Über den Selbstmord

 

 

Vorbemerkung:


Geschäftsmäßig organisierte Sterbehilfe darf in Deutschland nicht generell verboten werden. Die bisherige Regelung verletze den Einzelnen im Recht auf selbstbestimmtes Sterben, urteilte das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe am Mittwoch nach Klagen von Schwerkranken, Sterbehelfern und Ärzten (Az.2 BvR 2347/15 u.a., Februar 2020).


Dieses Recht schließe die Freiheit ein, sich das Leben zu nehmen und auf die freiwillige Hilfe Dritter zurückzugreifen. Das gilt ausdrücklich für jeden, nicht nur für unheilbare Kranke. Die Richter erklärten den Strafrechtsparagraphen 217, der seit Dezember 2015 geschäftsmäßiger Sterbehilfe verbietet, für nichtig.“ (Nach: Kölner Stadtanzeiger)


Hier einige Textstellen der Neuoffenbarung zum Thema „selbstbestimmtes Sterben“ bzw. Selbstmord:

 

1

Jesus:Wenn ihr jetzt die Welt stets ärger, stets schlechter werden seht, wenn die Menschen stets unzufriedener, stets missmutiger, stets grausamer, stets egoistischer werden, so ist überall der Grund der, dass niemand den eigentlichen Weg zum Frieden, zur Genügsamkeit und zum völligen Ergeben in Meine Führung mehr erkennt. Je mehr dieses Haschen nach flüchtigen Weltgütern und mächtigen Stellungen fortgeht, desto mehr entfernen sich die Menschen von dem eigentlichen Quell aller besseren Tugenden, und selbst das Wort ,Liebe‘ ist ihnen nur insofern bekannt, als es sich auf ihre irdischen Genüsse bezieht, denen sie mit aller Hast nachjagen, und die sie um jeden Preis erringen wollen.

 

Hier seht ihr die Quelle vieler Selbstmorde, als Folge von Überdruss, weil das Erwünschte sich nicht erreichen ließ. Es ist dies auch der Beweis, wie wenig in solchen Herzen von Religion oder von dem Begriff eines ewigen, geistigen Lebens vorhanden ist, wo Vergeltung für Gutes und Böses den Dahingeschiedenen erwartet, indem er in solche Lagen versetzt wird, in denen er, auf sich selbst beschränkt, alles Schlechte und Falsche aus seinem Innern ausmerzen muss, bevor er eine bessere Stellung im Geisterreiche erhalten kann.

 

Unter solchen Menschen ist natürlich denjenigen, welche wirklich Mir leben, Mir folgen und durch Taten Mir beweisen wollen, dass sie Mich lieben, das Fortschreiten bedeutend erschwert, weil sie gegen die Meinung der Mehrzahl ankämpfen müssen und, wie einst Meine Jünger, für das Segenverbreiten nur Hass und Spott ernten.

 

Aber dieses Kämpfen, dieses Streiten gegen den mächtigen Strom der materiellen Welt, das auch Meiner Jünger Los war, dieses Kämpfen ist notwendig, um Meine Kindschaft zu erreichen. Denn wenn es nicht Gott, das höchste Wesen wäre, das euch zu Seinen Kindern erziehen will, so wäre es nach menschlichen Begriffen und Forderungen schon genügend, wenn ihr so wie die große Mehrzahl der Menschen lebtet, d.h. wenn ihr Mir die Ehre zollet, euch wohl die besten Lehren gegeben zu haben, es aber euch überlassen bliebe, wie und wann ihr diese bequem mit euren weltlichen Bedürfnissen vereinbaren wolltet.

