Nichts in dieser Welt ist Zufall, sondern alles gehorcht dem Gesetz von Ursache und Wirkung!



Leben im Christusbewusstsein


Rolf Meyer

 

Teil 1

1. Unser Leben – das große Geschenk –

die anspruchsvolle Herausforderung

Das Spiel des Lebens / Was ist der Sinn des Lebens / Die Illusion des Ego /

Der Sinn des Menschseins / Der Sinn meines Lebens / So erkenne ich den Sinn meines Lebens / Was ist meine wahre Berufung / Alles ist eins

2. Die Instrumente des Lebens

2.1. Die geistigen Gesetze / Das Gesetz der Liebe / Das Gesetz der Harmonie / Das Gesetz der Evolution

Teil 2

Das Gesetz der Schwingung / Das Gesetz der Polarität / Das Gesetz des Rhythmus / Das Gesetz der Entsprechung (Analogie) / Das Gesetz der Resonanz / Das Gesetz der Fülle / Das Gesetz der Freiheit / Das Gesetz von Ursache und Wirkung (Kausalgesetz) / Das Gesetz der Imagination / Das Gesetz des Denkens / Das Gesetz des Glaubens / Das Gesetz des Segnens / Das Gesetz des Schicksals / Das Gesetz der Gnade / Das Gesetz des Glücks / Das Gesetz des Dankens

2.2. Die 7 Ur-Eigenschaften Gottes

3. Leben im Christusbewusstsein – Der Maßstab für den Alltag. (Die Navigation)

 

 

1. Unser Leben – das grosse Geschenk –

die anspruchsvolle Herausforderung

Die Materie ist unser Heil…! Heute ist das Auto fast für jedermann eine Selbstverständlichkeit und ein Abonnement für das Fitnesscenter auch kein Luxus mehr.

Wieviel kümmern wir uns  um diese zwei materiell ausgerichteten „Lebensinhalte“:


Wir erkundigen uns in Auto-Zeitschriften und im Internet um die neuesten Modelle, machen Kurse für schleuderfreies Fahren, Tunen und frisieren die Motoren auf, machen Rückstellungen für ein sehnlich erwünschtes Cabriolet für die Sommermonate, stärken unser Selbstbewusstsein beim Überholen auf der Autobahn, damit wir schneller im Fitnesscenter eintreffen. Dort spulen wir auf dem Laufband  Kilometer um Kilometer (ohne auch einen Meter weiterzukommen….), Stählen die Bizeps um noch weiter zu gefallen,  erdulden Bauchübungen um die Hosengrösse zu verkleinern und im Schweisse des Angesichts konsumieren wir beim Small Talk an der Fitnessbar Red Bull und andere Stärkungsgetränke. Schlussendlich buchen wir mit einem Sportsfreund noch eine Wellnesswoche mit Golf und Biketouren im Schwarzwald…..

Wie schwarz ist doch unser Geist – Was tun wir eigentlich für die Seele…….!?

Wo sind wir heute angelangt – welche jämmerliche Armut – welch geistig seelischer Schwachsinn – welch verpasste Chance…..!

Warum will der Grossteil unserer Zeitgenossen nicht mehr Wissen über die sog. „Letzten Dinge“, das „Woher und Wohin“.


Die Mutation vom Körper zur Seele und Geist ist gar nicht gewollt.

 

Es benötigt anfänglich Anstrengung, Verzicht, Neuausrichtung, Tiefgang – vielleicht auch Einsamkeit, belastende Stille, Leere…..

Ein Arbeitskollege hat mir vor Jahren erwidert: „Ich glaube schon an Etwas – nach dem Tod wird man es mir schon offenbaren – aber jetzt will ich das Leben geniessen, auskosten – kein Tag kommt wieder zurück, deshalb lebe ich in der Gegenwart – und, man lebt ja nur einmal.

Wir wissen nach den Geistigen Gesetzen: Alles ist polar.

Da kenne ich ernsthafte Freunde des Lorber-Werkes, welche sich nur noch mit den Schriften der Neu-Offenbarung befassen – finster dreinschauen, alles besser wissen, die Welt und die Menschen verachten, dem Leben entsagen, und die persönliche Überzeugung vertreten, sie seien viel besser als das sündhafte Fussvolk Gottes. Sie prahlen dezent mit ihrem erarbeiteten Wissen und sind fest der Meinung, das Ticket für den Einzug in den Himmel bereits zu besitzen.      

Weder die materialisierten Weltmenschen – noch die der Welt entsagenden Geistmenschen liegen auf der richtigen Spur.

Der Fixpunkt liegt im Christusbewusstsein gelebten Alltag – getreu den Zitaten:  

Zitat  (Jakob Lorber, Grosse Evangelium Johannes, Bd. 4, Kap. 1)
„Die höchste Weisheit liegt darin, dass ihr weise werdet durch die lebendigste Liebe.
Alles Wissen ist aber ohne die Liebe nichts nütze. Darum bekümmert euch nicht so sehr um ein Wissen, sondern dass ihr das Wissen lebt – viel liebet, so wird euch die Liebe geben, was euch kein Wissen je geben kann….“

(Jakob Lorber, Grosses Evangelium Johannes, Bd. 7, Kap. 36)

„Immerwährende Selbstprüfung als Grundlage der Seelenbildung“

Stellen wir deshalb unser Navigationsgerät  entsprechend  richtig ein. Ein überaus anspruchsvolles Unterfangen voller Fehler, mangelhafter Interpretation, Überforderung – aber stets mit der Gnade verbunden – es von Neuem zu versuchen…..



Das Spiel des Lebens


Die meisten Menschen betrachten das Leben als einen permanenten Kampf.

 

Aber das Leben ist kein Kampf – sondern ein anspruchsvolles Spiel. Es ist jedoch ein Spiel, das ohne Kenntnisse der Geistigen Gesetze und der Eigenschaften/Aspekte Gottes nicht erfolgreich gespielt werden kann.


In diesem Spiel hat jeder eine bestimmte  Rolle – jedoch alle Akteure haben schlussendlich die gleiche Herausforderung und das gleiche Ziel.

Das Leben ist ein Spiel – das mir zur Freude erdacht und gespielt wird, von einem allumfassenden Bewusstsein.

Ich bin seit dem Anfang aller Zeit. Meine Geburt ist nur der Beginn eines neuen Spielabschnittes im ewigen Spiel des Lebens. Das Leben lädt mich ein, mich mit der ganzen Schöpfung ernsthaft  auseinander zu setzen – in dem ich lebe, in dem ich mitbestimme und mitbestimmt werde.  

