"Adam, wenn du statt so manchen Fluches über die Tiefe stets also gehandelt hättest, wie du jetzt handelst im Geiste Meiner Liebe und Erbarmung, wahrlich, die Ebenen und die tiefen Talgründe der Erde wären nicht zur Hölle geworden!" (2.HG 112,11)

 

 

Die Kraft des Segnens

Durch Segnen verändern wir uns selbst und die Welt


Gerd Kujoth


1. Was ist Segnen und was ist Fluchen
2. Gedanken- und Gefühlsformen
3. Der Fluch und der Segen Adams
4. Wie Segnen und Fluchen wirken
5. Aufruf zum Segnen
6. Erfahrungsberichte über das Segnen
7. Die Wichtigkeit des Segnens
8. Die Kraft des Segnens
9. Wie sollen wir segnen?
10. Die Anwendung des Segnens



1. Was ist Segnen und was ist Fluchen?

Im Alten Testament lesen wir, wie Gott den Adam, die Eva und die Tiere segnete (1. Mose 1,22-28). Er segnete auch Noah und seine Söhne (1. Mose 9,1), den Abraham (1. Mose 14,19), den Isaak (1. Mose 25,11), den Jakob (1. Mose 35,9) und noch andere. Im Neuen Testament wird berichtet, wie Jesus die Kinder (Mk. 10,16) und Seine Jünger (Lk. 24,50) segnete. Gottes Segen stärkt den Menschen (1. Mose; 12,3; 26,3), denn er ist der Ausfluss Seiner Liebe (5. Mose 7,13).


Gott gab den Menschen den Auftrag, zu segnen (5. Mose 6, 22-27; 5. Mose 10,8; Mt. 5,44), und so segnete Jakob seine Enkel, seine Söhne (1. Mose 48; 49) und den Pharao (1. Mose 47,7). Moses segnete die Stämme Israels (5. Mose 33), Laban seine Enkel und Töchter (1. Mose 32,1) und die Könige David und Salomo das Volk (2. Sam. 6,18; 1. Kön. 8,14).


Auch wir dürfen und sollen segnen. Unbewusst segnet ein jeder von uns. Was machen wir anderes als Segnen, wenn wir jemanden einen guten Tag wünschen oder andere gute Wünsche aussprechen? Das ist bereits Segnen. Aber wir segnen nicht nur, wir fluchen auch. Also nicht gerade wir, aber wir hören es, wie manche Menschen fluchen, wenn ihnen etwas in die Quere kommt.


Viele können das Wort „segnen“ nicht richtig erfassen und fragen: Was bedeutet das Wort „segnen“? –Segnen heißt auf lateinisch benedicite und auf griechisch eulogeo, und beide Worte bedeuten etwa: gut reden oder gut sprechen. Segnen bedeutet also: Gut von anderen zu sprechen.


Zum „Gut sprechen“ gehört auch das Denken mit dazu, denn gut von anderen Menschen zu denken, hat die gleiche Wirkung wie das Aussprechen, außer dass noch, wenn der Betreffende die Worte gehört hatte, die Reaktion auf die Worte hinzukommt, ob sie ihm gefallen oder missfallen haben. Gute Wünsche zu denken oder auszusprechen ist aber nur dann echtes Segnen, wenn sie ehrlich gemeint sind und von Herzen kommen. Werden die Wünsche aber gewohnheitsmäßig ausgesprochen, weil das die Höflichkeit verlangt, so sind sie nichts anderes als leeres Gerede.


Fluchen ist das Gegenteil von Segnen, nämlich: Schlecht von anderen Menschen zu sprechen oder zu denken. Auch das Schimpfen, Schimpfwörter austeilen und das ärgerliche Kritisieren gehört zum Fluchen. – Wann sprechen oder denken wir denn von anderen schlecht? – Wenn wir jemanden nicht mögen, oder wenn wir uns über jemanden geärgert haben. Und je mehr sich jemand über etwas oder über einen anderen geärgert hat, umso heftiger wird geflucht und je kräftiger und unanständiger sind die Schimpfworte, die mit den Emotionen, den Gemütsbewegungen, aus dem Munde herausrutschen. Sie rutschen zwar aus dem Munde heraus, aber in Wirklichkeit kommen sie aus der Tiefe des Menschen, nämlich aus dem Herzen.


Fluchen macht den Menschen unrein, denn Jesus sagte: „Was nach Bedarf und mit rechtem Ziel und als eine für den Menschen seit alters her anerkannte und möglichst rein bereitete Speise zum Munde in den Magen hineinkommt, das verunreinigt den Menschen nicht, doch was zum Munde aus dem Herzen herauskommt, wie Lästerung, Ehrabschneidung, arger Leumund und allerlei Lüge, unflätige Reden und allerlei Schelterei, das verunreinigt wohl den ganzen Menschen.“ (10.GEJ 126,8; Mt. 15,11)


Gedanken sind Kräfte, aber nur, wenn sie mit einem Gefühl verbunden sind. Erst das Gefühl macht einen Gedanken kräftig und wirksam. Liebe und Hass sind Gefühle. Wir lieben all das, woran wir ein Wohlgefallen haben. Woran wir ein Wohlgefallen haben, das haben wir in unser Herz, in dem das Gefühl zu Hause ist und damit in unser Leben aufgenommen. Wir hassen all das, woran wir ein Missfallen haben. Wenn wir jemanden hassen, so haben wir den Hass in unser Herz, in unser Gefühl, in unser Leben aufgenommen. Das Gefühl ist die Kraft der Gedanken.


2. Gedanken- und Gefühlsformen

Durch die elektromagnetischen Strahlen, durch die wir überall kabellos Radio hören, Fernsehen schauen und telefonieren können, können wir uns gut vorstellen, dass auch unsere Gedanken und Gefühle nicht auf unseren Körper beschränkt bleiben, sondern weithin ausstrahlen können.


Gedanken und Gefühle entstammen nicht dem Leibe, sondern der Seele. Die Seele, die sich im Leibe befindet, ist nicht auf den Leib beschränkt, denn außerhalb der Seelenform breitet sich die Außenlebenssphäre oder Aura aus, die wie die Lichtstrahlen der Sonne nach allen Seiten hin ausstrahlen. Diese Seelenausstrahlung leuchtet bei den meisten Menschen nur matt, wird aber umso heller, je heiligmäßiger jemand lebt. Sie enthält alles, was die Seele in sich fasst, und ist der beständige Ausfluss ihres Denkens, Fühlens und Wollens. (4.GEJ 215,3)


Manche Menschen können sehen, welche Art von Gedanken und Gefühlen aus den Menschen zum Vorschein kommen und welche guten oder auch schlechten Wirkungen sie haben. Damit wir uns eine Vorstellung davon machen können, sind nach ihren Angaben die folgenden Bilder gemalt worden, die wir uns jetzt anschauen wollen.


Bild 1 Außenlebenssphäre in der Ruhe

 

Aussenlebenssphäre in der Ruhe

 

 

Wir sehen auf diesem Bild die Ausstrahlung der Leidenschaften, Empfindungen und Gefühle der Seele eines Durchschnittsmenschen, wenn er sich in der seelischen Ruhe befindet. Keine Farbe seiner Außenlebenssphäre ist bei ihm schon rein, klar und leuchtend, sondern getrübt. Den größten Teil nimmt das Rot der sinnlichen Begierde ein. Über dem Haupte sehen wir das Gelb des Verstandes und das Blau der Religiosität. Darunter breitet sich das Purpurrot selbstloser Liebe aus, das aber noch mit Braun umrandet ist, der Farbe der Selbstsucht. Dass er sich durchaus auch idealistisch für etwas einsetzen kann, zeigt sich am violetten Streifen. Die grüne Farbe sehen wir geteilt, wobei das obere, schönere Grün Anpassungsfähigkeit und Mitgefühl und das untere trübere Grün Verschlagenheit bedeutet. (SUM Seite 97) Kommt es bei einem Menschen zu Gefühlsregungen, so werden die Farben der Ruhe von den Farben der Gefühlsausbrüche überlagert, wie wir das an den folgenden Bildern sehen werden.


Bild 2 Tiefe Niedergeschlagenheit

 

 

Tiefe Niedergeschlagenheit

 

Tiefe Niedergeschlagenheit und anhaltende Trauer und Verzweiflung bilden graue Streifen in der Außenlebenssphäre (die auf dem Bild zu stark bräunlich dargestellt sind) und umhüllen den ganzen Menschen. Am roten Streifen sehen wir, dass er sich auch heftig über etwas aufregen kann. Leider geben sich viele Menschen diesen niederdrückenden Gefühlen hin, denn dieser Zustand ist äußerst ansteckend und überträgt sich auf die Menschen der Umgebung. Die Schwingungen der Depression verbreiten sich nach allen Richtungen und durchdringen die Außenlebenssphäre der Seele der in der Nähe weilenden Menschen.


