„Wenn du wüsstest, wie gerne Ich so manchem helfen möchte, wenn er nur zu Mir käme voll Vertrauens und Glaubens und Liebe; aber jetzt kommen die Besten  kaum mit einem Viertel Glaubens, einem Sechstel Vertrauen und einem Achtel Liebe. Siehe, bei solchen Verhältnissen gibt es denn auch wenig zu tun für Mich bei den Kranken aller Art!“

(Aus: Jakob Lorber, „Heilung und Gesundheitspflege“, Seite 220)

 


Heilung durch Gebet?

(Ergänzte Kurzfassung)

 


1. Warum die Leibeskrankheiten?

2. Voraussetzungen für Gottes Hilfe

3. Können wir in der Not auf Gottes Hilfe hoffen?

4. Jesus allein weiß, wann die rechte Zeit für eine Heilung gekommen ist

 


Gesundheit wird in unserem täglichen Leben mit Recht als höchstes Gut eingestuft und trotzdem wird ständig gegen die Grundregeln eines gesunden Lebens verstoßen. Die Folgen sind Krankheiten, Siechtum bis zu einem verfrühten Tod. Und am Ende wird Gott die Schuld am eigenen Unglück gegeben.

 

In der Folge soll versucht werden, eine kleine Auswahl von Aussagen Jesu zum Thema Heilung zusammenzufassen wie sie Jakob Lorber und Gottfried Mayerhofer empfangen durften.

 


1. Warum die Leibeskrankheiten

 

1.1.

„Würden die Menschen sich nie von Gott abwenden, so würden sie auch nie in eine Not und ein Elend verfallen…

 

Auch des Leibes Krankheiten sind allzeit nur die bitteren Folgen der Nichtbefolgung der von Mir den Menschen allzeit klar ausgesprochenen Gebote.

 

Wer diese schon von seiner Jugend an treu zu halten anfängt, der wird bis in sein hohes Alter keines Arztes bedürfen und seine Nachkommen werden nicht an den Sünden ihrer Eltern zu leiden haben, wie das bei den alten, Gott getreuen Völkern oft durch Jahrhunderte der Fall war.

Aber wenn die Menschen auszuarten angefangen haben, dann sind auch bald schwere Körperleiden über sie gekommen und haben sie die Folgen der Gering- oder Garnichtachtung der Gebote Gottes kennen gelehrt.“ (GEJ.09_035,5 f)

 

1.2.

…„Siehe, wenn der Leib hie und da krank geworden ist, so hat dies darin seinen Grund, dass durch irgendeinen Umstand fremdartige Teile in denselben gekommen sind. Sodann bemüht sich der Leib in seiner organischen Tätigkeit, diese fremden Stoffe (mittels des Nervengeistes) hinauszuschaffen. Allein es ist hier der Fall wie bei jemandem, der da ohne irgendein Hindernis in ein künstliches Labyrinth geraten ist, daraus er sich nicht so leicht wieder finden kann, wie er hineingekommen ist. Und so kann denn so ein fremdartiger Teil ebenfalls auch nicht so leicht wieder aus dem Leibe geschafft werden, wie er hineingeraten ist...

 

Wo aber dann im Leibesorganismus ein solcher Fremdteil sitzt, da hemmt er die ordnungsmäßige Tätigkeit der Organe und verursacht allerlei Störungen im Kreislaufe des Blutes und aller aus demselben entspringenden Säfte. Und so dann dadurch diese nicht zur rechten Zeit zur Sättigung zu den bestimmten Organen gelangen können, so werden die Organe dann hungrig, schrumpfen zusammen und verursachen ein krampfhaftes, schmerzliches Ziehen, werden matter und matter; und schließlich wird der Leib völlig abgespannt und die Organe verlieren alsobald samt der Elektrizität ihre elektrische Spannkraft. Und die Folge davon ist, dass der Leib dadurch hinfällig und krank wird…

 

…So ist also, kurz gesagt, eine wie immer gestaltete Krankheit des Leibes demnach nichts als ein `Besessensein` desselben von fremdartigen, dem Leibe nicht entsprechenden Elementen!

 

Obschon zwar der Leib alle Elemente naturmäßig in sich begreift, so ist aber im Gesundheitszustand von jedem doch nur so viel da, als es der Naturordnung gemäß ist. Demnach besteht die Fremdartigkeit in den unverhältnismäßigen Proportionen, d.h. im ungeteilten Zuviel oder, unter anderen Umständen, im Zuwenig.“

(HiG.01_41.01.30,02 f)

 

1.3.
Jesus weiß um unsere Nöte!

Ja, also ist es, darum sollt ihr denn auch bei allen noch so widerwärtigen Erscheinungen auf dieser Erde nicht verzagen; denn der Vater im Himmel weiß darum und weiß es am besten, aus welchem Grunde er sie zulässt!