 

Aber so habe Ich es nicht gemeint, als Ich damals Meinen Jüngern sagte: `Wer Mich liebt, der wird Mein Wort halten!` und wie Ich euch auch jetzt wieder zurufe: `Wer Mich liebt, der muss es durch Taten beweisen!`“ (PH.01_026,11 ff)

 

2

Es ist in jeden Menschen der Trieb gelegt, sein Leben zu erhalten, es zu verlängern und so angenehm wie möglich zu gestalten. Dieser nötige Erhaltungstrieb für die äußere Hülle oder Umkleidung des geistigseelischen Menschen musste tief in ihn gelegt und eingepflanzt werden, damit er nicht bei den geringsten Misshelligkeiten während seiner irdischen Lebensbahn auf den Gedanken kommt, diesen hindernden Trieb zu unterdrücken und sich seines Körpers noch vor der Reife des inneren Menschen zu entledigen.

 

Dieser Erhaltungstrieb ist so mächtig und nötig, dass nur Menschen, welche auf alles Geistige verzichten, keinen Glauben und keine Religion im wahrsten Sinn haben oder durch verkehrte Weltansichten oder geistige Störungen in ihrem Lebensorganismus geschwächt sind, dahin kommen können, die so tief eingewurzelte Liebe zum Leben zu zerstören und ihrem Dasein von sich aus früher ein Ende zu machen, als es im Plane Meiner göttlichen, überall gültigen Gesetze bestimmt war.


Solche Selbstmörderseelen werden im Jenseits einen mit weit schwierigeren Umständen verknüpften Weg zur Ausreife zurückzulegen haben, weil sie unreif aus dieser Welt gegangen und ebenfalls unreif in eine andere eingetreten sind." (PH.01_038,20 f)

 

3

"Es ist in jeden Menschen der Trieb gelegt, sein Leben zu erhalten, es zu verlängern und so angenehm wie möglich zu gestalten. Dieser nötige Erhaltungstrieb für die äußere Hülle oder Umkleidung des geistig-seelischen Menschen mußte tief in ihn gelegt und eingepflanzt werden, damit er nicht bei den geringsten Mißhelligkeiten während seiner irdischen Lebensbahn auf den Gedanken kommt, diesen hindernden Trieb zu unterdrücken und sich seines Körpers noch vor der Reife des inneren Menschen zu entledigen.

 

Dieser Erhaltungstrieb ist so mächtig und nötig, dass nur Menschen, welche auf alles Geistige verzichten, keinen Glauben und keine Religion im wahrsten Sinn haben oder durch verkehrte Weltansichten oder geistige Störungen in ihrem Lebensorganismus geschwächt sind, dahin kommen können, die so tief eingewurzelte Liebe zum Leben zu zerstören und ihrem Dasein von sich aus früher ein Ende zu machen, als es im Plane Meiner göttlichen, überall gültigen Gesetze bestimmt war.

 

Solche Selbstmörderseelen werden im Jenseits einen mit weit schwierigeren Umständen verknüpften Weg zur Ausreife zurückzulegen haben, weil sie unreif aus dieser Welt gegangen und ebenfalls unreif in eine andere eingetreten sind." (PH.01_038,20)


4

Hat ihnen Gott denn das Leibesleben darum gegeben, dass sie es vernichten sollen?!

Das Leben des Leibes ist das dem Menschen von Gott gegebene Mittel, durch welches er das Leben der Seele für ewig gewinnen kann und soll.

Nun, so er aber das Mittel zuvor vernichtet, womit soll er dann das Leben der Seele erhalten und eigentlich zuvor gewinnen?

So ein Weber zuvor seinen Webstuhl zerstört und vernichtet, wie wird er auf demselben hernach seine Leinwand weben?

Ich sage es dir: Die Selbstmörder – so sie nicht Irrsinnige sind – werden schwerlich je oder auch gar nie das Reich des ewigen Lebens besitzen!

