"Nathanael: "...Bei uns aber ist das Blut eine faule Materie, und der Geist ist und bleibt für ewig Geist!" (GEJ.01_114,18)

 


Rassenvermischung

WS-A265201

 

Wilfried Schlätz

 

 

1. Frage:


1.1. Liegt es im Willen des HERRN, wenn sich die Völker dieser Erde vermischen?

Wird diesbezüglich die göttliche Ordnung nicht etwas "durcheinander" gebracht, oder werden eben doch durch diese Vermischungen von Menschen verschiedener ethnischen Herkünften eine allgemeine "Steigerung" der geistigen Qualitäten insgesamt dadurch hervorgebracht, welche also der gesamten Menschheit dienlich wäre?!

1.2. Bei Völkern des fernen Osten - vor allem China oder Japan, aber auch bei den Juden in Israel ist eine > Blutmischung < mit anderen Ethnien bis dato eher unerwünscht. –



2. Antwort:


2.1. Jesus gibt in Seinem Gesamtwerk durch Jakob Lorber (=JL) kein ausdrückliches Verbot der Rassenvermischung; das Wort: "Rasse" kommt im Gesamtwerk Jesu durch JL nur siebenmal vor und wird davon fünfmal auf Tiere angewandt und nur zweimal auf die Menschen:

2.2. Jesus durch JL:

2.2.1.

[RB.01_022,04] Zweitens gibt es wieder eine Menge ungeheuer sinnlicher Geister, deren Phantasie aus lauter Genussideen zusammengesetzt ist. Wenn diese Geister keine Beschränkung durch Gesetze hätten, würde vor ihrer großen Geilheit kein weibliches Wesen sicher sein, am Ende auch kein Knabe und sogar kein Vieh mehr! Denn Ich kenne nur zu viele solche Naturfreunde nach der Art von Sodom und Gomorra, die sich zu einem förmlichen Geschäfte machten, sich mit allen möglichen weiblichen [menschlichen] Rassen zu begatten, und wenn dies Zeugungsspiel ihrer Phantasie nicht genügte, da machten sie fürs zweite Versuche auch an den verschiedensten Tieren. [Jesus missbilligt hier diese Sexualsucht, die unter anderem alle Rassenvermischungen innerhalb des Menschengeschlechtes ausprobieren will!]

2.2.2.
[GEJ.05_047,09] Da sieh an das unverkennbare Wunderwerk, hervorgegangen aus der wahren Kraft Gottes! – Du [Roklus] bist ein Essäer und dazu ein Hauptmagier dieses Ordens. Du machst Tote lebendig, den Mond ziehst du den geistig blinden Staunenden nahezu gerade vor ihre Nasen herab, machst Bäume und Gras und Wasser, Felsen und Mauern reden. Was möchtest du dazu sagen, so diese Sperlinge von Menschen aller Rassen und Klassen es dir nun ganz laut zu erklären anfingen, wie du und deine Helfershelfer, wenn euch eure Dienstzeit ins Kloster ruft, eure Toten erwecket und eure Bäume, Gras, Wasser, Felsen und Mauern reden machet, und brächten dir dann einen Toten her und forderten dich auf, ihn ins Leben zurückzurufen? Was würde deine reine Vernunft und dein scharfer Verstand dazu sagen?“ [Dieser Text hat nichts mit einem Verbot der Rassenvermischung zu tun.]

2.3. Die damalige Rassenvermischung der Sethiten auf der Höhe mit den weiblichen Nachkommen Kains in der Tiefe war gegen den Willen Jehovas, weil Er wusste, dass die Kinder der Höhe (Sethiten) schon so weit von Ihm innerlich abgefallen waren, dass eine Vermischung mit den sehr schönen, weiblichen Nachkommen Kains sie und insbesondere ihre Mischlings-Nachkommen zu reinen materialistischen Weltmenschen machen würden, die später als die  Hanochiten dann ja auch die Sündflut verursachten!

2.4. Jesus durch JL:

[HGt.03_126,01] Also lebten aber auch die meisten Guten [Sethiten] abgesondert und mehr zurückgezogen in ihren Gemütern von der Welt und achteten nicht dessen, was da die stets mehr und mehr in die Welt hinausgehenden Menschen taten, – was aber auch vergeblich gewesen wäre.

[HGt.03_126,02] Denn die Weltlichen [Sethiten] waren in einen großen Eigensinn geraten, und es war mit ihnen über Geistiges nicht rätlich zu reden, indem sie fürs erste alles besser wußten als die Mir Getreuen, und fürs zweite aber auch beim kräftigeren Widerspruche von Seite der Getreuen gar bald zur handgreiflichen Grob- und Roheit ihre Zuflucht nahmen.

