jesus – und ein weiterer Satz, der vor falschem Verständnis des Gebotes der Nächstenliebe schützen soll: „Nirgends kann so viel Schaden gestiftet werden, als mit dem wörtlich genommenen Begriff der Nächstenliebe.“ (PH.01_038,34)

Deshalb sollen hier Aussagen Jesu wiedergegeben werden über Seine Liebesgebote und wie diese Gebote richtig zu verstehen oder anzuwenden sind.

 

6.2.

Das größte Gebot

 

…“In den mosaischen Gesetzen waren die beiden einzigen und wichtigsten Gesetze ebenfalls enthalten. Doch die Deutungen und Erklärungen der Priester und Schriftgelehrten machten sie dem Volk nur von der Seite zugänglich, von welcher für den geistigen Menschen wenig herausleuchtete und es ihm schwer wurde, seine richtige Stellung zu Mir und zu seinem Nächsten, sowie zur ganzen Schöpfung herauszufinden, ein Verhältnis, welches auch jetzt noch von wenigen in dem Sinne aufgefasst wird, wie es dem Geiste nach sein sollte. Damals hielt sich das Volk an den Buchstaben, und jetzt, nach mehr als tausend Jahren, klebt es noch immer ängstlich an demselben wie eine Fliege an einer Leimrute, welche gerne frei sein möchte, der aber die nötige Kraft fehlt, sich selbst frei zu machen.

 

Wenngleich Ich dem Pharisäer diese zwei einzigen Gebote als die größten bezeichnete, so begriff er sie ebensowenig wie die Antwort auf Meine Frage: `Was haltet ihr von Christus?` Diese Antwort war einem Psalm Davids entnommen und zeigte ihnen in Fernsicht, dass Mir als Herrn der Schöpfung am Ende doch alles untertan und zu einem Fußschemel wird, auf dessen Fläche Meine Füße ruhen werden, d.h. worauf Meine Lehre als Gebäude aufgerichtet werden wird.


Was es heißt: `Gott über alles lieben`, begriffen damals und begreifen heute noch viele nicht; und was es heißt: `Seinen Nächsten lieben` – ein Ergänzungsgebot des ersten –, ist vielen Menschen ebensowenig klar.

 

Seht, `Gott über alles lieben` ist ein Wort, das leicht auszusprechen, aber nicht so leicht verstanden und noch schwieriger auszuführen ist! Da muss Ich wieder zuerst fragen: `Warum sollen denn die Menschen Gott über alles lieben?` – Diese Frage muss zuerst beantwortet werden, ehe über Liebe und das Maß derselben gesprochen werden kann.

 

Nun, wenn ihr diese Frage mit kühlem Verstand betrachtet, so geht aus dieser Betrachtung eine andere Frage hervor, nämlich die: `Warum soll ich denn Gott lieben?` Hier ist nun in Betracht zu ziehen, dass der kalt urteilende Mensch so antworten wird: `Wenn ich so recht nachdenke, finde ich keinen Grund, einen Gott zu lieben, erstens, weil ich etwas Unsichtbares nicht lieben kann, und zweitens, weil ich dem Gott, der mich erschuf, nicht zum Dank verpflichtet bin. Als Er mich erschuf, hat Er mich nicht gefragt, ob es mir recht ist oder nicht! Er hat dabei nur sein Vergnügen des Erschaffens im Auge gehabt, aber nicht danach gefragt, ob ich als erschaffenes Wesen dann mit meinem Zustand und meiner Stellung, die Er mir unter den andern Wesen angewiesen hat, wirklich zufrieden bin, und ob ich mich glücklich fühle.`

 

Aus diesen Schlüssen ginge hervor, dass von Seiten des Menschen gar keine Verpflichtung vorläge, seinen Schöpfer zu lieben, selbst wenn Er ihn auch in die glücklichsten Verhältnisse gestellt hätte, um so weniger aber, wenn in Betracht gezogen wird, mit welchen Drangsalen, Leiden und Misshelligkeiten der Mensch von Geburt an bis zum Tode kämpfen muss. Deswegen sollten die Menschen Gott lieben, und dazu noch über alles? Das wäre doch etwas zu viel verlangt! So manche Menschen möchten zu ihrem Schöpfer sagen: `Wenn Du mich nicht als Mensch erschaffen hättest, könntest Du noch eher Anspruch auf meine Liebe erheben; aber unter diesen traurigen Lebensverhältnissen, gehört eine zu große Dosis Einfalt dazu, Den zu lieben, der mich im Materiellen in mancher Hinsicht unter das Tier gestellt hat, und der mir nur die Fähigkeit verlieh, meine Lage so recht beurteilen und beweinen zu können!`

 

Seht, Meine Kinder, so urteilt, und nicht mit Unrecht, der Verstandesmensch, dem die kalte Wirklichkeit – d.h. das, was er vor sich sieht, mit Händen greifen und mit seinen Sinnen wahrnehmen kann – die ganze Welt ausmacht. Eine solche Denkungsweise war schon seit Entstehung des Menschen immer bei einzelnen die Basis ihrer Handlungen, und in jetziger Zeit predigen solches eure gelehrten Materialisten ohne Scheu und finden ein großes Publikum, welches ihren Ansichten ganz beistimmt und ihnen Beifall klatscht.

 

Wenn Ich also das Gebot: `Du sollst Gott über alles lieben!` in dieser Predigt wieder berühre, so geschieht es deswegen, um dem größten Teil der Menschen ihre falschen Ansichten von Mir und der Welt – nebst den damit zusammenhängenden Fehlschlüssen – vor Augen zu halten, und um derer willen, die noch für etwas anderes Sinn haben, als nur Verehrer der vergänglichen Materie zu sein, und welche fühlen, dass noch etwas Besseres und Tieferes sich in ihrem Innern bewegt und sie zu geistigem Leben antreibt.

 

Wenn Ich ein Gebot gegeben habe, so muss doch ein Grund dazu vorhanden sein, warum das Gebot ausgeführt oder befolgt werden soll. So muss also auch ein Grund bestehen, warum Ich dieses Gesetz der Liebe als das vornehmste und größte in Meiner Schöpfung bezeichnete, und warum es zu deren Fortbestand, Zusammenhang und Vervollkommnung eingesetzt wurde.

 

Nun seht, bei jedem Gesetz kann leicht beurteilt werden, was der Beweggrund war, das Gesetz so und nicht anders zu geben, und ob das Gesetz aus Liebe, also zum Besten anderer, oder nur aus Eigennutz für den Gesetzgeber selbst gegeben wurde.

 

Wenn nun Ich als Schöpfer Meinen geschaffenen, Mir gleichenden Wesen als erstes Gesetz die Liebe vorschreibe, die sie gegen ihren Erschaffer haben sollen, so ist doch klar, dass man den Grund oder das Warum dieses Gesetzes auch in Meinen Anordnungen erkennen muss, und begreift, dass überall – es mag geschehen, was will – Liebe zugrunde liegt.

 

Was ist denn eigentlich ,Liebe‘?

 

Seht, auch diesen Begriff müssen wir erklären, um dessen Größe besser beurteilen zu können!

 

Liebe ist nichts anderes als eine gewisse Zuneigung zu einem belebten oder unbelebten Gegenstand. Diese Zuneigung bedingt die Erhaltung dieses Gegenstandes in dem Maße, in dem er eben unsere Liebe in Anspruch nimmt. Unter lebenden Wesen ist Liebe eine Zuneigung oder ein Hingezogenwerden zu anderen Wesen, die wegen ihrer Eigenschaften mit ihren Gefühlen harmonieren. Beim Menschen kommt hinzu, dass der, der Liebe gibt, auch wieder Liebe empfängt. Der Liebende möchte mit dem geliebten Wesen im Austausch seiner Gesinnung und Gefühle bleiben und, Liebe wieder von ihm zurückerhaltend, sich gleichsam mit ihm vereinen und ein geistiges Ganzes ausmachen. Die Liebe, welche keinen andern Zweck hat, als den Geliebten so glücklich wie möglich zu sehen, ist ferner die Eigenschaft, welche uns fähig macht, dem Geliebten alles zu geben und für uns nichts zu behalten als nur das Bewusstsein, ihn so glücklich gemacht zu haben, wie es unsere Kräfte erlaubten.

 

Nun, wenn der Mensch diese Liebe von Seiten seines Gottes, Schöpfers und Herrn begriffen und erfasst hat, dann ist ihm auch das Gesetz der Liebe leicht verständlich, welches ihm gebietet, dem Gott, der alles hergegeben hat, um Seine Geschöpfe glücklich, ja ewig selig zu machen, auch aus ganzer Seele und mit aller ihm möglichen Kraft zu lieben.

 

Wie beweist aber Gott dem Menschen diese Liebe, die Er für ihn geopfert hat, um seine menschliche Liebe so anzuregen, dass sie über alles Irdische, Sichtbare und Unsichtbare hinaus den Schöpfer des großen Universums über alles lieben lernt?

 

Seht, hier gibt es zwei Wege, die dem Menschen die Liebe seines Schöpfers beweisen und klar machen können: die geistige, unsichtbare, in ihm wohnende Welt, und die materielle, sichtbare, ihn umgebende Welt. Beide Wege, obwohl verschieden in ihrer Ausdrucksweise, führen zum gleichen Ziel, d.h.: den Schöpfer als liebenden Herrn und Vater zu erkennen.

 

Betrachten wir zunächst den ersten Weg.

 

In früheren Zeiten, als man die Natur weniger kannte, wurden durch die Gelehrten so manche Anfänge des Unendlichen im Großen wie im Kleinen aufgedeckt. In jener Zeit war es der innere Mensch, der die begeisterten Gesetzgeber, wie Moses und die Propheten und Seher beschäftigte. Sie machten den Menschen auf sein Inneres aufmerksam und stellten das als Gebot hin, was eigentlich aus freiem Antrieb geschehen sollte.

 

Damals stand dieses Gesetz der Gottesliebe als Gesetz, nicht aber als Liebesgebot vor dem Menschen. Deswegen fragte auch der Pharisäer, welches das vornehmste Gebot sei, weil er dieses Gebot nicht für so wichtig hielt und vielleicht glaubte, von Mir eine Antwort zu bekommen, welche auf ein bürgerliches Gesetz hindeutete. Denn Liebe, wie Ich sie gebot, war diesem Pharisäer und auch vielen anderen Menschen in jenen Zeiten fremd, wie auch jetzt noch die Liebe, wenn sie etwas anderes bedeutet als nur Liebe für sich, Millionen Lebender trotz aller Aufklärung ein unbekanntes Ding ist.

 

Um dieses Gesetz Meiner großen Schöpfung zur Geltung zu bringen, stieg Ich selbst auf eure dunkle Erde hernieder und zeigte euch durch Wort und Tat, was Liebe zu Gott und was Liebe zum Nächsten ist. So brachte Ich den Menschen aus seiner materiellen Richtung und erhob ihn zu einem geistigen Geschöpf, das zwar die Wurzel, seine Füße auf Erden, im Materiellen, jedoch seinen Kopf oder die geistige Blume in Regionen emporhebt, welche mit der Materie nichts zu tun haben.

 

So wie Ich Meinen Mitlebenden die Gottesliebe erklärte, so zeigte Ich ihnen auch in vielen Gleichnissen, Worten und Taten, was eigentlich Nächstenliebe ist, wie sie verstanden und ausgeübt werden soll, zeigte ihnen wie das zweite Gebot, das der Nächstenliebe, nur dann erfüllt werden kann, wenn man das erste ganz im geistigen Sinne aufgefasst hat, und wie umgekehrt die Gottesliebe nur dann echt und rein ist, wenn sie am Nächsten und an der ganzen, den Menschen umgebenden Welt als Bruderliebe ihren Ausdruck findet.


Der zweite Weg, die Liebe Gottes durch die Natur zu beweisen und in ihr Gottes Sprache auf jedem Schritt zu gewahren, war späteren Jahrhunderten vorbehalten, obwohl auch schon in jenen Zeiten Meines Erdenwandels und noch früher die Priesterkasten mit den Geheimnissen der Natur vertraut waren, so gut, wie es jetzt nur wenige sind. Lange blieb diese Stimme, durch welche Ich den Menschen von Meiner allumfassenden Liebe tausend und abertausend Beweise geben wollte, unbemerkt. Auch jetzt noch ist es nur einzelnen vorbehalten, diese Stimme bei ihren Forschungen zu vernehmen. Leider kennen die meisten im Gebiet der Naturwissenschaft Herumwühlenden nur die Materie und ihre von Mir ihr aufgedrungenen Gesetze, statt den leisen Ruf der Liebe zu vernehmen, der ihnen aus jedem Atom entgegenweht, weil eben in jedem Atom ein Liebeshauch Meines göttlichen Ichs verborgen liegt, der ebenfalls auf seine weitere Entwicklung nach den Liebesgesetzen wartet.

 

Es war für euch jetzt Lebenden das Fernrohr, das euch die weiten Räume über euch erschloss; es war das Mikroskop, welches euch die Wunder des Kleinsten enthüllte. Durch beide Instrumente könnt ihr die Unendlichkeit und den Unendlichen selbst wohl ahnen, aber nicht begreifen.

