12 Fragen und Antworten Teil 2

 

7. Warum kam Jesus gerade auf

unsere kleine Erde?

 

7.1.

"Bei all den ewig zahllos vielen Vorschöpfungen, die alle einen Urgroßweltenmenschen darstellten und ausmachten, bin Ich nicht auf irgendeiner Erde derselben als ein Mensch ins Fleisch gehüllt worden durch die Kraft Meines Willens, sondern korrespondierte mit ihren Menschengeschöpfen nur durch für jene Schöpfung geschaffene reinste Engelsgeister.

Nur diese Schöpfungsperiode hat die Bestimmung, auf irgendeinem kleinen Weltenerdkörper, welcher gerade diese Erde ist, Mich für alle die vorhergehenden wie für alle in der nie endenden Ewigkeit nachfolgenden Schöpfungen in Meiner ewig urgöttlichen Wesenheit im Fleische und in engster Form vor sich zu haben und von Mir Selbst belehrt zu werden.

Ich wollte für alle künftigen Zeiten und Ewigkeiten Mir wahre und wirkliche, Mir völlig ähnliche Kinder nicht nur wie gewöhnlich erschaffen, sondern durch Meine väterliche Liebe wahrhaft zeihen, damit sie dann mit Mir beherrscheten die ganze Unendlichkeit.

Um aber das zu erzielen, nahm Ich, der unendliche, ewige Gott, für das Hauptlebenszentrum Meines göttlichen Seins Fleisch an, um Mich euch, Meinen Kindern, als schau- und fühlbarer Vater zu präsentieren und euch Selbst aus Meinem höchst eigenen Munde und Herzen zu lehren die wahre, göttliche Liebe, Weisheit und Kraft, durch die ihr dann Mir gleich beherrschen sollet und werdet nicht nur alle die Wesen dieser gegenwärtigen Schöpfungsperiode, sondern auch die vorangegangenen und alle die noch künftig folgenden.

Und es hat demnach diese Schöpfungsperiode vor allen anderen den für euch noch lange nicht hell genug zu erkennenden Vorzug, daß sie in der ganzen Ewigkeit und Unendlichkeit die einzige ist, in der Ich Selbst die menschliche Fleischnatur vollkommen angezogen und Mir im ganzen, großen Schöpfungsmenschen diese Hülsenglobe*), in dieser des Sirius Zentralsonnengebiet, von den zweihundert Millionen ihn umbahnenden Sonnen eben diese und von ihren sie umkreisenden Erdkörpern gerade diesen, auf dem wir uns nun befinden, erwählt habe, um auf ihm Selbst Mensch zu werden und aus euch Menschen Meine wahren Kinder für die ganze Unendlichkeit und Ewigkeit nach vor-  und rückwärts zu zeihen." (GEJ.04_255,02f)

*) Siehe linke Randspalte: "Texte der Neuoffenbarung zu...", unter "Gottes Schöpfungs- und Erlösungsplan"


7.2.

"Nach der alten Ordnung konnte niemand in die Himmel kommen, der einmal in der Materie gesteckt ist, von nun an (Lebenszeit Jesu) aber wird niemand wahrhaft zu Mir in den höchsten Himmel kommen können, der nicht gleich Mir den Weg der Materie und des Fleisches durchgemacht hat.

Wer immer von nun an in Meinem Namen getauft wird mit dem lebendigen Wasser Meiner Liebe und mit dem Geiste Meiner Lehre und in Meinem Namen und Tat nach, von dem ist die alte Erbsünde für ewig abgewischt, und sein Leib wird dadurch nicht sein eine alte Mördergrube der Sünde, sondern ein Tempel des Heiligen Geistes." (GEJ.04_105,01f)


7.3.

"Die Erde ist nicht ein Ort der Reinigung, sondern nur ein Ort der Prüfung des freien Willens, und da ist denn auch alles frei. Guter Sinn und Unsinn, Satan und Engel können nebeneinander einhergehen.

Damit aber der Wille des Geistes in seiner Freiheit sich üben kann, so müssen auf einem Weltkörper auch allerlei Reizungen vorhanden sein, welche unablässig dahin wirken, den Menschen von der Wahrheit abzuziehen und ihn ins Falsche zu leiten, wodurch dann ein jeder Mensch, wie ganze Gesellschaften, einen beständigen Kampf zu bestehen haben, durch welche die Lebenskraft geübt und die Freiheit des Willens irgendeine bestimmte Richtung annehmen muß." (GS.01_00,06f)


7.4.

"Ich könnte durch Mein allmächtiges Wort freilich alle Menschen im Augenblicke umgestalten; aber wo bliebe dann ihres Geistes durch sich selbst zu gewinnende Lebenstüchtigkeit und Freiheit?

Ihr sehet also aus dem nun leicht, daß es kein Leichtes ist, den bei den Völkern eingeschlichenen Irrtümern wirksam und unbeschadet der Freiheit ihres Willens und dessen geistig notwendiger Selbstbestimmung zu begegnen.

Aber es ist auch ebenso schwer zu verhüten, daß solche Irrtümer nie einreißen können; denn es muß dem geistigen Teile des Menschen Wahres und Falsches und Gutes und Böses zur freien Erforschung, Erkenntnis und Wahl vorgestellt werden, ansonst er nie zum Denken gebracht werden würde.

Er muß sich gleichsam in einem Kampfe befinden, ansonst er einschliefe; und sein Leben muß stets neue Gelegenheit bekommen, sich als solches zu üben und dadurch aus sich selbst zu erhalten, zu stärken und also seine Vollendung zu erreichen.

Würde Ich es nicht zulassen, daß je Irrtümer unter die Menschen kämen, sondern nur die Wahrheit mit ihren bestimmten und vollends notwendigen Wirkungen, so würden die Menschen einem allerreichsten Prasser und Wollüstling gleichen, der am Ende für gar nichts mehr sorgt als bloß ganz stumpf nur, daß sein Bauch die Ausfüllung zur rechten Zeit bekommt.

Versorgen wir alle Menschen leicht möglich auf das beste für den Leib nur, und ihr könnet vollkommen versichert sein, daß es bald keinen Priester, keinen König, keinen Soldaten, aber auch keinen Bürger, keinen Landmann und keinen Arbeiter und Handwerker mehr geben wird; denn wofür sollte er arbeiten oder in irgend etwas tätig sein, da er ja ohnehin über Hals und Kopf mit allem bestens versehen ist für sein ganzes Leben?

Darum muß Not und Elend unter den Menschen sein und Schmerz und Leid, auf daß der Mensch nicht ersterbe in einer tatlosesten Trägheit!

Ihr sehet nun aus dem, wie alles unter den Menschen sein muß, damit sie gleichfort zu allerlei Tätigkeit aufgefordert werden; und es ist dann aus diesem Hauptlebensgrunde ebenso untunlich, das Einschleichen der Irrtümer zu verhindern, als die eingeschlichenen am Ende auszurotten.

Und die stets argen Folgen, die den Irrtümern folgen, sind am Ende auch die dienlichsten Mittel zur Austreibung der Irrtümer und zur Ausbreitung der Wahrheit.

Die Menschheit muß durch Not und Elend, die aus der Lüge und aus dem allerartigen Betruge entstehen, die schreiendste Notwendigkeit der Wahrheit erst tief und lebendig zu fühlen und sie vollernstlich zu suchen anfangen, so wie sie der alte Ouran vom Pontus gesucht hat, dann wird die Menschheit die Wahrheit auch bald finden, wie sie Ouran gefunden hat, und dann erst wird die unter allerlei notwendigen Beschwerden gefundene Wahrheit der Menschheit wahrhaft nützen; würde er (der Mensch) sie aber ebensoleicht finden, wie mit dem Auge die Sonne am hellen Firmament, so hätte sie für ihn nur zu bald keinen Wert mehr, und er würde, um sich zu zerstreuen, der Lüge nachrennen, gleichwie der Wanderer am Tage soviel als nur möglich den Schatten aufsucht; und je dichter er einen findet, desto lieber ist er ihm.

Der Mensch dieser Ersde ist alsonach gerade so, wie er vom Grunde aus sein muß, um eigentlich erst ein Mensch zu werden; aber es müssen denn auch alle seine äußeren Verhältnisse also sein und kommen, auf daß der Mensch, durch sie genötigt, erst ein wahrer Mensch wird!" (GEJ.03_168,01f)


7.5.

"Siehe, Meine Schule ist (eben) eine andere als die der Menschen auf der Welt!" (HiG.02_42.09.10,04)


7.6.

"...Ich tue von Ewigkeit her nichts ohne den sicher weisesten Grund. Daß aber ein sehr weiser und erfahrungsreicher Arzt, so er zu einem Kranken kommt, vor allem darauf sehen und merken wird, wo im Leibe der Hauptsitz der Krankheit ist, versteht sich von selbst.

Hat er das wohl erkannt, so wird er alsbald durch seine Mittel versuchen, den noch so kleinen, am meisten kranken Nerv im Menschen zu heilen und neu zu beleben. Ist dieser Nerv einmal wieder in der gesunden Ordnung, so wird dann alsbald darauf der ganze Mensch gesund.

Und sieh, also weiß auch Ich am besten um den kranken Nerv im Großen Weltenmenschen und bin darum eben zu diesem kranken Nerv gekommen (unsere Erde), um ihn zuerst zu heilen, auf daß dann der ganze, große (Welten)Mensch gesund werde!" (GEJ.06_247,02f)


7.7.

"Und so bin Ich auch aus dem Grunde Selbst im Fleische auf diese Erde gekommen, daß Ich dem Menschen jene Wege zu wandeln vorzeichne, auf denen er erstens wieder wahr und lebendig inne wird, daß und wie seine Seele als sein eigentliches Ich nach dem Tode des Leibes fortlebt, und zweitens, daß er so lange, als er auf dieser Erde zu leben hat, gesund und kräftig bleibe bis in ein hohes Alter und sein Scheiden kein schmerzliches und qualvolles, sondern ein fröhliches und höchst beseligendes werde.