 

Also sind die meisten Krankheiten, die die Menschen zu durchleiden haben, nichts als Verhütungen, dass die Seele nicht eins werde mit dem Fleische…“ (GEJ.02_169,11)

 

1.4.

Merket euch das zu eurem Glauben hinzu, dass es dem Menschen um seiner Seele willen eben nicht allzu zuträglich ist, so er völlig gesunden Leibes einherwandelt; denn ist sein Fleisch zu gesund, da wird es auch leicht erregt für allerlei sinnliche Lustreize, in die die Seele dann auch eher mitbegierlich wird, als so ihr Fleisch kränklich und schwach ist, - und so ist eine Leibeskrankheit gewisserart eine Wache vor der Türe des inneren Lebens der Seele!“

(GEJ.09_158,11)


1.5.
Darum habe du nur ja keine Scheu vor den mannigfachen Lebensbürden, die dir auf diesem irdischen Lebenswege hie und da begegnen werden; denn Ich werde sie zu dir senden zur Stärkung deiner Seele und deines Geistes!

 

Wenn demnach dann und wann etwas über dich kommen wird, dann denke, dass Ich es bin, der dir eine solche Stärkung zukommen lässt. Denn je mehr Ich einen Menschen liebe, desto mehr auch wird er versucht von Mir. Denn ein jeder soll Mir gleich vollkommen werden; dazu aber wird viel Selbstverleugnung, Geduld, Sanftmut und vollste Ergebung in Meinen Willen erfordert.“ (GEJ.03_120,06)

 

1.6.

Es ist bei dir – wie bei vielen – das Kreuz ein Zeichen des Schmerzens und sollte doch nur sein, was es einst für Mich Selbst war, ein Mittel zur Abstreifung des Weltlichen, ein Mittel zur Vergeistigung der menschlichen Natur, damit auch ihr, wie einst Ich – Meiner menschlichen Eigen- und Leidenschaften ledig – rein, vergeistigt aus dem Schlamme des Erdenlebens zu einem besseren emporsteigen könnet.“

(Aus: Gottfried Mayerhofer, „Ergebung in Geduld aus Liebe“, „Lebensgarten“, vollständiger Text siehe linke Randspalte unter „Gebet / Meditation / Gesundheit (1)“, Thema „Voraussetzungen göttlicher Hilfe“)

 

1.7.

…„Da werden die Leiden das Feuer sein, durch das des Menschen Lebensgold von gar manchen Schlacken gereinigt wird; denn etwas geistig Unreines kann in den Himmel nicht eingehen, was so viel gesagt haben will als: Der reine Geist aus Gott kann sich nicht eher völlig einen mit der Seele, als bis diese alles der Materie und ihrem Gerichte Angehörige völlig aus sich für immer verbannt hat. – Wer demnach eines seligen  Leibestodes von dieser Welt scheiden will, der muss auch das wohl berücksichtigen!“ (GEJ.08_082,10)

 

1.8.
Über den Ich noch allerlei Leiden und Trübsal zulasse, dem helfe Ich denn auch zur rechten Zeit; den Ich aber sein irdisch stolzes und schwelgerisches Wohlleben unbeirrt fortgenießen lasse, der trägt sein Gericht und seinen ewigen Tod schon in sich und sonach auch allenthalben mit sich. Und somit weißt du nun denn auch, warum so mancher Weltgroße und Weltreiche ungestraft bis zu seines Leibes Tode hin fortsündigen und fortgräueln kann.“ (GEJ.09_029,13)

 

1.9.

Denket euch aber nicht, dass das etwas Derartiges sei, das die gewissen blinden Weltweisen `Bestimmung` nennen, als habe Gott schon für jeden Menschen bestimmt, was er in seinem kurzen oder längeren Leben zu gewärtigen hat! Etwas Derartiges zu denken und zu glauben kann der Seele den Tod bringen, weil das eine Lehre ist, die eine heimliche Ausgeburt der Hölle ist und zu den wahren Lebensprinzipien aus Gott für die Menschen das schroffste Gegenteil darstellt. Die Bestimmung machen sich die Menschen selbst durch die Verkehrtheit ihres freien Willens und dadurch, dass sie nicht erwecken alle die sieben Lebensgeister in sich*), wodurch sie auch nicht zu der wahren Anschauung ihres innern, wahren und unvergänglichen Lebensschatzes kommen. Dadurch kommen sie auf Abwege und wollen dann auch im Lichte der Welt das wahre, innere Licht des Lebens aufsuchen und frohen Mutes nach demselben wandeln und handeln.“ (GEJ.07_052,01)

*) Liebe, Weisheit, Wille, Ordnung, Ernst, Geduld, Barmherzigkeit (siehe GEJ.07_018,01)

 

1.10.