Es gibt viele Übergangsformen der Niedergeschlagenheit. In leichten Fällen vorübergehender Trauer kommen nur graue Wolken in der Außenlebenssphäre zum Vorschein. Erst bei länger anhaltender Trauer und Depression bilden sich die grauen Streifen, von denen anfänglich nur wenige vorhanden sind. (SUM Seite 112)


Bild 3 Große Furcht

Große Furcht

Bei einem Menschen, den eine plötzliche Todesangst überfällt, fängt die ganze Außenlebenssphäre heftig zu vibrieren an. Dieses Vibrieren wird auf dem Bild mit horizontalen Zickzacklinien dargestellt. In Wirklichkeit vibriert die Aura mit solcher Geschwindigkeit, dass sich die Linien kaum auseinanderhalten lassen. Blaugraue Wolken durchziehen die Außenlebenssphäre, die ähnlich einer zitternden gallertartigen Masse aussieht. Gewöhnlich vergeht bei einem tödlichen Schrecken die Angst bald. Bei geringerer Furcht ist das charakteristische Zittern in abgeschwächter Form vorhanden. (SUM Seite 105)

 


Bild 4 Verliebtheit
Verliebtheit

 

Das Verliebtsein verändert die Außenlebenssphäre eines verliebten Menschen, solange dieser Zustand andauert. Den Brustbereich umstrahlt das leuchtende Purpurrot der reinen Liebe. Über dem Haupt zeigt sich die idealistische Einstellung des Verliebtseins als ein blasses Violett, während das Gelb des Verstandes verschwunden ist. Man sagt auch: Bei den Verliebten ist der Verstand ausgeschaltet. Der unterste Teil der Außenlebenssphäre ist fast ganz vom Rot der sinnlichen Begierde eingenommen. Darüber sehen wir einen grünbraunen Streifen, der die Eifersucht anzeigt. Der Streifen der Eifersucht ist von roten Flecken kleiner Ärgerlichkeiten, aber auch von kleinen Zornesblitzen durchsetzt, welche die Person treffen, auf welche die oder der Verliebte eifersüchtig ist. (SUM Seite 106)


Bild 5 Große Selbstsucht

Große Selbstsucht

Auf diesem Bild sehen wir die Außenlebenssphäre oder Aura eines hochgradig selbstsüchtigen Menschen. Seinen ganzen Körper umgeben horizontale Streifen. Die dunkelbraune Farbe (die auf dem Bild zu rötlich geraten ist) zeigt die Selbstsucht und den Geiz an. Diese Selbstsucht hält ihn wie in einem Käfig gefangen. Er hat sich ganz von der Außenwelt abgeschlossen und äußere Einflüsse können nicht bis zu ihm gelangen. Liebe und Zuneigung, sowie auch religiöse Gefühle können diesen Käfig der Selbstsucht nicht durchdringen, und er selbst ist nicht in der Lage, solche Gefühle zu äußern, solange er in diesem Zustand verharrt. Zum Glück ist diese hochgradige Selbstsucht ziemlich selten. Nicht so selten sind allerdings die Menschen, die nur einige solcher Selbstsuchtstreifen im oberen Teil ihrer Aura aufweisen. (SUM Seite 110)


Bild 6 Leichte Erregtheit

Leichte Erregtheit

 

Bei einem Menschen, der sich über jede Kleinigkeit aufregt, zeigt sich gewöhnlich ein breiter scharlachroter Streifen in seiner Außenlebenssphäre. Es haben sich aber auch überall kleinere Flecken von gleicher Farbe gebildet. Diese entstehen durch die täglichen kleinen Ärgernisse und Aufregungen. Jedes Mal, wenn etwas nicht so abläuft, wie er es gerne hätte, wird er ungeduldig und regt sich auf, und sofort erscheint ein kleiner roter Fleck. Zwar verschwinden sie wieder, wenn er sich wieder beruhigt hat, aber sie verstärken den scharlachroten Streifen. Bei jedem Ärger kommt wieder ein neuer Fleck hinzu. Manchmal fliegen diese Flecken auf diejenigen Personen zu, denen er glaubt, die Schuld für seinen Ärger geben zu müssen. (SUM Seite 110)


Bild 7 Heftiger Zornausbruch

 

Heftiger Zornausbruch

 

Hier ist ein Mensch beobachtet worden, den ein heftiger Zornausbruch so mit sich fortriss, dass er seine Selbstbeherrschung verlor und einen anderen niederschlug. Die ganze Außenlebenssphäre seiner Seele ist von schwarzen Wolken, dem Ausdruck der Böswilligkeit, durchzogen. Schwarze Spiralen winden sich heftig aus diesem Menschen hervor, die von innen heraus vom dunkelrot leuchtenden Feuer des Hasses leuchten. Blitze des Zornes schießen nach allen Seiten hervor. Bei diesem Menschen müssen sich schon lange Hass- und Rachegefühle und entsprechende Gedanken angesammelt haben, bevor es zu diesem Zornausbruch kam. In dem Moment, bevor der Mann die Hand erhob, kamen die Blitze aus ihm hervor und trafen das Opfer. (SUM Seite 102)

 


Bild 8 Ausbruch reinen Liebesgefühls

 

Ausbruch reinen Liebesgefühls

 

Auf dem Bild sehen wir die plötzlich aufwallenden, reinen Liebesgefühle einer Mutter, die ihr Kindlein zu sich erhob und es küsste. Die Außenlebenssphäre der Seele ist in einem hellroten bis rosafarbenen Schleier eingehüllt, welche Farbe die reine, zarte Liebe ausdrückt. Die zickzackförmigen Linien zeigen das heftige Schwingen und Vibrieren des Liebegefühls an. Wir sehen, wie sich wirbelförmige Gefühlsausstrahlungen der Liebe aus der Mutter herauswinden. Diese dringen in die Außenlebenssphäre oder Aura ihres Kindes ein und rufen bei ihm ein Liebes- und Glücksempfinden hervor. (SUM Seite 98)


Bild 9 Ausgesandte Liebe
Ausgesandte Liebe


Hier sehen wir nur die Gedankenform, die aus einem Menschen trat, der bewusst Liebe auf alle Menschen ausgesandt hat. Die hellrot-rosa Form, die nach allen Richtungen strahlt, erweitert sich beständig und verteilt sich auf alle Menschen. Sie strahlt ständig nach außen und bleibt erhalten, solange die Absicht des Liebe-Aussendens aufrechterhalten wird. (Gfo Seite 42)


Bild10 Ausstrahlung eines geistig Fortgeschrittenen

Ausstrahlung eines geistig Fortgeschrittenen

 

Wir sehen auf diesem Bild die Ausstrahlung eines auf der Stufen-leiter der geistigen Wiedergeburt weit fortgeschrittenen Menschen. Seine Außenlebenssphäre hat sich bedeutend erweitert. Konzentrisch verlaufende, lichte Strahlen gehen von dieser Seele aus. Die lieblichen Farben leuchten wie Sonnenglanz, deren Leuchtkraft auf dem Bild nicht wiedergegeben werden können. Auffallend sind die reinen, geordneten Farben der Erkenntnis (gelb), der Liebe (hellrot rosa), des Glaubens (blau), des Vertrauens (grün) und der Hingebung (violett). Jeder, der in die Außenle-benssphäre eines solchen Menschen tritt, ist gesegnet und mit geistiger Kraft erfüllt, und der Segen, den er aussendet, ist von größter Wirksamkeit.


Als Gott mit Moses gesprochen hatte, und er vom Berg Sinai wieder herabstieg, da war die Leuchtkraft seiner Außenlebenssphäre so stark geworden, dass er eine Decke auf sein Angesicht legen musste, damit die Israeliten ihn anschauen konnten. (2. Mos 34, 29-35)


3. Der Fluch und der Segen Adams

Als Adam einmal von den Gräueltaten berichtet wurde, die König Lamechs Heerführer Horadal seinem Heer befohlen hatte, mit dem er auf die Höhen der Hauptstammkinder Adams vorgedrungen war, da ergrimmte er so stark in seinem Herzen, dass er aufsprang und schon den grässlichsten Fluch über dieselben aussprechen wollte. Aber der hohe Abedam, in dem der himmlische Vater sichtbar zu den Kindern der Höhe gekommen war, trat ihm in den Weg und sagte gar sanft ernst zu ihm:

„Adam, Adam, warum willst du schon wieder fluchen?! Siehe, Ich bin ja der Herr! So Ich aber solches nicht tue, warum solltest du es tun?!

So aber die Flut gestiegen bis hierher, (Mit der Flut ist Horadal mit seinem Heer gemeint.) da lasse uns Fischer sein und sehen, ob wir diese Armen nicht fangen mögen in unsere Netze des Lebens! Solches wird dem Lamech übler bekommen als tausend deiner Flüche, vor denen nicht einmal ein Sperling vom Dache fliegen wird.

Wahrlich, sage Ich dir: Heute wirst du sie noch alle segnen, die du jetzt verfluchen wolltest!“ (2.HG 98,31-35)


Wie es der himmlische Vater sagte, so wurde es denn auch getan. Sie betätigten sich als Menschenfischer und fingen den Horadal, samt dem ganzen mitgezogenen Volk in ihre Netze des Lebens. Als aber nach einiger Zeit der Horadal mit seinem Volk wieder abziehen sollte, da wandte Sich der himmlische Vater zum Adam und sagte zu ihm: „Adam, siehe, Kahins Kinder haben sich vor uns schon völlig bereitet zum Empfange deines Segens, daher lass uns hingehen zu ihnen und geben, was sie erwarten! Amen.“


Und der Adam ging hin und erteilte auch sogleich allen seinen Vatersegen und dankte darauf inbrünstigst dem himmlischen Vater für die ihm verliehene Kraft.


Der himmlische Vater aber sagte darauf:

Adam, nun hast du recht gehandelt; denn Ich sage es dir und euch allen: Segnet allzeit, da ihr fluchen möchtet, so werdet ihr allzeit Sieger sein über die, welche euch verfolgen oder vernichten wollen!

Vergeltet nie Arges mit Argem, so werdet ihr wahrhaft Meine Kinder sein; denn Ich lasse Meine Sonne scheinen über Gerechte und Ungerechte!“ (2.HG 102,17-21)


Nun erzählte Horadal seine Geschichte, was er alles mit König Lamech erlebt und erlitten hatte. Als aber der Adam vernommen hatte, dass dieser für seine bösen Taten im hohen Grade entschuldigt werden müsste, da wurde er ergriffen, fing vor Freude an zu weinen und konnte kein Wort mehr herausbringen. Da trat der himmlische Vater zu ihm hin und sagte:

Adam, möchtest du wohl nun noch fluchen diesen Lästerern?!

