„Ich habe auch Mein Schwert nun sehr scharf gemacht und werde ein größtes Gericht über die Häupter aller Frevler gewaltigst schwingen!“



Ermahnung zum Wachen und Beten

 

1. Ermahnung zum Wachen und Beten wegen bevorstehender großere Gefahr

2. Ein Zeichen am Himmel und seine Bedeutung

 

 

1. Ermahnung zum Wachen und Beten wegen

bevorstehender großer Gefahr

 

Wachet und betet, auf dass ihr nicht in Versuchung fallet; denn der Satan geht umher nun wie ein wütender Löwe und sucht alle Menschen zu verschlingen. Kein Mittel wird er unversucht lassen, um seine große Rache zu kühlen, weil man nun seinem treuen Anhange, der herrschenden Hydra, auf den Kopf getreten. Er wird Völker entzweien, dass sie sich zu Haufen erwürgen werden, wie sie es schon jetzt zu machen anfangen; Ich sage eigens: anfangen – denn das alles, was bis jetzt geschah, ist nur ein Anfang des Beginnens.

Ich sage, kein Mittel wird er unversucht lassen, um seine große Rache zu kühlen. Er wird jeden Menschen bei seiner schwächsten Seite ergreifen und wird ihn erwürgen und verderben, so der Mensch auch nur eine Minute sich von Mir entfernt in seinem Herzen. Daher gilt es nun im vollsten Ernste – Leben oder Tod! Denn es soll nun alles durchreutet werden auf das allergewaltigste, und was da des Teufels ist, das soll des Teufels bleiben, und was Mein ist, das soll Mein sein ewig!

Wer nun einen Funken Hochmut hat, diesen Funken wird der Satan zu einem Bergbrande anfachen und aus solch einem Menschen einen Satan machen. Hütet euch also vor dem kleinsten hochmütigen Zornfünkchen, wollt ihr keine Teufel (Werkzeuge Satans) werden; denn der Satan lauert und lässt keine Gelegenheit ungenutzt.

Also wachet sehr und betet, auf dass ihr nicht in die Versuchungen des Fleisches fallet; denn so jemand nun da fällt, der ist ohne Rettung verloren. Denn so wahr Ich der Herr und euer Gott und Vater bin in Jesu, dem Gesalbten, so wahr auch ist das alles, was Ich euch hier verkünde!

So irgend ein Vater Töchter hat und hat in sich einen Stachel des Fleisches, wahrlich, wahrlich! – der Satan wird aus diesem Stachel ein glühend Schwert zeugen und wird die Väter zu Blutschändern machen, und die Söhne werden die Mütter beschlafen und vor den Brüdern werden die Schwestern nicht sicher sein. Also wird auch bei vielen die stumme sodomitische Sünde erwachen und die Tierschändung, so dass es zehnfach ärger sein wird, als es war zu Sodom und Gomorrha.

Denn weil die große Hure Babels geschlagen wird, die gebuhlt hatte im Geiste, darum eine solche Rache des Satans, auf dass alles Fleisch bis in den tiefsten Grund verderbt werden solle. Aber Ich habe auch Mein Schwert nun sehr scharf gemacht und werde ein größtes Gericht über die Häupter aller Frevler gewaltigst schwingen!

Meidet daher nun übersorgfältig alles, was nur irgend das Fleisch reizt. Meidet den Wein, in dem der Geist der Unzucht wohnt. Meidet solche Orte, wo euch freundliche reizende Dirnen begrüßen. Betet allezeit und haltet Fasten, besonders im Weine und Biere, und führet keine unreinen Worte, sonst seid ihr alle nicht sicher vor den Versuchungen des Satans.