Warum (aber) wird der Leib eines älter gewordenen Menschen immer schwächer und schwächer? Weil in ihm gewisse Fibern und Nerven von Zeit zu Zeit absterben und untätig werden, - was das Altern und Schwächerwerden des Leibes bewirkt. Und doch kann dabei der Mensch noch viele Jahre hindurch leben, ohne dass er an seiner geistigen Kraft etwas verliert, besonders so er stets nach dem Willen Gottes gelebt hat!“ (GEJ.06_246,07 ff)

 

1.11.

Solange sie nicht begreifen werden, dass Demut und Liebe, mit unbegrenztem Vertrauen verbunden, die Schlüssel sind, um bei Mir alles zu erreichen und sich selbst am schnellsten fortzuhelfen, solange werden Krankheiten und Misshelligkeiten aller Art auf sie einwirken, bis der Aussatz (Krankheit) verschwunden und durch Lebens-, Glaubens- und Liebeselemente ersetzt wird.

(Aus: Gottfried Mayerhofer, „Die Heilung des Aussätzigen“, „Predigten des Herrn“ siehe auch linke Randspalte unter „Gebet, Meditation, Gesundheit (1)“, Thema „Vom wahren Glück“)

 

 

2. Voraussetzungen für Gottes Hilfe

 

2.1.

„Zuerst müsset ihr euch selbst helfen, eueren Körper von fremden Stoffen reinigen, damit auch die Seele auf denselben einwirken kann und sie sich nicht passiv halten und ruhig zusehen muss, wie fremde Einflüsse das ihr anvertraute Kleid (Leib) vor der Zeit zerstören und sie dann wie eine Frühgeburt dort halbreif oder ganz unreif ankommt, wo man nur als eine auf dem Lebensbaume des irdischen Daseins ausgereifte Frucht fortschreiten kann.

 

Bedenket, dass Mein Segen nur dort Kraft besitzt, wo der Boden dafür zur Aufnahme bereitet ist.

 

Fanget also ihr zuerst an, den Mist auszumerzen, den ihr in eueren Körpern vielleicht schon seit Jahren angehäuft habet, und dann, wenn dieses hinweggeschafft, wird Mein Segen seine rechte Wirkung haben..."

(Gottfried Mayerhofer, "Heilung mittels Magnetismus". Nach: "Geistiges Leben" 4/2015, Seite 28)

 

2.2.

"Ich sage dir, du magst fasten und seufzen und trauern, so werde Ich dir darum dennoch nicht helfen.

 

Aber durch den Vollglauben und durch deine wahre Liebe zu Mir und daraus zu deinen Brüdern werde Ich dir allezeit helfen!

 

Wenn du voll Angst und Kleinmut sprichst: `Herr, Dein Wille geschehe!` – so gilt das bei Mir nichts. Aber so du das mit freiem und freudigem Herzen sprichst, da wirst du allezeit Hilfe finden. Denn nur in einem in Meinem Namen freien und freudigen Herzen wohne Ich kräftig; in einem bedrückten, seufzenden und ängstlichen aber ebenfalls bedrückt, seufzend und ohnmächtig.

 

Oder kann ein Baumeister auf einem zu weichen, feuchten und sandigen Boden ein kräftiges und starkes Haus erbauen? Ich meine, ein Felsgrund wird dazu wohl tauglicher sein.

 

Also muss auch dein Herz und der Glaube im Herzen zu einem Felsen werden; sonst findet Meine Kraft in dir keinen so festen Stützpunkt, dass sie, sich an ihn stemmend, nach deinem und Meinem Wunsche vollkommen wirksam äußern könnte.“ (HiG.02_48.09.26,14 ff)

 

2.3.

…“Doch du musst zu Ihm kommen in kindlichem Glauben, in wahrer Liebe und in aller Demut deines Herzens und musst zuerst bitten um die Vergebung deiner Sünden – als dann erst kann dir völlig geholfen werden.“

(Aus: Jakob Lorber, „Heilung und Gesundheitspflege“, Seite 82)

 

2.4.

…„Nur die Liebe und das Zutrauen zu Meiner wirklichen Hilfe ist der Schlüssel zur Gesundheit und auch der Schlüssel zu Meiner Gnade; je mehr sie (die Kranke) sich in diese vertieft, je schneller wird die Heilung sein, damit durch ihre Krankheit und die Genesung aus selber, der Sohn Gottes und Gott als der nämliche geehrt werde.“

(Aus: Gottfried Mayerhofer, „Die Krankheit ist nicht zum Tode“, „Lebensgarten“. Siehe auch linke Randspalte unter „Gebet / Meditation / Gesundheit (1)“, Thema „Über die Entstehung von Krankheiten und deren Heilung“, Text 5: „Die Krankheit ist nicht zum Tode…“)

 

2.5.