Bei diesem anspruchsvollen Spiel kann ich mich als einen untrennbaren Teil des Ganzen erkennen. Ich kann mich aber auch als „Ich“ erleben – getrennt vom Ganzen. Dann erlebe ich mich als „Ego“, kann mich im Ganzen spiegeln, mein wahres Sein ent-decken und als Teil des Ganzen wiedererkennen.


Was sich aber in mir spiegelt, sich entdeckt und wiedererkennt, ist mein Bewusstsein, mein Wahres Selbst. Ich kann es auf jeden beliebigen Punkt konzentrieren, oder ich kann es erweitern, es allumfassend werden lassen. Ich kann es absinken lassen oder in höchste Höhen erheben: Ich bin der Schöpfer.

Alles, was ist, die ganze Schöpfung, ist eine grossartige Offenbarung unseres Vaters, der für uns in die Materie gegangen ist. Evolution ist stets das Wiedererkennen des Vaters in der Vielfalt des Lebens. Das „Spiel des Lebens“ bedeutet Werden in jedem Augenblick des Seins. Tief im Innersten weiss ich, ich bin das Eine, das Ganze, das alles enthält, aus dem alles kommt und in das alles eingeht am Ende der Zeit. Ich bin der Anfang und das Ziel und spiele mit dieses Spiel, um das schöpferische Abenteuer des Lebens zu erleben.

Ich bin freiwillig durch das „Tor der Geburt“ in die Zeit dieser Welt eingetreten, um am Spiel des Lebens teilzunehmen. Dieses Spiel findet mir zur Freude statt, um mir die grossartige Möglichkeit zu geben, die Vollkommenheit meines wahren Seins zu erleben – zu werden, der ich bin und immer war.

Ich kann keine Kraft dieser Welt in mein Bewusstsein aufnehmen, ohne gleichzeitig mein Bewusstsein um diese Kraft zu erweitern, ohne gleichzeitig mein Bewusstsein um diese Kraft zu erweitern und so immer vollkommener zu werden, bis ich wieder ganz ich selbst geworden bin. Am Anfang des Spiels erlebe ich mich als Ego, dem alles gegenübersteht, was nicht „Ich“ ist. Dieses Ego äussert sich als Eigenform, als Eigenwille und Eigenbedürfnis. Sobald diese scheinbare Trennung vom Ganzen von mir aufgehoben wird, erwache ich wieder zum Bewusstsein meiner Selbst.

Leben ist das allumfassende Bewusstsein, das alles Sein durchdringt und erfüllt. Daher lebt alles, was ist, und alles hat Bewusstsein. Leben ist das Wirken der einen Kraft, die wir Gott nennen.

Leben ist fliessende, wirksame Energie. Wird ein Aspekt dieser Energie nicht zugelassen, entsteht ein Stau: auf der einen Seite Druck, auf der andern Seite Mangel (vgl. Geistige Gesetze).


Lasse ich beispielsweise den Aspekt „Durchsetzungsvermögen“ nicht zu, so wird sich der Mangel vielleicht darin ausdrücken, dass ich bei einer Beförderung übergangen werde, dass ich eine Stelle nicht bekomme oder ein anderes Ziel nicht erreiche. Auf der körperlichen Ebene kann Mangel als Muskelschwäche oder Zahnfleischschwund oder Haarausfall erscheinen.


Auf der andern Seite erscheint der Druck als „Notwendigkeit“ in den Lebensumständen, mich einer unerfreulichen Aussprache zu stellen, einem Gerichtsverfahren oder ähnlichem und gleichzeitig als Chance, den Aspekt „Durchsetzungsvermögen“ zu entwickeln, die Aufgabe zu lösen und wieder frei zu sein.

Geschieht das nicht, beginnt der Kreislauf von vorn, indem ich durch Vermeiden der unerfreulichen Aussprache Nachteile erlebe. Oder aber ich verliere in dem Gerichtsverfahren, weil ich mich ungenügend engagiert habe. Dann erlebe ich verstärkt den Mangel und gerate unter immer grösseren Druck. Bis irgendwann der Druck unerträglich wird, der Mangel nicht mehr auszuhalten ist – und ich endlich handle.


Die Schöpfung will mich nicht „ärgern“, sondern zwingt mich schmerzhaft zu Entwicklung, wenn ich sie irgendwo blockiere.

Ein Leben ist die Lebensdauer eines Körpers, den ich bewohne, ein kleiner Ausschnitt aus meinem ewigen Sein. Ein Schultag in der Schule unseres materiellen Lebens. Am Ende eines solchen Lebens löse ich mich, mein Bewusstsein, aus dem Körper und kehre zurück nach Hause, um meine Erfahrungen zu verarbeiten im Sinne meiner Entwicklung – und mit einem weiter entwickeltem Bewusstsein allenfalls bereit zu machen, neue Erfahrungen zu sammeln für ein „neues“ Leben (Inkarnation) auf dieser Erde oder auf einem dazu geeigneten Planeten. Ich kann aber auch in der geistigen Welt mich diesbezüglich weiterhin entwickeln.



Was ist der Sinn des Lebens?

Der allgemeine Sinn des Lebens ist es – die „Vollkommenheit“ meines wahren Selbst immer vollkommener zum Ausdruck zu bringen.

Wirklich Selbst-bewusst zu leben, die Fülle des Lebens durch mich geschehen zu lassen und so wirklich den Augenblick zu erfüllen.

Der allgemeine Sinne des Lebens ist Evolution, das heisst Ent-Wicklung, damit Ent-Faltung möglich wird, die zur Erfüllung führt.

Der einzige Sinn des Lebens ist es schlussendlich, Erfahrungen zu machen, aus denen Erkenntnisse werden – das einzige, was ich aus meinem Leben mitnehme. Denn ich bin nackt gekommen und werde nackt – im Sterbehemd (ohne Säcke) – gehen….

Alles, was ich hier habe, ist eine Leihgabe des Lebens an mich, die ich früher oder später, spätestens am Ende dieses Lebens zurückgeben muss.

Leben heisst also lernen. Keiner von uns kann sich in der „Schule des Lebens“ drücken. Meine Aufgabe ist es aber auch, das Gelernte in Leben umzuwandeln. Nicht totes Wissen anzusammeln, sondern mein Bewusstsein zu erweitern – damit ich mich selbst – um so immer weiter zu werden, bis ich wieder allumfassend geworden bin. Das geht nur, wenn ich das Gelernte in Harmonie mit dem Leben bringe. Soweit mir das nicht gelingt, entsteht „Schicksal“. Unser Seinsauftrag lautet: „Ihr sollt so vollkommen werden, wie der Vater im Himmel vollkommen ist!“

Ich bin auf dem Weg, sobald ich anfange zu suchen. „Suchet, so werdet ihr finden!“


Der individuelle Sinn des Lebens ist es, die Aufgabe meines Lebens zu erkennen und zu erfüllen. Die meisten Menschen sterben allerdings, bevor sie sich mit dieser entscheidenden Frage auseinandergesetzt haben. Deshalb haben sie die grosse Chance ihres Daseins – ihres geschenkten Lebens verpasst und gehen hinüber, ohne eine geistige Wiedergeburt erlebt zu haben.