Siehe, daher soll der Mensch mit nichts also sparsam sein als mit dem richterlichen, ganz besonders aber mit dem väterlichen Fluche!“ (2.HG 108,2-3)

Daher fluche da ja keiner dem andern einer Sünde wegen, die allenfalls ein Bruder an dem andern begangen hat, sondern, wo er fluchen möchte, da segne er allzeit, so wird er seinen Bruder und sich selbst auch allzeit wahrhaft richten, nicht zum Verderben, sondern zum ewigen Leben!“ (2.HG 108,14-15)


Als nun das Volk abzog, weinte Adam und sandte einen Segen um den andern fast jedem ihrer Schritte nach. Da aber der himmlische Vater solches bemerkte, so belobte er ihn und sagte darauf:

Adam, wenn du statt so manchen Fluches über die Tiefe stets also gehandelt hättest, wie du jetzt handelst im Geiste Meiner Liebe und Erbarmung, wahrlich, die Ebenen und die tiefen Talgründe der Erde wären nicht zur Hölle geworden!

Da du aber stets mehr Rechtfertigung im Fluche denn in der Liebe fandest, darum ist es also weit gekommen, dass die Menschen in der Tiefe (so böse) handeln…

O Adam, was alles hättest du Mir und der ganzen Schöpfung ersparen können! Da du aber am Fluche stets mehr Behagen fandest als am Segen, siehe, also sind die Folgen vor dir und Mir und werden an der Erde klebenbleiben bis ans Ende ihres Daseins!

Wahrlich, sage Ich dir, wie groß und hart auch immer dein erster Hauptfehler war, darum du Meines Gebotes vergessen hast und hast dich berauschen lassen und allerderbst betrügen von deiner eigenen Schlange, dass darob Himmel und Erde aus allen ihren Angeln gehoben wurden, so hätte dennoch solches alles eher und leichter können ausgeglichen werden denn das, dass du gar sooft wegen der Untat Kahins geflucht hast der armseligen Tiefe!

O bedenke, was du hier errichtet hast mit deinem Fluche! Doch nun ist es einmal also; daher lasset uns sorgen für die Zukunft – und womöglich vergessen den Greuel der Vergangenheit!

Adam, rufe alle deine Flüche zurück, und spende dafür den Segen! Meinen Segen spende dafür; denn jedes arge Werk ist ja dein Werk vom Anbeginn gewesen! Daher fluche hinfort nicht mehr, sondern segne alles! Amen.“ (2.HG 112,10-15+25-26)


4. Wie Segnen und Fluchen wirken

Segnen und Fluchen haben die größte Wirksamkeit, wenn sie mit starken oder gar heftigen Gefühlsbewegungen ausgeführt und öfter wiederholt werden. Wer ständig und regelmäßig Groll gegenüber einer Person hegt, die er für die Ursache seines Unglücks hält, der sendet ständig seine Gedanken und Gefühle wie elektromagnetische Wellen aus, die sich akkumulieren und mit der Zeit eine Gedankenform des Hasses bilden, die wie eine dunkelrot glühende Wolke aussieht. Richtet sich der Groll gegen eine bestimmte Person, so kommt dieser bei ihr an, denn es genügt, dabei an diese Person zu denken oder sie sich vorzustellen, so erreicht der Groll mit unfehlbarer Sicherheit sein Ziel. Das kam schon im Alten Testament zum Ausdruck, wo es heißt: „Fluche dem König auch nicht in Gedanken und fluche dem Reichen auch nicht in deiner Schlafkammer; denn die Vögel des Himmels tragen die Stimme fort, und die Fittiche haben, sagen‘s weiter.“ (Prediger 10,20)


Die schweren und niedrigen Schwingungen der Groll- und Wutgedanken erreichen nun die Außenlebenssphäre oder Aura des Menschen und können sie durchdringen, wenn die betroffene Person in der gleichen Wellenlänge schwingt. Befindet sich diese Person in dem Zustand, dass sie noch Groll empfinden oder wütend werden kann, wenn sie mit irgendjemand in eine Auseinandersetzung gerät, so ist sie nicht geschützt und die niedrigen Gedanken des anderen können einen Schaden bei ihr anrichten. Ist sie geistig aber so weit fortgeschritten, dass sie nicht mehr den geringsten Groll im Herzen empfinden würde, auch wenn sie noch so sehr in ihrer Ehre gekränkt würde, sondern nur Liebe und Mitleid, so ist sie geschützt.

Als sich eine Frau, welche die Fähigkeit besitzt, ihren Körper zu verlassen, wieder einmal außerhalb ihres Körpers befand, folgte sie ihrem Schutzengel zu einem Haus in einem südfranzösischen Dorf. Bald darauf wurde die Tür von innen aufgerissen, und ein etwa fünfzigjähriger Mann stürmte heraus, gefolgt von einem etwa zwanzigjährigen jungen Mann. Es waren Vater und Sohn. Sie stritten, wobei die Stimmen immer lauter wurden, und schließlich wandten sie Gewalt an. Sie sah, wie dunkelrote Spiralen aus ihnen hervorkamen. Als die beiden immer aggressiver wurden, sah sie, wie von oben eine dunkelrote Wolke, gefolgt von anderen finsteren Formen, auf die Beiden zuschwebte und ihre Arme nach ihnen ausstreckte. Beim jungen Mann fanden sie Einlass, weil er die größere Wut hatte. Da steigerte sich seine Wut zu einem heftigen Zorn. Er konnte nicht mehr an sich halten, rannte ins Haus und kam mit einem Messer zurück.


Die beobachtende Frau bekam einen Schreck und wusste erst nicht, was sie tun sollte. Dann sandte sie mit all ihrer Kraft Gedanken des Friedens aus. Sie sah, wie ihre lichten Gedanken zu den beiden Männern hinschwebten, doch sie konnten sie nicht erreichen, weil sie von roten Wellen aufgehalten wurden. Da merkte sie, dass die roten Wellen von ihrem Zweifel am Gelingen erzeugt wurden, welche ihre Friedensgedanken begleiteten, weshalb sie nicht die gewünschte Wirkung erzielen konnten.


Während sich die Männer auf dem Boden wälzten, sah sie, wie von oben aus einer lichten Wolke Gedankenwellen hervorkamen und sich mit ihren Friedensgedanken vermischten und diese verstärkten. Ihr Geistführer sagte ihr, dass diese lichte Wolke von der Liebe gebildet worden war, die Vater und Sohn, abgesehen von einigen Meinungsverschiedenheiten, miteinander verbindet. Diese nun von den Friedensgedanken verstärkten guten Gedanken zogen noch andere gleichartige gute Gedanken aus der weiten Umgebung an und diese kämpften nun gegen die dunklen Gedanken, welche die beiden umgaben.


Mit einem Mal gelang es dem jungen Mann, seinen Vater niederzuringen. Während er das Messer in der Hand hielt, hielt er einen Moment inne, schaute das Messer an, und in dem Moment der Besinnung konnten die ihn umgebenden Gedanken des Friedens und der Liebe in ihn eindringen. Er warf das Messer weit von sich, schaute seinen Vater an, entschuldigte sich und ging davon. (Gf Seite 46-55)


Als die Frau ein anderes Mal wieder ihren Körper verließ, wurde sie von ihrem Schutzengel so weit von der Erde weggeführt, bis sie den ganzen blauen Planeten unter sich sah. Sie erkannte, wie die Gedanken der Menschen wie dunkle Schleier und Wolken um den Globus schwebten und sich manchmal auf Gegenden herabsenkten, in der Menschen lebten, welche diese dunklen Wolken durch ihre gleichartigen Gedanken und Gefühle zu sich herabzogen. Andererseits sah sie auch lichte Bereiche, die hier und da zwischen den dunklen hervorleuchteten.


Sie hörte die Stimme ihres Schutzengels sagen: „Die Erde hat wie jedes andere Lebewesen eine Aura und Energiebahnen. Sie kann wie jedes menschliche Wesen krank werden. Ihre Krankheit hängt mit den Menschen zusammen, denn sie ist an den Gedanken der Menschen erkrankt.“


Der zunehmenden Menge und Stärke der Naturkatastrophen liegt nicht in erster Linie die Luft- und Umweltverschmutzung zugrunde, sondern die Verschmutzung der Atmosphäre mit Ärger, Wut und Hass. Die Naturkatastrophen sind keine Strafe Gottes, sondern die Auswirkung der Nichtbeachtung der Lehren Jesu. Die Spannungen des menschlichen Bewusstseins, die sich in der Atmosphäre angestaut haben, entladen sich durch Naturkatastrophen.


Wie die schlechten Gedanken den physischen Leib der Menschen belasten, so wirken sie sich auch auf den Körper der Erde aus. Von der Qualität dessen, was an Gedanken und Gefühlen ausgestrahlt wird, hängt der ordentliche Energiefluss des Planeten und damit seine Gesundheit ab. Wie der Mensch Husten, Schnupfen, Fieber oder Hautausschlag bekommt, wenn er erkrankt ist, so bekommt die Erde Erdbeben, Vulkanausbrüche, Überschwemmungen, Trockenheit, Stürme und Tornados. Aber nicht nur das, die gefährlichsten Krankheiten der Erde sind die Konflikte und Kriege, die an den Stellen ausbrechen, wo die dunkelsten Gedankenwolken von den Menschen angezogen werden. (Gf Seite 161-165)


Welchen Schaden kann schon ein Gedanke anrichten“, mag ein nur weltlich materiell denkender Mensch fragen, „ein Gedanke ist ja so viel wie nichts.“ Zwar fällt nicht einmal ein Sperling vom Dache, wenn ihn ein Fluch trifft, denn ein Fluch ist kein materielles Geschoß. Segnen und Fluchen wirken von der geistigen Ebene her, die für die meisten Menschen unsichtbar ist, haben aber Auswirkungen bis ins Materielle. Je nach Stärke der ausgesandten negativen Gedankenschwingungen, kann sich die betroffene Person bedrückt oder traurig fühlen und weiß nicht warum.