 

Beide Wissenschaften, Astronomie und Naturwissenschaft, sind dem Menschen gegeben, um seinen Stolz zu dämpfen, seinen Dünkel zu beseitigen und ihn doch als Geist hoch über alle Räume zu erheben, weil sie dem Endlichen die Fähigkeit gaben, das Unendliche zu erfassen und zu ahnen.

 

Beide Wissenschaften sollen zur Gottesliebe, die Gottesliebe zur Menschenwürde und die Menschenwürde zur Nächstenliebe führen, die sodann wieder zu Dem zurückführt, der alles so geordnet hat, dass jeder Funken Liebe seinen Kreislauf vollenden kann, indem er, von Mir als Gott ausgegangen, zu Mir wieder zurückkehrt.

 

So soll denn die Gottesliebe sich von selbst in den Herzen der Menschen bilden und ihren Ausdruck in der Nächstenliebe finden, indem diese auf die erstere gegründet den Kreislauf beschleunigt und sich so beide Gesetze, aus denen alles hervorgegangen ist, und zu denen alles zurückzukehren sucht, als die höchsten, aber auch die einzigen bewahrheiten. So sind diese Gesetze die vornehmsten; denn sie sind auf Liebe, auf die Hinneigung von Gleichem zu Gleichem gebaut und können nur Harmonie, d.h. Ruhe, Glückseligkeit und Wonne bereiten.

 

Wenn auch der Mensch auf seiner Lebensbahn so manche Kämpfe und bittere Leiden zu ertragen hat, sieht doch der geistige Seelenmensch darin nicht die Folge materieller oder sozialer Verhältnisse, sondern er sieht in ihnen die Schulung zu einem höheren Leben. Es müssen zuerst die Versuchungen der materiellen Welt überwunden sein, ehe die geistige in ihrer ganzen Wichtigkeit erfasst und verstanden werden kann. So sind ihm, dem Sohn eines Gottes, Kämpfe und Leiden nur ein Ansporn zum Vorwärtsschreiten, nicht aber ein Grund zur Enttäuschung; so fühlt er sich im Kampf mit der materiellen Welt erhaben und als geistiges Kind eines ihn ewig liebenden Vaters stark genug, sie zu besiegen, wie Ich zur größeren Bekräftigung euch als Jesus ein glänzendes Beispiel gegeben habe.


In diesem Bewusstsein begreift der Mensch, warum er Gott über alles – d.h. weit über jede andere Neigung hinaus – lieben, die Liebe zu Gott somit als Höchstes achten und nur ihr genügen soll, und warum er seinen Nächsten, ebenfalls ein aus Gottes Hand hervorgegangenes geistiges Wesen, ebenso wie sich selbst lieben, d.h. ihn so achten soll, wie er selbst, als Gottes Ebenbild, angesehen und geachtet sein will.

 

So sollt ihr Mich als Gott lieben, und diese Liebe an dem Nächsten beweisen, damit ihr die wahren Abkömmlinge dessen seid, der allem so viele Wunder eingehaucht hat. Dann wird euch klar werden, dass eine Welt nur dann bestehen kann, wenn Liebe ihr Grundwesen, Liebe ihr Bestehungs- und Vervollkommnungstrieb ist.

 

Das ist es, was Meine beiden Gesetze euch predigen, was sie euch von der Wiege bis zum Grabe in tausend Formen und Verhältnissen sagen und weit über dieses Erdenleben hinaus immer wiederholen werden, dass ohne Liebe kein Vater sein kann, aber ohne Liebe auch keine Kinder bestehen können. Amen.“ (PH.01_043,04 ff)

 

6.3.

So du mich liebst…


Wir haben kein Gebot außer das des ewigen Lebens, welches ist die Liebe und lautet: `Du sollst Mich, deinen Gott und heiligen Vater, lieben aus und mit aller der Liebe, die Ich dir gab von Ewigkeit her zum ewigen Leben und als ewiges Leben! So du Mich liebst, so verbindest du dich wieder Mir und deines Lebens wird nimmer ein Ende sein; unterlässest du aber solches, so trennst du dich vom Leben. Dein Leben wird zwar darob nicht aufhören; auch werde Ich darum ewig nicht aufhören, dein richtender Gott zu sein; und wirst du auch, von Meinem Leben getrennt, fallen den ewigen Räumen Meiner Zorntiefen entlang, wahrlich, nicht außer Mir wird dein ewiger Fall sein! Mich, deinen Gott, wirst du nie verlieren; aber deinen liebevollsten, besten, heiligen Vater und mit Ihm ein ewiges, freies, wonnevollstes Leben, siehe, das wirst du verlieren!` O Väter und ihr Kinder des Mittages! Dies einzige Gebot haben wir, dieses ist jedem Kinde schon tief ins Herz geschrieben. Dieses Gebot ist der lebendige Same, den ihr alle in eure Herzen säen müsst, wollt ihr leben als Kinder eines heiligen Vaters, der da Gott ist heilig, heilig, heilig von Ewigkeit zu Ewigkeit.“ (HGt.01_070,21f)

 

6.4.

Die zwölf Hauptgrundsätze der Lehre Jesu


„…Die zwölf Tore bezeugten nun aber nicht mehr, dass die neue Stadt erbaut sei aus den zwölf Stämmen Israels, sondern aus den zwölf Hauptgrundsätzen Meiner Lehre, und diese sind enthalten in den zehn Geboten Mosis*) und in Meinen neuen zwei Geboten der Liebe**), denn diese sind die Tore, durch die künftig die Menschen in die neue, licht- und lebensvolle Stadt Gottes eingehen werden.


*) (1. Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben. / 2. Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren. / 3. Gedenke, dass du den >SABBAT (Sonntag) heiligst. / 4. Du sollst Vater und Mutter ehren. / 5. Du sollst nicht morden. / 6. Du sollst nicht die Ehe brechen. / 7. Du sollst nicht stehlen. / 8. Du sollst kein falsches Zeugnis geben über deinen Nächsten. / 9. Du sollst nicht die Frau deines Nächsten begehren. 10. Du sollst nicht das Hab und Gut deines Nächsten begehren.)

Siehe auch linke Randspalte unter "Texte der Neuoffenbarung zu...", Thema "Erklärung der 10 Gebote"

**) „Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst.“ Siehe unter 6.5.

 

Nur wer diese Meine Gebote halten wird, der wird auch in diese Stadt eingehen, und es wird ihm Licht und Leben gegeben werden; wer aber die Gebote nicht halten wird, der wird in diese neue Stadt auch nicht gelangen…

 

Diese zwölf Gebote sind für den Menschen sonach nicht nur die Eingangstore zum Licht und zum Leben, sondern sie sind auch dessen unzerstörbarer Schutz und Schirm, den die Pforten und Mächte der Hölle oder das materielle Welttum nimmer zerstören und besiegen können…

 

Wer sich sonach den Willen Gottes durch die Haltung der Gebote zu eigen gemacht hat, der hat sich auch zu eigen gemacht die göttliche Macht und die göttliche Freiheit und hat den Zustand der wahren Wiedergeburt des Geistes*) erreicht und ist als ein wahres Kind Gottes so vollkommen wie der Vater im Himmel selbst.

 

*) „Die `Wiedergeburt der Seele` ist `ein Hindurchdringen des Geistes in die Seele.` Aber das `gemeinschaftliche, ewige Zusammenwohnen Gottes mit Seinen Kindern ist die Wiedergeburt des Geistes`.“ (GEJ.11_052)


Und Ich sage euch denn nun allen, dass ihr euch eben durch genaue Haltung der Gebote vor allem bestreben sollet, schon hier auf Erden also vollkommen zu werden, wie der Vater im Himmel vollkommen ist, so werdet ihr auch das und noch Größeres zu tun imstande sein als Ich Selbst nun. Und werdet ihr euch in diesem Zustande befinden, dann werdet auch ihr schon zum voraus Bürger des neuen Jerusalem sein.“ (GEJ.07_054,02 f)


6.5.

Kurzfassung der Lehre Jesu

"Meine Lehre aber ist in sich ganz kurz und leicht zu fassen; denn sie verlangt vom Menschen nichts, als dass er an einen wahren Gott glaube und Ihn als den guten Vater und Schöpfer über alles liebe und seinen Nebenmenschen wie sich selbst, das heißt, ihm alles das tue, von dem er vernünftigermaßen wünschen kann, dass ihm auch sein Nebenmensch dasselbe tue. Nun, so viel Selbstliebe hat denn doch sicher ein jeder Mensch, dass er nicht wünschen werde, dass ihm sein Nebenmensch etwas Böses antun soll, - und so tue er dasselbe auch seinem Nebenmenschen nicht!

 

Vergeltet niemals Böses mit Bösem, sondern tut sogar euren Feinden Gutes, und ihr werdet in der Ähnlichwerdung Gottes, der auch Seine Sonne über Gute und Böse gleich aufgehen und leuchten lässt, einen großen Fortschritt gemacht haben! Zorn und Rache muss aus euren Herzen weichen; an ihre Stelle muss Erbarmung, Güte und Sanftmut treten. Wo das der Fall ist, da ist die volle Gottähnlichkeit auch nicht mehr ferne, und diese ist das Ziel, nach dem allein ihr alle zu streben habt.

 

Aber wie schon gesagt, diese Sache ist nun eben in dieser Zeit nicht gar so leicht, wie sich jemand das vorstellen möchte. Es wird das einen jeden eine gewisse und unausbleibliche Anstrengung kosten! Doch wer da mutig kämpft, der wird auch seines Sieges sicher sein, und des Siegers Lohn wird wahrlich nicht unterm Wege verbleiben; wer sich aber als ein mutloser Feigling erweisen wird, der wird auch den Lohn eines Feiglings ernten. Da wird es dann auch heißen: Hättest du gekämpft, so hättest du auch gesiegt; weil du aber den Kampf scheutest, so kannst du auch auf den Lohn eines Siegers keinen Anspruch machen und hast es dir selbst zuzuschreiben, dass du als ein Feigling ohne Lohn vom Felde des Lebens abziehen musst.

 

Ich aber meine, dass da niemand den Kampf scheuen sollte, wo der Preis des Sieges ein so hoher ist.

 

Ich bin es, der euch das sagt, und bin der Meinung für euch, dass ihr wohl keines höheren Beweises bedürfet, so ihr in euch glaubet, dass Ich Der bin, für den ihr Mich selbst anerkannt habt." (GEJ.07_140,03 ff)

 

6.6.

Über die Ehe


Wer von euch Heiden in Meiner Lehre wandeln wird, der wird sich auch solchen Meinen Rat allzeit wohl gefallen lassen. Doch was da betrifft die Vielweiberei, so soll es bei Meinen Nachfolgern sein, wie es war im Anfange der Menschen auf dieser Erde, da Gott nur einen ersten Mann schuf und ihm auch nur ein Weib gab; denn wer schon einmal ein Weib geehelicht hat, dem er seine volle Liebe und unwandelbare Treue gelobt hatte, und er freit dann noch ein zweites und ein drittes Weib hinzu, und mancher noch mehrere, so begeht er dabei ja offenbar gegen das erste Weib einen Ehebruch, und da steht es aber im Gesetz: ,Du sollst nicht ehebrechen!‘

 

Ich sage es euch, dass die Vielweiberei von großem Übel ist; denn sie zeihet (macht) die Seele ganz sinnlich durch die zu große Wollust des Fleisches und ist und bleibt eine böse Geilerei und Hurerei und offenbare Ehebrecherei.

 

Alle mit diesen Gebrechen Behafteten werden ins Reich Gottes nicht eingehen, – wie könnten sie das auch? Ihre Seele ist ja zu sehr in ihres Leibes sinnliche Fleischmasse vergraben und kann nichts Geistiges mehr fassen und fühlen! Darum gelangen solche Wollüstlinge schwer oder auch nahe gar nicht ins Gottesreich. Denn worin das eigentliche Gottesreich besteht, das habe Ich euch allen schon überhinreichend erklärt.

 

Aber so schädlich für die Seele des Menschen die Mehrweiberei auch ist, so gebe Ich euch dawider doch kein Gesetz, sondern überlasse alles dem freien Willen jedes Menschen, zeige euch die Wahrheit und gebe euch den guten Rat.

 

Ebenso aber verhält es sich auch, so ein Mann sich Sklavinnen als Beischläferinnen oder Kebsweiber hält, denn auch mit ihnen bricht er gegen das ordentliche Weib die Ehe.

 

Ein Mann aber, der mit gar keinem ordentlichen Weibe, sondern nur mit Beischläferinnen sein geiles Leben fortführt, ist ebenfalls so schlecht, und oft schlechter noch, als so mancher schwache Ehebrecher, denn er schadet nicht nur seiner Seele, sondern auch den Seelen seiner wollüstigen Beischläferinnen. Solche Menschen bereiten sich schon in dieser Welt ein böses und bitteres Los und ein noch schlechteres und bittereres im Jenseits, denn sie haben durch ihren Wandel beinahe allen Seelenätherlebensstoff vergeudet!