Ein Teil unseres Seinsauftrages ist es auch, unser Wissen weiterzugeben, um einem andern Mitmenschen eine Chance zu geben – den Sinn des Lebens zu finden.

Unser Auftrag ist es, vom Haben über das Sein zum Schöpfungswillen zu finden. Vom Instinkt über das Ego zum Wahren Selbst – und damit zu Gott. Wer aber nicht an sich selbst arbeitet, an dem wird gearbeitet, und wer dauernd Unüberhörbares überhört und Unübersehbares übersieht, der darf sich nicht wundern, wenn ihm eines Tages Hören und Sehen vergehen. So finden wir allmählich vom Gegeneinander und Durcheinander über das Nebeneinander zum Miteinander.


Wir erkennen auch, dass es nicht der Sinn des Lebens ist, das Glück für unser jeweiliges „Ich“ anzustreben, sondern für unser Wahres Selbst. Das heisst, die Vollkommenheit meines Wahren Selbst immer vollkommener zum Ausdruck zu bringen und so in Harmonie mit der Schöpfung zu sein.

Nichts, was man haben kann, macht glücklich. Es gibt genug Menschen, die alles haben, aber in keiner Weise glücklich sind. Glücklich werden kann nur, indem ich bedingungslos „ja“ sage zum Leben und nicht: „Ja, aber….“ Oder gar „nein“. Wann immer ich im Leben leide, habe ich im übertragenen Sinne „nein“ gesagt, oder „ja, aber….“ Den Sinn meines Lebens kann ich aber nur dann erfüllen, wenn ich ihn erkenne.

Als wir Autofahren lernten, mussten wir auch die Spielregeln und die Technik des Fahrens kennenlernen. Unser Geist/Verstand befasste sich mit der Theorie, der Körper mit der Handwerkstechnik: Lenken, Kuppeln, Bremsen, Gas geben etc. Schlussendlich synchronisieren wir Geist und Körper.

So wird auch das Lebens gemanagt:  Geist – Seele – Körper. Die Trilogie des Daseins.


Wir erleben stets konkrete Aspekte des Lebens (man könnte auch sagen: Szenen aus dem Welttheater unseres Lebens), welche wir dann richtig wahrnehmen, positionieren und gestalten müssen. Schlussendlich speichert die Seele dann unsere Erfahrungen.

Das Spiel des Lebens wird nach festen Regeln gespielt, welche wir Geistige Gesetze nennen. Es ist ein Spiel, dessen Regeln wir erst beim Spielen erkennen. Mit jedem Spielzug, mit jedem Schritt im Leben, habe ich eine Chance, eine Regel zu erfahren – dies aber nur, wenn ich mich an die schon erkannten Regeln halte.

Solange ich lebe, muss ich mitspielen. Aber ich entscheide, ob ich als Spieler oder als Spielfigur teilnehme. Entweder lebe ich nach den Geistigen Gesetzen – oder ich werde gelebt nach ihnen.

Unser Leben spielt oft: „Mensch ärgere dich nicht…..“ Ich finde zum Beispiel meinen Haus- oder Autoschlüssel nicht und stehe im wahrsten Sinne des Lebens im Regen. Oder ich bin am Flughafen und habe mein Ticket oder den Pass vergessen. Bei all diesen Pannen prüft das Leben sich selbst in mir, ob ich im richtigen Bewusstsein bin. Es führt mich in Versuchung, damit ich mich noch besser ausrichte und wirklich bewusst lebe. Gleichgültig, ob die Situation mir angenehm oder unangenehm ist, sie ist immer richtig und wichtig, um mir zu helfen, einen Schritt zu mir selbst zu tun.


So ärgere ich mich so lange in solchen Situationen, bis ich erkenne, dass ärgern nicht hilft, die Aufgabe zu lösen.


Oder das Leben spielt „Monopoly“. So rackere ich mich in der ersten Hälfte des Lebens um Geld, Prestige und weitere äussere Werte: Ein schönes Auto, eine feudale Eigentumswohnung, Luxusferien – ich opfere die Gesundheit für Geld, werde depressiv, erleide eine unheilbare Krankheit und spüre – das Leben gar nicht gelebt zu haben – sondern das Leben hat mich gelebt der Äusserlichkeiten wegen. Ich bemerke in den letzten Stunden meines Diesseits – alles was ich habe ist nur eine Leihgabe des Lebens – ich kann davon nichts mitnehmen – höchstens der Frust meiner verpassten Chance – und der lebt auf der andern Seite weiter…….

Denn alles, was existiert, sind nur „Spielsachen“/“Requisiten“, um das Spiel des Lebens spielen zu können: Besitz, Geld, Macht, Anerkennung, Erfolg – aber auch unsere Fähigkeiten, Talente, die Familie – sogar mein Körper.  Trotz allem müssen wir diese Leihgaben respektvoll und würdig behandeln.

Solange ich im Spiel des Lebens mitspiele, also selbst einen Zug mache, wenn ich an der Reihe bin, macht auch das Leben stets den nächsten Zug. Wenn ich aber nicht mehr ziehe – wie beim Schach – dann zieht auch das Leben nicht mehr – und es fliesst nicht mehr. Sobald ich an etwas festhalte und es umklammere um meinetwegen, sei dies an einem Menschen oder an einer Situation, kommt das Spiel ins Stocken. Dann mache ich eine Lektion des Lebens not-wendig und bekomme sog. „Nachhilfeunterricht“ vom Leben. Das heisst, ein deutlicheres Signal, eine auf dieses Thema schwierigere Situation.

Der Schlüssel zu diesem anspruchsvollen Lebensspiel ist die Liebe.


Und mit der Weisheit erkenne ich, wie ich den Schlüssel sinnvoll gebrauchen kann. Liebe und Weisheit öffnen mir alle Türen in diesem Spiel des Lebens.

Erkennt man das Leben als Spiel, kann man sich auch nicht mehr über sog. „Schwierigkeiten“ beschweren. Denn das ist ja gerade der Sinn des Spiels. Wenn mein Spielpartner beim Jassen, Schach oder Tennis einen guten Zug/Schlag macht, dann beschwere ich mich ja auch nicht, sondern das motiviert mich nur, im Spiel wirklich mein Bestes zu geben. Würden wir immer nur gewinnen und nie gefordert werden, würden bald unsere Fähigkeiten nachlassen und letztlich versiegen. Erst die sinnvolle und richtige Meisterung des Problems im Leben bringt mir meine Erkenntnis und damit im Spiel wiederum einen Schritt weiter.