Und so kann Ich als der Herr des Lebens euch die volle Versicherung geben, daß derjenige, der - wohl verstanden! - Mein Brot essen und Meinen Wein trinken wird, den Tod nicht sehen, fühlen und schmecken wird. Mit anderen Worten gesagt: Wer nach Meiner Lehre leben wird, der wird auch in ihre allbeseligende Wirkung versetzt werden." (GEJ.08_082,07)


7.8.

"Durch diesen großen Akt der Demütigung (Menschwerdung) von Meiner Seite wurde der ganzen Geisterwelt der rechte Maßstab ihrer Aufopferung und Verleugnungen erst klargemacht, wurde allen Geistern der Weg zu Mir eröffnet; und seit jener Zeit belebt sie alle ein anderer Geist als vorher, nämlich nicht die Furcht vor Meiner Macht, sondern die Liebe zu Meinem Ich; früher sahen sie den Herrn in Mir und jetzt nur den Vater! -

Meine ganze Schöpfung strahlt seit diesem Akt in schönerem Licht als früher. Verehrende, anbetende Geister fielen einst vor Meinem Throne aus Ehrfurcht nieder und beteten stumm Meine Größe an; jetzt drängt sich alles jubelnd zu Mir, dem Vater, der jetzt auch die ganze Seligkeit Seiner Schöpfung doppelt fühlt - Er fühlt sie als mächtiger Schöpfer und Herr und fühlt sie, indem Er Sein eigenes Gefühl in dem Herzen Seiner Kinder sich dankbar abspiegeln sieht.

So (und dadurch) ist die ganze Welten- und Geisterschöpfung erst ein wahres Triumphlied für Mein Herz geworden. Auch Ich kam jetzt nicht umsonst, auch Ich habe Mir für Meine Liebe Organe geschaffen, in denen Mein Streben und Wirken den Widerhall Meiner Freude im ewigen Danklied Meiner Kinder wieder zurückerhält.

So hat diese Schöpfung ihren unendlichen ewigen Zweck; ewig sich erneuernd, bereitet sie Mir und den Meinigen ein ewiges Glück und eine fortlaufende Seligkeit." (Sg.01_013,62)


7.9.

"Was Meine höchsten Engel und Geister vergeistigt im großen Geistesmenschen klar vor sich sehen, das ahnen die Sonnen- und Weltenbewohner des materiellen Weltenmenschen und suchen die Forschenden in der Materie.

Dort oben, wo der Tod seinen Grenzstein im ewigen Licht-, Liebe- und Geisterreich hat, ist Seligkeit, ist ewiger Austausch alles Geschaffenen und Gefühlten; dort herrscht nur Liebe mit Weisheit gepaart, dort leben Meine Kinder erst das Wonneleben, welches allen versprochen und bereitet ist, die nach Meinen Lehren und Meinem Beispiele leben.

Im Weltenmenschen sind zahllose Menschen und Geister, die der Erlösung harren; sie alle gehen den Verwandlungs-Prozeß zum Geisterreich entgegen, aber nur langsam.

Kein Wesen, auf welchen Welten oder Sonnen es auch lebe, kann sich rühmen, diesen Vorteil zu haben wie ihr, ihr winzigen Bewohner dieser Erde, dieses kleinen Sandkornes im Universum.

Auf keinem dieser großen Körper bin Ich persönlich gewesen, wie gerade auf eurer Erde, überall zeigte Ich Mich nur manchmal als Herr und Schöpfer, Meine Geschöpfe leitend oder durch Meine Geister belehren lassend.

Nur hier auf diesem nichtigen Klumpen gefesteter, bösester Materie, dem Verbannungsort Meines größten Gegners, vollbrachte Ich die Tat Meiner größten Erniedrigung - und eurer größten Erhöhung.

O bedenket doch diesen Schritt! Vergleichet euch mit allen übrigen im weiten Schöpfungsraume lebenden Wesen, vergleichet euch mit den im Geistes-Menschen Lebenden; welcher Vorzug ist euch gegeben durch diesen Schritt von Mir; und jetzt durch die Gnade der direkten Mitteilung*), wo Ich euch alles aufdecke, Meine Schöpfung euch klarmache und euch hineinschauen lasse in die bisher von niemandem, auch nicht den höchsten Engeln enthüllten Geheimnisse Meiner Macht und Meiner Liebe." (Sg.01_013,68f)

*) Neuoffenbarung


7.10.

"Jetzt geht die Welt wieder in ihrem satanischen Treiben so weit, daß sie mit Hilfe Satans nochmals die ganze Saat des Göttlichen ausrotten möchte; denn Satan kann von Meiner Langmut zwei  Proben aufweisen - allein er weiß auch von Meinem Wiederkommen besonders auf diese Erde (im verklärten Geistleib); er weiß, daß Ich Mich nicht umsonst vor Tausend und so vielen Jahren kreuzigen ließ; er weiß, daß Ich Mein Mir vorgenommenes Werk nicht unvollendet lassen will; und so tut er jetzt noch alles mögliche, beraubt die Menschen alles Guten und Seligen und treibt sie ins materielle Elend, wo dann gerade Mein Reich als letzter Rettungsanker wieder leuchtend auftauchen und wo dann wieder nicht sein Plan, sondern Mein großes Friedensreich gekrönt sein wird.

Denn die große Liebe wird wieder alle Verirrten in ihre Arme nehmen, wird ihnen mit Wohltaten vergelten, was sie Böses getan und besonders gegen Mich verübt zu haben glauben, und wird ihnen die Hand der Verzeihung darreichen; und alle Menschen werden dann begreifen, daß sie nicht Mir, sondern sich selbst den größten und schlechtesten Streich gespielt haben." (Sg.01_022,27)

 

 

8. Der Mensch, Krone der Schöpfung?

Oder: Warum wir leben!

 

8.1.

"Der Mensch lebt aus zweierlei Gründen, die er als eine Mittelsperson in sich zu vereinen hat. Einmal als Schlußstein der äußeren, materiellen Schöpfung, in der er als die Krone der Schöpfung gepriesen und genannt wird, das andere Mal als der Anfangspunkt der rein geistigen Welt, die mit ihm die erste Stufe der vollständigen freien Selbsterkenntnis erreicht hat. Er ist nach einer Seite hin also der Anfang, nach der anderen Seite das Ende einer Kette und hat in sich, durch sein geeignetes Leben und die freie Entwicklung, das rechte Bindeglied zu finden, diese beiden Ketten zu einen. Ich werde euch das klarer auseinandersetzen.

Alle Wesenheit von dem kleinsten Geschöpf an bildet eine aufsteigende Stufenreihe, und zwar in der Art, daß eine Stufe stets die andere ergänzt und größere Vollkommenheiten bietet und dadurch auch eine stets größere Intelligenz entwickeln kann.... (Stufenleiter Mineral-, Pflanzen-, Tierreich, Mensch) *)

*) "Die Unterschiede (der Neuoffenbarung) zur Evolutionstheorie (Darwins) liegen vor allem in der von Gott aus zielgerichteten Entwicklung der gesamten Seelenspezifika bis in die materielle Ebene gemäß eines zugrunde liegenden Bauplans und nicht in den Zufälligkeiten von Mutationen mit dem Ziel `verbesserter` Lebensbedingungen." Siehe hierzu linke Randspalte unter "Naturwissenschaftliches (2)", Themen "Evolutionslehre nach Darwin" sowie "Evolution und göttliche Schöpfung".

Bei den Tieren harmonieren die verschiedenen zu durchschreitenden Formen mit den Zeitabschnitten oder Entwicklungsjahren des Menschen. Ist nun die höchste tierische Intelligenz entwickelt - beachtet wohl, es kommt da nie auf die äußere Form, sondern nur auf die seelische Entwicklung an! -, so können diese entwickelten Intelligenzen zusammenfließen zu der Menschenseele*), die also nun in sich erstens die sich gegenseitig ergänzenden, höchstentwickelten Intelligenzen enthält, dann aber, da sie Stufenfolge vieler niederer Leben ist, ein Abbild sein muß des ganzen niederen Lebens überhaupt, weil sie alles dieses in sich enthält. Sie ist also nun der äußeren Form und der  entwicklungsfähigen inneren Form nach abgeschlossen. Die Krone der Schöpfung, die Menschenform, mit einem höchst entwicklungsfähigen Keim ist in dem neugeborenen Menschen erreicht.

*) Siehe hierzu linke Randspalte unter "Texte der Neuoffenbarung zu...", Thema  "Über die Seele" bzw.  "Körper, Seele und Geist".

Jetzt beginnt die zweite Aufgabe: Der Mensch soll die höchst mögliche freie Erkenntnis erlangen in der Erkenntnis des Schöpfers und Entwicklung des inneren Menschen. Bisher war die Seelenform stumpf, kümmerte sich nicht um geistige, sondern nur um materielle Dinge, und es galt für sie nur das Recht des Stärkeren. Die Gottheit will jedoch, daß ihr Werk, das mühsam bis hierher geleitet worden ist, sie nun auch erkenne, sich ihr zu nähern suche aus Liebe, nicht aus Furcht vor ihrer Stärke. Was ist da zu machen?

Die Gottheit muß sich verhüllen, wenn sie dieses Ziel erreichen will, das heißt, sie muß ihr Geschöpf in Verhältnisse stellen, die es ihm ermöglichen, frei aus sich die Gottheit anzuerkennen oder nicht...

Dem Seelenmenschen wird nun jedoch ein Leiter beigegeben; denn die pure Seele allein würde als vollendete Form, die nicht weiter ausgebildet werden kann, nichts Höheres mehr über sich erblicken, wenn nun nicht ein geistiges Fühlen, das Empfinden einer Macht in sie einfließen könnte, die sie demütigt und nun anhielte, ihren Schöpfer zu suchen. Und das ist der göttliche Funke, der als Geist in sie hineingelegt wird, der gleichzeitig mit ihr sich entwickeln soll, sie immer mehr durch eine rechte Erziehung durchdringen und durch Selbstbelehrung in alle Erkenntnis einführen soll. Diese gerechte Ehe, die bei der Geburt des Menschen schon beginnt, ist aber gewaltig gestört worden, indem jetzt nur die Entwicklung der Seele durch die zwangsweise Körperentwicklung wohl geschieht, der innere Geist aber meist nur als ein Embryo in ihr verbleibt.