Mithin frage Ich: Wollet ihr gesund werden? – Keinen Sünder – sei er noch so groß – will Ich verstoßen, sobald er Reue in sich fühlet und also der Wahrheit gemäß er- und bekennet seine Fehler, die ihr habt, reuig zu Mir kommend, auf dass Ich euch diese Bürde abnehme.

(Empfangen durch F.H.K., „Ein Wort von der Wahrheit“, „Lebensgarten“. Siehe auch linke Randspalte unter „Gebet / Meditation Gesundheit (1). „Vom wahren Glück“)

 

2.6.

Also wird jeglicher Sünder, wenn er zeitig genug seine Torheit erkannt hat und zu Mir dann voll Reue und Liebe zurückkehrt, wie ein von Geburt aus Gerechter sein, so er dadurch alles unrechtmäßig Geraubte vor Mir wieder niederlegt und sich dann demütigst wieder zu Mir kehrt. Wahrlich Ich sage euch, es werden ihm alle Sünden nachgelassen werden, so ihre Zahl auch gleich wäre der des Sandes im Meere! Es soll ihm nichts genommen werden und er soll groß werden nach der Größe seiner Reue und Demut und Liebe.((HG.01_179,23)

 

2.7.

An Andreas H., der da wissen möchte bezüglich eines armen Kranken, ob demselben zu helfen sei oder nicht – und was da zu tun wäre.

 

Es kommt zwar die Frage aus einem guten Herzen, aber auch zugleich aus einem schwachen Herzen, da es noch nicht einsieht, dass Ich allzeit helfen kann und will, wenn es dem Menschen frommt zum ewigen Leben!

 

Ich tue das um so eher, wenn Ich durch ein festes Vertrauen von irgendeinem frommen Menschen dazu gewisserart liebegenötigt werde.

 

Jedoch tuet ihr zuerst das Euere, dann werde Ich schon auch das Meine tun, was da recht sein wird zum ewigen Leben!“ (HiG.01_40.08.29.c)

 

2.8.

…“Ist euch aber diese gänzliche und vollste Hingebung an mich nicht möglich, in der allein der alles bewirken könnende lebendige Glaube zu Hause ist, da ergreifet ein anderes passendes Mittel, wodurch die Ruhe der Seele bewerkstelligt werden kann.

 

Nehmet zum Beispiel einen Arzt... oder nehmet zum Magnetismus (Hände auflegen) eure Zuflucht, was noch besser sein wird, weil dadurch die Seele die nötige Ruhe erlangen wird.

 

Tut, was ihr wollt; aber tut alles, was ihr tut, ganz und in Meinem Namen, so werdet ihr leicht zu einem erwünschten Ziele gelangen. Aber mit der Halbheit wird euch nirgends und niemals geholfen sein.

 

Ich als die höchste Vollkommenheit wirke nur im Vollkommenen vollkommen, im Unvollkommenen aber wie die Sonne im Winter! Daher seid alle vollkommen in allem, wie auch Ich, euer Vater, vollkommen bin, so werdet ihr leicht überall Hilfe finden, so euch irgend etwas fehlt.

 

Aber auf eine rein wunderbare Hilfe von Mir (Wunder, Red.) fürs Fleisch dürfet ihr alle nicht rechnen, denn dazu gehört entweder ein nagelfester Glaube, mit dem ihr beinahe Berge versetzen könnet oder aber die volle Wiedergeburt des Geistes, was aber bei euch weder das eine noch das andere der Fall ist.

(Siehe auch linke Randspalte unter Kurztexte, Thema "Gibt es Wunder?")

 

Denn Euer schwacher Glaube möchte eben darum Wunder, um durch sie vermeintlich stark zu werden, was aber gerade der umgekehrte Fall wäre; denn nichts schwächt den wahren Glauben so sehr wie ein Wunder, da es den ganzen Menschen aus dem Zustande der Freiheit gewaltsamst herausreißt und ihn in den Zustand der unausweichlichen Nötigung versetzt, welche da ist ein Tod für den Geist.

 

Und nichts stärkt den Glauben mehr als das Kreuz; denn nur durch Kreuz und Leiden dieser Welt wird der Glaube genährt und gestärkt.

