Über den Selbstmord


1

"Es ist in jeden Menschen der Trieb gelegt, sein Leben zu erhalten, es zu verlängern und so angenehm wie möglich zu gestalten. Dieser nötige Erhaltungstrieb für die äußere Hülle oder Umkleidung des geistig-seelischen Menschen mußte tief in ihn gelegt und eingepflanzt werden, damit er nicht bei den geringsten Mißhelligkeiten während seiner irdischen Lebensbahn auf den Gedanken kommt, diesen hindernden Trieb zu unterdrücken und sich seines Körpers noch vor der Reife des inneren Menschen zu entledigen.

 

Dieser Erhaltungstrieb ist so mächtig und nötig, daß nur Menschen, welche auf alles Geistige verzichten, keinen Glauben und keine Religion im wahrsten Sinn haben oder durch verkehrte Weltansichten oder geistige Störungen in ihrem Lebensorganismus geschwächt sind, dahin kommen können, die so tief eingewurzelte Liebe zum Leben zu zerstören und ihrem Dasein von sich aus früher ein Ende zu machen, als es im Plane Meiner göttlichen, überall gültigen Gesetze bestimmt war.

 

Solche Selbstmörderseelen werden im Jenseits einen mit weit schwierigeren Umständen verknüpften Weg zur Ausreife zurückzulegen haben, weil sie unreif aus dieser Welt gegangen und ebenfalls unreif in eine andere eingetreten sind." (PH.01_038,20)


2

Hat ihnen Gott denn das Leibesleben darum gegeben, daß sie es vernichten sollen?!

Das Leben des Leibes ist das dem Menschen von Gott gegebene Mittel, durch welches er das Leben der Seele für ewig gewinnen kann und soll.

Nun, so er aber das Mittel zuvor vernichtet, womit soll er dann das Leben der Seele erhalten und eigentlich zuvor gewinnen?

So ein Weber zuvor seinen Webstuhl zerstört und vernichtet, wie wird er auf demselben hernach seine Leinwand weben?

Ich sage es dir: Die Selbstmörder – so sie nicht Irrsinnige sind – werden schwerlich je oder auch gar nie das Reich des ewigen Lebens besitzen!

Denn wer einmal ein solcher Feind seines Lebens ist, in dem ist keine Liebe zum Leben; ein Leben ohne Liebe aber ist kein Leben, sondern der Tod.“ (GEJ.06_163,2ff)

 

3

Kurz, wenn eine Seele einmal, auf Grund einer schlechten Erziehung, aller Liebe, auch der zu sich selbst, bar geworden ist, dann ist von der ganzen Hölle, als des Lebens ärgstem Feinde, auch die ganze Seele durchdrungen und wird dadurch in sich selbst ein Feind des eigenen Lebens und Seins und trachtet stets, auf irgendeine schmerzlose Art dasselbe zu vernichten! Bei solch einer totalen Lebensfeindschaft muß am Ende ja alles aus den Lebensfugen gehen, und eine solche Seele kann dann jenseits doch unmöglich anders als ganz in ihre Urlebenssonderformen aufgelöst erscheinen, und da nur in deren fleischlosen Skeletten, die bloß das notwendige Gericht in sich tragen.“ (GEJ.04_152,08)

 

4

Ich aber sage es euch, dass jenseits die Selbstmörder schwerlich je Gottes Angesicht schauen werden! Ich könnte euch davon auch sogar den mathematisch festgestellten Grund zeigen; aber es lohnt sich wahrlich der Mühe nicht. Es genügt, dass ihr Mir das glaubet, was Ich euch als Folge des Selbstmordes angab. Sein Grund ist stets eine Art Blödheit, aus der Verzweiflung hervorgehend, und diese ist eine Folge irgendeines Frevels gegen Gott oder gegen Seine Gebote.“ (GEJ.04_125,12)


5
„…Ein Leck bleibt einer solchen (Selbstmörder-)Seele doch für immer, und das besteht darin, daß sie nahe nie wieder zur vollen Kindschaft Gottes gelangen kann; über die Seligen des ersten, äußersten und somit auch untersten Himmels, oder gar nur bis an die Grenzmarken desselben, kommt eine  selbstmörderische Seele kaum je.“ (GEJ.04_152,13)

Siehe auch z.B. unter GEJ.04_152,01ff