 

Wer immer nach Meiner Lehre eine baldige und volle Wiedergeburt im Geiste seiner Seele wünscht, der führe ein möglichst keusches Leben und lasse sich nicht berücken und betören vom Fleische der Jungfrauen und Weiber; denn dieses zieht den Lebenssinn der Seele nach außen und verhindert dadurch gewaltigst die Wachwerdung des Geistes in der Seele, ohne die aber keine volle Wiedergeburt der Seele in ihrem Geiste denkbar möglich ist!

 

Eine gute, mit Vernunft, Weisheit und Selbstverleugnung gepaarte Ehe verhindert die geistige Wiedergeburt nicht, aber die Geilheit und Wollust macht sie unmöglich. Darum fliehet sie ärger denn die Pestilenz!

 

Wollüstlinge beiderlei Geschlechts, wenn sie auch nach einer Zeit völlig in sich gehen und durch eine große Selbstverleugnung ein völlig keusches Leben zu führen anfangen und durch solch eine rechte Buße auch die volle Vergebung ihrer Sünden erlangen, werden doch die volle geistige Wiedergeburt auf dieser Welt schwer oder auch gar nicht erlangen, sondern nur eine teilweise; denn es hat die Seele solcher Menschen zu tun genug, sich nur so weit von ihrem Fleische frei zu machen, dass sie des Geistes Mahnungen insoweit vernehmen kann, als sie zu ihrem Heile notwendig sind. Ein solcher Mensch kann zwar noch sehr gut und weise werden und viel Gutes wirken; aber zu der wundermächtigen Tatkraft wird er schwer in der Fülle gelangen. Das kann solch eine Seele erst im Jenseits erlangen.

 

Es gleicht eine solche Seele einem Menschen, der viele Jahre lang siech und krank war und endlich durch ein wahres und rechtes Heilmittel gesund geworden ist. Ja, gesund ist nun so ein Mensch wohl und kann, wenn er hinfort ganz ordentlich lebt, auch noch ein gesundes und hohes Alter erreichen; aber die Kraft eines von der Wiege an völlig gesunden Menschen wird er kaum mehr erreichen, weil seine inneren Muskeln, Nerven und Fibern durch die lange Krankheit erstens an der gehörigen Ausbildung verhindert worden sind, und zweitens, was die Hauptsache ist, sie haben auch nicht in den verschiedenen Bewegungen und Anstrengungen geübt werden können.

 

Wie aber ein solcher von der lange angedauert habenden Krankheit, ob Mangel an der inneren Ausbildung der Muskeln, Nerven und Fibern und ob Mangel an der Übung derselben, nicht leicht zur vollen Leibeskraft eines urgesunden Menschen gelangen kann, so geht es entsprechend einer lange krank gewesenen Seele; denn es fehlt ihr die ursprüngliche Ausbildung der wahren und reinen Liebe zu Gott, somit auch des Glaubens und des Willens. Fehlt ihr aber dies erste, so fehlt ihr dann sicher noch mehr die Übung der bezeichneten drei Stücke, und es bleibt die Mächtigkeit dieser drei Lebensstücke der Seele eines völlig gebesserten Wollüstlings stets zurück, obschon im Himmel über die volle Bekehrung eines Sünders mehr Freude waltet als über neunundneunzig Gerechte, die der Buße nie bedurft haben. Denn soll eines Menschen Liebe, Glaube und Wille wahrhaft tatkräftig werden, so müssen sie schon von Jugend an gehörig ausgebildet und dann recht geübt werden.

 

Aber wie Ich die Macht habe, jede noch so schwere und langdauernde Krankheit also vollkommen zu heilen, dass der von Mir geheilte Mensch auch also kräftig wird, als wäre er von der Geburt an nie krank gewesen, ebenso kann von nun an die Seele eines vollends bekehrten Sünders auch noch zu jener inneren Kraft gelangen wie die Seele eines Gerechten, der einer Buße nie bedurft hatte. Aber es kostet sie das viele sich selbst verleugnende Mühe.


Wer da Kinder hat, der übe sie schon von früher Jugend an in den drei Stücken und sie werden dann mit der Besiegung der Welt in sich ein leichtes haben!

 

Seht, das alles gebe Ich euch nur als einen guten Rat und nicht als irgend ein Gesetz; denn unter dem Muss-Gesetz kannst du Mensch nicht der freie Gründer deines Heiles werden! Wer sich aber solchen Meinen Rat selbst in seinem Willen als ein Muss-Gesetz auferlegt und danach handelt und lebt, der tut wohl daran.“ (GEJ.08_041,01 ff)

 

Siehe auch linke Randspalte unter „Texte der Neuoffenbarung zu …“, Thema „Ehe und Sexualität“


6.7.

Was ist Sünde

 

Die Sünde ist eine barste Störung der göttlichen Ordnung!“ (HGt.02_151,21)


6.7.1.
Chorel: „…Ich selbst habe dich ja gelehrt, dass das nur Sünde sei, was ein Mensch tut wider die Stimme seines Gewissens; denn des Gewissens Stimme ist Gottes oder Lamas Stimme in uns.“ (BM, Kap.115,5)


6.7.2.
Die Sünde ist ja des Menschen eigenstes Werk, weil sie hervorgeht aus seinem Fleische und aus dem Willen seiner Seele.“ (GEJ.06_010,13)


6.7.3.
Das Verfallen von einer Sünde in die andere erzeugt stets größere Seelenhärte. Man spricht von versteinerten Herzen, um diesen Zustand auszudrücken. Wie weit das nun führen kann, ist unabsehbar. Die Materie, die äußere Lust, wächst immer mehr, und naturgemäß schwindet damit das Bewusstsein von irgendeinem geistig seelischen Wesenskern immer mehr. Diese Verhärtung führt schließlich zu einem tierischen Zustand, der nichts weiter als Erhaltung und Fortpflanzung kennt, ohne geistige, innere Freiheit. Die Erlösung aus solchem Zustand bietet nur eine reingeistige Lehre, welche zum sittlichen Bewusstsein der Menschenwürde führt, und diese Lehre wurde (von Jesus) gegeben in nicht misszuverstehender Kürze und größtmöglicher Klarheit.“ (GEJ.11_075,22 f)

 

6.8.

Hochmut, die Mutter aller Sünden


"...Ich sage es hier nun allen der vollsten Wahrheit gemäß, die allein jeden Menschen wahrhaft frei machen kann. Es gibt vor Mir im Grunde des Grundes nur so ganz eigentlich eine einzige Sünde, welche die Mutter aller anderen Sünden ist, und diese Sünde heißt: Hochmut!

 

Aus dem Hochmute aber geht dann alles andere was nur immer Sünde heißt, hervor - als da ist die Selbstsucht, Herrschlust, Eigenliebe, Neid, Geiz, Wucher, Betrug, Dieberei, Raub, Zorn, Mord, Trägheit zur rechten Arbeit, der süße Müßiggang auf Kosten der unhochmütigen Arbeiter, Hang zum Wohlleben und Großtun, Geilheit des Fleisches, Unzucht, Hurerei, Gottesvergessenheit und endlich wohl auch oft eine gänzliche Gottlosigkeit und mit dieser der vollste Ungehorsam gegen alle Gesetze, mögen sie göttlichen oder bloß politischen Ursprungs sein.


Betrachtet jede dieser aufgezählten Hauptsünden für sich ganz analytisch, und ihr werdet am Grunde einer jeden den Hochmut ersehen.

 

Wer dann aller seiner vermeintlich tausend Sünden wie mit einem Schlage los sein will, der sehe allein darauf, dass er seines wie immer gearteten Hochmutes ledig werde, so wird er auch ledig sein aller seiner anderen Sünden. Denn viele Sünden sind ohne Hochmut gar nicht denkbar, und das darum, weil er der alleinige Grund dieser Sünden ist.

 

Sünden aber, die ohne Hochmut begangen werden, sind keine Sünden, weil sie den Grund zur Sünde nicht in sich bergen...

 

Denn wo kein Hochmut ist, da ist die Liebe, die in sich birgt alle Demut; Liebe und Demut aber tilgen alle Fehler und Sünden, so ihrer noch so viele wären, - denn Liebe und Demut töten alle Sünden! - Aber so nur ein Atom des Hochmutes hinter den anderen Sünden steckt, die die Menschen begehen in der Zeit der Probe ihrer Freiwerdung, so belebt dieses Atom alle Sünden, ja sogar die kleinsten. Und solche Geister werden einst, wie auch schon hier, sehr gewaltig zu kämpfen haben, um auch nur eines Atoms des Hochmutes loszuwerden..." (HiG.03_49.04.06,29 f, gekürzt)


6.9.

Gefahren der Nächstenliebe


Nächstenliebe allein bewirkt nicht automatisch das Gute, sondern kann auch schaden. Falsch verstandene Nächstenliebe kann durchaus das Gegenteil des erwünschten Zieles bewirken, wenn z.B. mit dem „Gutestun“ nur ein Laster des Bittenden genährt wird oder jemand in seinem Nichtstun bestärkt wird, statt zur Arbeit angeleitet zu werden oder der Bosheit aus Nächstenliebe Vorschub geleistet wird oder Handlungen wider die Gebote begünstigt werden. Deshalb gehört zur rechten (Nächsten)Liebe allzeit auch die rechte Weisheit sowie der Verstand, wenn letzterer auch der Welt und ihren materiellen Bedürfnissen angehört. Aber wir leben eben auch (noch) in dieser Welt, die wir gestalten können, zum Guten oder zum Bösen - und damit hat uns der Herr eine gewaltige Verantwortung übertragen. So sagt Jesus:


6.9.1.

"Nirgends kann soviel Schaden gestiftet werden, als mit dem wörtlich genommenen Begriff der Nächstenliebe." (PH.01_038,34)

 

6.9.2.

Gott hat einem jeden Menschen die Vernunft und den Verstand und daneben den freien Willen gegeben und in diesen drei Stücken auch zugleich drei Hauptgesetze; und zwar: durch die Vernunft, dass der Mensch alles Gute und Wahre vernehmen solle, und durch den Verstand, dass er das Vernommene ordne und das ganz Reine erkenne, und durch den freien Willen, dass er danach das ganz Reine frei erwähle, behalte und danach tätig werde.“ (HGt.03_172,08)

6.10.

Liebe mit Weisheit

 

Der größte Fehler, der bis jetzt immer zu verkehrten Resultaten geführt hat, ist, wenn selbst gute Menschen, um Meinen Gesetzen zu entsprechen, selbe nur im Wortsinne ausführen wollen, wo sie meistens sich täuschen und mehr Schaden anrichten als Gutes bewirken.“

(Aus: Mayerhofer, „Nächstenliebe“. "Lebensgarten")

 

6.10.1.

"Der pure Buchstabe der Schrift tötet, nur der Geist macht lebendig.(GEJ.08_064,16)

 

6.10.2.
"Liebe ohne Weisheit und Weisheit ohne Liebe (können) nicht bestehen!" (Sg.01_031,61)

 

6.10.3.
"Liebe mit Ernst und Weisheit, das ist ein ewiges Gesetz; wer danach handelt, macht keinen Fehltritt, und die Früchte davon werden köstlich sein." (GEJ.02_055,06)

 

6.10.4.
"Ich als Christus lehrte die Menschen ihre gehabte Lehre besser verstehen. Ich lehrte die Liebe und die Weisheit, welche die Liebe ins gerechte Maß `weiset`."

(Aus: Mayerhofer, "Erklärung der Offenbarung des Johannes", "Das dritte Pferd", siehe linke Randspalte "Über die Zukunft (1)"


6.10.5.

Ich will dir denn ein Maß geben, nach welchem du und ein jeder Mensch wissen soll, wie er mit der Eigenliebe stehen soll, wie mit der Liebe zum Nächsten und mit der Liebe zu Gott.

 

Nimm die Zahl 666, die in guten und schlechten Verhältnissen entweder einen vollendeten Menschen oder einen vollendeten Teufel bezeichnet.


Teile die Liebe im Menschen in 666 Teile; davon gib Gott 600, dem Nächsten 60 und dir selbst 6. Willst du aber ein vollendeter Teufel sein, dann gib Gott 6, dem Nächsten 60 und dir selbst 600 Teile!" (GEJ.02_077,01f)

 

6.11.

Bei all den Aussagen zur Gottes- und Nächstenliebe muss aber noch festgehalten werden, dass Jesus nicht nur die Liebe lehrte, sondern um unsere Nöte mit dem Bösen wissend, auch entsprechende Gegenwehr als nötige Reaktion zugelassen hat.

 

6.12.

Vom Recht auf Gegenwehr


„Das ist an und für sich schon ganz klar, dass man einem erzbösen Menschen durch eine zu große Gegenfreundschaft nicht noch mehr Gelegenheit verschaffen soll, dass er dadurch in seiner Bosheit wachse und noch immer ärger werde, als er vorher war.

 

In diesem Fall wäre eine fortgesetzte Nachsicht nichts anderes als eine wahre Hilfeleistung für des Feindes überwachsende (zunehmende) Bosheit; dafür aber habe Ich in dieser Welt zu allen Zeiten strenge Richter aufgestellt und ihnen das Recht erteilt, die zu schlecht und böse gewordenen Menschen, nachdem sie es verdient haben, zu züchtigen und zu strafen, und habe euch darum auch dieses Gebot gegeben, dass ihr der weltlichen Obrigkeit untertan sein sollt, ob sie sanft oder strenge ist.