 

Ob ihr aber als im Geiste vollends Wiedergeborene eines Wunders, als unschädlich für euren Geist, fähig seid, - Ich meine, darüber kann euch schon eure noch sehr schwache und in manchem Stücke sinnliche Natur treulichst belehren. –

 

Aber ich helfe euch dennoch mit und in der Natur wie ganz natürlich, nur müsst ihr euch also verhalten, wie es die Ordnung der Natur erfordert, sonst kann Ich euch Selbst bei Meinem besten Willen niemals helfen außer zeitlich durch ein Gericht, womit aber in der Wahrheit sicher keinem Menschen gedient sein wird. .....

 

Ich könnte euch eine Menge guter Mittel ansagen, die alle bei der gehörigen Ruhe der Seele die entschiedenste Wirkung täten, aber auch bei der kleinsten Furcht nicht nur keine Wirkung hervorbrächten, sondern die Sache noch verschlimmern würden.

 

Daher bekümmert euch zuvor um die volle Ruhe der Seele, entweder auf die eine oder auf die andere angeratene Art, dann werde Ich euch leicht helfen können amen. –

 

Das sage Ich, der Ich jedermann helfen kann und will, der Meinen Rat vollends befolgt amen, amen, amen." (HiG.03_48.09.03,21 ff)

 

2.9.

„Ich selbst (aber) kann da nicht heilen, wo Ich die Krankheit eben als Heilmittel für die Seele zugelassen habe!“

(Aus: Gottfried Mayerhofer, „Die Macht des Gebetes“ („Festgarten“). Siehe auch linke Randspalte unter „Gebet / Meditation / Gesundheit (1)“)

 

 

3. Können wir in der Not auf Gottes Hilfe hoffen?


3.1.

Bittet, so wird euch gegeben; suchet, werdet ihr finden; klopfet an, dann wir euch geöffnet,“ schreibt Matthäus in seinem Evangelium (7,7ff).

3.2.

„Ich bin für alle (Menschen) stets gleich bereit, höre alle mit gleicher Vaterliebe und lasse jedem Flehenden zukommen, was ihm nötig ist.

 

Alles kann (darf und will) Ich natürlich nicht Selbst tun, da muss der Bittsteller auch von seiner Seite dazu beitragen, damit geschieht, um was er fleht; es genügt, wenn Ich dem Zustandekommen seiner Wünsche nicht entgegen bin, sondern mittels Meines Segens sein Werk befördern helfe; denn der Mensch, als selbständiges Wesen und Abkömmling von Mir, muss sich durch seine Taten Meiner Hilfe würdig zeigen, - sonst habe alles Ich und er gar nichts getan; wo ist dann sein Verdienst und das aus selbem entquellende Bewusstsein, dass er ausrufen könnte: `ich habe nach langem Kämpfen endlich doch erreicht, danach ich gestrebt habe!`

 

Gekämpft muss werden, mit den eigenen Leidenschaften und Vorurteilen, mit den Ideen der Welt und mit den Versuchungen derselben und nur dann wird dem Sieger auch die Krone und unter keiner anderen Bedingung!“ –

(Aus: Gottfried Mayerhofer, „Vom Verkehre mit Gott“, „Lebensgarten“, siehe auch linke Randspalte unter „Gebet / Meditation / Gesundheit (1)“, Thema „Voraussetzungen göttlicher Hilfe“)

 

3.3.

„…Darum habe du nur ja keine Scheu vor den mannigfachen Lebensbürden, die dir auf diesem irdischen Lebenswege hie und da begegnen werden; denn Ich werde sie zu dir senden zur Stärkung deiner Seele und deines Geistes!

 

Wenn demnach dann und wann etwas über dich kommen wird, dann denke, dass Ich es bin, der dir eine solche Stärkung zukommen lässt! Denn je mehr Ich einen Menschen liebe, desto mehr auch wird er versucht von Mir. Denn ein jeder soll Mir gleich vollkommen werden; dazu aber wird viel Selbstverleugnung, Geduld, Sanftmut und vollste Ergebung in Meinen Willen erfordert.

 

Wer sich aber dann ganz in Meinen Willen bewegen wird, der wird auch so vollkommen sein in seinem Geiste, wie Ich Selbst vollkommen bin, weil ein solcher Geist dadurch völlig eins wird mit Mir. (GEJ.03_120,06 ff)

 

3.4.

Ebahl:

„…Was werden wir tun, wenn uns mit der Zeit Schwächen aller Art überfallen werden, die selbst den oft Bestwilligen nicht verschonen?“

 

Sage Ich:

Ich werde jedes ernsten Strebens Hilfe, Kraft und Stütze sein! In der Zeit der Not werde Ich niemanden verlassen, der sonst stets treugläubig und Mich liebend auf Meinen Wegen gewandelt ist.