Umgekehrt haben die Gedanken und Gefühle des Friedens und der Liebe, die jemand aussendet, immer eine gute Wirkung auf die Menschen. Wenn diese auch nicht immer ein sofortiges Ergebnis erzielen können, so kommt aber doch einmal der Zeitpunkt, an dem es eine Gelegenheit gibt, dass sie in die Außenlebenssphäre der Menschen eindringen und eine gesegnete Person oder ein ganzes gesegnetes Volk friedlicher und liebevoller stimmen können. Viele von uns haben es schon einmal erlebt, dass sie entweder von einer fröhlichen oder von einer depressiven Person angesteckt wurden, indem sie auch fröhlich oder aber traurig wurden.


5. Aufruf zum Segnen

Damit die geistige Atmosphäre der Erde wieder strahlend hell werden kann, ruft uns Jesus zum Segnen auf. Er sagt:

Ich will euch ein Geheimnis sagen: Das, was ihr über das Segnen gehört habt, ist von größter Wichtigkeit. Es ist wirklich etwas so Ungeheures, wie ihr es euch nicht vorstellen könnt. Wenn ihr aus eurem Herzen heraus, wo ihr auch seid, anderen Menschen einen Segen zusprecht, so empfangen sie einen Lichtstrahl aus eurem Herzen, ohne dass sie es wissen! Es kommen Strahlen auf sie zu, welche wie die Röntgenstrahlen nicht gesehen werden können. Das Segnen wirkt auf die Seelen ein, ohne dass die Menschen in ihrem Fleischkleide davon etwas bewusst bemerken. Wenn ihr diese Lichtstrahlen anderen zusendet, wird es um die betreffenden Menschen heller! Ihr schafft eine reinere Atmosphäre um sie, so dass ihnen manches klarer werden kann, weil die Finsternis in dem Moment von ihnen weicht.


Wenn ihr durch die Straßen oder über die Fluren geht, so segnet alles! Was denkt ihr wohl, was das für eine Atmosphäre um euch schafft! Die Erdatmosphäre ist gefüllt von Gedanken der Traurigkeit, des Ärgers und des Hasses, die aus den Menschen kommen. Ihr wisst ja, was alles die Menschen traurig und verzagt macht, wie viele Klagen und Flüche aus ihren Herzen kommen und wie man Mir flucht, weil das Leben so schwer ist. Die Menschen jagen nach dem äußeren, sinnlichen Glück und wissen nichts von der Macht des Segnens, die in ihnen liegt. Wenn ihr segnend über die Fluren der Erde geht, helft ihr den Menschen, dass sich die dunkle Atmosphäre nicht so sehr auf sie herabsenken kann. Ihr habt eine ungeheure Macht und wisst es nicht! Nützet sie aus!


Wenn ihr denkt: Ich kann das nicht und gebt euch trüben Stimmungen oder dem Ärger hin, dann gebt ihr euch den finsteren Mächten hin, die euch dauernd umstricken. Wenn ihr das aber überwindet und euch nicht von den dunklen Ausstrahlungen anderer beeinflussen lasst, sondern die Menschen mit eurer Liebe einhüllt, dann habt ihr ihnen einen großen Dienst erwiesen.


Schiebt Wolken hinweg und lasst die Sonne eurer Liebe über die Menschen scheinen! Ihr wisst ja, wenn dunkle Wolken am Himmel stehen, sind die Menschen missgestimmt, als ob ein Druck auf ihrer Seele läge. Aber wenn der Himmel blau und klar ist und die Sonne scheint, da zieht es die Menschen hinaus und sie werden freudig gestimmt. Da bekommen sie, was sie brauchen, Wärme und Licht, die sich auf den ganzen Menschen auswirken. Genauso wirken sich die Strahlen der Liebe, die segnend ausgesandt werden, geistig auf die Seelen der Menschen aus!


Segnet alle Völker der Erde, segnet ihre Regierungen und das Militär, das so viele schreckliche Waffen zur Verfügung hat. Besonders sendet Segensstrahlen dahin, wo Konflikte entstanden sind. Wenn ihr durch die Straßen geht, dann beschäftigt euch nicht mit Dingen, die der Erde angehören, was ihr zu besorgen habt, was zu kochen oder zu kaufen ist, usw., denn das soll nicht die Sorge Meiner Kinder sein. Es soll die Sorge Meiner Kinder sein, zu segnen. Wenn euch ein Mensch begegnet, so sprecht diesem im Geiste den Segen Gottes zu: „Der Friede Jesu sei mit Dir! Der Vater schenke deiner Seele Licht, auf dass die Liebe in dir erweckt werde. Ich segne dich in Jesu Namen!“


Bei einer Bahn- oder Busfahrt segnet die ganze Bahn, die Menschen darin und den Führer der Bahn, indem ihr im Stillen sagt: „Ich segne euch alle im Namen des Vaters, ihr sollt Licht werden!“ – Ihr glaubt nicht, was ihr alles zum Besten wenden könnt, wenn ihr das Segnen anwendet. Wenn ihr rege seid, werdet ihr Wunder erleben, die sich um euch ereignen werden. Ihr ahnt nicht, welche Macht in den Kindern Meiner Liebe ruht.


Das wahre Große, das in dieser Welt geschieht, ist nicht das, was große Schlagzeilen macht, sondern das, was im Verborgenen geschieht, ohne dass es die Welt gewahr wird. Es geschieht in deiner inneren Welt, wo du durch die Liebe des Vaters reich bist! Da wird die Liebe in dir wachsen und zu einem Kraftstrom werden. Dann geht ihr nirgends mehr hin, ohne die Menschen und den Raum gesegnet zu haben mit den Worten: „Vater, behüte Du alles!“ Dann stehen die Engel vor den Türen und halten Wache, weil ihr den Segen ausgesprochen habt.


Es braucht niemand zu wissen, dass du segnest. Es ist auch nicht wichtig, dass du die Menschen kennst, die du segnest. Alles, was ihr tut, sollt ihr von Herzen tun, in Meinem Namen, und ihr werdet unendlichen Segen erhalten! Wenn ihr segnet, legt Meinen Namen darauf, und ihr werdet sehen, wie sich Menschenseelen wandeln werden.


Ich bin auf diese Erde gekommen, weil Ich von Urzeiten an erkannte, dass die herausgestellten Gedanken Meiner Liebe, die alle sichtbar in euch Menschen dargestellt sind, zu Mir nur durch die Liebe zurückzubringen sind und nicht durch Meine Allmacht. Sie sind nur durch Liebe ansprechbar, weil sie aus der Liebe heraus geschaffen sind. – Wollt ihr mithelfen und mitbauen am Reich der Liebe, dann arbeitet mit Meiner Liebe. Alles andere ist vergebens!“
(Auszug nach der Kundgabe „Über das Segnen“, von Hilma Parten, vom 13.10.1956)


6. Erfahrungsberichte über das Segnen

Ellen hatte sich vorgenommen, alle Menschen, über die sie sich bisher geärgert hatte, zu segnen. Sie berichtet: Manchmal passierte es mir schon, wenn einer im Straßenverkehr so rücksichtslos verkehrt fuhr, dass ich voll Ärger ausrief: „Du Dummkopf!“ Da hörte ich die Stimme meines Schutzengels, der zu mir sagte: „Aber Ellen!“ – Daraufhin sagte ich: „Ich segne dich, du Dummkopf.“ Aber damit war mein Schutzengel auch nicht zufrieden, bis ich in Gedanken sagen konnte: „Ich segne, dich!“ und ließ das Schimpfwort weg. Da war plötzlich mein ganzer Ärger verflogen.


So leicht ist es nicht immer, oh nein. Wenn uns ein Mensch tief verletzt hat, von dem wir annehmen, dass er unser Freund ist, oder es ist jemand den man liebt und von dem man sich geliebt glaubte, dann fällt es besonders schwer.


Als wir nach einer Meditationswoche im Bahnhof auf den Zug warteten, der uns heimbringen sollte, hörte ich neben mir ein Gespräch: „Es war eine so schöne Woche, und nun muss ich wieder ins Büro, wo ein Vorgesetzter ist, der mich nicht leiden kann. Ich bekomme Herzklopfen, wenn ich nur schon daran denke.“ Ich drehte mich zu dem jungen Mädchen um und sagte: „Da gibt es ein ganz einfaches Rezept. Immer, wenn Sie diesen Menschen sehen oder an ihn denken, segnen Sie ihn in Gedanken mit den Worten: Ich segne dich, du liebes Menschenkind, im Namen Jesu Christi.“ Sie sah mich etwas ungläubig an, meinte aber: „Ich will es versuchen.“ – Im Jahr darauf kam dieses Mädchen auf mich zu, um sich für den Rat zu bedanken. Es sei nicht zu fassen, aber es habe wunderbar geholfen. Sie habe keinerlei Schwierigkeiten mehr.