Zweck des Lebens aber ist es, beide gleichzeitig fortschreiten zu lassen, so daß eines immer im gerechten Abhängen von dem andern steht. Dieser Geistesfunke ist von Gott und enthält in sich alle Wahrheit und gerechte Erkenntnis von Hause aus. Durch ihn steht der Mensch in engster Verbindung mit dem Urgeiste Gottes selbst und kann durch ihn eindringen in alle Geheimnisse und Weisheit Gottes selbst. Freilich haben davon die wenigsten Menschen nur eine Ahnung. Und diese Ahnung, die manchmal nur noch schwach hervorblitzt, aufleuchten zu lassen zur vollen Gewissheit und zum Wissen, ist der Zweck Meines Lehramtes, - und der Weg hierzu wird gegeben durch Meine Lehre...

Es bleibt nun noch die dritte Frage zu beantworten übrig, nämlich: was nach dem Tode mit dem Menschen wird.

Wenn es sich also verhält, wie Ich euch sagte, so ist es auch klar, daß der geistige Mensch, der im Erdenleben nur unvollkommen sich entwickelt, weil sein schwerer Körper ihm eine große Last ist, fortleben muß; denn niemand wird wohl in sich behaupten wollen, in diesem kurzen Erdenleben eine Vollendung erhalten zu können, die ihn Gott schon ganz nahe bringt. Es treten ihm gar mancherlei Hindernisse im Körper entgegen, Versuchungen aller Art, damit sein Charakter sich stähle, sein Wille geübt werde, sich selbst Gewalt anzutun, das Gute immer mehr anzuziehen und die bösen Regungen aus sich auszuscheiden.

Erst Jenseits tritt er in eine neue Welt, die ihm die Wunder Gottes und das Weltall immer mehr enthüllt, wo er mit geistigem Auge sieht und nicht mit den schwachen fleischlichen Augen, die ihm die Materiewelt vorführen.

Im Anschauen der großen Wunderwerke erkennt er aber nun, daß die echte Seligkeit allein in der Tätigkeit liegt, und daß Gott Selbst das allertätigste Wesen ist.

Je nach seinem Fortschreiten kann ihm dann auch ein rechtes Arbeitsfeld gegeben werden, das er allerfleißigst ausfüllt; und er wird in dieser Tätigkeit und in dem Beschauen seiner nützenden Arbeit die rechte Freude und höchste Seligkeit genießen." (GEJ.11_009,05ff)*)

*) Vollständiger Text siehe linke Randspalte "Texte der Neuoffenbarung zu..." unter "Warum wir leben".


8.2.

"So entstand der Mensch im engsten Sinne für sich, und eben also im allgemeinsten, weil die ganze Schöpfung in aller ihrer Allgemeinheit einem Menschen völlig gleicht und entspricht, und weil jedes einzelne, vom Größten bis zum Kleinsten, der ganzen geistigen und materiellen Schöpfung ebenfalls dem Menschen entspricht und entsprechen muß, weil der Mensch der eigentliche Grund und das Endziel der gesamten Schöpfung ist. Er ist das endlich zu gewinnende Produkt all der Vormühen Gottes.

Und weil eben der Mensch das ist, was Gott durch alle die Vorschöpfungen erreichen wollte und auch erreicht hat, wovon ihr als unwidersprechbare Beweise dasteht, so entspricht auch alles in den Himmeln und auf all den Weltkörpern in allem dem Menschen, wie es Moses auch in seiner Schöpfungsgeschichte dargestellt hat, und wie es auch andere Volkslehrer, wenn auch verhüllter, dargestellt haben. Prüfet aber nun alles, und ihr werdet es finden, daß es sich nur also und unmöglich anders verhält und verhalten kann! (GEJ.02_222,04f)


8.3.

"Wer Gott nicht liebt als den vollkommensten Menschen, der kann um desto weniger seinen Nächsten lieben, der ein noch höchst unvollkommener Mensch ist! So es aber geschrieben steht, daß Gott den Menschen nach seinem Ebenmaße geschaffen hat, was sollte dann Gott anderes sein - so der Mensch Sein Ebenmaß ist - als eben auch ein, aber ganz natürlich vollkommenster Mensch!?" (GEJ.02_144,04)


8.4.

"Der Herr hat (aber) in eines jeden Menschen Herz den Trieb gelegt, demzufolge er nie mit dem so ganz zufrieden ist, was er hat, sondern fortwährend nach etwas Höherem trachtet.

Dieser Trieb hat, wie alles, zwei Seiten, eine Licht- und ein Schattenseite. In der Schattenseite ist der Mensch blind, und das Höhere, das er verlangt, ist niedriger, als was er hat. Aber in der Lichtseite dieses Triebes verabscheut der Mensch alles Gegebene und will durchaus nur das Allerhöchste, nämlich nichts mehr und nichts weniger als den Herrn Selbst!" (GS.02_016,02)


8.5.

"Alle Menschen sind nicht für diese Welt erschaffen, sondern für das jenseitige große Vaterhaus - und zwar entweder so oder so! Wie ihr Leben in der Welt, danach ist auch ihr Zustand in jenem ewigen, großen Hause!

Wen Ich prüfe - und wahrlich, solches tue Ich nicht umsonst! - den will und werde Ich auch zu etwas machen; denn er ist schon in Meiner Schule.

Ein Student aber muß sich die Prüfung gefallen lassen, wenn er etwas werden will. Bei Mir wird niemand in der Prüfung verworfen, sondern jeder kann bestehen, entweder schon hier oder doch sicher im Jenseits.

Wer aber Meine sanften Prüfungen flieht und macht einen argen Ausreißer, der wird dann von der Welt und vom Satan geprüft, ob er tüchtig sei zur Bosheit. Ich nehme jeden zu jeder Stunde in Meine Schule auf. Wer aber nicht mehr denn ein Schweinehirte, ein Eseltreiber oder ein Ochsenfütterer werden will und im Unrate seine Seligkeit findet, wahrlich, der wird je weder im Amte, noch in seinen Vergnügungen gestört werden!

Ihr aber - höret und begreifet es - seid auf Meiner `Universität`! Ich möchte überaus vieles aus euch machen! Daher müssen euch schon auch manche (besondere) Prüfungen auf dieser Hochschule nicht befremden." (HiG.01_41.05.05,01)


8.6.

"Darum müssen die Menschen durch ihr höchsteigenes Glauben und Tun in allerlei gute und böse Zustände versetzt werden, damit sie erst aus den Folgen ihres Glaubens und ihrer Handlung klug werden und am Ende selbstwillig das rechte Licht zu suchen anfangen."  (GEJ.08_014,17)


8.7.

"Nur was man mit Kraftaufwand erkämpft, das genießt man erst im vollen Maß, wie es dem Verdienste auch gebührt!" (Lg.01_002,17)


8.8.

"Verschiedenheit ist die Basis des Lebens. Verschieden sind die Welten, verschieden ihre Geschöpfe und verschieden sogar der Weg, den sie zur Vervollkommnung durchgehen müssen. Ohne diese Verschiedenheit wäre kein Leben, kein Bewegen, kein Fortschritt.

Nur so, mit dem Keim aus sich stets Neues, aber Höheres zu gestalten, konnte eine Schöpfung in die Wirklichkeit gesetzt werden, eine Schöpfung, die erstens ihrem Schöpfer Ehre macht, und auch wie Er eben den Keim der Unendlichkeit in sich tragen kann.

So müßt ihr diese ganze sicht- und unsichtbare Welt auffassen, vom feinsten Atom im Weltenraum bis zu Meinem großen Geisterreich, wenn ihr begreifen wollt, warum Ich denn das alles und warum Ich es so und nicht anders erschaffen habe." (Lg.01_022,22)

*) Siehe auch linke Randspalte "Texte der Neuoffenbarung zu..", Thema "Vom Menschen"

 

 

9. Was kommt nach dem fleischlichen Tode?

 

9.1.

"...O armes Menschengeschlecht!, wie wird es dir in der andern Welt ergehen?, wenn ihr in jene nicht hineinpaßt und in diese nicht zurückkönnet!" (Sg.01_026,40)


9.2.

"Daß aber aller Menschen Seelen, ob gute oder böse, nach des Leibes Tode fortleben, davon haben bei allen Völkern der Erde gewisse mehr in sich gekehrte Menschen mehr als viele tausendmal Tausende von aller sprechendsten und überzeugendsten Beispiele erlebt, indem sie mit den Seelen der leiblich Verstorbenen oft sogar jahrelangen Verkehr und belehrenden Umgang hatten. So aber pure und ganz materielle Weltmenschen daran nicht glauben aus dem Grunde, weil ihnen noch nie etwas Ähnliches zu Gesichte  gekommen sei, kann da etwa auch Gott die Schuld gegeben werden? Diese Weltmenschen suchen das ja nie, und so finden sie es auch nicht; die es aber suchen, die finden es auch unter allen Völkern der Erde."*) (GEJ.08_129,01)

*) "Millionen sind über die Schwelle des Todes getreten und wieder zurückgekehrt. Und viele von ihnen berichten in unglaublichen Geschichten über ihre Erlebnisse. Ich selbst habe mehr als 500 Menschen mit Nahtoderlebnissen interviewt..." (DER SPIEGEL 30/2013 im Gespräch mit dem Notfallmediziner Sam Parnia, Leiter der Wiederbelebungsforschung im Universitätskrankenhaus von Stony Brook nahe New York.)


9.3.