Wahre Selbst-Erkenntnis ist nur möglich durch Transformation, die nur durch Loslassen und Hingabe möglich ist.

Solange ich spiele, spüre ich in mir die Sehnsucht. Ich bleibe auf der Suche, die immer eine Suche nach mir selbst ist. Denn das Spiel des Lebens hat nur den einen Sinn: Mir zu helfen, das Geheimnis meines wahren Seins zu entdecken. Ich brauche mich nur von meiner inneren Sehnsucht führen zu lassen, dann führt meine Seele mich zum Bewusstsein meiner eigenen Vollkommenheit, zurück zum ewigen Einssein mit dem Vater.

Es gibt unendlich viele Wege, die wieder in diese Einheit zurückführen. Denn letztlich führt jeder Weg in diese Einheit, auch wenn er ein grosser Umweg war. Ich aber bestimme, welchen Weg ich wähle, den schnellsten, den sichersten oder den bequemsten. Und ich bestimme, wann ich ihn gehe und mit welchen Schritten. So schaffe ich mir selbst mein eigenes, einmaliges „Schicksal“ (…..), meinen Massanzug, der von mir für mich geschaffen wurde. Ich habe ihn geschaffen, ich muss ihn tragen und nur ich kann ihn ändern, das aber in jedem Augenblick meines Lebens. Ich bin der Schöpfer. Und jeder von uns ist als Mitschöpfer aufgerufen, das Leben, sein „Schicksal“ und die Schöpfung mitzugestalten. Wir haben den Freien Willen.

Hierbei ist auch der Tod nur ein Übergang auf eine andere Ebene des Spiels. Eine Runde ist gespielt, ich werte die Erfahrungen aus, die ich gemacht habe und bereite mich auf eine neue Spielrunde vor – im Jenseits oder wiederum im Diesseits. So erkenne ich den Tod als die Krönung des Lebens und kann gelassen alles ertragen, was letztlich geringer ist. Ich erkenne die Gleich-Gültigkeit von Gewinn und Verlust und sage bedingungslos „ja“ zum Leben.

Wie erkenne ich die immer gleichen Schritte im Spiel des Lebens:

> Meine Lebensaufgabe zu erkennen versuchen (Thematik folgt detailliert)
> Den Augenblick erfüllen
> Erkenntnisse als wahren Reichtum sammeln und auswerten (Geistige Gesetze,
Aspekte Gottes)
> Selbst-Verwirklichung auf der Basis der Spiritualität
> Hilfe für Mitmensch und Schöpfung sein  
> Göttlichen Nutzwert schaffen
> Vervollkommnung avisieren (im bescheidenem Masse)


Mit diesen 7 Thesen werde ich immer ein besserer Spieler beim Spiel des Lebens und kann mehr und mehr auch den Mitmenschen aktiv behilflich sein, schneller zum Ziel zu kommen. Denn das Spiel (die Schöpfung) ist erst beendet, wenn alle Seelen am Ziel angekommen sind….. Doch ganz gleich, welches Spiel das Leben gerade spielt, es will mir immer nur ein Geschenk machen zur Weiterentwicklung meiner Seele, eine Erkenntnis vermitteln, das einzige, was ich schlussendlich dann auch auf die andere Seite mitnehmen kann.

Eigentlich könnte es auch eine ganz andere Schöpfung geben, eine Schöpfung, in der bereits alles vollkommen ist. In einer solchen Welt könnte keine Veränderung mehr stattfinden, weil die Ordnung bereits absolut ist. Es wäre schlechthin eine statische Welt, ohne Bewegung - ohne Leben, eine Welt, in der das Spiel des Lebens nicht mehr stattfinden könnte. Wir Menschen hätten keinen Freien Willen – wir wären Marionetten der göttlichen Schöpfung – doch dies ist keinesfalls der Wille des Vaters.


Wir müssen freiwillig wieder zu ihm zurückkehren – aus innerer Liebe und Sehnsucht. Als Kinder Gottes im effektiven Sinne. Sobald ich mir das einmal bewusst gemacht habe, erkenne ich auch die Vollkommenheit des Unvollkommenen.

Doch auch im Spiel des Lebens wird irgendwann einmal Vollkommenheit erreicht, zumindest die Vollkommenheit des einzelnen. Dann wird ein Quantensprung des Bewusstseins erforderlich, der eine neue Form des Seins erschliesst. Die eigentliche Wirklichkeit, in der ich erkenne, dass alles bis zur Vollkommenheit nur Vorbereitung war auf das eigentliche Spiel der Schöpfung. Von nun an bestimme ich nicht mehr nur mein Schicksal, sondern das Schicksal eines immer grösseren Teils des Universums, bis ich mich als Ganzes, als gottähnlich erkannt habe und bewusst das Ganze mitbestimme. Hat der letzte Teil von mir das Ziel erreicht, ist das Spiel aus. Ein neues Spiel (Schöpfung) beginnt…..

Dabei erkenne ich plötzlich, dass es in Wirklichkeit gar kein Ziel gibt. Das scheinbare Ziel ist nur ein Orientierungspunkt am Horizont, der meinem Weg die Richtung gibt.


Denn in Wirklichkeit ist der Weg das Ziel, und das scheinbare Ziel ist nur das Ende des Weges, gleichzeitig aber der Anfang eines neuen Weges.



Die Illusion des Ego

Am Anfang warst du ein Teil des Seins. Um zu erleben, wer du bist, wurdest du ein individualisierter Teil des einen Bewusstseins. Du bist freiwillig durch das Tor der Geburt eingetreten in eine menschliche Existenz, um am Spiel des Lebens aktiv teilzunehmen. Du wolltest durch das Nadelöhr der Schöpfung – auf die Erde – die Hochschule des Kosmos. Jedes Leben, das du auf der Erde allenfalls schon verbracht hast, lebtest du in der Illusion des Getrenntseins vom Ganzen. Du erlebtest Dich als Ego. Du hast vergessen, dass das Leben ein Spiel ist, und glaubtest nun, du wärst dieser Körper. Körper, Verstand, Gemüt sind aber nur deine Instrumente der Wahrnehmung, die Werkzeuge deines Handelns.


Dieser Teil von dir, dein wahres Selbst, ist weder identisch mit dem Körper noch mit dem Denken oder Fühlen, ja nicht einmal mit dem Leben. Der Sinn des Spiels ist es, dieses wahre Selbst zu ent-decken. Das ist die einzig wirklich wichtige Ent-Deckung, die du in diesem Leben machen kannst.  Denn sie ist der Schlüssel zur Sinnerfüllung menschlicher Existenz. Wenn du dein wahres Selbst erkannt hast, dann hast du Gott gefunden. Dann bist du am Ziel des Suchens.