Du irdischer Vater, Ich sage dir für diese und für jede Zeit, so du Töchter hast, so liebe sie wie ein Christ, aber nicht wie ein eitler Liebhaber, sonst bist du gefangen im Netze des Satans. Denn wenn auch dein Geist deine Töchter als Töchter erkennt, was nützt dir aber das, so dein Fleisch dennoch von dem Fleische deiner Töchter geradeso wie vom Fleische anderer Dirnen gekitzelt wird und deinen Geist betäubt und in deinen Nieren die unlautersten und verdammlichsten Begierden erweckt, die dich töten auf ewig?! –

Glaubet es Mir, wer in dieser Zeit nicht alles aufbieten wird, um dem freigelassenen Satan in Meinem Namen kräftigst zu begegnen, der geht verloren, und wenn er schon tausend Bücher des lebendigsten Wortes gelesen und geschrieben hätte. Denn weder das Lesen noch das Schreiben nützet etwas, sondern allein das Tun, – gleich als so jemand auch zehntausend der besten Klavierschulen gelesen und abgeschrieben hätte, so er sie aber nicht übt und studiert mit seinen Fingern auf einem Klavier, sage, wird er wohl auch nur einen Takt eines Musikstückes darauf spielen können?

Haltet alle nun überfest an Mir, wie Ich euch auch überfest halte, so werdet ihr in Kürze die herrlichste Ursache haben, euch als Meine reinen Kinder in einer besten Zukunft zeitlich noch, wie dann auch ewig über die Maßen zu erfreuen! Suchet auch mit einiger Behutsamkeit mehrere Jünger für Mein Reich zu gewinnen; das wird euch viel Segen bringen. Suchet aber vorerst mit Meinem Namen anzuklopfen, wird da `Herein` gesagt, da bauet weiter. Wo aber das Herein nicht oder nur mit Achselzucken gegeben wird, da lasset den Bau und gehet weiter.

Hütet euch aber auch vor Geiz, Neid, Kleinmut, Ärger und gar vor Zorn; denn wie schon gleich anfangs gesagt, es wird der Satan keine, auch die geringste Gelegenheit nicht vorübergehen lassen, in den Menschen zu dringen und ihn zu verderben.

Aber auch die Weiber und Mädchen sollen nun sehr ernstlich sich an Mich anschließen, sonst werden sie allerartige gewaltigste Schiffbrüche erleiden. Der Satan hat nun auch Legionen fleischlich unreinster Geister flottgemacht, welche nichts eifriger zu tun haben werden, als in die Bäuche der Weiber und Mädchen zu fahren und diese dann auf das elendste zu plagen. Was bald ausbrechende Seuchen nicht töten werden, das wird von dieser Brut entweder heimlich oder wohl auch offenbar geplagt werden. Daher sollen besonders die Mädchen bald nach dem (Sonnen-) Untergange sich in die Stuben zurückziehen und allda zu Mir beten, so werden sie vor allen den Plagen gesichert sein.

Haltet nun das alles wenigstens nur ein halbes Jahr genau, dann werdet ihr von allem und dem größten Übel befreit sein und bleiben Amen. Das sage Ich als euer liebevollster und geduldigster Vater, der euch ewig erhalten und nimmer zerstören will Amen, Amen, Amen.“ – (HiG.03_48.07.11, Seite 438)


2. Ein Zeichen am Himmel und seine Bedeutung

(Empfangen durch Jakob Lorber, Graz am 30.August 1848)

(Jakob Lorber, dem am 17.August d.J. innerlich angezeigt ward, dass in der Nacht des 29. August zwischen elf vor und eins nach Mitternacht sich ein Meteor zeigen werde, begab sich am 29. August auf die Höhe des Schlossberges und zwar in die östlich gelegene Windhütte.)


Um ¾ 12 Uhr vor Mitternacht sah er über dem Siebe-Turm ein karminrotes Fünkchen, das sich im Verlaufe eine Sekunde zu einer Scheibe in Vollmondsgröße ausdehnte; der Meteor, dessen Licht immer blendender ward, bewegte sich anfangs langsam in schlangenförmigen Windungen, dann aber pfeilschnell gegen Südwest, und verschwand hinter dem Buchkogel bei St. Martin. Diese Naturerscheinung währte im Ganzen etwa fünf Sekunden. Nach dem Verschwinden des Meteors folgte auf den sehr lauen Südwest plötzlich ein eiskalter Nordwind und der östliche Horizont hellte sich auf, als wie eine Stunde vor Sonnenaufgang. Diese Helle im Osten hielt ungefähr drei Viertelstunden an. – Am 30.August 1848 wandte sich Jakob Lorber an den Herrn und fragte um die Bedeutung dieser Erscheinung.