"Sieh, wenn Gott die Menschen nur für diese Erde erschaffen hätte, dann wäre es wohl eine sonderbare Liebhaberei von Seiner Seite, in einem fort zu schaffen und es dann wieder zu zerstören; aber weil Er die Menschen für ein höheres und ewiges Leben erschaffen hat und sie nur so lange auf dieser Erde bestehen läßt, bis sie die nötigste Willensfreiheitsprobe oder mindestens den Durchgang durchs Fleisch gemacht haben, so ist das eine wahre und lebendige Liebhaberei Gottes zu Seinen Menschen, daß er sie auf dieser Jammerwelt nur so lange im Fleisch erhält, als es eben für einen oder den andern Menschen höchst nötig ist! Verläßt der eigentliche Mensch diese Erde, so wird er jenseits in solche Schulhäuser geführt werden, die geeignet sind, um zur höheren und wahrsten Lebensvollendung zu gelangen." (GEJ.07_217,02f)


9.4.

"So der Mensch stirbt, wird die Seele aus dem Leibe genommen und, allein als ein Geistmensch für sich dastehend, an einen Ort hinkommen, der ihrem ganzen Lebenswesen vollkommen entspricht, und es wird ihr da nichts helfen als ihr freier Wille und ihre Liebe. Ist der Wille und die Liebe gut, so wird auch der Ort gut sein, den die Seele selbst also zurichten wird durch die von Gott ihr eingepflanzte Kraft und Macht; ist aber Wille und Liebe schlecht, so wird auch deren Werk schlecht sein." (GEJ.02_018,01)


9.5.

"Da ihr aber auch gefragt habt, wo sich irgend Meine Himmel befinden, so sage Ich euch: Meine Himmel befinden sich überall, wo es fromme, reine und gute Menschen und Geister gibt.

Dieser ganze sichtbare Raum, der nirgends ein Ende hat, ist der Himmel ohne Ende und Anfang, aber nur für gute Menschen und Geister. Wo aber böse Menschen und Geister hausen, da ist dieser Raum kein Himmel, sondern die Hölle, welche da ist das Gericht und der ewige Tod, den in dieser Welt die Materie darstellt, die in sich auch ein Gericht und somit tot ist.

Wer daher nur nach den Schätzen dieser Welt giert, die pur Materie, Gericht, Hölle und Tod ist, der geht dadurch auch mit seiner Seele in den Tod. Es halten sich alle bösen Geister denn auch zumeist in der Materie dieser Erde auf; die guten und reinen Geister aber bewohnen für beständig nur die reinen Lichträume des freien Ätherraumes." (GEJ.07_169,08f)


9.6.

"Des vollkommenen und gerechten Menschen Seele wird nicht nur diese ganze Erde mit einem Blick durch und durch und über und über beschauen und über alles hellst und vollkommenst urteilen können, sondern noch über endlos mehr; denn diese Erde ist nicht die einzige im endlosen Schöpfungsraume, sondern es gibt deren noch gar endlos viele und auch um gar vieles größere im endlos großen Schöpfungsraume und ebenso viele entsprechende im Reiche der reines Geister. Doch über das kann ein Mensch erst dann eine helle Vorstellung bekommen, wenn er es vom Geiste Gottes im Herzen seiner Seele vernimmt und in ein erweitertes Schauen übergegangen ist.

Kurz und gut, die vollkommene Seele kann alles; nur die unvollkommene, die geistig blind ist, die wird nichts anderes sehen können als die leeren und wesenlosen Ausgeburten ihrer eitlen Einbildung. Wenn aber dann eine Seele auch im andern, leiblosen Leben in sich gehen und sich möglicherweise bessern wird, so wird sie dadurch dann auch in ein helleres, wahreres Schauen übergehen, - aber freilich auf einem längeren und um vieles beschwerlicherem Wege (als hier).

Und jetzt wisset ihr auch in dieser Hinsicht das Nötigste; glaubet, daß es also und nicht anders ist, und haltet die Gebote, so werdet ihr vollkommen werden in euren Seelen."

Sagte darauf noch der Grieche: "Das glaube Ich nun auch ungezweifelt fest und bin überzeugt, daß es also ist, aber uns Griechen fehlt es noch an einer richtigen und wahren Vorstellung von der Gestalt und Form der Seele. Möchtest du uns nicht auch noch darüber einen Wink geben?"

Sagte Ich: "O ja, was euch frommt, das tue ich stets gerne!

Siehe, die Seele hat die gleiche Gestalt und Form wie ihr Leib, aber nur in durchaus vollkommenerem Maße. Doch ist hier nur von einer vollkommenen Seele die Rede. Sie hat alles, was ihr Leib hatte, aber natürlich und von selbst verständlich zu anders gestalteten Zwecken. Aber ihr geistiger Leib ist nicht Materie, sondern pure Substanz. Die Substanz aber ist gleich dem aus der Sonne gehenden Lichte, das gegenüber der Materie wie gar nichts zu sein scheint und dennoch der Grundstoff der Materie ist, ohne mit ihr ein und dasselbe zu sein; denn aller Urstoff ist frei und ungebunden.

Und so wisset ihr nun auch das. Damit ihr euch aber davon noch einen klareren Begriff machen möget, so mache Ich euch nur darauf aufmerksam, daß ihr euch zurückerinnert an Erscheinungen verstorbener Menschen, die ihr schon auf Momente zu öfteren Malen gesehen und sogar gesprochen habt. Haben sie ein anderes Aussehen gehabt, als sie bei ihren Leibeslebzeiten hatten?" (GEJ.07_209,15f)


9.7.

Der Evangelist Johannes: "Sehet an die naturmäßig-geistige Sphäre eurer Erde oder das geistige `Mittelreich`, welches auch den Namen `Hades` führt, und ungefähr das ist, was ihr Römischgläubige, freilich stark irrig, unter dem `Fegfeuer` verstehet. Am besten kann dieses Reich (mit) einem großen Eintrittszimmer verglichen werden, wo ohne allen Unterschied des Standes und Ranges (alle) eintreten und sich dort zum ferneren Eintritt in die eigentlichen  Gastgemächer gewisserart vorbereiten.

Also ist auch dieser Hades jener erste naturmäßig-geistige Zustand des Menschen, in den er gleich nach dem Tode kommt.

Denn niemand kommt entweder sogleich in den Himmel noch in die Hölle, außer es müsste im ersten Falle jemand schon auf der Erde entweder vollkommen wiedergeboren sein aus der reinen Liebe zum Herrn, oder er müßte im zweiten Falle ein böswilliger Frevler gegen  den Heiligen Geist sein.

Im ersten Fall wäre sonach der Himmel ohne Eintritt in das Mittelreich, im zweiten Falle aber sogleich die unterste Hölle zu erwarten. Der Himmel im ersten Fall darum, weil ihn ein solcher Mensch schon in der höchsten Vollendung in sich trägt, und im zweiten Falle die Hölle darum, weil ein solcher Mensch alles Himmlischen ledig geworden ist...

Dieses große Mittelreich ist die Hauptwerkstätte für alle himmlischen Geister. Da bekommen alle vollauf zu tun. Denn denket euch diesen Ort, der jede Stunde eures Tages über fünf bis siebentausend neue Ankömmlinge erhält. Diese müssen sogleich durchgeprüft und an den ihnen vollkommen entsprechenden Ort gebracht werden oder: sie müssen sobald in einen solchen Zustand hineingeleitet werden, der mit ihrer Grundliebe in eins zusammenfällt. Daher müssen sie in all ihren Neigungen erforscht und erprobt werden.

Wohin sie dann am meisten neigen, dahin muß ihnen auch geistig der Weg geöffnet sein. Auf dieser Welt tut sich das freilich nicht; denn das wäre der barste St. Simonismus, welcher in kürzester Zeit die ganze Erde in ein Raub- und Mordnest verwandeln möchte. Aber im Geisterreich wird eben dieser St. Simonismus beobachtet, und ein jeder kann demzufolge seiner Neigung ungehindert nachgehen. -

Man wird hier freilich sagen: Wenn es dort so zugeht, wer wird da in den Himmel gelangen?

Dort gilt es aber anders; es heißt: Jeder Arzt muß seinen Patienten vom Grunde aus erkennen, bevor er ihm eine Medizin verschreiben kann, die ihn vom Grunde aus heilen kann. Denn jenseits ist niemandem mit einer Palliativ-Kur (Linderungs-Kur) etwas gedient. Also muß jenseits gewisserart ein jeder neue Ankömmling ein Generalbekenntnis seines Lebens von A bis Z ablegen. Ist solches geschehen, dann erst geschieht eine Veränderung des Zustandes, welcher die vollkommene Enthüllung heißt. In diesem Zustande steht ein jeder Geist nackt da und gelangt dann in einen dritten Zustand, welcher Abödung, wohl auch die Abtötung alles dessen genannt wird, was der Mensch von der Welt an Sinnlichem mitgenommen hat.

Von da aus erst kommt der Geistmensch dann im guten Falle in den Himmel oder im schlimmen Falle in die erste Hölle..." (GS.02_120,02f)


9.8.

"Erst jenseits tritt er (der Mensch) in eine neue Welt, die ihm die Wunder Gottes und das Weltall immer mehr enthüllt, wo er mit geistigem Auge sieht und nicht mit den schwachen fleischlichen Augen, die ihm die Materiewelt vorführen. Im Anschauen der großen Wunderwerke erkennt er aber nun, daß die rechte Seligkeit allein in der Tätigkeit liegt, und daß Gott Selbst das allertätigste Wesen ist. Je nach seinem Fortschreiten kann ihm auch ein rechtes Arbeitsfeld gegeben werden, das er allerfleißigst ausfüllt, und er wird in dieser Tätigkeit und in dem Beschauen seiner nützenden Arbeit die rechte Freude und höchste Seligkeit genießen." (GEJ.11_011,07f)


9.9.

"Darum sei dir um niemand im großen Jenseits allzu bange; denn Gottes Liebe und Weisheit und große Erbarmung waltet überall, auch im großen Jenseits. Die sie ergreifen und sich nach ihr fügen und richten werden, die werden nicht verloren gehen; die aber das hier, wie auch jenseits nicht tun werden, bei denen gilt der Satz, wonach demjenigen kein Unrecht geschieht, der das Böse, ihm Schadende will." (GEJ.10_002,06)


9.10.