Dann brauchst Du dein kleines Ich – dein Ego – nicht mehr, das notwendig war, um Körper, Leben und Denken um einen individuellen Mittelpunkt zu konzentrieren, als Träger für das innewohnende Bewusstsein. Dieses kleine Ich wird dann zum Hindernis auf dem zur weiteren Transformation.

Das Zeitalter des Ego geht zu Ende. Du bist von nun an in der Erkenntnis der Wahrheit deines eigentlichen Seins, als individualisierter, aber nicht mehr getrennter Teil des einen, allumfassenden Bewusstseins. Du bist deinem wahren Wesen nach unsterblich und vollkommen. Wir suchen alle nur das eine: Über das Wahre Selbst, das eigentliche Sein – GOTT.

Was sucht der Manager auf der Karrierenleiter – der Kranke beim Wunderheiler – der verliebte Teenager bei seiner ersten Liebe – der Suchende bei seinem spirituellen Lehrer: Sie alle suchen nur das eine – sich selbst. Wollen endlich nach Hause kommen, wollen aufhören zu suchen. Wollen Gott ganz in sich finden.


Das Drama des Suchens ist nur eine Illusion, die Wahrheit ist einfach. Sie ist weder gut noch schlecht, sie ist einfach…..


Alles ist, wie es ist, ob du nun zustimmst oder nicht. Wenn du nicht einverstanden bist, dann leidest du. Sagst du aber bedingungslos ja zum Leben, hast du das Geheimnis des Glücks entdeckt. Das Glück findest du nicht in Geld, Besitz, Ansehen, Macht, Image, Selbsterfahrungsgruppen, esoterischer Therapie, das Finden des kosmischen Tons, im Urschrei – nur in dir selbst. Du besitzt nichts, denn du bist alles.


Menschen, die dir begegnen oder dich verlassen, Dinge die dir Nahe sind oder die du verlierst, Gewinn oder Verlust ist gleich-gültig – sind nur Geschenke, um immer neue Aspekte deines Seins zu erleben.

Wenn man glücklich ist, sollte man nicht noch glücklicher sein wollen, sonst werden wir wieder unglücklich…
(Theodor Fontane)


Ganz bestimmt ist Wissen der Neu-Offenbarung von grossem Vorteil – die Geistigen Gesetze und die Eigenschaften/Aspekte Gottes – aber das Wissen allein macht uns auch nicht glücklich. Wir müssen es wahrnehmen, anwenden, umsetzen. Es dient uns als Navigationsgerät, als Seismograph – aber Fahren müssen wir – sonst kommen wir auch nie zum Ziel.

Das Ego ist eine Illusion, aber diese Illusion ist wichtig. Denn ohne Ego würden wir anfänglich nicht diese wertvollen Erfahrungen machen, welche uns schliesslich zum Wahren Selbst führen. Kämpfen wir nicht gegen das Ego – machen wir es zum Freund. Wir können ihm für unsere Entwicklung viel verdanken – zur gegebenen Zeit ist es identisch im Wahren Selbst.



Der Sinn des Menschseins

„Ihr sollt vollkommen sein, wie der Vater im Himmel vollkommen ist!“


In diesen Worten ist unser ganzer Seinsauftrag enthalten.  

Menschsein heisst, Himmel und Erde verbinden. Der Mensch ist ein Kraftfeld zwischen den beiden Polen Geist und Materie. Aber das Kraftfeld besteht nur durch beide Pole. Fällt ein Pol aus, bricht das Kraftfeld zusammen.


Vollkommenheit heisst also nicht entweder – oder, sondern vielmehr: Sowohl als auch.


Wir sollten daher unsere Aufgabe des Lebens erkennen, annehmen und erfüllen. Aber nicht, um einen besseren Platz im Himmel zu ergattern, sondern indem wir unsere Aufgabe stets voller Liebe erfüllen. Zum Wohl des Ganzen. Handeln wir nur aus verfeinertem Egoismus, sind wir geistige Tagelöhner – handeln wir aber aus echter Liebe, werden wir selbst zum Weg.

"Nicht dem Leben aus dem Weg gehen! Keinen Tag! Keiner Frage! Es ist verkehrt. Das Leben kommt dir nach und packt dich wieder – das zweite Mal aber stärker – nur um deiner Entwicklung wegen."
(Theresia von Avila)



Der Sinn meines Lebens

Zu mir selbst zu erwachen heisst:

> Erkennen: Ich bin Schöpfer: Wenn mir mein leben nicht gefällt, kann ich es ändern, indem ich mein Bewusstsein ändere
> Erkennen: Ich bin einzigartig in der gesamten Schöpfung und von Gott tief geliebt
> Erkennen: Die Botschaften des Lebens wahrnehmen und  befolgen
> Erkennen: Alles Herangetragene sind nur Angebote des Lebens zur Entwicklung
> Erkennen: Probleme sind Geschenke des Lebens: Das Problem die Verpackung, das Geschenk die Erkenntnis
> Erkennen: Gewinn und Verlust sind gleich-gültig

> Erkennen: Der aktuelle Platz auf dem ich stehe ist der einzig richtige,um den Augenblick zu erkennen
> Zu Lernen: Leben heisst lernen
> Zu Lernen: Die unwiderstehliche Macht des Denkens verantwortungsbewusst zu
Nutzen
> Zu Lernen: Das Richtige zu tun, das Notwendige nicht zu unterlassen, das Falsche nicht zuzulassen

Der Sinn des Lebens ist es, mein Leben zu leben. Dazu muss ich Selbst sein. Denn das Leben ist nur ein Spiegelbild meines So-Seins.


Lebe ich aber Rollen, Klischés, Muster – also etwas, was ich gar nicht bin, erlebe ich das Leben, das meinem So-Sein entspricht. Dann lebe ich folglich das Leben meiner Muster, Rollen, Programme – und das ist nicht authentisch mit meinem Lebensauftrag. Viele Menschen leben Zeit ihres Daseins auf einem Maskenball – eine Demaskierung findet nie statt!  

Der Sinn des Lebens ist es, in jedem Augenblick zu „sterben“ und gleichzeitig neu „geboren“ zu werden. Das heisst, dass ich selbst ewig veränderlich bin, fliessend, wie das Leben selbst.


So muss ich bewusst und achtsam im Hier und Jetzt sein – ich selbst sein – mich so zum Ausdruck zu bringen, wie ich jetzt gerade bin: Ohne bestimmte Rollen, Muster, Gefälligkeitsposen, strategische und taktische Spielverhalten.