[HGt.03_126,03] Solche schlagenden Oppugnanten horchten daher gar nicht mehr auf die Stimme der Ältesten und sahen auch gar nicht an die nicht seltenen Wunderwerke, die die Getreuen vor ihnen wirkten, um sie wieder auf den rechten Weg zurückzuführen.

[HGt.03_126,04] Was war aber gar bald die Folge? – Nichts anderes als ein gänzliches Versinken in alle Sinnlichkeit!

[HGt.03_126,05] Die kräftigsten Jünglinge und Männer fingen an, die Tiefe stets mehr und mehr zu besuchen, und da sie in ihr als Kinder Gottes allzeit das größte Ansehen ihrer Person fanden, wie eine Menge der schönsten Mädchen und Weiber, so fanden sie auch selten mehr Lust, auf die Höhe wieder zurückzukehren.

[HGt.03_126,06] Sie nahmen dort Weiber und siedelten sich an, bauten neue große Städte, befestigten sie mit starken Ringmauern und fingen auch bald an, die Herren dieses freilich wohl großen Landes zu spielen, – was ganz besonders aber erst von ihren Söhnen, die sie gezeugt hatten mit den Töchtern der Welt in der Tiefe, der Fall war; denn diese waren kräftig und eines weltmächtigen Geistes voll, oder verständlicher gesprochen: sie waren Gesegnete der Schlange, die sie mit aller Weltmacht und Kraft und Gewalt ausrüstete.

2.5. Dem Volk Israel wurde streng geboten, sich nicht mit anderen Völkern zu vermischen, weil Jehova Sein auserwähltes Volk rein erhalten wollte. Hier hätte eine Rassenvermischung die geistig noch sehr schwachen Israeliten in die Sinnlichkeit und in den Materialismus der umgebenden heidnischen Völker, also in ihre Unzucht und in ihren Götzendienst (Vielgötterei; Menschenopfer) hinab gerissen! (2.Mose 34,16).

2.6. Selbst der anfangs weise König Salomo ging durch seine 1000, meist fremdländischen Frauen in alle Sinnlichkeit und in allen Götzendienst über (2.Kön 11, 1 – 9). Also selbst ein Salomo hätte sich streng vor einer Rassenvermischung hüten müssen, weil der eine Geist in ihm noch zu schwach war, um ihn vor der Unzucht und dem Götzendienst zu schützen!

2.7. Mose heiratete eine Mohrin = Kuschitin, nämlich die Zippora, eine der sieben Töchter des Priesters Reguel, und zeugte mit ihr einen Sohn: Gershom (2.Mose 2,16 – 22). Dies wurde dem Mose von seinen Geschwistern: Mirjam und Aaron vorgeworfen (4.Mose 12,1). Aber Jehova verteidigte Mose und Mirjam wurde eine Zeit lang aussätzig (4.Mose 12). Bei einem derart vom Geiste Gottes erfüllten Menschen wie Mose hatte die Rassenvermischung keine negativen geistigen Folgen.

2.8. Sehr aufschlussreich ist die folgende Diskussion zwischen Nathanael und Judas Ischariot über die Bedeutung des Blutes, also der Rasse. Hier wird deutlich, dass es alleine auf das höhere, reingeistige Ich im Menschen ankommt:

2.9. Jesus durch JL:

[GEJ.01_114,16] Hier macht Judas ein ganz verblüfftes Gesicht und sagt darauf kein Wort weiter; denn Petrus hatte ihn nun zu sehr getroffen. Er ging hinaus und überdachte sich die Sache, kam nach einer Weile wieder und bat uns alle um Vergebung! Er versprach auch, daß er sich von nun an vollends ändern werde und wolle nun ganz ernstlich Mein Jünger sein; nur sollten wir ihn nicht gewaltsam von uns weisen! Da sagt Nathanael, der gewöhnlich wenig und das sehr selten sprach: „In dir wohnt der Geist Kains, verstehst du mich? Und dieser Geist bessert sich auf dieser Erde nicht; denn der Geist Kains ist die Welt, und von dieser ist keine Besserung zu erwarten!“

[GEJ.01_114,17] Sagt Judas: „Ja, ja, ja, was du immer mit deinem alten Geiste Kains hast!? Wo ist Kain, und wo sind wir?! Das Geschlecht Kains ging unter; nur Noah allein blieb, und in dessen Nachkommen ist kein Tropfen des Blutes Kains mehr, sondern das reine Blut der Kinder Gottes rollt in unseren Adern. Wo aber das Blut rein ist, da ist auch der Geist rein; denn der Geist des Menschen entstammt allzeit seinem Blute, und so ist der Geist auch stets dem Blute gleich rein!“

[GEJ.01_114,18] Sagt Nathanael: „Das ist dein alter, mir nur schon zu bekannter Unsinn und gilt bei mir nichts! Gehe zu den Sadduzäern; dort kannst du mit deinem Unsinne Aufsehen machen! Bei uns aber ist das Blut eine faule Materie, und der Geist ist und bleibt für ewig Geist! Was nützt dir aber dein Gotteskinderblut, so in selbem ein unreinster Geist wohnt, wie es in dir der Fall ist?! Verstehst du mich?“

 

(Mit Genehmigung des Verfassers, 3/16)

 

Nachtrag (Red.)