"Bemühet euch daher, euer Leben schon hier zu vereinen in Mir, so wird euch der Tod des Leibes dereinst vorkommen wie eine große aufgehende Sonne dem nächtlichen Wanderer an einem Meeresgestade, welches voller Klippen und Abgründe ist. Glaubet es Mir, daß es also ist, so wird niemand mehr euch den inneren Frieden rauben! Das sagt der Herr des Lebens und des Todes! Amen!" (HiG.01_41.04.29,08)

Siehe hierzu die ausführlicheren Texte linke Randspalte "Texte der Neuoffenbarung zu...", Thema "Über das Jenseits" sowie "Siehe, was ist der Tod des Menschen".

 


10. Welches sind die wichtigsten

Lebenslehren Jesu?

 

10.1.

Wir haben kein Gebot außer das des ewigen Lebens, welches ist die Liebe und lautet: `Du sollst Mich, deinen Gott und heiligen Vater, lieben aus und mit aller der Liebe, die Ich dir gab von Ewigkeit her zum ewigen Leben und als ewiges Leben! So du Mich liebst, so verbindest du dich wieder Mir, und deines Lebens wird nimmer ein Ende sein; unterlässest du aber solches, so trennst du dich vom Leben. Dein Leben wird zwar darob nicht aufhören; auch werde Ich darum ewig nicht aufhören, dein richtender Gott zu sein; und wirst du auch, von Meinem Leben getrennt, fallen den ewigen Räumen Meiner Zorntiefen entlang, wahrlich, nicht außer Mir wird dein ewiger Fall sein! Mich, deinen Gott, wirst du nie verlieren; aber deinen liebevollsten, besten, heiligen Vater und mit Ihm ein ewiges, freies, wonnevollstes Leben, siehe, das wirst du verlieren!` O Väter und ihr Kinder des Mittages! Dies einzige Gebot haben wir, dieses ist jedem Kinde schon tief ins Herz geschrieben. Dieses Gebot ist der lebendige Same, den ihr alle in eure Herzen säen müsst, wollt ihr leben als Kinder eines heiligen Vaters, der da Gott ist heilig, heilig, heilig von Ewigkeit zu Ewigkeit.“ (HGt.01_070,21f)


10.2.

Mein Jünger Johannes hat dir schon gesagt, und Ich bestätige dir es, dass in den zwei Geboten: `Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst!` die zehn Gebote und alles Weitere enthalten ist, was der Mensch zu tun hat, um den in ihm wohnenden Geistfunken zu erwecken und mit seiner Seele immer mehr zu einen. Denn nur in dem gerechten Wandel vor Gott und in den rechten Liebestaten für euren Nächsten findet ihr wahre Befriedigung, den inneren Frieden und die rechte Überwindung eurer Leidenschaften und des Todes. In wem einmal die Überzeugung wach geworden ist, die es ihm unmöglich macht, gegen diese Gebote zu verstoßen, der verspürt auch schon auf dieser Erde den wahren Himmel; denn er ist unanfechtbar geworden für alle Angriffe des Bösen, dadurch ein rechter Herrscher in sich und aus sich heraus ein Herrscher über die Natur.“ (GEJ.11_011,01f)


10.3.
„…Die zwölf Tore bezeugten nun aber nicht mehr, dass die neue Stadt erbaut sei aus den zwölf Stämmen Israels, sondern aus den zwölf Hauptgrundsätzen Meiner Lehre, und diese sind enthalten in den zehn Geboten Mosis und in Meinen neuen zwei Geboten der Liebe, denn diese sind die Tore, durch die künftig die Menschen in die neue, licht- und lebensvolle Stadt Gottes eingehen werden.

Nur wer diese Meine Gebote halten wird, der wird auch in diese Stadt eingehen, und es wird ihm Licht und Leben gegeben werden; wer aber die Gebote nicht halten wird, der wird in diese neue Stadt auch nicht gelangen…

Diese zwölf Gebote sind für den Menschen sonach nicht nur die Eingangstore zum Licht und zum Leben, sondern sie sind auch dessen unzerstörbarer Schutz und Schirm, den die Pforten und Mächte der Hölle oder das materielle Welttum nimmer zerstören und besiegen können…

Wer sich sonach den Willen Gottes durch die Haltung der Gebote zu eigen gemacht hat, der hat sich auch zu eigen gemacht die göttliche Macht und die göttliche Freiheit und hat den Zustand der wahren Wiedergeburt des Geistes erreicht und ist als ein wahres Kind Gottes so vollkommen wie der Vater im Himmel selbst.

Und Ich sage euch denn nun allen, dass ihr euch eben durch genaue Haltung der Gebote vor allem bestreben sollet, schon hier auf Erden also vollkommen zu werden, wie der Vater im Himmel vollkommen ist, so werdet ihr auch das und noch Größeres zu tun imstande sein als Ich Selbst nun. Und werdet ihr euch in diesem Zustande befinden, dann werdet auch ihr schon zum voraus Bürger des neuen Jerusalem sein.“ (GEJ.07_054,02)


10.4.

„Solange euch noch ein sogar gutgemeintes Wahrheitswort aus dem Munde eures Nebenmenschen kränken und beleidigen kann, stehet ihr ferne vom Reiche Gottes!“ (GEJ.08_064,17)


10.5.

Vergeltet niemals Böses mit Bösem, sondern tut sogar euren Feinden Gutes.“ (GEJ.07_140,04)


10.6.

Fühlst du Zorn in deinem Herzen über den die gerechte Strafe verdient habenden Sünder, dann lege die Zuchtrute aus der Hand; denn durch deinen Zorn wird sie nicht zum heilsamen Wegweiser, sondern zur Schlange, die in die Wunde, die sie dem Wanderer durch ihren Biss verursachte, keinen heilsamen Balsam, sondern ein tödliches Gift haucht, das dem Verwundeten den Tod bringt.

Glaube auch nicht, dass du dir dadurch einen Feind vom Halse geschafft habest, so du ihm den Tod geben ließest! Denn war er dir im Erdenleben nur ein einfacher Feind, so wird er nach dem Leibestode als ein freier Geist dir ein hundertfacher werden und dich quälen mit hunderterlei Übeln dein Leben lang, und du wirst kein Mittel finden können, das dich befreite von deinem unsichtbaren Feinde.

Darum, wenn du jemanden züchtigest, da züchtige ihn mit Liebe und nie mit dem Zorne!“ (GEJ.02_164,02f)


10.7.

Richtet und verdammet niemanden, auf dass ihr nicht wieder gerichtet und verdammt werdet!“ (GEJ.01_074,16)


10.8.

„Wer aber Mein wahrer Jünger und Nachfolger sein will, der muss sogar seinen wahren und erwiesenen Feinden vergeben, für die beten, die ihm fluchen, und die segnen, die ihn hassen und verwünschen, also auch denen Gutes erweisen, die ihm einen Schaden zugefügt haben.“ (GEJ.08_064,16f)


10.9.

Segne die Feinde und behalte die Freunde im Herzen, so wirst du Mir gleichen, der Ich am Kreuze die segnete, die Mich gekreuzigt haben!" (HiG.03_45.04.28,03)


10.10.

Darum, wenn du jemanden züchtigest, da züchtige ihn mit Liebe und nie mit dem Zorne!“ (GEJ.02_164,04)


10.11.

Mit Liebe erreichet ihr alles, mit Gewalt aber wird der Teufel nur aus seinem Schlafe geweckt! Was für Gutes kann dann wohl vom Wachsein der Teufel über die Erde kommen?!

Es ist also besser um endlos vieles, dass da unter den Menschen wachse die Liebe und Sanftmut und wachbleibe zu aller Zeit und dadurch die Teufel zum Schlafe und zur Ruhe nötige, dass sie der Erde nicht schaden, als dass man mit dem dröhnenden Gepolter der Gewalt die Teufel wecke und sie dann verderben die Erde und alles, was darauf ist! Sage Mir, was du darüber einwenden kannst und magst!“ (GEJ.01_076,04)


10.12.

"...Ich sage es hier nun allen der vollsten Wahrheit gemäß, die allein jeden Menschen wahrhaft frei machen kann. Es gibt vor Mir im Grunde des Grundes nur so ganz eigentlich eine einzige Sünde, welche die Mutter aller anderen Sünden ist, und diese Sünde heißt: Hochmut!

Aus dem Hochmute aber geht dann alles andere was nur immer Sünde heißt, hervor - als da ist die Selbstsucht, Herrschlust, Eigenliebe, Neid, Geiz, Wucher, Betrug, Dieberei, Raub, Zorn, Mord, Trägheit zur rechten Arbeit, der süße Müßiggang auf Kosten der unhochmütigen Arbeiter, Hang zum Wohlleben und Großtun, Geilheit des Fleisches, Unzucht, Hurerei, Gottesvergessenheit und endlich wohl auch oft eine gänzliche Gottlosigkeit und mit dieser der vollste Ungehorsam gegen alle Gesetze, mögen sie göttlichen oder bloß politischen Ursprungs sein.

Betrachtet jede dieser aufgezählten Hauptsünden für sich ganz analytisch, und ihr werdet am Grunde einer jeden den Hochmut ersehen.

Wer dann aller seiner vermeintlich tausend Sünden wie mit einem Schlage los sein will, der sehe allein darauf, dass er seines wie immer gearteten Hochmutes ledig werde, so wird er auch ledig sein aller seiner anderen Sünden. Denn viele Sünden sind ohne Hochmut gar nicht denkbar, und das darum, weil er der alleinige Grund dieser Sünden ist. Sünden aber, die ohne Hochmut begangen werden, sind keine Sünden, weil sie den Grund zur Sünde nicht in sich bergen...