Der Sinn meines Lebens ändert sich eigentlich in jedem Augenblick. Er ist ebenso fliessend wie das effektive Leben und mein Wahres Selbst. Wenn ich bewusst und selbst bin, das lebe, was eigentlich zu tun ist, also den Augenblick erfülle, lebe ich im Einklang mit mir und dem Leben. Dann erfülle ich den Sinn zu leben: Erkenntnis, Achtsamkeit, Wahrnehmung, Transformation, Entwicklung, Bewusstsein, Selbst-Sein, Leben, Lieben – mein geistiges Erbe anzutreten, immer näher zu unserem göttlichen Ursprung zurück zu kommen.

Dadurch entsteht ein erfülltes, wahres, bewusstes und begnadetes und lichterfülltes Leben.

Mein Wahres Selbst ist der Gottesfunken. Gott sagte: „Ich bin der ich bin.“ Ich bin, also bin ich ein Teil Gottes.

Dessen muss ich mir täglich stets bewusst sein – Gott ist stets in mir und ich in ihm. Welch wunderbares einmaliges Geschenk. Das bedingt Verantwortung sich und den Mitmenschen gegenüber. Die unendliche Liebe Gottes ist eine sehr anspruchsvolle Herausforderung – die zu leben uns auch tief glücklich macht und wir den Sinn unseres Daseins so auch erkennen.

Unsere vier Naturen: die spirituelle, mentale, emotionale und physische sollten wir spüren, zu einer harmonischen Einheit verschmelzen und aus diesem Gesamten heraus handeln und so im Einklang mit der Schöpfung sein.

Das Schicksal ist nur ein Spiegelbild meines So-Seins. Jeder bekommt vom Schicksal das, was er verursacht.

Ganz gleich aber, was das Schicksal mir schickt, alles sind nur Chancen zu lernen. Alles wird mir nur helfen und dienen. Jederzeit kann ich mich vom Rad des Schicksals befreien, indem ich mein Eigenwille loslasse nach dem Prinzip: „Dein Wille geschehe“.

Der Sinn meiner Existenz ist schlussendlich, die Vollkommenheit meines Wahren Selbst immer vollkommener zum Ausdruck zu bringen.

Unsere einzige Bestimmung ist es: Vollkommen zu werden, wie der Vater. Schlussendlich, aus meinem Leben ein wahres Meisterwerk zu machen. Das zu entdecken in der Maxime: Ich selbst bin ein-malig!

Zu leben bedeutet zu geben, mich selbst in der Liebe.

Der Sinn meines Lebens ist es, meine Wahrheit zu finden und nach ihr zu leben. Das ist mein Geschenk an die Welt und an die andern. Mein ganz persönlicher Beitrag, den nur ich allein geben und leisten kann. Mein innerstes Wissen, die Weisheit meines wahren Selbst, der Göttlichkeit, der ich bin.



So erkenne ich den Sinn meines Lebens

Ich bin mit einer bestimmten Absicht gekommen. Erfüllung kann ich nur finden, wenn ich meine Lebensaufgabe erkenne – annehme – erfülle.

Ich erkenne endlich den Sinn meines Lebens, indem ich mich frage:

> Auf welchen Platz hat mich das Leben gestellt? Warum?
> In welche Zeit bin ich hineingeboren? Warum?
> In welchem Land/Kulturkreis bin ich geboren? Warum?
> In welche Familie bin ich geboren? Warum?
> Mit welchen Freunden hat mich das Leben zusammengeführt? Warum?
> In welchen Lebensumständen lebe ich? Warum?
> In welche Krisen/Schwierigkeiten hat mich das Leben geführt?
> Wo bekomme ich „Nachhilfeunterricht“ vom Schicksal:
Lektionen – Krankheit – Leid – Schicksalschläge
> Worin besteht diesbezüglich das eigentliche Problem
(Was ist der Sinn – worin besteht das eigentliche Problem)
> Welche Erkenntnisse/Konsequenzen habe ich daraus gezogen
> Wie kann ich den Augenblick sinnvoll erfüllen: Gegenwart, Zukunft
> Was wäre mein Wunschtraum (wenn ich alles herbei zaubern könnte)?
(Welche Rolle würde ich gerne im Leben spielen, welche Situation wäre für
Mich optimal?)
> Wie sieht meine Wunschbiographie aus?
> Was ist zu tun, um aus meinem Leben ein „Meisterwerk“ zu schaffen
> Was würde Jesus/Christus jetzt an meiner Stelle tun…..?
> Was hindert mich eigentlich noch, genau das zu tun…..?

Entwickeln kann man sich immer nur auf ein Ziel hin:
Beim Problem ist es die Lösung
Bei Wunsch ist es die Erfüllung
Beim Leben ist es der Sinn!



Was ist meine wahre Berufung

Ich bin mit einer bestimmten Absicht in diese Welt gekommen.


Erfüllung kann ich nur finden, wenn ich meine Berufung erkenne, annehme und erfülle.


Der Beruf sollte etwas sein, wofür man lebt, nicht wovon man lebt!


Berufung und Beruf sollten irgendwie identisch sein, ansonsten man die Selbstverwirklichung nicht wahrnehmen kann.

Auch diesbezüglich einige Hinterfragungen:

> Was kann ich ganz besonders gut? Fähigkeiten, Talente, Kräfte?
> Was macht mir besonders Freude? Wünsche, Hobbys, Begeisterung?
> Von welchen begrenzten Vorstellungen, Mustern sollte ich mich endlich lösen?
> Welche Chancen bietet das Leben, das zu tun?
> Auf welchen Platz hat mich das Leben gestellt? Wie kann ich diesen Platz noch besser ausfüllen?
> Wenn ich das Leben noch einmal beginnen könnte, was würde ich anders machen?
> Was wäre mein Wunschtraum?
> Welche Konsequenzen ergeben sich daraus?
(Was würde ich unter Umständen meinem besten Freund raten?)

Mache dich zum König deines Lebens!


Spiele in deinem Leben die Hauptrolle!

Das Leben ist eine einmalige Melodie/Sinfonie, die du selbst auf deinem Instrument spielst. Deine Mutter, dein Vater, deine Geschwister, dein Partner/in, deine Freunde – und Feinde….. – alle versuchen mitzuspielen. Aber du bist der Komponist, der Urheber und Vollstrecker – du bist für deine Melodie/Sinfonie – sprich Leben – verantwortlich.

Du darfst auch falsche Töne ertönen lassen – aber schlussendlich sollte Deine Melodie/Sinfonie klar und rein erklingen und keine Dissonanzen haben – aber sie darf ruhig einmal Dur und einmal auch Moll in ihrer Partitur haben (in der Alltagssprache ausgedrückt: Freude und auch hie und da Melancholie, Wehmut, Sehnsucht….)