 

Ist er aber durch allerlei Lockungen der Welt von Meinen Wegen abgewichen, da muss er es sich dann schon selbst zuschreiben, so für ihn Meine Hilfe zur Zeit der Not unterm Wege verbleiben wird, und das so lange, als der Gefallene nicht voll Ernstes und reuig und vollgläubig sich an Mich wenden wird!

 

Ich werde zwar ewig ein und derselbe treue Hirte verbleiben und nachgehen den Schafen, die sich irgend verloren haben; aber das Schaf muss irgend zu blöken anfangen und sich finden lassen nach dem ihm eigenen und unantastbaren freien Willen.

 

Wer da irgend belastet ist mit einer für seine Kraft zu großen Lebensbürde, der komme im Herzen zu Mir, und Ich werde ihn stärken und erquicken! Denn Ich gebe eben darum manchem eine größere Bürde zu tragen, auf dass er fühle seine Schwäche und zu Mir käme dann im Herzen und Mich bäte um hinreichende Kraft zur leichteren Ertragung seiner größeren Lebensbürde; und Ich werde ihn stärken in jeglicher Not seines Lebens und ihm ein rechtes Licht geben, zu durchwandeln die finsteren Wege des Lebens dieser Welt. Wer aber diese zu große Bürde wohl fühlt, aber nicht zu Mir kommt im Herzen, der muss sich's selbst zuschreiben, so er erliegt unter der zu großen Last des Erdenlebens.

 

Da hast du den Bescheid auf deine Frage, Mein Freund Ebahl! – Wer noch einen Anstand hat, komme und forsche!“ (GEJ.05_169,01)

 

3.5.

Wer da Mein Wort liest und lebt danach und hat einen starken, festen Glauben, dem wird das Wort durch seinen Glauben helfen, wie es in den Evangelien gar oft zu ersehen ist.

 

Fehlt aber der rechte, lebendige Glaube, da wird das `Stehe auf und wandle` nur von geringer Wirkung sein.

 

Alsonach sind Mein Wort und der lebendige Glaube allezeit das beste Heilmittel auch fürs Fleisch, und es hat keine Apotheke ein besseres. (HiG.03_48.09.03,05f)

 

3.6.

An meiner Hilfe sollet ihr keinen Mangel haben. Soviel ihr selbst vermöget nach dem Maße eurer Kraft, soviel müsset ihr auch selbst tun; was darüber ist, das wird dann schon Meine Sache sein.

 

Denn wahrlich, sage Ich euch: Um was ihr den Vater in Meinem Namen und in Meiner euch bekannten Ordnung bitten werdet, das wird euch auch gegeben werden in dem Maße, wie es euren Seelen frommen kann. (GEJ.06_021,9)

 

3.7.

Wer da durch seine Bitte etwas von Mir erhalten will, der bitte ganz still in seinem von der Liebe zu Mir erfülltem Herzen und es wird ihm gegeben, um was er gebeten hat, so es sich mit dem Lebensheile seiner Seele verträgt.“ (GEJ.06_123,09)

 

3.8.

Den Kranken aber sage: sie sollen sich in ihrer Krankheit nicht betrüben, sondern sollen sich ernstlich an Mich wenden und sollen Mir ja ganz trauen.

 

Ich werde sie trösten, und ein Strom des köstlichen Balsams wird sich in ihr Herz ergießen, und des ewigen Lebens Quelle wird unversiegbar in ihnen offenbar werden, sie werden genesen und werden erquickt werden wie das Gras nach einem Gewitterregen.“(HGt.01_001,03)

3.9.
Alles hängt von dem ernsten Wollen des Menschen ab; so er sich ernstlich bessert und volltrauig Gott bittet um etwas Rechtes und Gutes immer in Meinem Namen, so wird es ihm gegeben werden nach dem Maße seiner wahren Besserung und seines Glaubens und Vertrauens.

 

Und du kannst nun mit Meiner allerwahrhaftigsten Verheißung denn auch vollends zufrieden sein.“ (GEJ.06_069,10)

3.10.
So du lebendig allein bei Mir Hilfe suchst, so wirst du vollkommen gesund werden; denn da wirst du in Meiner Liebe das kräftigste Heilmittel gegen jedes Übel in deiner eigenen Brust tragen, welche Arznei ein alleiniges Universalmittel ist!

 

Denn siehe, alle irdischen Arzneien gleichen in Hinsicht ihrer Wirkung wie ein Kampf der Höllengeister untereinander und sind daher allezeit ein wahres malum contra malum (Übel gegen Übel. Hrsg.).

Meine Hilfe aber ist in jeder Hinsicht ein wahres bonum contra malum (Gutes gegen Übles. Hrsg.), daher dasjenige wahre Heilmittel, durch das der Mensch allein von jeglichem Übel aus dem Grunde für ewig geheilt werden kann!“ (HiG.03_45.09.15 f)

 

3.11.