 

Wer demnach einen so argen Feind besitzt, der gehe zum Weltrichter hin und zeige ihm solches an, und dieser wird dem schon erzböse Gewordenen seine Bosheit austreiben.

 

Geht das mit purer körperlicher Züchtigung nicht, so geht es am Ende wirksam durch das Schwert.

 

Und so ist es auch der Fall mit der Ohrfeige. Erhältst du sie von einem minder bösen Menschen, den eine plötzliche Aufwallung seines Gemütes dazu verleitet hatte, so wehre dich nicht, (auf) dass er dadurch, dass du ihm mit keiner Ohrfeige entgegenkommst, besänftigt wird, und ihr werdet darauf leicht ohne Weltrichter wieder zu guten Freunden werden.

 

Aber so dir jemand mit einer mörderischen Ohrfeige in voller Wut entgegenkommt, so hast du auch ein volles Recht, dich zur Gegenwehr zu stellen; und siehe, wenn die Sache nicht also wäre, so hätte Ich zu euch nicht gesagt, dass ihr auch den Staub von euren Füßen über jene Menschen in einem Ort  schütteln sollet, die euch nicht nur nicht aufnehmen, sondern euch dazu noch verhöhnen und mit allerlei Verfolgung bedrohen.

 

Oh, sei du dessen sicher, dass Ich mit Meiner Predigt von der Nächstenliebe die Macht und Gewalt des Schwertes nicht im geringsten aufgehoben habe, wohl aber auf so lange hin gemildert, als die Feindseligkeit unter den Menschen nicht jenen Grad erreicht hat, den man mit vollem Recht den höllischen nennen kann!

 

Bei den Alten nach dem Gesetz Mosis und der meisten alten Richter hieß es wohl: `Leben um Leben, Auge um Auge, Zahn um Zahn!`, aber da soll es bei euch nicht also sein, dass man derlei Gesetze buchstäblich nimmt, und dass man seinem Feinde nicht öfter denn siebenmal vergeben solle, wovon Ich euch zu öfteren Malen auch eine Erklärung gegeben habe, und die ihr auch wohl begriffen habt!

 

Aber, wie gesagt, dadurch habe Ich das Gesetz Mosis, der Richter und Propheten nicht aufgehoben, sondern nur gemildert; denn diese nahmen das Gesetz zu buchstäblich und straften auch den mit gleicher Strenge, der oft sehr viel mehr zufällig als infolge seines bösen Willens seinen Nebenmenschen irgend eine oder die andere Beschädigung zugefügt hatte.“ (GEJ.10_215,09 ff)

 

Siehe auch linke Randspalte unter „Texte der Neuoffenbarung zu…“, Thema „Vom Recht auf Gegenwehr“


6.13.

Über den Krieg

 

"Und wisset: Kein Krieg ist von Mir aus gewollt und irgendwie notwendig zu begründen, sondern ward noch allzeit von des Menschen Hochmut, Herrsch- und Ruhmsucht sowie seiner unersättlichen Habgier herbeigeführt. ...

Die totale Versunkenheit eines Großteils der Menschen ins Materielle und damit auch deren vollste Gottentfremdung ist, war und wird stets sein: die Wurzel aller Kriege!"

(Aus: "Eine Mahn- und Warnpredigt des Herrn, unseres Gottes, Schöpfers und Vaters an Seine Kinder.")

Siehe linke Randspalte unter "Über die Zukunft (1)".


6.13.1.

Der Herr: „Wenn Ich den Krieg gleichwie die Liebe, Demut und wahre einfältige Sanftmut geboten hätte, da würde Ich sein Werk auch segnen; aber da der Krieg von Mir aus nie geboten ward, außer gegen die Hölle, so diese Mein Heiligtum bedräut (bedroht), so wird er von Mir aus sich auch ewig keines Segens zu erfreuen die Ursache haben!

 

Daher freue sich auch niemand des Sieges, denn dessentwegen solle keine Kreatur gesegnet werden; denn was das Schwert gewann, das und noch viel mehr wird das Schwert auch wieder verzehren.“ (HiG.03_49.08.29,07 ff)

 

6.13.2.

Werdet ihr leben nach Meiner Lehre, so werdet ihr das Leben erhalten in aller Glückseligkeit; werdet ihr aber dawiderhandeln, so werdet ihr es verlieren und eingehen in den (geistigen) Tod, welcher ist alles Lebens unglückseligster Zustand, ein Feuer, das nie erlischt, und ein Wurm, der nie stirbt!“ (GEJ.02_164,08)


Siehe auch linke Randspalte unter „Texte der Neuoffenbarung zu…“, Thema „Über die Zulassung des Krieges“

Weitere Textstellen:

Linke Randspalte unter „Texte der Neuoffenbarung zu…“, Themen „Vom Recht auf Gegenwehr“, „Über die Zulassung des Krieges“, „Was bedeutet Nächstenliebe“, „Die Liebes-Gebote Jesu“, „Selbst- und Nächstenliebe“, „Lebensregeln, Taufe, Buße, Abendmahl“, „Hochmut, die Mutter aller Sünden“

 

 

7. Gesundheit, Krankheit, Tod

 

7.1.

Dieses Thema ist sicher eines der wichtigsten für das tägliche Leben. Ohne Gesundheit ist das Leben einfach mehr oder weniger stark beeinträchtigt und kann Angst, Verzweiflung oder gar die Sehnsucht nach dem Tod zur Folge haben.

 

Aber wir dürfen bitten und sollen Vertrauen. Wie sollte die ewige Liebe und Weisheit uns in unserer Not nicht helfen wollen? Aber Vertrauen bedeutet auch Vertrauen, wenn unsere Wünsche nicht oder nicht gleich in Erfüllung gehen. Nicht jeder erfüllte Wunsch hätte für den Bittenden einen guten Ausgang. Jesus weiß, welche Bitte für uns gerecht ist und wann der richtige Zeitpunkt für Seine Hilfe da ist.

 

In den Jesus-Texten der Neuoffenbarung sind sowohl Texte der Hoffnung und möglichen Heilung als auch Texte zu finden, die uns den Sinn und Zweck von Krankheiten erklären. So darf Gottfried Mayerhofer folgende Offenbarungen niederschreiben:

 

7.2.

Gesundheit, Krankheit, Tod


Jesus:Hier hast du wieder drei Worte, die im natürlichen Sinne genommen leicht zu entziffern sind, und was sie eigentlich bedeuten.

 

Gesundheit bedeutet den normalen Zustand eures vegetativen Lebens, wenn alle Organe ihre Funktionen erfüllen wie sie sollen, und eben dadurch euch keine Schwierigkeiten machen, eurem Lebensberuf nachzugehen, sowie eurer geistigen Entwicklung und materiellen Beschäftigung nachzukommen.

 

Die Gesundheit, die wahre Gesundheit, ist nur dann in einem Körper, wenn der Mensch sich der Bewegungen und Funktionen seiner Organe nicht bewusst ist. Wo eine Störung in diesen Bewegungen eintritt, da äußert sich das eine oder mehrere beteiligte Organe im entgegengesetzten Sinn; es bereitet euch Unannehmlichkeiten oder Schmerz, die Seele wird traurig, da sie sich in ihrem Wirken durch den Körper gehindert fühlt, und es entsteht aus diesem Unbehagen und Leiden das, was man Krankheit nennt.

 

Nimmt dieser Zustand überhand, verweigern noch mehr Organe ihren Dienst, oder werden solche in ihren Funktionen durch einzelne leidende gestört, so breitet sich dieses Unbehagen weiter aus, der ganze Lebensprozess wird dadurch unterbrochen, und mit dem Aufhören des regelmäßigen Einnehmens von neuem Lebensstoff und Ausscheiden des Verbrauchten tritt endlich in der ganzen Maschine der notwendige Stillstand ein, den ihr Tod nennt.

 

Es geschieht somit die Zersetzung des als Einzelwesen zusammengehaltenen Körpers in seine früheren, primitiven Elemente. Aber die Seele, ihrer Umhüllung entkleidet, muss sich um ein anderes Kleid, um einen anderen Leib umsehen, nachdem der frühere unnütz geworden und zu nichts mehr zu gebrauchen ist.

 

Das scheinbar körperliche Leben hat aufgehört und es beginnt ein geistiges, das mit seinen Stufen und Gradationen (Steigerungen), je nachdem die Seele gewillt ist, dem Zug nach oben oder nach unten folgt, ein neues geistiges Leben, wo die Funktionen des Körpers durch Funktionen des geistigen Lebens ersetzt und sich selbst ausbildend vervollkommnet werden. Das ist der Verlauf des Lebens im Jenseits.

 

Damit aber dieser Verlauf ein leichter und sanfter wird, so muss der Gesundheit des Körpers auf der materiellen Erde – auch die Gesundheit der Seele so viel als möglich nachstreben und gleichen Schritt mit ihr halten.

 

Denn so wie die Gesundheit des Körpers das Wohlbestehen desselben bedingt und fördert, ebenso umgekehrt bedingt Gesundheit der Seele – die des Körpers, wo die geistigen Funktionen der Seele durch keine Wolken und Trübungen der Leidenschaften gestört werden.

 

Wo der im Menschen wohnende Geist regelmäßig seinen Einfluss auf die Seele bewerkstelligen kann, da ist auch der Körper gesund, ja es wird im ganzen wie in seinen einzelnen Teilen die moralische Schönheit der Seele in ihren Formen entsprechungsweise sich ausdrücken, wie es in den meisten Fällen im Angesicht des Menschen der Fall ist, wo alle Neigungen, Verirrungen und Leidenschaften der Seele sich willenlos abspiegeln. Ihr könnt nur nicht diese Sprache der wellenförmigen und eckigen Linien, die in eines jeden Angesicht den Stand seiner Seele bezeichnen, lesen, sonst würdet ihr in diesem wahren Seelenspiegel so manches erblicken, was – statt euch an viele Menschen anzuziehen – euch von denselben zurückweisen würde.

 

Ich habe es wohlweislich nicht zugegeben, dass dieses Geheimnis der Physiognomie allen aufgedeckt werden sollte, wie Mein Lieber Lavater es sich dachte; denn durch dieses klare Lesen des Charakters eines jeden Menschen in seinem eigenen Angesicht würde vielen Menschen das Fortschreiten zur geistigen Besserung erschwert, ja sogar manchem unmöglich gemacht.

 

Und so lasse Ich es zu, dass unter dem Deckmantel einer schmeichelnden Rede oder angelernter Höflichkeitsmanieren auch ein Teufel in die Gesellschaft der Guten kommen kann, ohne dass die andern die mindeste Ahnung davon haben, und so ist durch das Wort der Weg in der Gesellschaft nicht abgeschnitten, auch aus dem verirrtesten Wesen mit der Zeit etwas Besseres zu machen, was unmöglich wäre, kennete ein jeder sogleich seinen Nächsten an seinen Gesichtszügen wessen Geistes Kind er ist; denn vor dem Bösen würde gewiss sich ein jeder dann fernhalten, und dem Bösen selbst bliebe nichts anderes übrig, als der Verkehr mit seinesgleichen oder die Isolierung und der Mangel an Mitteilung, die ihn dann nur noch ärger machen würde, als er zuvor schon war.

 

Im Jenseits ist es freilich anders, da kennt ein jeder Geist den andern beim ersten Anblick, kann also meiden, was schlecht ist, und zu dem sich gesellen, was ihm gleich oder besser ist. Daher die große Schwierigkeit, dort sich zu bessern, weil dort das Erkennen das erste, wie hier auf der Welt das Verbergen das erste ist.

 

Darum, Meine Kinder, befleißet euch, gesunde Seelen zu haben, setzet den Einflüssen des Geistes keine Hindernisse entgegen, bekämpfet alles, was eure Seele beschmutzen und auch vielleicht auf eurem Antlitz unangenehme Eindrücke hinterlassen könnte.

 

Seid versichert, diese Abdrücke der Leidenschaften auf eurem Angesicht, in eurer Form, als wie in Hand und Bewegung des ganzen Körpers, oder wohl gar in dem unheimlichen, nicht für euch zu erklärenden Licht, welches dem Auge entströmt, sind nicht in eurer Macht, da hilft kein Verbergen der Gedanken, ihr möget sie so geheim als möglich halten, mit andern Worten verschleiern, aber den Eindruck eines bösen oder unheimlichen Blickes könnt ihr nicht verbergen, wenn er einem klaren, sich keiner Schuld bewussten Auge begegnet, dasselbe unangenehm berührt, und die Seele dann zum Rückzug mahnt, indem hier hinter blumenreichen Worten und Manieren die Schlange des Verrates lauert.

 

Daher befleißet euch der Gesundheit eurer Seele, damit euer Auge klar und ohne Falsch jedem frei ins Angesicht schauen kann.

 

Seid versichert, es gibt nichts großes Geistiges im Menschen, das mehr seine höhere Abkunft und seinen von Mir ererbten Adel erkennen lässt, als ein seelenvolles Auge, ein Blick voll Milde, Sanftmut und Liebe!