[GEJ.06_152,09] „Siehe, wenn Gott nicht die große Absicht gehabt hätte, auf dieser Erde Seine Menschengeschöpfe zu Seinen Kindern auszubilden, so hätte Er für sie die Erde auch ganz mager und höchst einfach mit ein paar Fruchtgattungen und nur mit wenigen zahmen Haustieren bevölkern können, gleichwie Er solches auf zahllos vielen anderen Weltkörpern getan hat, weil auf jenen die Menschengeschöpfe nicht dieselbe hohe Bestimmung haben! Damit aber auf dieser Erde der Mensch eine übergroß vorzügliche Gelegenheit habe, sich im Betrachten und Denken zu üben und dadurch die vollste Freiheit seines Willens kennenzulernen, so hat Gott für ihn diese Erde als sein Lebensschulhaus auch so außerordentlich mannigfaltig ausgestattet, dass der Mensch von seiner Wiege an bis zu seinem Grabe genug zu denken hat, allerlei Betrachtungen und Vergleiche anstellen kann und das eine als ein ihm zusagendes Gutes erwählen und das andere als ein ihm nicht zusagendes Schlechtes verwerfen kann.

[GEJ.06_152,10] So sind die zahllos vielen Gattungen der Tiere auf die mannigfachste Art tätig und lassen sich mit allerlei Stimmen hören und mit allerlei Gebärden sehen, und der Mensch hat da eine übergroße Gelegenheit, den Tieren allerlei nützliche Beschäftigungen abzulernen und sie zu veredeln und ins Große und Zusammenhängende zu übertragen. So waren die Vögel, manche Fliegen, Käfer, Grillen und sogar die Frösche die ersten Gesangslehrer der Naturmenschen, und die Meeresschnecken lehrten den Menschen die Schiffe bauen und mit Segeln weit umherfahren.

[GEJ.06_152,11] Aber wie Gott eben der Menschen wegen auf dieser Erde eine so außerordentliche Mannigfaltigkeit von allem möglichen in allen Reichen der Natur hervorgerufen hat, so hat Er aber auch die Menschen selbst in einer so außerordentlichen und nie abzusehenden Verschiedenheit sowohl in der Gestalt wie im Charakter werden lassen, dass ihr unter tausendmal tausend Menschen schwerlich je zwei finden dürftet, die sich so gleich sehen wie ein Auge dem andern. Das aber bewerkstelligte Gott auch aus dem Grunde, damit die Menschen sich in allem und vielem voneinander unterscheiden und eben dadurch sich auch gegenseitig mit mehr Liebe begegnen. Und auf dass sie sich gegenseitig stets mehr Liebe dienend bezeigen sollen, sind sie auch mit höchst verschiedenen Fähigkeiten wohl versehen worden.

[GEJ.06_152,12] Was da gesagt ist von einzelnen Menschen, ist auch für einzelne Gemeinden und gar für ganze Völker gültig. Weil es aber also ist – was auch tausendfache Erfahrungen lehren –, so ist dann aber auch wohl sehr zu berücksichtigen, dass nicht alle Menschen auf eine und dieselbe Art zu wecken und zu belehren und für Licht und Leben zu erwecken sind. Was aber gegenüber einzelnen Menschen gilt, das gilt auch gegenüber ganzen Gemeinden und gegenüber ganzen Völkern.“

[GEJ.06_153,01] (Der Herr:) „Die Juden von Jerusalem benötigen eine ganz andere Behandlung als die Galiläer oder die Samariten oder gar die Heiden, und diese wieder eine ganz verschiedene nach ihren Ländern und Gemeinden.

[GEJ.06_153,02] Überall ist vor allem darauf zu sehen, auf was für Boden sie erstens naturgemäß, und auf welchem sie moralisch stehen. Wenn man das erforscht hat, dann erst kann man die Wege bestimmen, auf denen man sich diesen und jenen Menschen fruchtbringend nähern und sie für die Wahrheit und für das Licht des Lebens gewinnen kann.“