„Willst du aber vollkommen gesund werden, da vertraue dich nur Mir allein fest an, und das mehr denn deinen Alten und Ärzten, sonst kann Ich dir nicht helfen. Ich kann aus Meiner großen Erbarmung es wohl zulassen, dass du halbsiech erhalten wirst von den Ärzten; aber ganz gesund wohl sehr schwer, oder nie!

 

Wenn du wüsstest, wie gerne ich so manchem helfen möchte, wenn er nur zu Mir käme voll Vertrauens und Glaubens und Liebe; aber jetzt kommen die Besten kaum mit einem Viertel Glauben, einem Sechstel Vertrauen und einem Achtel Liebe; siehe, bei solchen Verhältnissen gibt es denn auch wenig zu tun für Mich bei den Kranken aller Art!

 

Solches aber sage Ich dir zu diesem deinem Tage, dieweil Ich dich doppelt gesund machen will; verstehe aber wohl, was das heißt: doppelt gesund!

 

Das alles sage Ich, dein lieber Jesus."

(Aus: Jakob Lorber, Heilung und Gesundheitspflege, Seite 220, Lorber Verlag)

 

3.12.

Vertrauet nur alle fest auf Mich, das ist und bleibt die beste Arznei

und denket stets: was unser Herr und lieber Vater tut, ist wohlgetan! Und ihr werdet nie fehlen und nie den Segen eures Vaters missen, der euch alle liebt und nur euer bestes will! Amen!“

(Aus: Gottfried Mayerhofer, „Mit Geduld und Vertrauen“, „Lebensgarten“, siehe auch linke Randspalte unter „Gebet, Meditation, Gesundheit (1)“, Thema „Vom wahren Glück“)

 

3.13.

„Vertrauet stets auf Mich und alle Berge von Hindernissen werden sich ebnen…!“

(Aus: Gottfried Mayerhofer, „Ein Gnadenwort über den Willen des Herrn“, „Lebensgarten“, siehe auch linke Randspalte unter „Gebet, Meditation, Gesundheit (1)“, Thema „Vom wahren Glück“)

 

3.14.

Nur der Wunderheiland, der diese Krankheit durch bloße Berührung oder durch ein Wort zu heilen vermag, der wird und muss hier wegbleiben; denn in geistiger Hinsicht muss jeder Aussätzige (Kranke) sich selbst heilen und so selbst sein Heiland werden.“

(Aus: Gottfried Mayerhofer, „Die Heilung des Aussätzigen“, „Predigten des Herrn“ siehe auch linke Randspalte unter „Gebet, Meditation, Gesundheit (1)“, Thema „Vom wahren Glück“)

 

3.15.

„Betet, und Ich aber werde dann schon tun, was des Rechtens sein wird. Amen!“ (HiG.02_42.04.12,07)

 

 

4. Jesus allein weiß, wann die rechte Zeit

für eine Heilung gekommen ist

 

4.1.

„Alles hängt von dem ernsten Wollen des Menschen ab; so er sich ernstlich bessert und volltrauig Gott bittet um etwas rechtes und Gutes immer in Meinem Namen, so wird es ihm gegeben werden nach dem Maße seiner wahren Besserung und seines Glaubens und Vertrauens. Und du kannst nun mit solcher Meiner allerwahrhaftigsten Verheißung denn auch vollends zufrieden sein.“ (GEJ.06_069,10)

 

4.2.

„…Und so ist auch jeder Mensch die Frucht seines ihm eigenen Glaubens und der Glaube selbst die Frucht der Liebe des Menschen. – Und daher kurz gesagt: Wie einer glaubt, so wird er schauen, und wie er liebt, so wird er leben.

 

Wer aber Meinen Worten glaubt, der hat Mich in sich aufgenommen, insoweit er glaubt, dass Ich es bin, der ihm solches kundgebe. Und da jeder Mensch im Grunde seines Wesens seine eigene Liebe ist, so werde dann Ich, wenn er Mich durch den Glauben in seine Liebe aufnimmt, seine Liebe, wie er die Meinige wird. Denn wie er Mich aufgenommen hat, so habe auch Ich ihn aufgenommen. Und so werden wir dann eins werden, wie der Baum und der Apfel im Grunde doch nur eins sind – und werden ineinandergreifen wie die Räderzähne einer Uhr – und daraus wird dann eine Wahrheit werden.“ (HiG.01_40.11.08,29)

 

4.3.

Sobald das rechte feste Vertrauen in der Brust der / des Kranken hergestellt ist, aber ein felsenfestes Vertrauen auf Mich, dann wird die Heilung schneller vor sich gehen.