 

Im Auge spiegelt sich äußerlich die ganze materielle Natur; aus dem Auge strahlt die ganze Geisterwelt, von den höchsten Himmeln angefangen bis zur untersten Hölle.

 

Solange ihr Mein Wort im Herzen tragt, solange ihr an Mir und nicht an der Welt hängt, so lange wird auch eure Seele gesund, ja stets gesünder werden, bis dieser Gesundheitszustand dergestalt wächst, dass der für den früheren Zustand gesund gewesene Körper nur noch ein Hindernis für eure Seele in ihrem Fortschreiten ist, wo dann die Seele, durch Meine Lehre, Mein Wort und Meine Gnade vergeistigt, auch eine geistige und nicht mehr materielle Umhüllung als Organ nötig hat.

 

Ist dieser Zustand eingetreten, dann werde Ich diese Bürde, die ihr während eures irdischen Lebens mit euch herumgeschleppt habt, euch abnehmen und sie mit einem ätherischen Leib vertauschen, der noch sensibler euer Inneres durchleuchten lässt und ganz die entsprechende Form eures inneren Ich annehmen wird.

 

Deswegen werdet geistig schön, und im Jenseits werdet ihr dann ebenso geistige Umkleidung haben, die der jugendlichen und unverwelkenden Schönheit eures Geistes entsprechen und stets schöner, stets erhabener und durchsichtiger werden wird.

 

Wie die Krankheit des Körpers eine Störung ist in den Funktionen seiner Organe, ebenso ist das Nicht-nach-Meinen-Gesetzen- und Nicht-nach-Meiner-Lehre-Leben eine Störung der Funktionen der Seele. Dieselbe wird durch weltliche Begierden oder durch seelischen Leidenschaften wie Hass, Zorn, Herrschsucht usw. vom eigentlichen Wege abgezogen, sie lebt ein Schein- und kein wahres Leben im Geiste, sie lebt für die Begierden ihres materiellen Teiles, des Körpers, wird dadurch am Ende selbst materiell, verliert ihre ganze Bestimmung aus dem Auge und verfehlt so ihre ganze Aufgabe und Mission auf diesem Erdball, der eine Prüfungsschule sein sollte, um hier die Leidenschaften anfangs bezähmen zu lernen und in der Folge solche gänzlich auszumerzen, um als geistig reiner Ton in Meinen geistigen Sphären anzukommen.

 

Sie, die weltliche Seele, hat also, statt nach der geistigen Gesundheit zu streben, die geistige Krankheit vorgezogen, statt dass ihr Verlangen sein sollte, das Böse stets auszuscheiden und neues Gutes, neues Leben einzusaugen, gerade das Verkehrte getan, sie ist statt zum Leben durch die Krankheit zum (geistigen) Tode übergegangen!

 

Schon beim Leibesleben hat sie aufgehört, statt den Körper für ihre Zwecke zu gebrauchen und denselben zu vergeistigen, alles Edle, das Ich als verzinsliches Gut gegeben, in sich selbst verkörpert, das Seelische, Geistige eingebüßt, und ist pur Körper geworden, oder hat, mit andern Worten gesagt – einen geistigen Mord an sich selbst begangen!

 

Wenn dann alle Mittel unmöglich geworden sind, eine solche Seele wieder aus ihrer Verkörperung herauszureißen, so bin Ich gezwungen, diese Hülle, in die sich solch eine Seele vergraben hat, aufzulösen.

 

Was sie dann für eine Umkleidung in der andern Welt haben wird, und wie diese ausschauen wird, das könnt ihr euch leicht denken! Ein Kleid des Lichtes gewiss nicht, da sie ja schon auf dieser Erde keine Freundin desselben gewesen, sondern eine Freundin der Finsternis war.

 

Hier hast du die drei Worte belehrend und warnend für euch und für alle, die sie je einst lesen werden.

 

Mögen alle wohl bedenken, was sie tun und auf welchen Wegen sie wandeln!

Meine Gesetze der materiellen und geistigen Welt sind unwandelbar, und der materiellen Schwere entspricht die geistige Schwere, und es ist so wie Mein Paulus sagte: `Wie der Baum fällt, so bleibt er liegen!`

 

Sehet euch vor, dass ihr nicht als nutzloses, halbverfaultes Holz fallet, sondern als grünende Zweige und Reiser für ein besseres und schöneres Leben!

 

Der dürre Baumstamm, wenn er fällt, bleibt lebens- und regungslos liegen, es ist kein Trieb, noch lebendiges Element in ihm, das zum ferneren Leben ihn antreiben könnte, er zersetzt sich und verfault, geht in andere Formen und Elemente über, die in kürzester Zeit von ihrer früheren Form als Bestandteile eines Baumes keine Spur mehr an sich tragen.

 

Nicht so mit den grünen Zweigen und Reisern. Fallen dieselben auf feuchten Boden, wo noch im mindesten nahrungsfähige Elemente sich in ihrer Unterlage befinden, so treiben sie leicht Wurzel in die fruchtbare Erde, fangen an sich zu erheben, fühlen sich heimisch in ihrer neuen Existenz, treiben Blätter, Blüten und Früchte, und je nachdem der Boden – so auch die Produkte.

 

Das Edle des Zweiges, verbunden mit edlen Elementen der Erde, verwandeln  die gefallenen Reiser zu einer schöneren und edleren Gattung und führen sie eine Stufe näher ihrer Bestimmung.

 

So auch ihr, Meine lieben Kinder, trachtet, recht geistig gesund zu werden, merzet allen Rost geistiger Krankheit aus, und wenn endlich auch ihr einer besseren Umkleidung bedürfet, als euer materieller Körper bis jetzt war, dann fallet als lebensfrische Reiser auf Meinen lebensfähigen geistigen Boden, wo die Liebe der Dünger, und Demut und Nächstenliebe die Erde sind; dort streckt eure Arme gleich Wurzeln in die Erde und nach dem Dünger aus; lasset euch dort veredeln, damit aus dem hier gesäten Korn dort ein edler Zweig, und mittels der neuen Erde noch höhere und geistige Früchte das Resultat davon seien. So werdet ihr dann stets fort und fort durch eure Taten und eure Liebe zu Mir – eure Früchte stets mehr veredeln, stets edlere Früchte und höhere, geistigere Produkte liefernd, Dem immer näherkommen, Der euch schon so oft mit Geistesfrüchten der andern Welt gespeist und den Trank des ewigen Lebenswassers für eure durstige Seele gegeben hat.

 

Merket euch wohl, dass, unter welcher Form Ich euch auch geistige Speise verabreiche, Meine Sorge nur immer die ist, dass ihr als gesunde Seelen nicht mit Krankheit behaftet dem Tode, sondern zum ewigen Leben erzogen werdet.

 

Dies mit Meinem väterlichen Segen euch, Meinen Kindern – von eurem guten Vater!“ (Aus: Gottfried Mayerhofer, „Lebensgeheimnisse“)

7.3.

Zunächst sei auf unsere eigene Gedankenwelt hingewiesen, die wohl größeren Einfluss auf unser Leben ausübt als wir meinen und wissen. Jesus sagt uns durch Gottfried Mayerhofer in dem Text "Gedankenwelt" („Lebensgeheimnisse“):

 

7.4.

Über die Gedankenwelt

 

"...Durch die Gedanken oder Gedankenwelt wird der mechanische Lebensprozess beschleunigt, aufgehalten oder gar zerstört: Je nachdem die Gedanken die Nerven anregen, ebenso die Wirkung der Nerven auf die Organe, welchen sie als Leiter dienen. Und so ist sogar Gesundheit, Krankheit oder selbst der Tod zunächst nicht Folge der Störung der Funktionen im menschlichen Körper, sondern der leichte unsichtbare Gedanke, welcher die Nerven vibrieren macht, die Ausscheidungsprozesse oder den Stoffwechsel beschleunigt, dieser ist der eigentliche Urheber entweder eines gesunden oder kranken, der Bildner eines schönen oder hässlichen Körpers, und da die meisten Leidenschaften als Resultate von mit Liebe gehegten Gedanken im Angesicht der Menschen ihre Spuren zurücklassen, so sind auch schöne und hässliche Gesichtsformen der Ausdruck des inneren Seelenlebens.

 

Ihr seht aus diesem leisen, aber fortdauernden Wirken eines geistigen Seelenlebens, welche Freuden, welche Leiden für den Menschen daraus entspringen, und wie sodann wieder gestörte Lebensfunktionen auf den Geist rückwirkend selbst jenen verdüstern, wo dann der Mensch die Welt, die Verhältnisse, sich selbst ganz anders beurteilt, als es wirklich der Fall sein sollte, und wovon dann die Folgen sind - Krankheit, Leiden, Starrheit oder gar ein verfrühter Tod.

 

Alles dieses entspringt aus der Gedankenwelt, welche insofern auf den Körper, und der Körper wieder auf den Geist rückwirkend, auch den Menschen zu anderen Schlüssen, zu anderen Handlungen bestimmt, die auch - weil alles eine geistige Kette ist - auf andere Menschen, Familien und Staaten einwirkt, wo die geistigen Resultate eine andere Wendung erfahren, besonders wenn machthabende Personen, geistig krank, Weh und Leiden über ganze Völker bringen, die alle nicht wissen, warum ihnen so geschieht, es ihnen auch nie in den Sinn kommen wird, dass eine Lieblingsidee eines Herrschers seine Gesundheit untergräbt, ihn zu andern Schlussfolgerungen zwingt, und so namenloses Elend verbreitet, wo dann gewöhnlich Mir die Schuld beigemessen wird, während Ich doch ganz und gar nichts dabei zu tun habe, als nur das wieder zum Guten zu benützen, was geistig und körperlich kranke Menschen Böses verursachen.

 

Wenn ihr so die ganze sichtbare Welt der Gedanken betrachtet, welch Hin- und Herwogen, welch reichhaltiger Stoff zum Guten und Bösen oft sich von einem einzigen Menschen auf Tausende und Millionen verbreitet, wie ein in ein stilles Wasser geworfener Stein Kreise und Kreise um sich bildet, bis diese Bewegung die Ruhe des Wassers unterbricht an fernen Stellen, wo die kleineren Bewohner dieser letzten Ufer nicht begreifen noch ahnen können, dass ein weit von ihnen oft aus Mutwillen geworfener Stein Ursache ist, dass ihre Wohnungen zerstört und ihre Jungen getötet werden.

 

So ist das Gedankenmeer ein ewig wogendes, flutendes, in allen lebenden Wesen gären der Gedanken, steigen auf wie Luftblasen aus stehendem Wasser, alles denkt, fühlt, sucht sich seine Verhältnisse, sein Leben zu verbessern, alles baut, zerstört, versucht, gibt sich Mühe, vom Bekannten das Unbekannte zu entziffern. So ist also diese große Gedankenwelt eigentlich der Hauptfaktor Meiner Schöpfung; denn diese Welt ist wie die Meine unbegrenzt, ist ewig, und wenn es die Umstände begünstigen, unendlich!

 

Daher trachtet wohl, diese geistige Welt der Gedanken im Zaume zu halten, trachtet nur so zu denken, wie es Meinen Kindern geziemt; denn der Gedanke ist ein Bildner eurer Hülle diesseits und euer Abdruck für das Jenseits; dort kommt ihr an mit dem Resultat, welches die Gedanken auf eurer Erde zurückgelassen haben. Hier ist es euch und anderen verborgen; dort aber nicht; die Hülle von außen richtet sich nach dem Innern, und wie innen, so der Ausdruck von außen. Dort herrscht keine Verstellung und dort gibt es kein Geheimnis vor andern, ein jeder sieht im andern die Gedanken, und gemäß ihnen den moralischen Wert oder Unwert des Individuums.

 

Diese Gedankenwelt als geistiger Träger der Materie ist eben deswegen so mächtig, weil sie unermüdet Neues schafft, baut, zerstört, wechselt und ändert, und auf diese Art nichts isoliert für sich, sondern als Ganzes gesehen deswegen die größte Wichtigkeit hat, weil, wie die Umstände kommen mögen, aus dem leichten aufsteigenden und wieder sich verflüchtigenden Gedanken die Tat wird, deren Folgen dann nicht mehr in der Hand der Denkenden als einzelnen (liegen), sondern der ganzen geistigen und materiellen Welt angehören.

 

Man kann sich die Unendlichkeit nicht besser vorstellen als in dem Begriff einer Gedankenwelt; denn alle bekannten Geschwindigkeiten, alle Entfernungen und Zeiträume verschwinden gegen die Schnelle des Gedankens, gegen seine Macht und seine Wirkung, besonders wenn ersteres ihm verliehen und das zweite ihn begünstigt.

 

So nehmet auch ihr, Meine Kinder, euch in acht, in dem großen Reiche der Gedankenwelt Meiner würdig zu wandeln, beschleicht euch ein nicht erlaubter Gedanke, so vertilgt oder überwachet ihn; denn vom Denken zum Werden ist ein kurzer Sprung, und die Folgen davon lasten auf euch als Urhebern des Gedankens!