Einer Freundin, deren Schwiegertochter sich öfter vor sie hinstellte und sie beschimpfte, riet ich das Segnen. Sie meinte darauf: „Das hilft doch bei der nicht!“ Aber ich blieb dabei und sagte: „Versuch es doch!“ Als es dann wieder einmal geschehen war, rief sie mich hinterher an und erzählte, sie habe ihre Schwiegertochter nur lieb angeschaut und in Gedanken gesagt: „Ich segne dich, du liebes Menschenkind, im Namen Jesu Christi.“ Da habe sie plötzlich mitten im Satz aufgehört, sei ihr weinend um den Hals gefallen und habe sie um Verzeihung gebeten. – Was war geschehen? Meine Freundin hatte ihr aus ihrem Herzen ein tiefes Mitgefühl, eine Liebesstrahlung zugesandt, welche das Herz der Schimpfenden erreichte.


Wenn es auch nicht immer sogleich hilft, es wird aber eine Wandlung eintreten. Geduld tut oft not. Gebt nicht auf, auch nicht, wenn es so aussieht, als sei es vergeblich!


Wie oft erlebe ich bei meinen Patienten, dass die Ursache ihrer Krankheit eine schwere seelische Verletzung ist, die sie nicht vergeben können. Manchmal ist es ihnen nicht einmal bewusst. Auch Hass, den jemand in sich trägt, vergiftet die Körperzellen und kann Krebs auslösen.


Einer Kranken, die ihren Mann hasste, riet ich, ihn zu segnen, worauf sie empört aufsprang und schrie: „Was, den soll ich auch noch segnen, der mir das alles angetan hat?“ Ich bat sie liebevoll, es doch zu versuchen, es einfach erst einmal nur so daher zu plappern: „Ich segne Dich, Du liebes Menschenkind, im Namen Jesu Christi!“ Immer und immer wieder.


Nach ein paar Wochen rief sie mich an und erzählte: „Ich habe Ihnen zuliebe diesen Segen erst mal nur so dahergeplappert, weil Sie sich doch so viele Mühe mit mir gegeben haben und ich Sie nicht enttäuschen wollte. Und dann habe ich gemerkt, dass es immer leichter ging und immer ein bisschen mehr Herz mit hineinkam. Und nun kann ich ihn aus tiefstem Herzen segnen. – Mein Mann hat sich sehr gewandelt; es ist alles leichter geworden.“ (Ellen Paetsch)

Frau B. hatte Eheprobleme und suchte deshalb Frau A. auf, die in einer Glaubensgemeinschaft tätig war, um sich bei ihr einen Rat zu holen. Der Mann von Frau B. hatte ihr mitgeteilt, dass er sie nicht mehr liebe und sich scheiden lassen wolle. Frau B. war verbittert und kritisierte ihren Mann heftig. Er ginge nicht mit in die Kirche, kümmere sich nicht um die Kinder und hätte eine andere.


Frau A. schlug nun vor, sie solle Gott bitten, dass Er ihren Mann mit Segen überschütten und glücklich machen solle. Frau B. aber meinte, dass ihr Mann schon viel zu glücklich sei. Das einzige, was ihn zur Besinnung bringen würde, wären Kummer und Sorgen. Sie wolle Gott bitten, dass Er ihren Mann ändern und wieder zu ihr und den Kindern zurückbringen möchte. Aber ihre Gebete änderten ihren Mann nicht. Er ließ sich bald scheiden und heiratete eine andere Frau.


Frau C. hatte Probleme mit der Tante, die im gleichen Haus wohnte und ständig an den Kindern herumnörgelte. Sie betete schon lange wegen dieser Sache, indem sie Gott bat, dass Er die Tante doch ändern möchte. Aber sie änderte sich nicht.


Schließlich vertraute sie sich Frau A. an, die in einer christlichen Beratungsstelle arbeitete. Diese riet ihr, dass sie, statt der Gebete für die Änderung, lieber Gott bitten solle, die Tante zu segnen und glücklich zu machen. Erstaunt fragte Frau C.: „Was, ich soll Gott bitten, sie zu segnen und glücklich zu machen, ohne zu fragen, ob sie es verdient hat?“ „Ja, genau das meinte ich“, sagte Frau A., „ich glaube, keiner von uns hat irgendetwas von Gott verdient.“ „Ja, das stimmt“, sagte Frau C., „dann will ich aber auch sofort um den Segen bitten.“ Sie betete: „Herr, segne die Tante und mach sie glücklich. Hilf den Kindern, sie zu lieben und zu achten – und zeige mir, wie ich freundlicher zu ihr sein kann. Amen“


Nachdem sie eine Woche um den Segen gebeten hatte, berichtete Frau C., dass sich die Atmosphäre bei ihr zu Hause total verändert habe und meinte: „Die Sache mit dem Segnen ist großartig. Aber ich kann noch nicht verstehen, warum die Bitten zum Segnen erhört wurden, während meine früheren Bitten unerhört blieben.“ (BUS Seite 71-74)


Ja, warum? – Diese Frage kann ohne große Mühe beantwortet werden. In der Bitte um Änderung des anderen steckt der selbstsüchtige Wunsch, dass es mir, indem der andere sich ändert, besser gehen soll, ohne dass ich mich ändern muss. Mit der Bitte um den Segen für den anderen wünsche ich ganz selbstlos – wenn es wirklich selbstlos geschieht – Frieden, Freude und Glück für den anderen. Damit habe ich mich geändert, nämlich hin zur bedingungslosen, selbstlosen Nächstenliebe. Ich liebe dann meinen Nächsten nicht nur unter der Bedingung, dass er auch lieb zu mir ist, sondern auch, wenn er das nicht ist. Das ist dann schon die Feindesliebe und die gibt der Bitte um den Segen die Kraft und Wirksamkeit.


7. Die Wichtigkeit des Segnens

So du mächtig sein willst und stark in Meiner Gnade“, sagt Jesus, „dann musst du nur segnen, wo gegen dich geflucht wird.“ (3.Hi. Seite 83)


Leider reagieren viele Menschen nicht mit guten Gedanken oder Worten, wenn sich ihnen gegenüber jemand schlecht verhalten hat. Die meisten Menschen gebrauchen ihre Gedankenkraft oftmals in negativer Weise, ohne dass sie es wissen und wollen. Sie wissen nicht, was sie mit ihren Gedanken und Gefühlen anrichten können und lassen deshalb oftmals ihrem Ärger bei jeder Kleinigkeit freien Lauf.


Jesus sagt: „Lasset den Ärger von eurer Seele, denn dieser verunreinigt den Menschen im Herzen, und das ist vom Übel!“ (8.GEJ 124)


Die kleinen und großen Kriege in dieser Welt sind nichts anderes als die Auswirkungen der vielen kleinen und größeren Streitereien unter den Menschen, wenn dabei sich geärgert, geschimpft und geflucht wird. Die dabei frei werdenden negativen Energien sammeln sich in der Atmosphäre zu großen wolkenähnlichen Gebilden an und wenn Spannungen zwischen den Völkern auftreten und die Menschen ihren feindseligen Gedanken und Gefühlen freien Lauf lassen, werden diese Energien von diesen Menschen angezogen und es kann dann sehr leicht zu einem Krieg kommen. Es sind gerade die vielen einzelnen Menschen, die zwar den Krieg nicht wünschen, aber durch ihre Unwissenheit und Unfähigkeit, selbst im inneren Frieden zu sein, den Krieg erst ermöglichen.


Wer meint, Kriege entstehen, weil die Großen und Mächtigen dieser Erde sie planen, der hat die tiefere Ursache der Kriege noch nicht erkannt. Es werden wohl Kriege geplant, aber die Mächtigen dieser Erde können die Kriege nur deshalb in die Tat umsetzen, weil die einzelnen Menschen nicht in ihrem persönlichen Frieden leben, und ihre Worte, Gedanken und Gefühle nicht so zu beherrschen gelernt haben, wie Jesus uns das gelehrt hat. Niemand aber wird seine Gedanken und Gefühle beherrschen können, wenn er nicht die Gebote Gottes einhält.


In allen Auseinandersetzungen, die uns im alltäglichen Leben begegnen, sollten wir nicht in Ärger oder Hass geraten, sondern im inneren Frieden und in der Liebe zum Nächsten verbleiben. Wenn wir durch ärgerliche und verletzende Worte angegriffen werden und im inneren Frieden und in der göttlichen Ruhe verbleiben, so haben wir einen Sieg errungen nicht nur über unsere noch unvollkommene Seele, sondern auch für den Frieden in dieser Welt.


Als bei Überlingen zwei Flugzeuge, die in der Luft zusammenstießen, auf den Boden stürzten, kamen alle Insassen ums Leben. Im Heimatland der Verunglückten wurde einem Fluglotsen einer Flugüberwachungsfirma die Schuld am Unglück gegeben. Ein Mann, welcher Frau und Kinder bei dem Unglück verlor, reiste zu dem Fluglotsen und erschoss ihn aus Rache. Als der Mann nach einem Gefängnisaufenthalt wieder in sein Heimatland zurückkehrte, wurde er mit viel Lob wie ein Held empfangen und bekam als Belohnung für seine Tat eine gute Arbeitsstelle.


Solange der Lehre Jesu, der in der Bergpredigt sprach: „Liebet eure Feinde; segnet, die euch fluchen; tut wohl denen, die euch hassen; bittet für die, die euch beleidigen und verfolgen!“ (Mt. 5,44) so krass entgegen gehandelt wird, so lange kann es nicht friedlicher unter den Menschen werden.