Alles ist eins

Wir kennen aus dem Evangelium des Johannes (das vierte Buch des Neuen Testaments der Bibel; nicht aus der Neu-Offenbarung) den tiefgründigen Prolog der Schöpfung:

Am Anfang war das Wort
Und das Wort war bei Gott.
Am Anfang war es bei Gott,
Alles ist durch das Wort geworden
Und ohne durch das Wort wurde nichts, was geworden ist.


Sein Wille tritt als Schöpfung in Erscheinung. Alles Sein ist Ausdruck seines Willens.


Das Absolute, die eine Wirklichkeit hinter dem Schein, ist ein ewiges, allgegenwärtiges, grenzenloses, unveränderliches Prinzip, über all das Nachdenken unmöglich ist, da wir seine allumfassende Grenzenlosigkeit mit dem Werkzeug unseres begrenzten Verstandes nicht erfassen können. Wir können diese „eine Kraft“ als die „schöpferische Urkraft“ nennen, geistige Ursache allen Seins – also GOTT.

Alles was ist, ist das Ergebnis des Wirkens dieser schöpferischen Urkraft. Daher kann es auch nichts Totes geben - alles ist organisch und lebendig – nichts geht verloren, selbst jeder Gedanke wird nie vergehen (Akasha-Chronik). Die ganze Schöpfung ist ein lebendiger, stets in Entwicklung sich befindender Organismus. Die eine Kraft, die unaufhörliche Bewegung des grossen Atems, erweckt den Kosmos beim Beginn einer neuen Periode mit Hilfe zweier entgegengesetzter Kräfte, schafft so die Dualität/Polarität: männlich und weiblich, positiv und negativ, geistig und körperlich. Zusammen sind sie doch nur Ausdruck des Wirkens der einen neuen Kraft. Dieses Wirken versetzt den Kosmos von der Ebene des Ideals auf die Ebene der begrenzten Manifestation und lässt das Ideal so offenbar werden.

Alles, was ist, und jemals sein wird, ist ewig, denn alles hat die gleiche Grundsubstanz, ist eine Manifestation des Ewigen. Der Wissenschaftler mag diese Grundsubstanz Energie nennen, der Metaphysiker Geist, der Gläubige GOTT. Der Grad der Schwingung bestimmt die Art der Manifestation, und jede Änderung der Schwingung bewirkt eine Veränderung der Form der Manifestation.

Alles ist beseelt. Jede Seele ist ein untrennbarer Teil der universalen Seele der Schöpfung, die selbst wieder ein Ausdruck der einen Kraft ist. Alles Sein nimmt auf seine individuelle Reise, eine Pilgerschaft durch Raum und Zeit, einen Funken dieser  göttlichen Allseele mit, ohne die es kein Sein gibt. Es gibt also keine tote Materie.

Nichts in dieser Welt ist Zufall, sondern alles gehorcht dem Gesetz von Ursache und Wirkung. Alles Leben ist Gesetz. Schon der Name „Kosmos“ bedeutet Ordnung und besagt, dass alles Sein einem innewohnenden Schöpfungsplan gehorcht. Dieser Schöpfungsplan findet seinen Ausdruck in den Geistigen Gesetzen.


Für die vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten des Lebens ist es notwendig, dass ein solcher Plan existiert, der das Zusammenleben regelt, denn schon ein einziger „unplanmässiger“ Zufall würde sonst die Ordnung des Universums durcheinanderbringen und das Zusammenspiel der Kräfte existenziell stören.


2. Die Instrumente des Lebens


2.1. Die Geistigen Gesetze


Unser Leben ist wie die ganze Schöpfung durchdrungen von einer inneren Ordnung. Diese Ordnung gehorcht den sogenannten Geistigen Gesetzen.


Diese Geistigen Gesetze haben einen eigenen Rhythmus, und wir sind alle eingebettet in diesen Rhythmus der Schöpfung.

Unser ganzes Leben vollzieht sich in Rhythmen: Einatmen und ausatmen, wachen und schlafen, aktiv sein und ruhen. Das eine ist ohne das andere nicht möglich. Es gehört zusammen, ist ein Ganzes, ist der Inhalt unseres Lebens. Lachen und Weinen, gesund sein und krank sein, geben und nehmen, zuhören und reden, arbeiten und entspannen, alles vollzieht sich in diesem ewigen Wechsel.

Auch Raum und Zeit unterliegen diesem Rhythmus mit dem Wechsel von Tag und Nacht, Sommer und Winter, Saat und Ernte, Ebbe und Flut. Alles hat seine Zeit. Würde der Bauer zur falschen Zeit säen, er könnte nichts ernten. Es ist also wichtig, diese ewigen Gesetze zu kennen und ihren Rhythmus sinnvoll zu nutzen.

Seit ewigen Zeiten haben Meister aus allen Kulturen uns etwas über diese Gesetze hinterlassen. Bekannt sind sie uns vor allem auch durch die Hermetischen Schriften der altgeschichtlichen Göttergestalt in der Persona Hermes Trismegistos,  eine synkretische Verschmelzung des griechischen Gottes Hermes mit dem agyptischen Gott Thot. In diesen berühmten Hermetischen Schriften fanden sie Zugang zu den grossen Philosophen der Antike und wurden systematisch wiederum entdeckt in der Renaissance.

Wie heissen nun die Geistigen Gesetze (19):

> Das Gesetz der Liebe
> Das Gesetz der Harmonie
> Das Gesetz der Evolution
> Das Gesetz der Schwingung
> Das Gesetz der Polarität
> Das Gesetz des Rhythmus
> Das Gesetz der Entsprechung
> Das Gesetz der Resonanz
> Das Gesetz der Fülle
> Das Gesetz der Freiheit
> Das Gesetz des Denkens
> Das Gesetz der Imagination
> Das Gesetz des Glaubens
> Das Gebot des Segnens
> Das Gebot von Ursache und Wirkung (Kausalgesetz)
> Das Gesetz des Schicksals
> Das Gesetz der Gnade
> Das Gesetz des Glücks
> Das Gesetz des Dankens



Das Gesetz der Liebe

Die Liebe ist das Grundgesetz Gottes.


Wenn wir gelernt haben (bedingungslos) zu lieben und das mit der Weisheit verbinden, dann  sind wir – vollkommen! (1. und 2. Eigenschaft/Aspekt Gottes).


Solange wir auf der Erde sind (und sodann auch im Jenseits), ist es unsere Aufgabe – der Sinn unseres Lebens: Liebe zu lernen. Nicht nur die Liebe zu unserem Partner, sondern die allumfassende Liebe, die nichts und niemanden mehr ausschliesst, um so zum Botschafter Seiner Liebe zu werden.

Warum denn ist die Liebe die Urkraft der Schöpfung – warum erwartet Gott unsere Liebe zu ihm – weshalb ist es schlussendlich die Liebe – das A und O, das Alpha und Omega des Seins.