 

Schmeichelt euch nicht mit der Idee, `es waren ja nur Gedanken, bis zur Ausführung hat es seine geweisten Wege!` Es ist nicht wahr, ihr betrügt euch selbst damit; denn wie Ich oben sagte, ist die Gelegenheit da, so wird der Gedanke zur Tat, welche, wenn auch bereut, doch nicht zu verwischen ist, sie steht als Faktum, als eine Denksäule auf eurem Lebensweg, deren ihr euch dann entweder freuen oder schämen mögt!

 

Nicht umsonst habe Ich euch dieses Wort gegeben. Alles hat sein Warum, und auch hier liegt ein großes `Warum` zugrunde, weil Ich nur zu sehr weiß, wie leicht ihr es mit dem Denken nehmt, und ihr gerade das für das Schwächste haltet, was eigentlich das Stärkste ist; denn der Gedanke ist eine geistige Potenz (Macht), und mit solchen Kräften ist nicht zu scherzen!"

(Gottfried Mayerhofer, „Gedankenwelt“, „Lebensgeheimnisse“)

 

Siehe auch linke Randspalte unter „Gebet / Meditation / Gesundheit (2)“ Thema „Heilung durch Gebet?“

 

7.5.

Hilfe durch Jesu

 

In diesem Teil des Themas „Gesundheit“ soll es darum gehen, inwieweit uns Jesus Selbst in jeglichem Notfall helfen kann. Jesus wird uns das Erbetene nicht schenken, aber er wird uns helfen, es zu erreichen. Auf Wunder dürfen wir nicht hoffen. Voraussetzung für eine Hilfe durch Jesus ist natürlich, dass wir uns Ihm anvertrauen, Ihn, der uns Brüder (und Schwestern) nannte, in unser Leben lassen, Ihm unsere Sorgen und Bitten vortragen.

 

Die folgenden Textstellen sind gegliedert in „Voraussetzungen für die Hilfe durch Jesus“, „Hilfe durch Jesus“, „Leid als geistige Lebensschule“ sowie „Vom Tod und vom Himmelreich“.

 

7.6.

Voraussetzungen für die Hilfe durch Jesus

 

7.6.1.

…„Wollt ihr aber wirken im Meinem Namen, so muss Ich auch in aller Fülle und Wahrheit ganz in euch sein durch die Liebe und durch den lebendigsten Glauben.

 

Seid ihr aber das, so möget ihr zu jenem Berge sagen: `Hebe dich und stürze dich ins Meer!`, - und es wird geschehen nach eurem Willen! Aber wohl gemerkt, ohne Mich vermöget ihr nichts!“ (GEJ.05_069,06f)

 

7.6.2.

…“Der Glaube ist die feste Überzeugung, dass dies oder jenes unwiderruflich geschehen muss!“ (Aus: PH.01_39,09 f)

 

7.6.3.

…„Ihr sollt glauben, dass Gott, der Vater von Ewigkeit, von unendlicher Güte ist und zu jedem kommt, der ihn allen Ernstes anruft!

 

Ihr sollt glauben, dass Gott nicht erst der Menschen bedarf, um seine Kraft zu ihnen zu senden, sondern dass diese Kraft von jedem Menschen durch die Liebe zu Gott angezogen werden kann, sodann in dem Menschen sich entfaltet und zur Wirkung gebracht werden kann.“ (GEJ.11_067,24)

 

7.6.4.

Wer Gott und Sein ewiges Lebensreich finden will, der muss das in sich, also in seines Herzens stillem Kämmerlein in der Liebe zu Gott und zum Nächsten zu suchen anfangen. Und wer da ernstlich zu suchen angefangen hat und im Suchen nicht nachlässt, der wird auch das finden, was er gesucht hat; wer aber im Suchen lau wird, der wird das, was er wohl finden möchte, so es ihm keine zu große Mühe kostete, auf dieser Welt und auch jenseits schwerlich oder auch gar nicht finden.“ (GEJ.08_108,13)

 

7.6.5.

„…Und so ist auch jeder Mensch die Frucht seines ihm eigenen Glaubens und der Glaube selbst die Frucht der Liebe des Menschen. – Und daher kurz gesagt: Wie einer glaubt, so wird er schauen, und wie er liebt, so wird er leben.

 

Wer aber Meinen Worten glaubt, der hat Mich in sich aufgenommen, insoweit er glaubt, dass Ich es bin, der ihm solches kundgebe. Und da jeder Mensch im Grunde seines Wesens seine eigene Liebe ist, so werde dann Ich, wenn er Mich durch den Glauben in seine Liebe aufnimmt, seine Liebe, wie er die Meinige wird. Denn wie er Mich aufgenommen hat, so habe auch Ich ihn aufgenommen. Und so werden wir dann eins werden, wie der Baum und der Apfel im Grunde doch nur eins sind – und werden ineinandergreifen wie die Räderzähne einer Uhr – und daraus wird dann eine Wahrheit werden.“ (HiG.01_40.11.08,29)

 

7.6.6.

Würden die Menschen sich nie von Gott abwenden, so würden sie

auch nie in eine Not und ein Elend verfallen…

 

Auch des Leibes Krankheiten sind allzeit nur die bitteren Folgen der Nichtbefolgung der von Mir den Menschen allzeit klar ausgesprochenen Gebote.

 

Wer diese schon von seiner Jugend an treu zu halten anfängt, der wird bis in sein hohes Alter keines Arztes bedürfen, und seine Nachkommen werden nicht an den Sünden ihrer Eltern zu leiden haben, wie das bei den alten, Gott getreuen Völkern oft durch Jahrhunderte der Fall war.

 

Aber wenn die Menschen auszuarten angefangen haben, dann sind auch bald schwere Körperleiden über sie gekommen und haben sie die Folgen der Gering- oder Garnichtachtung der Gebote Gottes kennen gelehrt.“ (GEJ.09_035,5f)


7.6.7.
„Den Kranken aber sage: sie sollen sich in ihrer Krankheit nicht betrüben, sondern sollen sich ernstlich an Mich wenden und sollen Mir ja ganz trauen. Ich werde sie trösten, und ein Strom des köstlichen Balsams wird sich in ihr Herz ergießen, und des ewigen Lebens Quelle wird unversiegbar in ihnen offenbar werden, sie werden genesen und werden erquickt werden wie das Gras nach einem Gewitterregen.“ (HGt.01_001,03)

7.7.

Hilfe durch Jesus

 

7.7.1.

Wer da Mein Wort liest

 

…„Wer da Mein Wort liest und lebt danach und hat einen starken, festen Glauben, dem wird das Wort durch seinen Glauben helfen, wie es in den Evangelien gar oft zu ersehen ist.

 

Fehlt aber der rechte, lebendige Glaube, da wird das ‚Stehe auf und wandle` nur von geringer Wirkung sein.

 

Alsonach sind Mein Wort und der lebendige Glaube allezeit das beste Heilmittel auch fürs Fleisch, und es hat keine Apotheke ein besseres.

 

Aber der Schwäche eures Glaubens und der ängstlichen Mattigkeit eures Vertrauens genügt diese reinste Medizin nicht und kann nicht genügen, weil ihr noch zu ängstlich am Leben des Fleisches haltet und werdet nur zu bald überkleinmütig und schwachgläubig, so über dasselbe etwas kommt.

 

Daher verlanget ihr nebst Meinem Worte auch eine Arznei, also entweder Lehm oder das Wasser des Teiches Siloah; ohnedem kann euch nicht geholfen werden.

 

Und da eben liegt der böse Hund begraben, wie ihr zu sagen pfleget; denn so Ich es zulasse, dass Arzneien eure Krankheiten heilen, so schwächt das euren Glauben an Mein Wort.

 

Helfe Ich euch aber trotz der Schwäche eures Glaubens und Vertrauens bloß durchs Wort, da wäret ihr gerichtet und gefangen, und das im Geiste, aus welcher Gefangenschaft euch dann nur ein übergroßes Kreuz wieder befreien könnte, wie es auch bei den ersten Christen, die zumeist durch Wunder genötigt Mein Wort annahmen, der Fall war, dass sie hernach durch eine mächtige Prüfung erst ihres Gerichtes ledig werden konnten. –

 

Fraget euch daher selbst, was ich hier tun soll, um euch zu erhalten.

Jede Arznei ist schwächer denn Mein Wort.

 

Aber Mein Wort kann und darf da nicht allein wirken, weil euer Glaube noch viel zu schwach ist, was ihr gar leicht aus eurer großen Liebe zu dem irdischen Leben entnehmen könnet, denn der lebendige Gläubige sehnt sich mit Paulus nach der Auflösung, was bei euch noch lange nicht der Fall sein wird, da euch noch viel zu sehr manche Dinge der Welt am Herzen liegen.

 

Daher müssen eures Heiles willen auch hier Arzneien neben Meinem Wort wirken, was natürlich die Heilung verzögert, besonders so das Vertrauen darauf ein mehr oder weniger ängstliches ist.

 

Ich habe aber ja schon im vorigen Wort gezeigt (siehe unter 7.7.2.), wie die Medizinen wirken und wie die Ärzte.

 

Habt ihr zu einer Medizin oder zu einem Arzte zu wenig Vertrauen, so nehmet eine andere Medizin, desgleichen ist auch mit dem Arzte zu tun; denn ich sage euch noch einmal: Nicht die Medizin und nicht der Arzt helfen im eigentlichen Sinne allein, sondern hauptsächlich das festere Vertrauen......

 

Ist euch aber diese gänzliche und vollste Hingebung an mich nicht möglich, in der allein der alles bewirken könnende lebendige Glaube zu Hause ist, da ergreifet ein anderes passendes Mittel, wodurch die Ruhe der Seele bewerkstelligt werden kann.

 

Nehmet zum Beispiel einen Arzt... oder nehmet zum Magnetismus (Hände auflegen) eure Zuflucht, was noch besser sein wird, weil dadurch die Seele die nötige Ruhe erlangen wird.

 

Tut, was ihr wollt; aber tut alles, was ihr tut, ganz und in Meinem Namen, so werdet ihr leicht zu einem erwünschten Ziele gelangen. Aber mit der Halbheit wird euch nirgends und niemals geholfen sein.

 

Ich als die höchste Vollkommenheit wirke nur im Vollkommenen vollkommen, im Unvollkommenen aber wie die Sonne im Winter! Daher seid alle vollkommen in allem, wie auch Ich, euer Vater, vollkommen bin, so werdet ihr leicht überall Hilfe finden, so euch irgend etwas fehlt.

 

Aber auf eine rein wunderbare Hilfe von Mir (Wunder, Red.) fürs Fleisch dürfet ihr alle nicht rechnen, denn dazu gehört entweder ein nagelfester Glaube, mit dem ihr beinahe Berge versetzen könnet oder aber die volle Wiedergeburt des Geistes, was aber bei euch weder das eine noch das andere der Fall ist.

 

Denn Euer schwacher Glaube möchte eben darum Wunder, um durch sie vermeintlich stark zu werden, was aber gerade der umgekehrte Fall wäre; denn nichts schwächt den wahren Glauben so sehr wie ein Wunder, da es den ganzen Menschen aus dem Zustande der Freiheit gewaltsamst herausreißt und ihn in den Zustand der unausweichlichen Nötigung versetzt, welche da ist ein Tod für den Geist.

 

Und nichts stärkt den Glauben mehr als das Kreuz; denn nur durch Kreuz und Leiden dieser Welt wird der Glaube genährt und gestärkt.

 

Ob ihr aber als im Geiste vollends Wiedergeborene eines Wunders, als unschädlich für euren Geist, fähig seid, - Ich meine, darüber kann euch schon eure noch sehr schwache und in manchem Stücke sinnliche Natur treulichst belehren. –

 

Aber ich helfe euch dennoch mit und in der Natur wie ganz natürlich, nur müsst ihr euch also verhalten, wie es die Ordnung der Natur erfordert, sonst kann Ich euch selbst bei Meinem besten Willen niemals helfen außer zeitlich durch ein Gericht, womit aber in der Wahrheit sicher keinem Menschen gedient sein wird. .....

 

Ich könnte euch eine Menge guter Mittel ansagen, die alle bei der gehörigen Ruhe der Seele die entschiedenste Wirkung täten, aber auch bei der kleinsten Furcht nicht nur keine Wirkung hervorbrächten, sondern die Sache noch verschlimmern würden.

 

Daher bekümmert euch zuvor um die volle Ruhe der Seele, entweder auf die eine oder auf die andere angeratene Art, dann werde Ich euch leicht helfen können amen. –

 

Das sage Ich, der Ich jedermann helfen kann und will, der Meinen Rat vollends befolgt amen, amen, amen." (HiG.03_48.09.03,05 ff)

 

7.7.2.

Jesus sagt aber auch

 

So du lebendig allein bei Mir Hilfe suchst, so wirst du vollkommen gesund werden; denn da wirst du in Meiner Liebe das kräftigste Heilmittel gegen jedes Übel in deiner eigenen Brust tragen, welche Arznei ein alleiniges Universalmittel ist!