Solange die Menschen ihre Ärger- und Vergeltungsgedanken und die ihnen entsprechenden Gefühle zum Ausbruch kommen lassen und sie auch oftmals in die Tat umsetzen, solange kann es keinen Frieden auf der Erde geben. Wir haben den Frieden Jesu erst in uns, wenn wir den Ärger überwunden haben und unfähig geworden sind, dass selbst der kleinste Ärger in uns hochkommen kann. Hätte sich ein Volk in der Lehre der wahren Nächstenliebe und Demut geübt, so könnte ein nachbarlicher Machthaber sich noch so stark bewaffnen und noch so listige Pläne schmieden, das andere Land zu erobern, er wäre nicht in der Lage, dieses Volk anzugreifen, denn dann würden Ereignisse eintreten, von Gott gelenkt, wodurch er den Angriff nicht ausführen könnte.


Wer es erkannt hat, wie unsere Gedanken und die mit ihnen verbundenen Gefühle wirken, und welche Macht in ihnen liegt, der hat eine große Verantwortung der Menschheit gegenüber und sollte es nicht versäumen, nicht nur diese Kräfte beherrschen zu lernen, sondern auch durch Beten und Segnen bewusst den negativen Kräften entgegenzuwirken. Das ist nicht nur für den Frieden auf dieser Erde wichtig, sondern darüber hinaus auch für die ganze sichtbare Schöpfung. Es ist für die Schöpfung des gesamten Weltalls von großer Bedeutung, dass von dieser Erde eine lichte Strahlung ausgeht, eine Strahlung der Liebe.


„Die Erde“, sagt Jesus, „ist eben der Kern des Lebens für den gesamten Lebensbaum und ist wie eine Hauptwurzel der ganzen Schöpfung! Würden wir an ihr ein Zerstörungswerk ausüben, so würden wir dadurch nicht nur die Erde, sondern die ganze sichtbare Schöpfung der endlichen Auflösung preisgeben.“ (1.RB 83,4)


Das bezieht sich zwar auch auf den materiellen Erdkörper, hauptsächlich aber auf die Menschen dieser Erde, denn „zwischen Gott und den Menschen dieser Erde“, sagt Jesus, „bestehen ganz außerordentliche Verhältnisse, von denen niemand weiß denn der Vater allein und der, dem es der Vater offenbart.“ (1.GEJ 168,14)


Denn euer Glaube, eure wahre Liebe und Erbarmung und die Wahrheit aus Mir reichen noch endlos weit über die großen Sphären des euch gezeigten großen Weltenmenschen hinaus. Denn ihr seid nicht nur Meine Geschöpfe, sondern ihr seid Mir, eurem Vater, gleich endlos mehr, und der Große Schöpfungsmensch ist nicht einmal ein fühlbarer Daseinspunkt im kleinsten Lebensnerv eures kleinen Fußzehens, – freilich alles das nur geistig oder vom Standpunkte der tiefsten Wahrheit aus betrachtet.

Wahrlich sage Ich euch: Euch ist ein endlos großer Wirkungskreis zugemittelt (zugedacht), dessen Größe ihr selbst aber erst dann vollendeter erschauen werdet, wenn ihr dereinst in Meinem ewigen Reiche in einem Vaterhause mit Mir wohnen und wirken werdet! Denn jetzt ist euch das alles nur noch so ein wunderlicher Traum, wie das auch oft bei guten Kindern frommer Eltern der Fall ist; aber was Ich euch hier sage, ist tiefe und göttliche Wahrheit.

Wie Mir Selbst alle Macht und Gewalt im Himmel und auf dieser winzigen Erde eigen ist, ebenso soll sie auch euch allen, die ihr an Mich glaubet und Mich über alles liebet, vollends eigen werden; denn die Kinder eines Vaters dürfen nicht minder vollkommen sein, als wie endlos vollkommen da ist ihr Vater.“ (8.GEJ 38,8-10)


Die negativen Gedanken und Gefühle der Menschen, die wie schwarze Gewitterwolken in der Atmosphäre der Erde schweben und die Menschen schwer belasten, können nicht einfach vom himmlischen Vater oder von den Engeln aufgelöst werden, sondern das kann nur durch die Menschen dieser Erde selbst geschehen. Die Auflösung geschieht wohl allein durch die Kraft der Liebe des himmlischen Vaters, aber nur wenn sie von einem Menschen angefordert wird und durch sein Herz hinausstrahlt über die Erde zu den Menschen und in die ganze Schöpfung.


Ein Mensch mit Gedanken der reinen Liebe erfüllt seine Außenlebenssphäre oder Aura mit strahlendem Licht. Er strahlt Frieden und Freude aus, wodurch auch das Licht in der Atmosphäre der Erde und in der ganzen Schöpfung vermehrt und das Dunkle vermindert wird.


Der Mensch dieser Erde ist von Gott als der Endzweck und der Schlussstein der ganzen sichtbaren und unsichtbaren Welt geschaffen und ist deshalb wie ein Herr über alle Schöpfung gesetzt worden. Als Herr über die ganze Schöpfung wirkt er notwendigerweise auf sie ein, wie auch die Schöpfung auf ihn zurückwirkt. Somit steht der Mensch mit aller Schöpfung in einer verborgenen, allerinnigsten Verbindung. Die Liebe zu Gott und zum Nächsten ist der Inbegriff aller göttlichen Ordnung. Bleibt der Mensch in dieser Ordnung, so bleibt auch die ganze übrige Schöpfung in der besten Ordnung. Bleibt der Mensch aber nicht in dieser Ordnung, so richtet sich die Schöpfung gegen den Menschen. Nicht Gott schickt dann die Gerichte über die Menschheit, sondern die Menschheit ist selbst der Verursacher der Kriege, Erdbeben und Unwetterkatastrophen durch die Nichtbeachtung der göttlichen Ordnung. (3.HG 13,3-12)


8. Die Kraft des Segnens

Jesus sagt: „Die größte und am meisten verdienstliche Kunst im Leben aber ist: allen seinen Feinden von Herzen vergeben, denen, die uns Arges wünschen, wollen und auch tun, dagegen wo möglich Gutes erweisen und für die beten und sie segnen, die uns hassen und fluchen.

Wer das tut, der sammelt bessernde Glühkohlen über den Häuptern seiner Feinde, macht sie am ehesten zu seinen reumütigen Freunden, und er selbst hat dadurch für alle seine Sünden von und vor Mir die vollkommenste Nachlassung und ist schon auf Erden den Engeln Gottes gleich.“ (8.GEJ 119,4-5)


Gute Segensgedanken und die Gefühle der Liebe dringen bei Übeltätern nicht sofort über die Außenlebenssphäre in die Seele ein, sondern sammeln sich über den Häuptern der Übeltäter zu einer lichten Wolke, die weißglühenden Kohlen gleicht. In Augenblicken der Besinnung, wenn die Außenlebenssphäre eines Übeltäters etwas lichter wird, dann dringt die lichte Wolke in ihn ein und es wird in seinem Herzen etwas lichter und liebevoller.


Wie kräftig das Segnen sein kann, können wir aus der „Jugend Jesu“ erfahren, als die heilige Familie auf der Flucht war und mit Cyrenius Quirinius auf dessen Schiff nach Ägypten fuhr. Nach der Schiffsfahrt dankte Joseph den Schiffsleuten und segnete sie mit folgenden Worten:

„Höret mich an, ihr getreuen Diener Roms und dieses eures Herrn! – Treu und fleißig habt ihr das Schiff geleitet; ein guter Lohn solle von mir, dem diese Fahrt galt, euch dargereichet werden! Aber ich bin arm und habe weder Gold noch Silber; aber ich habe die Gnade Gottes im reichen Maße, und das ist die Gnade jenes Gottes, den ihr den ,Unbekannten‘ nennet! Diese Gnade möge euch der große Gott in eure Brust gießen, auf dass ihr lebendigen Geistes werdet!“


Auf diese Worte kam über alle ein endloses Wonnegefühl, und alle fingen an, den unbekannten Gott zu loben und zu preisen. Und Cyrenius erstaunte über diese Wirkung des Segens von Joseph und ließ sich dann selbst von Joseph segnen. Da ward auch Cyrenius von einem großen Wonnegefühl befallen, so dass er zu Joseph sprach:

Höre du, mein achtbarster Mann! – Ich empfinde nun also, wie ich's empfunden habe, als ich das Kindlein auf meinen Armen hielt. Bist du denn mit demselben einer Natur? – Oder wie ist das, dass ich nun den gleichen Segen empfinde?“

Joseph aber sprach: „Edler Freund! – nicht von mir, sondern allein vom Herrn Himmels und der Erde geht eine solche Kraft aus! Mich durchströmt sie nur bei solcher Gelegenheit, um dann segnend in dich überzufließen; aber ich selbst habe solche Kraft ewig nicht, denn Gott allein ist Alles in Allem! Ehre aber in deinem Herzen stets diesen einen, allein wahren Gott, so wird die Fülle dieses Seines Segens nie von dir entweichen!“ (JJ 41,25-42,5)


Zwar sprach der himmlische Vater: „Nur Ich kann segnen!“ (1.HG 2,6) und es ist auch nur Seine Kraft der Liebe, die wirkt, aber wir dürfen sie anwenden, sie in Seinem Namen weiterleiten.