Denn wo kein Hochmut ist, da ist die Liebe, die in sich birgt alle Demut; Liebe und Demut aber tilgen alle Fehler und Sünden, so ihrer noch so viele wären, - denn Liebe und Demut töten alle Sünden! - Aber so nur ein Atom des Hochmutes hinter den anderen Sünden steckt, die die Menschen begehen in der Zeit der Probe ihrer Freiwerdung, so belebt dieses Atom alle Sünden, ja sogar die kleinsten. Und solche Geister werden einst, wie auch schon hier, sehr gewaltig zu kämpfen haben, um auch nur eines Atoms des Hochmutes loszuwerden..." (HiG.03_49.04.06,29f, gekürzt)


10.13.

Gerechtigkeit sollte überall walten, in Glaubenssachen wie im sozialen Leben. Ich als Christus lehrte die Menschen ihre gehabte Lehre besser verstehen. Ich lehrte die Liebe und die Weisheit, welche die Liebe ins gerechte Maß `weiset`. Ich lehrte sie Toleranz (Duldung) oder Gerechtigkeit gegen alle, und so sind diese drei Siegel der Schlüssel, wie Meine Lehre sich ausbreiten sollte, wenn sie die Veredlung des Menschengeschlechtes erreichen wollte." (Aus Mayerhofer, Erklärung der Offenbarung des Johannes, "Das dritte Pferd"*)

*) Vollständiger Text siehe linke Randspalte unter "Über die Zukunft (1)", Thema "Erklärung der Offenbarung des Johannes"


10.14.
"...Ihr sollet daher auch nicht sagen: Siehe, dies Volk hat recht und jenes hat unrecht; und dieser oder jener Feldherr tut Fluchwürdiges oder seine Vorgänge sind gesegnet. - Also sollet ihr auch weder eine Freude noch eine Trauer haben, so ihr erfahret, dass diese oder jene Partei entweder gesiegt hat oder weidlichst geschlagen wurde. Überhaupt sollet ihr euch gar nicht viel kümmern, ob das, was nun geschieht, recht oder unrecht sei; denn Ich lasse alles das also geschehen, wie es geschieht, und Ich meine, dass Ich doch Herr genug dazu bin und bin weise genug und bin gut genug!

...Ich sage euch: Menget euch in nichts und bleibet fein zu Hause (im Glauben), auf dass, so Ich in Bälde kommen werde, Ich euch auch daheim antreffe, euch tröste, stärke und aufnehme in Mein neu zu gründendes Reich auf Erden und in allen Sternen.

Aber so Ich euch nicht daheim antreffen werde, so möget ihr es euch dann selbst zuschreiben, so ihr an dieser Meiner größten und letzten Ankunft entweder gar keinen oder nur einen sehr geringen Teil haben werdet.

Ich sage euch: Ich allein bin der Herr der ganzen Unendlichkeit, und sonst gibt es keinen!" (HiG.03_49.04.06,16f)


10.15.

"...Ich rufe nicht und sage: `Setzet euch gänzlich außer allen zu eurer zeitlichen Existenz notwendigen Verkehr mit der Welt!`; denn dergleichen habe ich ja selbst nicht getan, als Ich auf der Welt war. Ich selbst habe in der Welt gearbeitet und habe der Welt gar viele und gute Dienste mit meinen eigenen Händen getan. Und so sage Ich zu euch niemals: `Habet mit der Welt vollkommen nichts zu tun!`; aber das sage Ich euch:

Den Stein, ja den schweren Stein hebet von euerm Lazarusgrabe, und ihr sollet alsbald in euch der Herrlichkeit Gottes gewahr werden! Nur geöffnet muss das Grab sein, und es werden sodann die, die in den Gräbern sind, Meine Stimme vernehmen und werden geweckt werden!

Aber solange ihr den Stein nicht vom Grabe hebet, so lange seid ihr zu sehr Gefangene des Todes, und Ich kann schreien gleich einem Nachtwächter, und dennoch mag Mich euer Lazarus nicht vernehmen; denn durch den Stein dringt der Liebe Stimme nicht, weil der Stein in sich selbst ist das wahrhaftige Symbol aller Lieblosigkeit. Ein Stein kann nur durch die Stimme Meines Grimmes zertrümmert und vernichtet werden; aber Meine Liebe bedient sich nicht eines Steines vor dem Munde statt einer Posaune.

Solch ein Stein ist eure weltgelehrte Verstandesbegründung; sie ist fest und schwer, und es gehört viele Kraftanstrengung dazu, um sie vom Grabe wegzuheben. Aber alles dessen ungeachtet muss sie dennoch weg, sonst dringt Meine erweckende Stimme nicht zum toten Lazarus in euch...

Es hängt nun ganz von euch ab, darnach zu handeln. Werdet ihr darnach handeln, so werdet ihr auch die lebendige Überzeugung überkommen, dass diese Veroffenbarung nicht aus dem Munde eines Menschen, sondern aus Meinem eigenen kommt! Werdet ihr es aber bloß nur lesen wie ein anderes Weltbuch, dann wird es für euch auch nur ein Weltbuch und wie ein Werk eines Menschen sein!" (Ste.01_016,09)


10.16.

"Solange Meine Lehre nicht vollkommen in allem beachtet wird, wird es weder hier noch jenseits besser werden im einzelnen wie im allgemeinen. Wer aber Meine Lehre vollends befolgt, der wird es gut haben hier und jenseits. Eine demütige Seele findet sich bald mit allem zurecht. Und weil sie Mir am nächsten ist, so ist sie auch allzeit der sichersten und besten Hilfe gewiss." (Er.01_063,27)


10.17.

"...Wenn ihr es nicht übers Herz bringen könnt, alle Menschen als eure Brüder und Schwestern mit gleicher Liebe zu behandeln, dann lasset das Lesen Meiner Worte; denn dann ist eine Kruste schmutzigen Eigendünkels und materieller Interessen über euer Herz gezogen, welche es unmöglich macht, dass bessere Gefühle, menschlichere Ansichten darin auftauchen können." (Sg.01_031,42)


10.18.
"Alles liegt demnach an der freien und freudigst offensten Nächstenliebe; die höchstmögliche Selbstverleugnung ist die Offenbarung der Verheißung selbst.

Da habt ihr nun die rechte Antwort auf die allerwichtigste Lebensfrage. Überdenket sie und tut danach, so werdet ihr gerechtfertigt vor euch selbst, vor euren Brüdern und vor Gott dastehen! Denn was nun der Herr Selbst tut, das werden auch die Menschen tun müssen, um Ihm ähnlich und also Seine Kinder zu werden." (GEJ.03_241,10)

Zur Beachtung: Neben der oben zitierten Forderung nach Nächstenliebe sagt Jesus aber auch:

"Das ist an und für sich schon ganz klar, dass man einem erzbösen Menschen durch eine zu große Gegenfreundschaft nicht noch mehr Gelegenheit verschaffen soll, dass er dadurch in seiner Bosheit wachse und noch immer ärger werde, als er vorher war." (GEJ.10_215,04ff)

Siehe hierzu linke Randspalte unter "Kurztexte", Themen "Vom Recht auf Gegenwehr", "Über die Zulassung des Krieges", "Wer ist mein Nächster?"

 


11. Was sagt die Neuoffenbarung

zu christlichen und anderen Religionen?

 

11.1.

"Es ist wohl wahr, daß es in der römisch-katholischen Kirche tausend gewaltige Mißbräuche gibt; aber es gibt darin doch auch wieder manches Gute, denn es wird von der Liebe und von der Demut gepredigt. Und so jemand sonst nichts als nur das befolgt, wird er nicht verloren sein." (Er.01_073,05)


11.2.

"Ist es wohl löblich, wenn Kinder ihre kranke Mutter verlassen und der leidenden den Tod wünschen ihrer vielen Gebrechen halber?

Ich sage, die römische Kirche ist eine Hure; aber ihr seid denn doch in ihr geboren worden und habt die erste Kindermilch aus ihrer Brust gesogen. Sie lehrte euch zuerst Meinen Namen nennen, nährte euch wie eine recht zärtliche Mutter und untersagte nur das Naschen solcher Speisen, die euch den Magen verdorben hätten.

Sie weckte dadurch in euch den Appetit zu kräftigeren Speisen der Seele und des Geistes, welche nach Meinem Willen euch (von Mir) nie vorenthalten wurden, so daß ihr nach Herzenslust habt schwelgen können. Und noch heutzutage schwelget ihr wie nicht bald jemand - in ihrem Schoße!

Hört, da schaut noch ganz wenig wahre Liebe heraus!

Meinet ihr, Vernichtung sei der Weg zur Besserung!? O nein, da irret ihr euch gar abscheulich. So meinten denn auch alle Sektenstifter. Aber sie haben sich ebenfalls geirrt, und die Folge war: Bruderzwist, Krieg, Mord und Greuel aller Art!

War eine solche Besserung gesegnet? Oder kann da eine Sekte sagen: `Meine Lehre ist nicht mit dem Blute der Brüder besiegelt?

Sehet, sie, die Römerin, ist dasjenige ehebrecherische Weib, welches da hätte gesteinigt werden sollen. Ich aber sage auch hier: Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie! ...

Denn das sage Ich wahrlich: Luther, Calwin, Melanchthon u.a. mehr wiegen nicht einen Johann vom Kreuz, noch einen Johann von Gott, noch einen Franziskus, noch einen Thomas von Kempen, noch einen Taulerus, noch eine Theresia und noch viele tausende andere auf.

Ja da hätten die namhaften Protestanten noch sehr vieles lernen können! Selbst Swedenborg hat in Rom manches erfahren, was ihm erst die Pforte zum inneren Leben ganz bedeutend zu öffnen geholfen hat; denn er war einer, der sich aus allem die Quintessenz zu verschaffen wußte und tatsächlich davon den Nutzen zog.

Sehet, daher geht der Weise in die alte Rumpelkammer und findet da oft große Schätze vom Staube der Zeremonie bedeckt. Den Staub wischt er weg und legt das reine Gold in seine Schatzkammer. Desgleichen tuet auch ihr! -" (HiG.01_40.08.20,06)


11.3.