Der Herr sprach:

Das bedeutet zuerst Krieg, dann Hungersnot und schwere, d.i. pestähnliche Krankheiten, - und endlich wird Friede werden!*)

(Am folgenden Tag, am 1.Oktober 1843, wurde Jakob Lorber von Jesus unter "Evangelisch-soziale Winke" diktiert: "...Der erbitterste allgemeine Krieg, darauf und danebst Hunger, Pestilenz und Feuer vom Himmel wird euch also verwehen und aufreiben, als wäret ihr nie dagewesen!"


Siehe hierzu auch linke Randspalte unter „Über die Zukunft (2)“ sowie unter „Betrachtungen / Kleine Kommentare“ die Texte Nr.5: „Die Menschheit verursacht selbst globale Katastrophen“, Nr.7: „Keinen dritten, atomaren Weltkrieg“, Nr.10: „Die Zukunft unserer Erde“

Ich meine, diese Erklärung ist kurz und gut, und ihr wisset, was ihr zu tun habet, um überall mit heiler Haut durchzukommen. Seid aber überhaupt nicht zu ängstlich um euren Leib besorgt, der früher oder später seinen Weg wird gehen müssen, sondern sorget vielmehr für die Seele und für den Geist, auf dass diese nicht zu Grunde gehen; denn was würde es euch nützen, die ganze Welt zu gewinnen und tausend Jahre, die vor Mir wie ein Tag sind, zu leben im Fleische, so ihr aber Schaden hättet für Seele und Geist?

Ist es daher nicht besser, also sein Haus zu bestellen, dass, so Ich jemanden von dieser irdischen Haushaltung abrufen möchte, er dann getrost sagen kann: `Herr! Vater! Ich bin bereit; Dein heiliger Wille geschehe!`, als dass er alsbald zu zagen anfinge, als gäbe es für ihn nur ein Leben auf dieser Welt, nach diesem aber ewig etwa keines mehr? Wahrlich, wer da vor dem Erstehen aus diesem Leben der Vergänglichkeit in das helle Leben des Geistes eine Furcht nur hat, der soll gestärkt werden zur rechten Zeit; aber wer da verzagen würde aus zu großer Liebe für dies irdische Leben und aus zu großer Angst vor dem Leibesabfalle, der zeigt, dass er an Mich und an Mein Wort nie geglaubt hat, und selbes auch nie lebendig in sich aufgenommen; daher er aber denn auch kein geistig Leben in sich fühlen kann, sondern nur des Geistes Tod! Solchen Menschen werde Ich denn auch, wegen ihrer möglichen Rettung vom ewigen Tode alle Schrecken des Fleischtodes besonders zu solch einer Zeit fühlen lassen, in der das sehr sicher eintreffen wird, was Ich in der aufgedeckten Bedeutung des gestrigen Meteors angezeigt habe.

Ich will euch aber damit nicht sagen, als wollte Ich euch schon diese Nacht oder morgen von dieser Erde abrufen; sondern Ich sage euch das nur darum, dass ihr furchtlos sein sollet bei allem, was da über diese arge Welt kommen wird; denn konnte Ich Noah erretten, als die Erde mit Wasser bedeckt war, so werde Ich wohl auch euch zu schützen und zu bewahren im Stande sein, wenn ihr euch Meines Schutzes und Meiner Gnade, Liebe und Erbarmung, durch eure Liebe, durch euren Glauben und euer festes und lebendiges, unerschrockenes Vertrauen als würdig erweisen werdet; denn Ich bin noch immer Der, der Ich zu den Zeiten Noahs war. Amen.

Das sage Ich euch, nicht zur Vermehrung, sondern zur Verminderung eurer Furcht in diesen Zeiten der großen Trübsal. Amen, Amen, Amen.“

(Jakob Lorber, empfangen am 30. August 1848, Graz,  „Lebensgarten“ bzw. HiG Band 3, Seite 444)