 

Denn siehe, alle irdischen Arzneien gleichen in Hinsicht ihrer Wirkung wie ein Kampf der Höllengeister untereinander und sind daher allezeit ein wahres malum contra malum (Übel gegen Übel. Hrsg.).

 

Meine Hilfe aber ist in jeder Hinsicht ein wahres bonum contra malum (Gutes gegen Übles. Hrsg.), daher dasjenige wahre Heilmittel, durch das der Mensch allein von jeglichem Übel aus dem Grunde für ewig geheilt werden kann! (HiG.03_45.09.15f)

 

7.7.3.

Ich bin ein Heiland; wie fragen sich die toten und daher stockblinden Menschen, kann Mir doch solches (Heilung) möglich sein? Und Ich sage es euch, dass Ich keines Menschen Fleisch heile, sondern wo irgendeine Seele noch nicht zu mächtig mit ihrem Fleische vermengt ist, mach Ich nur die Seele frei und erwecke, insoweit es sich tun lässt, den in der Seele begrabenen Geist.

 

Dieser stärkt dann sogleich die Seele, die frei wird, und es ist ihr dann ein leichtes, alle Gebrechen des Fleisches in einem Moment in die normale Ordnung zu setzen.

 

Das nennt man dann eine Wunderheilung, während das doch die allerordentlichste und natürlichste Heilung des Fleisches von der Welt ist!

 

Was jemand hat, das kann er auch geben; was er aber nicht hat, das kann er auch nicht geben. Wer eine lebendige Seele nach der Ordnung Gottes hat und einen freien Geist in ihr, der kann auch seines Bruders Seele frei machen, wenn sie noch nicht zu sehr inkarniert (verfleischlicht) ist, und diese hilft dann gar leicht ihrem kranken Fleischleibe.

 

So aber der Seelenarzt selbst eine überaus kranke Seele hat, die viel mehr tot denn lebendig ist, wie sollte der hernach einer zweiten Seele geben, was ihm selbst gänzlich mangelt.“  (GEJ.03_012,8)

 

7.7.4.

Fragt Ebahl: „…Was werden wir tun, wenn uns mit der Zeit Schwächen aller Art überfallen werden, die selbst den oft Bestwilligen nicht verschonen?“

 

Jesus:Ich werde jedes ernsten Strebens Hilfe, Kraft und Stütze sein! In der Zeit der Not werde Ich niemanden verlassen, der sonst stets treugläubig und Mich liebend auf Meinen Wegen gewandelt ist. Ist er aber durch allerlei Lockungen der Welt von Meinen Wegen abgewichen, da muss er es sich dann schon selbst zuschreiben, so für ihn Meine Hilfe zur Zeit der Not unterm Wege verbleiben wird, und das so lange, als der Gefallene nicht voll Ernstes und reuig und vollgläubig sich an Mich wenden wird!

 

Ich werde zwar ewig ein und derselbe treue Hirte verbleiben und nachgehen den Schafen, die sich irgend verloren haben; aber das Schaf muss irgend zu blöken anfangen und sich finden lassen nach dem ihm eigenen und unantastbaren freien Willen.

 

Wer da irgend belastet ist mit einer für seine Kraft zu großen Lebensbürde, der komme im Herzen zu Mir, und Ich werde ihn stärken und erquicken! Denn Ich gebe eben darum manchem eine größere Bürde zu tragen, auf dass er fühle seine Schwäche und zu Mir käme dann im Herzen und Mich bäte um hinreichende Kraft zur leichteren Ertragung seiner größeren Lebensbürde; und Ich werde ihn stärken in jeglicher Not seines Lebens und ihm ein rechtes Licht geben, zu durchwandeln die finsteren Wege des Lebens dieser Welt. Wer aber diese zu große Bürde wohl fühlt, aber nicht zu Mir kommt im Herzen, der muss sich's selbst zuschreiben, so er erliegt unter der zu großen Last des Erdenlebens.

 

Da hast du den Bescheid auf deine Frage, Mein Freund Ebahl! – Wer noch einen Anstand hat, komme und forsche!“ (GEJ.05_169,01)

 

7.7.5.

"Kommet alle zu Mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch alle erquicken!“ (HiG.02_43.02.02,05)

 

7.7.6.

"Wer zu Mir kommt, mit was immer für einem Bedürfnisse und schlingt das lebendige Band des Glaubens um Mich, den allein Lebendigen, wie soll dem nicht werden, darum er sich mit Mir durch den lebendigen Glauben verband?" (HiG.01_41.06.26.b,05)

 

7.7.7.

Ja, also ist es, darum sollt ihr denn auch bei allen noch so widerwärtigen Erscheinungen auf dieser Erde nicht verzagen; denn der Vater im Himmel weiß darum und weiß es am besten, aus welchem Grunde Er sie zuläßt!

 

Also sind die meisten Krankheiten, die die Menschen zu durchleiden haben, nichts als Verhütungen, dass die Seele nicht eins werde mit dem Fleische…“ (GEJ.02_169,11)

 

7.7.8.

Aber an meiner Hilfe sollet ihr keinen Mangel haben. Soviel ihr selbst vermöget nach dem Maße eurer Kraft, soviel müsset ihr auch selbst tun; was darüber ist, das wird dann schon Meine Sache sein. Denn wahrlich, sage Ich euch: Um was ihr den Vater in Meinem Namen und in Meiner euch bekannten Ordnung bitten werdet, das wird euch auch gegeben werden in dem Maße, wie es euren Seelen frommen kann.“  (GEJ.06_021,9)

 

7.7.9.
Alles hängt von dem ernsten Wollen des Menschen ab; so er sich ernstlich bessert und volltrauig Gott bittet um etwas Rechtes und Gutes immer in Meinem Namen, so wird es ihm gegeben werden nach dem Maße seiner wahren Besserung und seines Glaubens und Vertrauens. Und du kannst nun mit Meiner allerwahrhaftigsten Verheißung denn auch vollends zufrieden sein.“ (GEJ.06_069,10)

7.7.10.

Aber „auf einen Streich fällt kein Baum um, und mit einem Eimerzuge schöpft man keinen Brunnen aus. Und so geht es überall; der gute Wille, die Zeit und die rechten Mittel können Berge versetzen und ein Meer trockenlegen!

 

Bei Gott ist kein Ding unmöglich; wo Er hilft geistig und natürlich, da geht alles! Daher sei du nur ganz getröstet und vertraue fest auf den Herrn und es wird dann schon alles um vieles besser gehen, als du es dir nun vorstellst!“ (GEJ.03_124,17f)

 

7.7.11.

„Der Herr hat nun wohl eurem Geiste das Gesicht verschlossen, aber nicht dessen Gehör, welches im Herzen ist. Demnach kann ein jeder von euch allezeit die Stimme des Herrn vernehmen, und ein jeder kann sich allezeit an Seine Vaterliebe wenden, so er etwas vonnöten hat, und der Vater wird es ihm geben, so es ihm gut ist, aber auch vorenthalten, wenn es ihm nicht gut sein sollte. Ob aber gut oder nicht gut, darum möget ihr allezeit den Vater bitten, und seid versichert, Er wird euch den wohlvernehmbaren Rat nicht schuldig bleiben und wird reden zu eurem Herzen, wann ihr Ihn immer vollernstlich darum bitten werdet! (HGt.02_269,06)

 

7.7.12.

Aber so ein Mensch sich auch dann und wann recht ernst vornimmt und sagt: ,Herr, von nun an werde ich unerschütterlich verharren bei meinem Vorsatze!‘, geht aber dann hinaus, und es kommen ihm wieder so reizende Dinge in der Welt vor, dass er seine Sinne nicht davon abwenden kann und er von neuem wieder schwach, wenn auch nicht böse wird, – ja, solch ein Mensch kommt nicht weiter, bleibt stets auf dem gleichen Flecke stehen und gelangt dadurch auch nicht zu einer Viertelsmeisterschaft über seiner Sinne Begierden.

 

In diesem Falle, wo seine Liebe zwischen den Reizen der Welt und Mir hin und her schwankt und nicht zu einer halben Stärke auf Meiner Seite gelangt, ja, da kann Ich solch einer Windfahne von einem Menschen noch nicht unter die Arme greifen und ihm eine volle Festigkeit geben. Denn den guten Anfang muss der Mensch infolge des ihm zu dem Lebensbehufe verliehenen freien Willens selbst machen; die volle Vollendung ist dann erst Meine Sache! Wenn du das so recht aufgefasst hast, dann tue danach, und Meine Hilfe wird nicht unterm Wege verbleiben!“ (GEJ.08_151,05f)

 

7.7.13.

"Ein anhaltendes Gebet (= fester und lebendiger Glaube) ist gegen alles das beste Mittel!“ (HiG.01_41.04.18,07)

 

7.8.

Leiden als geistige Lebensschule

 

7.8.1.

Ich möchte überall helfen


„…Ich möchte überall helfen, wo Ich Leiden sehe; und siehe, Ich als Gott kann und darf nicht immer helfen, weil für Mich die dem einen oder anderen zugeschickten körperlichen Leiden keine solche, sondern eigentliche Segnungen und Prüfungen zu höheren Zwecken sind; denn Ich müsste wohl ganz verzichten auf die Gewinnung von Seelen für Mein Reich, wollte Ich alle Menschen gesund machen und selbe auch in steter Gesundheit erhalten. –

 

Wenn Ich nicht durch körperliche Leiden und sonstige Heimsuchungen die Seelen mürbe machen und ihnen auf dem Krankenlager die Nichtigkeit aller irdischer Güter so recht begreiflich machen würde, so möchte fast niemand sich um Mich und Mein Reich bekümmern.

 

Siehe die Welt an, alles, was ihr großes und Nützliches habt an Erfindungen und Entdeckungen, die euch das Leben angenehm machen, wie glaubst du denn, dass das alles erfunden und entdeckt wurde? In der Üppigkeit des Reichtums und im Wohlleben nicht; nur durch die Schule des Kummers und der Sorgen (Not macht erfinderisch) und wo sich Hindernisse auftürmten, die den Forschenden – statt zu ermüden – ihn erst recht zum Eifer antrieben und so mit eiserner Beharrung sein Ziel verfolgend, ihn endlich selbes auch erreichen ließen.

 

Es waren seelische und manchmal auch körperliche Leiden, womit Ich den Einen oder den Andern zu seinen und Meinen Zwecken großzog. Durch Leiden stählte Ich seine Seele und bereite dann im Ganzen der gesamten Menschheit viel Gutes. Was Ich da bei Einzelnen des Ganzen wegen tat, das geschieht auch bei den Krankheiten und Leiden, die manchmal aus eigener Schuld entstanden, manchmal von Mir Selbst geschickt (oder zugelassen) werden, um eingeschlafene Seelen zu erwecken und sie auf ihre eigentliche geistige Bestimmung aufmerksam zu machen.

 

Siehe, das ist auch der Grund, warum Ich deinem Bruder nicht das (lebendige) Wort geben kann wie du es besitzest, weil er entweder Mich mit Bitten bestürmen würde oder in seinem Amtseifer vielleicht da helfend eingreifen wollte, wo Ich das Gegenteil will und eben gerade durch dieses Meinen Zweck eher fördere als er, wenngleich mit Meinen Medikamenten*), die Ich euch wohl zur Heilung der Menschen gegeben, wovon aber stets ein sehr weiser Gebrauch gemacht werden muss (und) auch oft geholfen werden kann.

 

Übrigens ist die beste Medizin immer das Vertrauen zu Mir, dass Ich helfen werde, wenn es an der Zeit ist, so oder so…

 

Vertrauet nur alle fest auf Mich, das ist und bleibt die beste Arznei und denket stets: was unser Herr und lieber Vater tut, ist wohgetan! Und ihr werdet nie fehlen und nie den Segen eures Vaters vermissen, der euch alle liebt und nur euer bestes will! Amen.“

(Aus: Gottfried Mayerhofer, „Mit Geduld und Vertrauen“, „Lebensgarten“)

 

Siehe auch linke Randspalte unter „Gebet / Meditation / Gesundheit“ (1), Thema  „Vom wahren Glück“

*) Siehe zum Stichwort Medikamente auch linke Randspalte unter „Gebet / Meditation / Gesundheit (2)“, Text „Heilung durch Gebet“ Teil 2, die Stichworte Handauflegen, Homöopathie und unter 8. „Meine Liebe ist das kräftigste, wahre Heilmittel“ Fußnote zu „Sonnenheilmitteln“

 

7.8.2.

Wer Mich liebt, dem lege Ich ein Kreuz auf, nur unter der Last des Kreuzes blüht Mein Reich; es ist auch dem Anscheine nach schwer, so helfe Ich schon mittragen und werde momentane weltliche Kränkungen und Miss-Zustände durch selige Genüsse ersetzen, die dann den Leidenden für alles entschädigen werden.

 

Das Herz frei von Schuld, kühn den Ereignissen entgegen geschaut, auf Mich vertrauend, Meine Wege verfolgt! Was kann ihm da begegnen, das nicht zu überwinden wäre?“ –

(Aus: Gottfried Mayerhofer „Aufklärung über die Lebenskunst“, Trost im Unglück, „Lebensgarten“)

 

Siehe linke Randspalte unter „Gebet / Meditation / Gesundheit (1)“.