Als Bischof Martin und Petrus mit Satana zu tun hatten, als er auf der Sonne sein Unwesen trieb, da zerplatzte Martin fast vor Ärger über eine Frechheit Satanas und wusste nicht, was er ihm erwidern sollte. Petrus aber ermahnte ihn und sprach: „Bruder, ärgern darfst du dich ja nicht, denn dadurch tust du gerade, was er eigentlich von dir haben will. Den muss man ganz anders fangen! Sieh, ich werde ihn sogleich zum Weichen bringen, und das mit der größten Ruhe! Ich werde ihm nur ganz sanft sagen: ,Satana, der Herr Jesus Christus sei auch mit dir!‘ – Und sieh, schon weicht die Flut und die Feuergeschwulst sinkt in ein wahrstes Nichts zusammen. Er meldet sich nicht mehr und muss sich über alles ergrimmt zufriedenstellen, was meine Himmelsgewalt über ihn verfügt hat.“


Spricht Martin ganz erstaunt: „Ah, das hätte ich nicht geglaubt, dass sich dieses Unwesen so bald fügen wird! Ist denn das die Himmelsgewalt? Ich habe mir darunter ganz etwas anderes gedacht!“ (BM 185,15-17)


Hier haben wir nicht nur den Segensspruch des Petrus kennengelernt, sondern auch mit welcher Gemütslage gesegnet werden soll, damit eine große Wirksamkeit zustande kommt, nämlich mit der größten Ruhe, Geduld, Sanftmut, Demut, Nächstenliebe und der Liebe zu Jesus.


Wenn wir uns die große, strahlende Außenlebenssphäre eines geistig Wiedergeborenen vergegenwärtigen, wie wir sie auf Bild 11 gesehen haben, so können wir uns gut vorstellen, wie sein Segnen kräftige Wirkungen hervorbringt. Selbst nur schon die Anwesenheit solcher Menschen ist für ihre Umgebung durch die weite und kräftige Strahlung ihrer Außenlebenssphäre ein großer Segen. Aber nur ein reiner, keuscher und dadurch auch lebenskräftiger Mensch, mit einer starken, von Gottes Geist erfüllten Seele (8.GEJ 189,17; 20), hat solch eine Kraft. Solch ein Mensch trägt keinen Groll mehr gegen irgendeinen Menschen in seinem Herzen und kann auch nicht mehr ärgerlich oder beleidigt werden, egal was auch immer auf ihn einstürmen wird.


9. Wie sollen wir segnen?

Nun fragt jemand: „Mit welchen Worten soll ich denn segnen, soll ich sagen: ‚Jesus segne diesen und jenen‘, oder soll ich sagen: ‚Ich segne Dich im Namen Jesu‘, oder: ‚Der Herr segne dich‘, oder: ‚Der Friede Jesu sei mit dir‘?“ – Grundsätzlich können alle diese Sprüche genommen werden und auch noch andere, denn es kommt nicht so sehr darauf an, welche Worte gewählt werden, sondern dass mit viel Liebe aus dem Herzen heraus gesegnet wird. Das ist genauso, als wenn wir fragen: „Soll ich dieses Glas zum Trinken nehmen oder jenes?“ Auch hierbei kommt es nicht darauf an, welches Glas wir nehmen, wenn wir trinken wollen, sondern auf das Getränk, denn dieses alleine stillt den Durst. So ist das Wirksame auch beim Segnen allein die reine Liebe, die aus dem Herzen kommt, der Spruch ist nur die Hülle, in welche das Gefühl der Liebe eingekleidet wird.


Den klassischen Segensspruch hat uns der himmlische Vater durch Moses gegeben, als Er sagte:

„Rede zu Aaron und zu seinen Söhnen und sprich: So sollt ihr die Söhne Israel segnen! Sprecht zu ihnen: ‚Der HERR segne dich und behüte dich! Der HERR lasse Sein Angesicht über dir leuchten und sei dir gnädig! Der HERR erhebe Sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden!‘ Und so sollen sie Meinen Namen auf die Söhne Israel legen, und Ich werde sie segnen.“  (4.Mose 6,22-27)


Wichtig ist es beim Segnen, den Namen Gottes auf die Menschen zu legen, die wir segnen wollen, das heißt, wir sollen den Namen Gottes beim Segnen nennen. Nun kommt aber Gottes Name in diesem Segensspruch gar nicht vor, und zwar deswegen, weil in manchen Bibelübersetzungen der Name Jahwe oder in der deutschen Form Jehova, durch „HERR“ (zur Unterscheidung in Großbuchstaben geschrieben) ersetzt worden ist. Heute können wir den Namen Jesus (Phil 2,11) verwenden. Dann lautet der Segensspruch:


Jesus segne dich und behüte dich!
Jesus lasse Sein Angesicht über dir leuchten und sei dir gnädig!
Jesus erhebe Sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden!


Wir können auch den Segensspruch des Paulus und des Henoch verwenden, der ungefähr so lautete:


Die Gnade, Liebe und der Friede von Gott, unserem überguten heiligen Vater
und dem Herrn Jesus Christus seien mit dir! (1.Kor. 1,3 / 2.HG 218,10)


Wir können aber auch einfach nur sagen:


Jesus sei mit dir! oder:

Der Friede Jesu sei mit dir! oder:

Der Friede und die Liebe Jesu seien mit dir!



Es kann aber auch um den Segen für andere gebeten werden mit der Bitte: „Jesus, segne ihn!“ Auch der Spruch: „Ich segne dich im Namen Jesu!“ kann verwendet werden. Die Segenssprüche können natürlich auch in der Mehrzahl gesprochen werden, z.B. „Jesus sei mit euch!“. Auch die Namen von Personen, Gruppen oder Ländern können genannt werden, wie z.B.: „Der Friede und die Liebe Jesu seien mit Elisabeth!“ oder: „Der Friede Jesu sei mit allen Menschen!“

Segenssprüche sind keine Zaubersprüche. Wir dürfen deshalb nicht meinen, die Worte der Segenssprüche hätten schon allein eine Wirkung. Jemanden zu segnen ist mehr als nur gute Worte zu sagen oder etwas Gutes zu wünschen. Die Liebe allein ist der Segen. Wer aber Segenssprüche laut oder in Gedanken ausspricht, ohne Liebe und meint, allein schon das Aussprechen der Sprüche wäre der Segen, der segnet rein zeremoniell, was ohne Wirkung ist.


10. Die Anwendung des Segnens

Segnen kann jeder. Gesegnet werden kann auch jeder. Es können aber auch die Tiere, die Pflanzen und das Erdreich gesegnet werden. Haben wir beim Segnen wahre Liebe in unserem Herzen zu denen gespürt, die wir gesegnet haben, war es ein echtes Segnen. Dann sind wir selbst auch gesegnet worden. Manchmal kann es jahrelanges Segnen bedeuten, bevor eine erkennbare Wirkung eintritt. Wenn wir segnen, segnen wir ohne uns um das Ergebnis zu kümmern und dürfen nicht meinen: So, jetzt sollte doch mal etwas von der Wirkung des Segnens zu erkennen sein.


Wir segnen nicht mit lauten Worten, sondern in Gedanken und mit der Liebe unseres Herzens. Dabei denken wir an die Person oder Personengruppe, die wir segnen wollen und stellen sie uns vor unserem inneren Auge vor, dann erreicht die Liebeschwingung mit unfehlbarer Sicherheit ihr Ziel. Wir erfassen die zu Segnenden mit der Liebe unseres Herzens, sprechen in Gedanken den Segensspruch und spüren, wie mit dem Spruch die Liebe aus unserem Herzen zu der Person oder Personengruppe hinströmt.


Wir heben beim Segnen nicht die Hände in die Höhe, wenn wir uns unter anderen Menschen befinden, damit wir nicht als Sektierer abgestempelt und verlästert werden. Der Segensstrom fließt aus unserem Herzen hinaus, so dass wir auch ohne die Hände zu erheben segnen können. Die Wirkung des Segnens ist allerdings größer, wenn wir die Hände dabei nicht geschlossen halten oder die Handflächen nicht an den Körper anlegen, denn der Segenstrom fließt besonders gut über die Hände.


Wenn wir allein sind, können wir mit erhobenen Händen segnen. Dann ziehen wir uns in einen Raum zurück, in dem wir allein und unbeobachtet sind. Wir halten dann beim Segnen die erhobenen Hände in die Richtung, in der sich die zu segnenden Personen befinden. (2.Hi. Seite 12,2) Das hat die größte Wirksamkeit, weil dann der Segensstrom auf direktem Wege zu den zu segnenden Personen gesendet wird.


Als die Israeliten gegen Amalek und sein Volk stritten, stieg Moses auf einen Hügel. Solange Moses seine Hände aufhob und in die Richtung des Kampfes hielt, siegte Israel; wenn er aber seine Hände sinken ließ, siegte Amalek. Aber die Arme Moses‘ wurden schwer. Deshalb unterstützten Aaron und Hur, auf jeder Seite einer, seine Arme. So konnte Moses seine Hände hochhalten, bis der Sieg errungen war. (2.Mose 17,8-13)


Wir sollten so oft wie möglich segnen und über jede Person oder Personengruppe, der wir begegnen, den Segen aussprechen:

„Der Friede Jesu sei mit dir!“ (mit euch!) Wir können jederzeit und überall segnen, wo wir auch sind. Wir können bei Tätigkeiten, die unsere Konzentration verlangen, nicht segnen; wir können aber bei allem segnen, was wir routinemäßig erledigen. Wir können segnen während wir auf der Straße gehen oder während wir auf etwas warten müssen.


Besonders wirksam ist es, die Speisen und Getränke zu segnen. Für Christen sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, für das Essen um den Segen zu bitten und hinterher zu danken. Noch keine Selbstverständlichkeit ist es, schon bei der Zubereitung das Essen zu segnen. Wer eine schlechte Laune hat, sollte mit der Zubereitung des Essens warten, sich an Jesus wenden, vielleicht ein fröhliches, religiöses Lied singen und sich eine gute Laune aneignen, damit das Essen mit Liebe zubereitet werden kann.