Denn wer einmal ein solcher Feind seines Lebens ist, in dem ist keine Liebe zum Leben; ein Leben ohne Liebe aber ist kein Leben, sondern der Tod.“ (GEJ.06_163,2 ff)

 

5

Kurz, wenn eine Seele einmal, auf Grund einer schlechten Erziehung, aller Liebe, auch der zu sich selbst, bar geworden ist, dann ist von der ganzen Hölle, als des Lebens ärgstem Feinde, auch die ganze Seele durchdrungen und wird dadurch in sich selbst ein Feind des eigenen Lebens und Seins und trachtet stets, auf irgendeine schmerzlose Art dasselbe zu vernichten! Bei solch einer totalen Lebensfeindschaft muß am Ende ja alles aus den Lebensfugen gehen, und eine solche Seele kann dann jenseits doch unmöglich anders als ganz in ihre Urlebenssonderformen aufgelöst erscheinen, und da nur in deren fleischlosen Skeletten, die bloß das notwendige Gericht in sich tragen.“ (GEJ.04_152,08)

 

6

"So wenig du dich jetzt deines Körpers entledigen kannst, weil er innig mit deiner Seele verbunden ist, außer durch einen Selbstmord, wo du aber mit dem Körper auch geistig die Seele zerstören würdest, ebenso wenig kannst du dich aller weltlichen Verbindungen entäußern, beide sind da zur Bildungsschule deines geistigen Menschen; dein Körper als steter Antagonist (Behinderer) deiner geistigen Bildung, als Wecker und Anreizer zum Kampfe gegen seine tierischen Leidenschaften, und die Welt mit ihren schlechten Tendenzen und Beispielen, als Übungsmittel, selbst mitten im Schlamme sich nicht zu beschmutzen, inmitten des Lasters doch tugendhaft, rein bleiben zu können.

 

Hier ist das Verdienst, wo geduldet, gelitten und gekämpft wird, um sein eigenes Ich doch rein und unbefleckt aus diesem Kampfe zu retten; das Fliehen vor der Gefahr ist nicht heldenmütig, sondern das Bestehen, das Siegen über selbe, solches ist Sache Meiner Kinder, Kinder eines Gottes, eines höchsten Geistes." (Aus: Gottfried Mayerhofer, "Soziale Winke I", "Lebensgarten")

 

7

Ich aber sage es euch, dass jenseits die Selbstmörder schwerlich je Gottes Angesicht schauen werden! Ich könnte euch davon auch sogar den mathematisch festgestellten Grund zeigen; aber es lohnt sich wahrlich der Mühe nicht. Es genügt, dass ihr Mir das glaubet, was Ich euch als Folge des Selbstmordes angab. Sein Grund ist stets eine Art Blödheit, aus der Verzweiflung hervorgehend, und diese ist eine Folge irgendeines Frevels gegen Gott oder gegen Seine Gebote.“ (GEJ.04_125,12)


8
„…Ein Leck bleibt einer solchen (Selbstmörder-)Seele doch für immer, und das besteht darin, dass sie nahe nie wieder zur vollen Kindschaft Gottes gelangen kann; über die Seligen des ersten, äußersten und somit auch untersten Himmels, oder gar nur bis an die Grenzmarken desselben, kommt eine  selbstmörderische Seele kaum je.“ (GEJ.04_152,13)

 


Siehe auch die vollständigen Texte unter GEJ.04_152,01 ff. („Die verschiedenen Arten der Selbstmörder und deren Zustände im Jenseits“).

 

Selbstmord (selbstbestimmtes Sterben) wegen schwerer, unheilbarer Krankheit ist allerdings nicht erwähnt. Jesus sagt nur:


Es gibt aber noch weiter eine Menge Arten des Selbstmordes, die aber in ihren Folgen nicht so bösartig auf die Seele einwirken wie die beiden soeben beschriebenen (Selbstmörder aus Eifersucht oder Selbstmörder, die im geheim ein großes Verbrechen begangen haben), jedoch irgend gute Folgen für die Seele hat kein Selbstmord! (GEJ.04_ 152,12)

 

Siehe auch linke Randspalte unter "Texte der Neuoffenbarung zu..." Themen "Über die Seele", "Die Seele im Jenseits" u.a.