 

7.8.3.

„…Darum habe du nur ja keine Scheu vor den mannigfachen Lebensbürden, die dir auf diesem irdischen Lebenswege hie und da begegnen werden; denn Ich werde sie zu dir senden zur Stärkung deiner Seele und deines Geistes!

 

Wenn demnach dann und wann etwas über dich kommen wird, dann denke, dass Ich es bin, der dir eine solche Stärkung zukommen lässt! Denn je mehr Ich einen Menschen liebe, desto mehr auch wird er versucht von Mir. Denn ein jeder soll Mir gleich vollkommen werden; dazu aber wird viel Selbstverleugnung, Geduld, Sanftmut und vollste Ergebung in Meinen Willen erfordert.

 

Wer sich aber dann ganz in Meinen Willen bewegen wird, der wird auch so vollkommen sein in seinem Geiste, wie Ich Selbst vollkommen bin, weil ein solcher Geist dadurch völlig eins wird mit Mir.(GEJ.03_120,06ff)

 

7.8.4.

Merket euch das zu eurem Glauben hinzu, dass es dem Menschen um seiner Seele willen eben nicht allzu zuträglich ist, so er völlig gesunden Leibes einherwandelt; denn ist sein Fleisch zu gesund, da wird es auch leicht erregt für allerlei sinnliche Lustreize, in die die Seele dann auch eher mitbegierlich wird, als so ihr Fleisch kränklich und schwach ist, - und so ist eine Leibeskrankheit gewisserart eine Wache vor der Türe des inneren Lebens der Seele!“ (GEJ.09_158,11)

 

7.8.5.

"Die Not des Lebens aber ist ein Gefäß des Lebens, in welchem dieses gefestet wird gleich einem Diamanten, der da auch nur ein gefesteter Äthertropfen ist, obschon nicht ein Lebenstropfen.

 

Daher nehme jeder das Kreuz auf seine Schulter und folge Mir in aller Liebe nach, so wird er sein Leben erhalten ewig!

 

Wer mit seinem Leben zärtelt, der wird es verlieren. Wer es aber kreuzigt und von Mir kreuzigen lässt, der wird es erhalten für alle Ewigkeiten. Das sage Ich, der Gekreuzigte. Amen!" (HiG.01_41.04.28,02)

 

7.8.6.

Über den Ich noch allerlei Leiden und Trübsal zulasse, dem helfe Ich denn auch zur rechten Zeit; den Ich aber sein irdisch stolzes und schwelgerisches Wohlleben unbeirrt fortgenießen lasse, der trägt sein Gericht und seinen ewigen Tod schon in sich und sonach auch allenthalben mit sich. Und somit weißt du nun denn auch, warum so mancher Weltgroße und Weltreiche ungestraft bis zu seines Leibes Tode hin fortsündigen und fortgräueln kann.“ (GEJ.09_029,13)

 

7.8.7.

"Ich selbst kann da nicht heilen, wo Ich die Krankheit eben als Heilmittel für die Seele zugelassen habe!"

(Aus: Gottfried Mayerhofer, "Die Macht des Gebetes", "Festgarten")

 

Siehe linke Randspalte unter "Gebet / Meditation / Gesundheit (1)".

 

7.8.8.

„Vertrauet (also) stets auf Mich! Und alle Berge von Hindernissen werden sich ebnen, alle Nebel verschwinden und ihr werdet die Verhältnisse beurteilen lernen, wie sie es verdienen und nicht wie selbe im aufgeregten Zustande euch erscheinen.

 

Sagt ja doch ein Sprichwort bei euch: `Der Teufel ist nicht so schwarz wie man ihn malt`, und Ich bin auch derselben Meinung, da Ich ihn doch persönlich nur zu gut kenne, aber auch die Verhältnisse sind nicht immer so verwirrt, als man glaubt, sondern nur die Ansicht ist verwirrter; verschaffet euch klare Übersicht über das, was ihr wollt und die Mittel zum Handeln werden bei weitem leichter gefunden, weil sie eben nicht in der Ferne, sondern oft ganz nahe liegen.

 

Deswegen Mein Zulassen, um euch zu stärken, zu erproben, in wie weit ihr Meine geistigen Worte auch im praktischen Leben verwenden könnet, denn eure geistigen Augen müssen bei weitem die Verstandes- und die körperlichen Augen an Schärfe übertreffen!

 

Lernet also vorerst geistig sehen! Und ihr werdet bald die Hand erkennen, welche euch mit dem Faden der Liebe aus dem Labyrinte der Zweifel herausführen will, und merken, dass alle Zulassungen nur deswegen geschehen sind, um euch noch mehr zu vereinigen (mit Mir), aber nicht euch zu trennen! Amen.“

(Aus: Gottfried Mayerhofer, „Ein Gnadenwort über den Willen des Herrn“,

„Lebensgarten“)

 

Siehe linke Randspalte unter Gebet / Meditation / Gesundheit (1)“, Thema „Vom wahren Glück“

 

7.8.9.

„Ich sage dir, du magst fasten und seufzen und trauern, so werde Ich dir darum dennoch nicht helfen. – Aber durch den Vollglauben und durch deine wahre Liebe zu Mir und daraus zu deinen Brüdern werde Ich dir allezeit helfen!

 

Wenn du voll Angst und Kleinmut sprichst: `Herr, Dein Wille geschehe!` – so gilt das bei Mir nichts. Aber so du das mit freiem und freudigem Herzen sprichst, da wirst du allezeit Hilfe finden. Denn nur in einem in Meinem Namen freien und freudigen Herzen wohne Ich kräftig; in einem bedrückten, seufzenden und ängstlichen aber ebenfalls bedrückt, seufzend und ohnmächtig.

 

Oder kann ein Baumeister auf einem zu weichen, feuchten und sandigen Boden ein kräftiges und starkes Haus erbauen? Ich meine, ein Felsgrund wird dazu wohl tauglicher sein.

 

Also muss auch dein Herz und der Glaube im Herzen zu einem Felsen werden; sonst findet Meine Kraft in dir keinen so festen Stützpunkt, dass sie, sich an ihn stemmend, nach deinem und Meinem Wunsche vollkommen wirksam äußern könnte.

 

Sei also mutig und freien, freudigen Herzens und glaube wahrhaft ohne Scheu vor der Welt, dass Ich dir und deinem Weibe nicht nur helfen kann, sondern auch helfen will und werde – so wird es auch geschehen, wie du glaubst und in Meinem Namen willst. Aber mit einem ängstlichen und dadurch kleingläubigen Herzen wirst du nicht viel ausrichten.“ (HiG.02_48.09.26,14 ff)

 

7.8.10.
"…Eben darum bin Ich aber ja auch in diese Welt gekommen, um euch allen da Hilfe zu geben, wo ihr aus euch selbst ewig keinen Ausweg mehr gefunden hättet! Darum vertrauet und bauet allzeit auf Meinen Namen, und es wird euch dadurch das unmöglich Scheinende möglich werden!" - (GEJ.02_164,10)

 

7.8.11.

Ohne Mich vermöget ihr nichts, mit Mir aber vollkommen alles!“ (HGt.02_234,04)

 

7.8.12.

„Mit Mir vermöget ihr alles, ohne Mich aber nichts!“ (GS.01_098,13)

 

Weitere ausführliche Texte siehe linke Randspalte unter „Gebet / Meditation / Gesundheit (1) und vor allem (2), Thema „Heilung durch Gebet“

 

7.9.

Vom Tod und vom Himmelreich

 

7.9.1.

Wie bei den anderen Themen, kann auch hier nur ein kleiner Auszug der geoffenbarten Texte zu dem jeweiligen Thema geboten werden. Siehe deshalb die jeweiligen Hinweise zu Themen, die die Inhalte ausführlicher behandeln.

 

7.9.2.

Sieh, wenn Gott die Menschen nur für diese Erde erschaffen hätte, dann wäre es wohl eine sonderbare Liebhaberei von Seiner Seite, in einem fort zu erschaffen und es dann wieder zu zerstören; aber weil Er die Menschen für ein höheres und ewiges Leben erschaffen hat und sie nur so lange auf dieser Erde bestehen lässt, bis sie die nötigste Willensfreiheitsprobe oder mindestens den Durchgang durchs Fleisch gemacht haben, so ist das eine wahre und lebendige Liebhaberei Gottes zu Seinen Menschen, dass Er sie auf dieser Jammerwelt nur so lange im Fleisch erhält, als es eben für einen oder den andern Menschen höchst nötig ist! Verlässt der eigentliche Mensch diese Erde, so wird er jenseits schon in solche Schulhäuser geführt werden, die geeignet sind, um zur höheren und wahrsten Lebensvollendung zu gelangen.“ (GEJ.07_217,02f)

 

7.9.3.

"Was der kurzsichtige Mensch `Tod` nennt, ist nur ein Übergang von einer weniger intelligenten Form in eine höhere, wo die Intelligenzen schon vielfacher vereinigt sind." (Er.01_043,08)

 

7.9.4.
Welche Menschen aber schon bei ihrem Leibesleben ihr Leben durch Selbstverleugnung, Demut und Liebe zu Mir in Mir vereinigt haben, wahrlich, diese werden von des Leibestodes Angst nicht viel verspüren.-


Und wenn ihr irdisches Lebensschifflein einmal an den trüglichen Weltklippen zerstäuben wird, so wird der Wanderer schmerz- und sorglos sagen: `Ich bin mit meiner Habe im trockenen!`

 

Bemühet euch daher, euer Leben schon hier zu vereinen in Mir, so wird euch der Tod des Leibes dereinst vorkommen wie eine große aufgehende Sonne dem nächtlichen Wanderer an einem Meeresgestade, welches voller Klippen und Abgründe ist.

 

Glaubet es Mir, dass es also ist, so wird niemand mehr euch den inneren Frieden rauben! Das sagt der Herr des Lebens und des Todes! Amen!" (HiG.01_41.04.29,06)

 

7.9.5.

Keiner fürchte sich vor dem Übergang, keiner aber sehne sich eher nach diesem, bevor in ihm nicht die volle Überzeugung erwacht ist, dass er restlos alle seine Pflichten erfüllt hat und wahrhaft die Zeit seiner Abberufung genaht ist. – Überlasst die rechte Stunde dem Herrn allein, dann könnt ihr auch eines freudigen Wiedersehens, eines frohen, arbeitsreichen, aber in jeder Beziehung herrlichen Zusammenlebens mit euren Lieben gewiss sein.“ (Leopold Engel, Im Jenseits, Seite 55)

 

7.9.6.

"Bedenket wohl, es ist eine kurze Spanne, die Zeit dieses Lebens, wo so viel getan und eine große Ewigkeit danach, wo dann von dem hier erlangten Kapital gezehrt werden soll!"

(Gottfried Mayerhofer, "Väterliche Lebenswinke“ aus „Festgarten“)

 

7.9.7.

Es gibt nirgends einen eigens geschaffenen Himmel, noch irgendeine eigens geschaffene Hölle, sondern alles das kommt aus dem Herzen des Menschen; und so bereitet sich ein jeder Mensch im Herzen, je nachdem er Gutes tut oder Böses, entweder den Himmel oder die Hölle...“ (GEJ.02_008,07)


7.9.8.
"Darum sei dir um niemand im großen Jenseits allzu bange; denn Gottes Liebe und Weisheit und große Erbarmung waltet überall, auch im großen Jenseits. Die sie ergreifen und sich nach ihr fügen und richten werden, die werden nicht verloren gehen; die aber das hier, wie auch jenseits nicht tun werden, bei denen gilt der Satz, wonach demjenigen kein Unrecht geschieht, der das Böse, ihm Schadende will.“ (GEJ.10_002,06)

 

7.9.9.

"Es ist in aller Unendlichkeit nur ein Gott, eine Kraft und ein Gesetz der ewigen Ordnung. Wer aus den Menschen sich dieses Gesetz zum eigenen macht, für den ist alles und überall Himmel; wer aber aus seiner eigenen Freiheit heraus diesem Gesetze widerstreben will, für den ist überall Hölle, Qual und Marter!" (GEJ.02_010,1)

 

7.9.10.

„...Dennoch aber ist hier wohl diese Bemerkung als sehr zu beherzigen zu erwähnen, dass eine erst jenseitige Ausbildung einer Seele erstens um vieles länger dauert und dennoch nie jenen allerhöchsten Grad erreichen kann, als so die Ausbildung der Seele schon diesseits, noch im Leibe, geschehen ist!" (GEJ.05_184,08)

 

7.9.11.
„Wenn ihr einst die Welt im Rücken haben werdet, dann werdet ihr erst erkennen, welch lächerliche Wichtigkeit ihr oft Dingen und Verhältnisse beigelegt habt, die nicht Wert waren, euch deretwegen nur eine Minute zu kümmern oder beunruhigen zu lassen.“ (Lg.01_029,90)

Siehe auch linke Randspalte „Vom Sterben / Über das Jenseits (1) und (2)“ sowie „Texte der Neuoffenbarung zu…“, Thema „Wohin wir gehen“

 

Fortsetzung Teil 3



In Vorbereitung