Schon die Zutaten sollten mit einer fröhlichen und dankbaren Stimmung in die Hand genommen werden, so bekommen auch sie eine gute Laune, d.h. eine gute Schwingung. Da wird dann schon die schlechte Schwingung, welche durch manche Menschen bei der Produktion der Lebensmittel oder durch die Angst der Tiere bei der Schlachtung in sie gelangt ist, in eine gute umgewandelt. Das gehört alles schon mit zum Segnen, wenn es aufrichtig von Herzen kommt. Das sollte niemand zu gering einschätzen, denn wir essen und trinken nicht nur das Materielle der Nahrung, sondern auch die Schwingung, in der sie sich befindet.


Wenn die Zutaten mit den Händen bearbeitet werden, dann fließt schon durch die Hände eine gute Schwingung in sie hinein, wenn wir in Gedanken sprechen: „Jesus segne und behüte den, der diese Speise essen wird“ oder: „Jesus sei dem, der diese Speise essen wird, gnädig.“

Das Segnen der Regierungen und auch das Beten für sie, sind ganz besonders wichtig. Wir sollten über die Regierungen nie grollen und ihnen zürnen, da auch sie nur schwache Menschen sind. Wir sollten sie lieber segnen und den Herrn bitten, dass Er sie als unsere irdischen Herrscher lenke und segne, damit es zum Frieden in der Welt kommen kann. (2.RB 289,9)


Wer eine Segnung einzelner Menschen, der ganzen Menschheit, der Völker, ihrer Regierungen und der ganzen großen Schöpfung durchführen möchte, der kann sich Segnungen mit seinen eigenen Worten zusammenstellen, etwa so, wie sie nachfolgend beschrieben sind. Als Beispiel wähle ich den Segensspruch, den Gott den Israeliten durch Moses gegeben hat, mit dem Er Sein Angesicht über den Menschen leuchten lässt. Das bedeutet: Gott ist durch die im Segnen enthaltene Liebe über dem Leben der Gesegneten gegenwärtig. Nachfolgend eine Auswahl:


Jesus segne und behüte die ganze Erde, alles was auf ihr, über ihr und in ihr ist! Jesus lasse Sein Angesicht über ihr leuchten und sei ihr gnädig! Jesus erhebe Sein Angesicht auf ihr und gebe ihr Frieden!

Jesus segne und behüte alle Menschen, ohne Unterschied der Person! Jesus lasse Sein Angesicht über ihnen leuchten und sei ihnen gnädig! Jesus erhebe Sein Angesicht auf sie und gebe ihnen Frieden!

Jesus segne und behüte alle Regierungen, alle Politiker, alle Richter und alles Militär! Jesus lasse Sein Angesicht über ihnen leuchten und sei ihnen gnädig! Jesus erhebe Sein Angesicht auf sie und gebe ihnen Frieden!

Jesus segne und behüte die Länder Syrien, Iran, Irak, Afghanistan, Israel, Ukraine und Russland! Jesus lasse Sein Angesicht über ihnen leuchten und sei ihnen gnädig! Jesus erhebe Sein Angesicht auf sie und gebe ihnen Frieden!

Jesus segne und behüte alle Revolutionäre, Terroristen, Attentäter und Übeltäter! Jesus lasse Sein Angesicht über ihnen leuchten und sei ihnen gnädig! Jesus erhebe Sein Angesicht auf sie und gebe ihnen Frieden!

Jesus segne und behüte alle Christen! Jesus lasse Sein Angesicht über ihnen leuchten und sei ihnen gnädig! Jesus erhebe Sein Angesicht auf sie und gebe ihnen Frieden!

Jesus segne und behüte Peter und Heidi! Jesus lasse Sein Angesicht über ihnen leuchten und sei ihnen gnädig! Jesus erhebe Sein Angesicht auf sie und gebe ihnen Frieden!

Jesus segne und behüte das ganze Universum, alle Sonnen, Planeten und Monde! Jesus lasse Sein Angesicht über ihnen leuchten und sei ihnen gnädig! Jesus erhebe Sein Angesicht auf sie und gebe ihnen Frieden!

 

Es können aber auch andere Segenssprüche genommen werden:


Der Friede Jesu sei mit dir!

Der Friede Jesu sei mit Peter und Heidi!

Der Friede Jesu sei mit allen Christen!

Der Friede Jesu sei mit allen Moslems!

Der Friede Jesu sei mit Syrien!

Der Friede Jesu sei mit allen Regierungen!
Der Friede Jesu sei mit allen Menschen! usw.


Ein besonders wirksamer Segensspruch ist:


Ich segne dich, du liebes Menschenkind, im Namen Jesu Christi!


oder:


Ich segne euch, ihr lieben Menschenkinder, im Namen Jesu Christi!


Beim gedanklichen Aufsagen dieses Segensspruches nennen wir keine Namen, sondern stellen uns die Person oder Personengruppe vor unserem geistigen Auge vor und lassen den Segensstrom mit voller Liebe von unserem Herzen durch unsere Hände hinausfließen.


Dabei können wir uns eine einzelne Person, z.B. die Ehefrau, den Ehemann, einen Freund, eine Freundin, den Arbeitskollegen, den Vorgesetzten oder den Präsidenten eines Landes vorstellen. Wir können uns dabei aber auch eine Personengruppe vorstellen, z.B. alle auf einer Versammlung sich befindlichen Personen, eine ganze Regierungsmannschaft, eine bestimmte Religionsgemeinschaft, an einem Konflikt beteiligte Personen oder Länder, alle Menschen eines Landes oder alle Menschen auf der ganzen Welt.


Wer aber Namen nennen möchte, kann das wohl auch, aber dann mit dem Wort liebe oder lieber davor, z.B. „Ich segne dich, du liebe Heidi, im Namen Jesu Christi!“


Diese kurzen Segenssprüche, die wir z.B. an eine Person oder Gruppe senden, sagen wir in Gedanken nicht nur einmal auf, sondern mehrmals – fünfmal oder zehnmal hintereinander, sooft wir wollen, je öfter, umso besser. Dabei sollten wir aber nicht in ein herunterleiern verfallen, sondern darauf achten, dass wir jedes Mal aus dem Herzen heraus mit Liebe segnen.


Als Adam das Volk des Horadal (3.Kapitel) beim Abschied segnete, da sandte er ihnen auf jeden ihrer Schritte einen Segen nach, woraufhin ihn der himmlische Vater belobte.


Adam und alle seine Hauptstammkinder segneten täglich bis zu hundert Male die Nachkommen Kains, (2.HG 218,12) die auf Abwegen geraten waren, weil Adam sie vorher immer wieder wegen Kains Mord an Abel verflucht hatte. Dadurch konnte die Umkehr dieser Menschen zunächst erfolgreich abgeschlossen werden.

Auch der himmlische Vater möchte von uns gesegnet werden, aber nicht mit einem Spruch, sondern allein mit dem Herzen durch unsere Liebe.


Er sagt: „Ich habe euch jetzt gesegnet als wahrer Vater; segnet aber auch ihr Mich in euren Herzen durch die treueste stetige Liebe.“ (2.HG 169,4) Denn „niemand kann Mich segnen, weder mit der Hand, noch mit den Füßen, noch mit dem Leibe, noch mit dem Munde, noch mit den Augen und noch mit den Ohren, sondern allein mit einem reinen, von Meiner heiligen Liebe erfüllten Herzen.“ (2.HG 169,7)


Wenn viele Menschen das Segnen in ihre tägliche Lebenspraxis übernehmen, so werden sie die Welt zum Guten verändern. Es kann nicht genug auf die Ausübung der Nächstenliebe durch das Segnen hingewiesen werden. Jeder, der nur ein wenig geistiges Verständnis für das Segnen aufbringt, sollte auch die Verantwortung auf sich nehmen und täglich den Segen Jesu seiner Umgebung, seinem Land und der ganzen Welt zukommen lassen.


Wollen wir die Erde in einen friedlichen, gesegneten Planeten verwandelt sehen, so müssen wir alle reichlich zu Segnen beginnen und dieses Segnen beibehalten, bis auch der letzte Unruheherd auf dem Erdboden verschwunden ist. Dann wird nicht nur das Stürmen der Wetterereignisse, sondern auch das Stürmen unter den Völkern nachgelassen haben und es wird Friede und Liebe unter den Menschen und Völkern eingekehrt sein.

 

(Mit Genehmigung des Verfassers, 7/2017. Weitere Kommentare von Gerd Kujoth siehe unter "Links/Neue Texte")

 

Quellenverzeichnis

GEJ    Das große Evangelium Johannes, Jakob Lorber, 10 Bände, 1981
Lorber Verlag, 74308 Bietigheim, Hindenburgstr. 5
HG    Die Haushaltung Gottes, Jakob Lorber, 3 Bände, 1981
Lorber Verlag, 74308 Bietigheim, Hindenburgstr. 5
RB    Von der Hölle bis zum Himmel, (Robert Blum) 2 Bände, 1963
Lorber Verlag, 74308 Bietigheim, Hindenburgstr. 5
Hi.    Himmelsgaben, Jakob Lorber, 3 Bände, 1935, 1936, 1993
Lorber Verlag, 74308 Bietigheim, Hindenburgstr. 5
Gf    Gedankenformen, Anne Givaudan, Silberschnur Verlag, 2009
SUM    Der sichtbare und der unsichtbare Mensch, C.W. Leadbeater
Verlag Herrmann Bauer, Freiburg i.Br. 1964
Gfo    Gedankenformen, C.W. Leadbeater, Annie Besant
Verlag Hermann Bauer, Freiburg i.Br.
BUS    Bete und staune, Catherine Marshall, R. Brockhaus Verlag, Wuppertal, 1985