> Gott hat alles aus der Liebe heraus geschaffen (die Urkraft der Schöpfung)
> Liebe ist die Substanz Gottes
> Gott liebt uns in grösster Intensität
> Und weil Gott uns als Ebenbild von ihm erschaffen hat – ist der Weg zu ihm wiederum die Liebe (wir müssen gottähnlich werden)
> Die Liebe vereint alle andern Eigenschaften
> Liebe beinhaltet: Dienen, Hingabe, Bedingungslosigkeit, Nähe, Altruismus, Herzlichkeit, Zuneigung, Wertschätzung, Anerkennung, Respekt, und, und, und….

Verliebt zu sein und echte Liebe sind so verschieden wie Blüte und Frucht. Wenn es die Frucht gibt, ist die Blüte verschwunden. Liebe bedeutet verständnisvolles, bewusstes Annehmen von Unzulänglichkeiten. Liebe ist kein äusseres Tun, sondern eine Grundlegende Haltung unseres Seins.


Echte Liebe ist bedingungslos – das heisst: Dem andern das Beste zu wollen und zu wünschen, ohne dafür etwas zurück zu wollen. Liebe will geben und erfüllt sich im Geben.

Geben ist seeliger, denn Nehmen (J.W.Goethe)

Die beste und intensivste Plattform für die Liebe ist die Partnerschaft. Weil in dieser menschlichen Konstellation die Liebe in der umfassendsten Form zur Anwendung kommt und dadurch viel Spielraum für die Erfahrung und Entwicklung gesammelt werden kann.

Aber wahre Liebe ist nicht meine Beziehung zu einem Gegenüber, denn Liebe existiert ohne Gegenüber. Denn Liebe ist einfach, durchdringt und erfüllt mich. Erst aus dieser tiefen und inneren Durchdringung und dem Erkennen des Göttlichen in allem entsteht die „All-Liebe“, die nichts mehr ausschliesst. Diese Wahre Liebe ist das Einschwingen in das göttliche Einssein mit dem Einem in allem.

Ich muss nicht lernen zu lieben, sondern ich muss nur zulassen, dass die Liebe, die meine innere Wirklichkeit ist, frei fliessen kann. Es gilt nur, die Blockaden und Hindernisse aufzulösen, damit die Liebe in mir geschehen kann und als Leben in Erscheinung tritt.

Wenn ich wirklich lebe, dann geschieht Liebe durch mich. Liebe ist unser eigentliches Sein. Wir brauchen die Liebe einfach zuzulassen. Ich komme zur Liebe, wenn ich „zu mir komme“, wie ein Bewusstloser, der wieder zu sich kommt. Das geschieht, wenn ich endlich aufhöre, ständig anders sein zu wollen, wenn ich aufhöre, ein „Ideal“ verwirklichen zu wollen – sondern erkenne, dass ich genau so gemeint bin, wie ich bin.


Dazu gehört auch, dass ich erkenne, dass die inneren Bilder, die mein Leben bestimmen, nicht von mir sind. Erst wenn ich mich von den Vorstellungen der andern getrennt habe, kann ich anfangen, wirklich mein Leben zu leben. Dann erst kann ich mich wirklich lieben, und ich bin dadurch auch fähig, auch einen andern Menschen zu lieben. Dann bin ich erst ein Liebender geworden.



Das Gesetz der Harmonie

Aus dem Gesetz der Harmonie lassen sich alle andern Geistigen Gesetze direkt ableiten – sie sind ihn ihm enthalten. Das Gesetz der Harmonie sorgt auch dafür, dass die verschiedenen Wirkungen der Geistigen Gesetze letztlich wieder zur Harmonie führen.

Jedes eine bedingt auch das andere“: Wo viel Licht ist, da ist auch viel Schatten. Oder: Wer nimmt, dem wird genommen – und wer gibt, dem wird gegeben. Hier ist also zu unterscheiden zwischen Nehmen und Annehmen.

Dieses Gesetz ist in der ganzen Schöpfung wirksam und sichtbar. Ebenso in der Wechselwirkung von Tag und Nacht, wie im Schwung des Pendels in einer Uhr. Es bewirkt, dass jede extreme Haltung nur bis zu einem gewissen Punkt geführt werden kann, bevor eine Reaktion einsetzen muss, die den Ausgleich und damit die Harmonie wiederherstellt.

Dieses Gesetz reflektiert nicht nur in der Natur, sondern selbstverständlich im täglichen Leben – in allem, was uns begegnet und widerfährt. In der Partnerschaft, Beruf, in Krankheit und Leid, Gesundheit und Glück.

Wo immer ein Mensch eigenwillig die Harmonie stört, führt das Gesetz der Harmonie unweigerlich wieder den Ausgleich herbei.

Und in der totalen inneren Harmonie sind wir Eins mit GOTT. Denn wir sind ein Bestandteil der Schöpfung, und wenn wir nicht in der Harmonie uns befinden, ist schlussendlich die ganze Schöpfung nicht in der Harmonie und wir werden eine Korrektur empfangen oder erleiden. Dies zu erkennen ist ein äusserst wichtiger Schritt der inneren Entwicklung.



Das Gesetz der Evolution

Das Gesetz der Evolution besagt, dass sich alles ständig verändert. „Pantra rei“, sagen die Griechen: Alles fliesst. Die ganze Natur, ja der gesamte Kosmos weist auf eine fortschreitende Entwicklung hin – auf ein höheres Sein.

So gibt es keine zwei Dinge, Wesen oder Erscheinungen im gesamten Universum, die absolut identisch sind. Alles ist einmalig, ausser dieser Augenblick. Er war noch nie und wird nie wieder sein. Die ganze Schöpfung ist eine ewige Premiere…..

Das Gesetz der Evolution beinhaltet das Prinzip der Unbeständigkeit. Nichts kann so bleiben, wie es gerade ist. Nichts kann ich festhalten, denn alles was beginnt, endet auch. Es trägt schon beim Beginn das Ende in sich, ist aber auch schon gleichzeitig der Anfang von etwas Neuem, das ebenfalls enden wird – und damit ewig ein perpetum mobile.

Reziprok hat es auch Gültigkeit: Alles, was keinen Anfang hat, hat auch kein Ende: somit gemeint ist die eine Kraft des Lebens – das Sein.


Das ewige Sein, obwohl ständig im Wandel, kann weder vermehrt noch vermindert werden – es ist einfach. Es wandelt sein Form, seinen Ausdruck und ist doch unwandelbar. Alles was ist, ist aus dem „Einen“ gemacht und das „Eine“ ist in allem. Alles ist ein Teil des „Einen“ und doch stets ein Ganzes – GOTT.

 

Fortsetzung siehe "Leben im Christusbewusstsein" Teil 2