 

Bis jetzt war es immer nur ein Schwanken zwischen Glauben und Zweifel, würde sie (die / der Kranke) ganz fest nur Mir alles in Meine Hände legen, so würde sie erstaunen, was deine täglichen magnetischen Striche (Hände auflegen) verstärkt durch Meinen Segen, für Wirkungen hervorbringen würden...

 

Würdet ihr das so recht begreifen, was Ich unter festem Vertrauen verstehe: in einem Tage, ja in einer Stunde wäre dein Weib (der / die Kranke) gesund, allein dieses Vertrauen muss von innen heraus zu Mir rein und mit Inbrunst Mir entgegen strömen, dann werdet ihr sichtbar fühlen, wessen die Liebe fähig ist und was der Vater Seinen liebenden Kindern gewähren kann!“

(Aus: Gottfried Mayerhofer, „Geduld und Vertrauen“, „Lebensgarten“, Lorber Verlag)

 

4.4.

…„Sie solle nur im Vertrauen auf Mich nicht nachlassen, denn nur die Liebe und das Zutrauen zu Meiner wirklichen Hilfe ist der Schlüssel zur Gesundheit und auch der Schlüssel zu Meiner Gnade; je mehr sie sich in diese vertieft, je schneller wird die Heilung sein, damit durch ihre Krankheit und die Genesung aus selber, der Sohn Gottes und Gott als der nämliche geehrt werde!“

(Aus: Gottfried Mayerhofer, „Die Krankheit ist nicht zum Tode“, „Lebensgarten“. Siehe auch linke Randspalte unter „Gebet / Meditation / Gesundheit (1)“, Thema „Über die Entstehung von Krankheiten und deren Heilung“, Text 5: „Die Krankheit ist nicht zum Tode…“)

 

4.5.

Auf einen Streich fällt kein Baum um, und mit einem Eimerzuge schöpft man keinen Brunnen aus. Und so geht es überall; der gute Wille, die Zeit und die rechten Mittel können Berge versetzen und ein Meer trockenlegen!

 

Bei Gott ist kein Ding unmöglich; wo Er hilft geistig und natürlich, da geht alles! Daher sei du nur ganz getröstet und vertraue fest auf den Herrn und es wird dann schon alles um vieles besser gehen, als du es dir nun vorstellst!“ (GEJ.03_124,17f)

 

4.6.

„Wann aber das Gebet die gerechte Glaubenskraft erreicht hat, das weiß nur Ich.

 

Das Gelingen richtet sich allezeit nach der selbsttätigen Glaubenskraft. Je mehr diese fest und unerschüttert anhält an Meinen Namen, desto näher liegt auch das Gelingen, welches allezeit in der gänzlichen, ungezweifelten Ergebung, Geduld und aller Liebe und Sanftmut liegt.

 

Wann aber diese den rechten Grad erreicht hat, das weiß nur Ich, wie schon gesagt. Daher darf in jeder Bitte die Geduld nicht ausgeschlossen werden, damit sich ein jeder selbst prüfe, wie stark er an Meinem Namen hält.

 

Zu jeder Bitte aber soll hinzugesetzt werden: „Herr, führe uns nicht in die Versuchung, sondern erlöse uns vom Übel!“ – Desgleichen tue auch du…“ (HiG.01_41.04.18,03 ff)

 

4.7.

„So denke, dass Ich die Ewige Liebe bin, der alle Dinge möglich sind! Denn Meine Wege sind unendlich und Meine geheimen Ratschlüsse unerforschlich!“ (HiG.01_41.02.02,01)

 

4.8.

„Mit Mir vermöget ihr alles, ohne Mich aber nichts!“ (GS.01_098,13)

 

 

Jesus also kann und will uns im Rahmen Seiner Ordnung helfen, aber wir müssen unseren Teil dazu beitragen und die Voraussetzungen für eine Hilfe selbst schaffen durch die Liebe zu Jesus, Reue und die Bitte um Vergebung der Sünden, Demut und Vertrauen, sprich einen festen Glauben. Zudem ist Geduld gefragt, denn Jesus allein weiß, wann die rechte Zeit für eine Heilung gekommen ist: „Dein Wille geschehe!“

 

Siehe auch linke Randspalte unter "Gebet / Meditation / Gesundheit (2)" die ausführliche Fassung  „Heilung durch Gebet“, Teile 1 und 2 sowie die Themen  „Wer sich selbst verleugnet, überwindet die Welt“, „Warum lässt Gott das Leid auf der Welt zu?“

 

Von Jakob Lorber sei auf die Buchausgabe hingewiesen: „Heilung und Gesundheitspflege“, 240 Seiten, Lorber Verlag.


(Stand Oktober 2020)