"Denn alles ist nicht schlecht an der Römerin! Nur das ist ein Greuel, so sie des irdischen Mammons wegen Mittel ergreift, die rein höllischer Natur sind - als da sind: falsche Wunder, falsche Heilmittel, Ablässe, Reliquien und Bilderdienst, Amulette, fromm klingende Zaubersprüche, blinde Zeremonien, Gnadenwallfahrtsorte, Kirchenschätze für leeren kirchlichen Luxus, hohe Ämter und Ehrenstellen, die ausgedehnteste Herrschsucht und die hartnäckigste Alleinrechthaberei.

Ich will von ihren Meßopfern nichts sagen, nichts von ihrer Ohrenbeichte, von ihren Tempeln, Glocken und Orgeln, nichts von würdigen Kunstwerken, nichts von der Heilighaltung ihrer Bethäuser und nichts von den Begräbniszeremonien für die Verstorbenen. Denn dies alles im reinen Sinn würdig benützt ist nicht untauglich, das menschliche Gemüt zu erheben und zu veredeln. -

Aber daß die Römerin diese an und für sich reinen Dinge dazu gebraucht, das menschliche Herz zu verdummen und blind glauben zu machen, daß man durch sorgfältigsten Gebrauch alles dessen zum Leben in den Himmeln und nur durch sie zu Meiner Gnade gelangen könne - das ist schlecht!

Denn dadurch werde Ich bei den Kindern als Vater zu einem Tyrannen gemacht, den die Dummheit wohl fürchtet, aber nie liebt!

Die Verständigen und Weltläufigen aber fangen dann an, Meiner sich zu schämen. Sie wollen dann oft von einem solchen Erlöser, wie ihn die Römerin schildert, nichts mehr hören und verwerfen damit das Kind samt dem Bad.

Und das bewirkt die römische Kirche durch ihre eigenmächtigen Lehren, Satzungen, Zugeständnisse und Privilegien, die sie als von Mir empfangen vorgibt, und durch allerlei geduldeten und gepredigten Aberglauben.

Das ist es aber, wodurch sie selbst sich zugrunde richtet und eigentlich schon zugrunde gerichtet ist." (RB.02_223,09f)


11.4.

"Wer recht leben will, der kann es in jeder Kirche; denn die Hauptregel ist:
Prüfet alles und das Gute behaltet!...

Ich sage zu niemandem: Werde ein Katholik, ein Protestant oder werde ein Grieche (Orthodoxer), sondern: was einer ist, das bleibe er, wenn er will. Sei er aber was er wolle, so sei er ein werktätiger Christ, und das im Geiste und in der Wahrheit; denn jeder kann, wenn er es will, das reine Wort Gottes haben.

Ich bin nicht wie ein Patriarch und bin nicht wie ein Papst und bin nicht wie ein Generalsuperintendent und nicht wie ein Bischof, - sondern Ich bin wie ein überaus guter und gerechtester Vater allen Meinen Kindern und habe nur Freude daran, wenn sie tätig sind und wetteifern in der Liebe, aber nicht daran, daß sie einander `Narren` schelten und ein jeder aus ihnen der Weiseste und Unfehlbarste sein will - mit lauter Räsonieren, aber dabei nichts tun.

Mein Reich ist ein Reich der höchsten Tatkraft, aber kein Reich eines müßigen, naseweisen Faulenzertums; denn Ich sagte zu den Aposteln nicht: `Bleibet daheim, denket und grübelt über Meine Lehre nach!`, sondern: `Gehet hinaus in alle Welt!`..." (Er.01_073,13f)


11.5.

"Eine Kirche ist nur Kirche, wenn sie lehret Meinen Willen und das Leben predigt aus der Liebe, die am Kreuze für die ganze Erde, ja für die ganze Schöpfung blutete." (HiG.01,01)


11.6.

"Ohne Mich kann niemand zum Vater gelangen, und ohne den Glauben an Jesus hat auch noch kein Weiser jemals das allgewaltige Gottwesen als den Urquell aller Liebe, die sich persönlich darstellen kann, empfunden.

Das Unpersönliche wird zum Persönlichen nur in Jesus, und diese Vereinigung beider in der Menschenform ermöglicht das Herantreten des Geschöpfes an den Schöpfer, das Aufgehen der Materie in den Geist, die Rückführung der entstandenen Sündenfolge aufwärts über die Scheidewand von Materie und Geist als sonst sich unmöglich berühren könnende Punkte hinweg - Brücke ist das Leben Jesu." (GEJ.11_075,27)


11.7.

"Sage es den Kindern, und sage es allen, sie mögen sein, welcher Religion sie wollen - ob Römische, ob Protestanten, ob Juden, ob Türken (Muslime), ob Brahmi, ob finstere Heiden -, kurz für alle soll es gesagt sein:

Auf der Erde gibt es nur eine wahre Kirche, und diese ist die Liebe zu Mir in Meinem Sohne, welche aber ist der heilige Geist in euch und gibt sich kund durch Mein lebendiges Wort, und dieses Wort ist der Sohn, und der Sohn ist Meine Liebe und ist in Mir und Ich durchdringe ihn ganz und Wir sind eins, und so bin Ich in euch, und eure Seele, deren Herz Meine Wohnstätte  ist, ist die alleinige wahre Kirche auf der Erde. In ihr allein ist ewiges Leben, und sie ist die alleinseligmachende." (HGt.01_004,09f)


11.8.

"Nehmet... noch hinzu die Religionen fremder Nationen, als zum Beispiel der Türken (Muslime), der Parsen, Gebern, Hindus, Chinesen und Japaner! Wie sehr sind sie verschieden von der Religion, die Ich nur den Kindern aus dem Himmel aller Himmel gab, und doch waltet auch in ihnen, wenn schon um vieles tiefer verborgen, derselbe Geist Gottes!

Daß sich aber auf und in der oft sehr dicken und sehr verwitterten Rinde, die leider von vielen für den Baum selbst gehalten wird, allerlei Unrat und allerlei Würmer und Insekten vorfinden, die lediglich von der Rinde ihre schlechte Nahrung nehmen, das wird jeder leicht begreiflich finden, der in der Natur der Dinge nur einige Wissenschaft besitzt. Denn da die Rinde aus dem lebendigen Baume, nie aber der lebendige Baum aus der Rinde erwächst, so hat sie auch irgend etwas des Lebens aus dem Baume in sich, und es ist daher begreiflich, wie in ihr und aus ihr so viele Würmer und allerlei Insekten eine freilich nur höchst äußerliche und vergängliche Lebensnahrung finden.

Kriege, Verfolgungen, Verheerungen werden nur auf der mageren und lebenskargen Rinde geführt, während dabei das Holz des lebendigen Baumes frisch und gesund bleibt. Es kümmere sich daher kein lebendiges Holz um das, was in der eigentlich denn doch nur toten Rinde vor sich geht, denn die Rinde wird verworfen, so das Holz gesammelt wird." (Gegeben als sog. "Zwischenerklärung", GEJ.01_134,17)


11.9.

"Ein blinder, fanatischer Glaube, ob auf Wahrheit oder Lüge beruhend, hat einmal fürs Leben keinen inneren Wert, und ist in der Folge schwer irgendwann mehr von einem davon befangenen Volke zu entfernen. Und solange ein Volk in einem fanatischen Glauben lebt, steht es geistig im Gerichte und somit in der tiefsten Seelensklaverei, und es ist ihm nicht zu helfen, weder hier noch jenseits - außer durch einen langwierigen Unterricht durch Worte und Taten... " (GEJ.04_249,02)


11.10.

"Es kommt die Zeit, wo man Gott allenthalben im Geiste und in der Wahrheit anbeten wird, und nicht zu Jerusalem und nicht auf dem Berge Garizim! - Also leset ihr auch in der Schrift. Demnach aber ist dann ja Geist, Wahrheit, rechte Erkenntnis, Glaube, Vertrauen und wahre Liebe zu Gott und dem Nächsten in jedes einzelnen Menschen Herzen der einzig und alleinige wahre Fels und die dann von Mir Selbst darauf lebendig erbaute Kirche, die allein der Hölle Trotz bieten kann ewig.

Alles andere aber ist ein eitles Werk der Menschen und gilt für ganz und gar nichts und gibt gegen die Hölle nicht den allerleisesten Schutz, wenn der wahre Fels und die lebendige, bei jedem einzelnen Menschen erbaute Kirche dabei mangelt.

Es ist daher auch eine eitle Frage, welche äußere, sichtbare Kirche unter den vielen, die Meinen Namen führen, die rechte sei.

Die Antwort darauf lautet und kann ewig nie anders lauten als: Gar keine!

Nur die Kirche im Herzen, das Ich gemacht habe, ist die alleinige rechte und vor der Hölle für ewig gesicherte; alles andere hat die Welt ausgeheckt, gehört ihr an und gilt vor Mir ewig nichts!" (HiG.03_47.05.25,10f)


11.11.

"Jeder, der Mich wie Petrus erkennt und liebt, ist ein rechter Fels, auf dem Ich Meine wahre Kirche, die wahre Liebe und Weisheit aus Mir, erbauen kann und auch vollernstlich wirklich erbaue." (HiG.03_47.05.25,04)


11.12.

"Die Gottes- und Nächstenliebe ist also das wahre Reich Gottes, die einzig wahre lebendige Kirche, die auf dem Felsen der richtigen Erkenntnis und des daraus abgeleiteten festen und unerschütterlichen Glaubens und Vertrauens erbaut ist, die freilich keine Hölle mehr zerstören kann." (HiG.03_47.05.25,07)


11.13.

"...Die wahre Kirche ist ja nur eine lebendige Einswerdung mit Mir. Wer aber mit Mir eins geworden ist, der wird doch wohl auch in sich unfehlbar das ewige Leben und alles, was endlos desselben ist, im vollkommensten Sinne besitzen und somit auch die Enthüllung des Schriftsinnes bis in den dritten oder allerinnersten Himmel, in welchem sich alles einet in der alleinigen, allerreinsten Liebe zu Mir." (HiG.02_42.03.05,11)


11.14.

"Die Menschen der Erde werden dereinst alle erkennen, daß es nur einen Gott, einen Herrn, einen Vater und nur ein vollkommenes Leben in Ihm gibt." (JJ.199,18)

Siehe hierzu auch linke Randspalte unter "Religionen / Kirchen (1)"  und "Religionen / Kirchen / Theologien (2)"

 


12. Ist die Zukunft vorbestimmt?

 

12.1.

"Denket euch aber nicht, daß das etwas Derartiges sei, das die gewissen Weltweisen `Bestimmung` nennen, als habe Gott schon für jeden Menschen bestimmt, was er in seinem kurzen oder längeren Leben zu gewärtigen hat!

Etwas derartiges zu denken und zu glauben kann der Seele den Tod bringen, weil das eine Lehre ist, die eine heimliche Ausgeburt der Hölle ist und zu den wahren Lebensprinzipien aus Gott für die Menschen gerade das schroffste Gegenteil darstellt.

Die Bestimmung machen sich die Menschen selbst durch die Verkehrtheit ihres freien Willens und dadurch, daß sie nicht erwecken wollen all die sieben Lebensgeister in sich*), wodurch sie auch nicht zu der wahren Anschauung ihres innern, wahren und unvergänglichen Lebensschatzes kommen. Dadurch kommen sie auf Abwege und wollen dann auch im Lichte der Welt das wahre, innere Licht des Lebens aufsuchen und frohen Mutes nach demselben wandeln und handeln.
*) Liebe, Weisheit, Wille, Ordnung, Ernst, Geduld, Barmherzigkeit. (Siehe GEJ.07_018,01)

Wenn eine Menchenseele aber einmal so recht in der dicksten Nacht ihres selbstgeschaffenen Weltdünkels steckt, so können ihr bei Belassung ihrer inneren Willensfreiheit auch alle Engel der Himmel keine andere Richtung geben, und es kann da dann niemand sagen: `Siehe, das war schon also die Bestimmung für diesen Menschen!`. Ja, es war wohl allerdings eine Bestimmung, aber nicht etwa von Gott ausgehend, sondern vom Menschen selbst.

Von Gott aus war es nur eine Zulassung, und das eben infolge des vollkommen freien Willens des Menschen. Und was Ich nun sagte von einem Menschen, das gilt denn auch von einem ganzen Volke. Es ist und bleibt der Selbstschöpfer seiner zeitlichen und seiner ewigen Schicksale...

Ich habe es ja gesagt, daß Gott beim Menschen in bezug auf seine innere, geistige Entwicklung mit Seiner Allmacht nicht leitend und lenkend einwirken darf, und das aus Seiner ewigen Ordnung heraus. Denn täte Gott das, so würde der Mensch in sich zur toten Maschine und könnte nie zu einer freiesten Lebensselbständigkeit gelangen...

Daß aber auf ein Sündenvollmaß ganz sicher das Gericht - was der eigentliche geistige Tod ist - folgt, das ist von Gott aus schon von Ewigkeit her also verordnet und unabänderlich für alle zukünftige Ewigkeit festgestellt." (GEJ.07_052,01f)*)
*) Vollständiger Text siehe linke Randspalte unter "Kurztexte", Thema "Ist das Schicksal
vorbestimmt?"


12.2.

"Es ist von Mir aus in dieser Welt aber einem jeden ein gewisses Maß gestellt, sowohl im Guten und Wahren, als auch im Bösen und Falschen.

Hat der Gute durch seinen Eifer dieses Maß völlig erreicht, dann hören auch alle weiteren Versuchungen auf, und er geht dann im Volllichte aus den Himmeln von einer Lebensvollendungsstufe zu einer höheren und also ins Unendliche vorwärts.

Hat aber der Böse ebenso auch sein böses Maß vollgemacht, so hören dann auch weitere Mahnungen auf, und er sinkt von da an denn auch stets tiefer und tiefer in die dickere Nacht und in das härtere Gericht seines schon toten Lebens und Seins und wird von Mir aus weiter nicht mehr angesehen als ein Stein, in dem kein Leben, sondern nur das Gericht und das ewige Muß Meines Willens, den die Alten den `Zorn Gottes` nannten, ersichtlich ist.

Wie lange aber ein Stein von großer Härte brauchen wird, bis er nur zu einem noch lange hin unfruchtbaren Erdreich erweicht wird, das ist eine Frage, die auch kein noch so vollkommener Engel, im höchsten Himmelslichte stehend, beantworten kann; denn darum weiß allein der Vater, der in Mir ist, wie auch Ich in ihm.

So aber einmal gar zu viele Menschen sich im Vollmaße ihres Bösen befinden, so wird von Mir aus, der noch wenigen Guten und Auserwählten wegen, die Zeit ihres ungestraften Waltens abgekürzt, und ihr eigenes Gericht und ihr Tod verschlingt sie vor den Augen der wenigen Gerechten, wie das zu Noahs und zu Abrahams Zeiten und auch zur Zeit Josuas teilweise der Fall war und von nun an auch fürderhin noch zu öfteren Malen der Fall sein wird." (GEJ.09_030,01f)


12.3.

"Ja, ist das etwa Mein Wille also? O nein! Denn wo die Menschen frei wollen und auch frei handeln müssen, um Menschen zu werden auch im Geiste, da will Ich für Mich - und stellen es die Menschen noch so toll an - ganz und gar nichts, sondern Ich lasse es nur zu, daß die Menschen ganz unbeirrt das erreichen, um was sie sich so eifrig bestrebt haben, als hinge alle ihre Lebensglückseligkeit daran.

Mögen die Folgen gut oder schlecht sein, das gilt bei Mir ein ganz Gleiches! Selbst schaffen, - selbst haben.

Weiß Ich auch, was in der Folge geschehen wird, so kann und darf Ich dennoch nicht hindernd dazwischenwirken mit Meiner Allmacht; denn tue Ich das, so hörte der Mensch auf, ein Mensch zu sein. Er ist dann bloß eine belebte Maschine und sonst nichts und kann für Mich ewighin keinen Wert haben...

Der Mensch aber kann aus sich heraus alles, was er nur immer will, und niemand kann ihn daran hindern. Und so kann der Mensch mit der Erde, die seinen Leib trägt und nährt, tun, was er will, und muß sich dann zumeist erst duch die Folgen belehren lassen, ob sein Wille gut oder böse war.

Es hat aber ein jeder Mensch die Vernunft und den daraus hervorgehenden Verstand. Er kann darum durch Lehre, durch äußere Gesetze und durch allerlei Erfahrung klug gemacht werden und kann dann das Gute, Rechte und Wahre allein wählen und sich selbst danach zur Tätigkeit bestimmen; aber er erleidet dabei dennoch keinen Zwang, da er das ja selbst frei wählt, was er als gut, recht und wahr erkennt.

Daß aber Menschen zumeist aus zeitlichen Interessen gar oft alles erkannte Gute, Rechte und Wahre dennoch mit Füßen treten und im Handeln gerade umgekehrt sich erweisen, können wir nun schon Tag für Tag an Hunderten nur zu handgreiflich erfahren, und es geht aus dem wieder hervor, daß die Freiheit des menschlichen Willens durch gar nichts gefährdet und beschränkt werden kann. Und so ist es schon möglich, daß mit den Zeiten die Menschen große Dinge erfinden können und also auch auf die Natur der Erde also einzuwirken anfangen können, daß diese am Ende ordentlich leck werden muß. Die Folgen davon werden freilich keine angenehmen sein und werden als eine sichere Strafe des schlecht verwendeten Willens erscheinen, aber nicht von Mir aus irgend gewollt, sondern durch den Willen der Menschen hervorgebracht.

Wollen die Menschen eine abermalige Sündflut, so dürfen sie nur fleißig die Berge ab- und durchgraben, und sie werden dadurch den unterirdischen Wässern die Schleusen öffnen! Wollen sie die ganze Erde in Flammen sehen, so dürfen sie nur fleißig alle Wälder vernichten, und die Naturgeister (Elektrizität) werden sich derart vermehren, daß die Erde auf einmal in ein Blitzfeuermeer eingehüllt sein wird!

Werde dann etwa auch Ich die Erde durch Feuer heimsuchen wollen?!

Darum lehret die Menschen weise sein, ansonst sie selbst die Gerichte über sich heraufbeschwören werden! Ich weiß es aber, daß es also kommen wird, und dennoch kann und darf Ich nicht hindernd dagegen auftreten durch Meine Allmacht, sondern nur durch die Lehre. - Verstehet ihr das?"  (GEJ.05_109,01f)


12.4.

"Ihr, und die ganze endlose Schöpfung, seid von Mir allernotwendigst schon von Ewigkeit also eingerichtet, daß gerade ihr die Endzwecke und somit die völligsten Schlußsteine der ganzen sichtbaren und unsichtbaren Welt seid.

Demnach muß ja dann aber auch, im Ganzen wie im einzelnen genommen, alles allergenauest mit euch in der alleruntrennbarsten Korrespondenz stehen.

Wenn es aber unleugbarst also ist, so ergibt sich ja der Folgesatz von selbst, welcher also lautet: Steht der Mensch als Endzweck aller Schöpfung da, und steht diese somit in allem mit ihm in der allerinningsten Korrespondenz, so ist er ja auch ebenso notwendig über alle Schöpfung wie ein Herr gesetzt, von welchem Standpunkte er ebenso auf die ganze Schöpfung rückwirken muß, wie die ganze Schöpfung auf ihn notwendig vor- und einwirkt!

Achtet nun recht wohl alle darauf:

Alle Schöpfung vor euch aber hat durchaus keinen freien Willen, sondern in ihr ist alles notwendig zum dienlichen Zwecke für euch gerichtet, also alles ein völliges Muß.

Ich als der große Werkmeister aller Meiner Geschöpfe aber weiß nur allein, wie in ihr alle Prozesse eingerichtet sind, und wie eines in das andere greift, und kann euch daher auch nur die allein tauglichsten Mittel geben, euch also zu verhalten, daß ihr euch frei auf dieser höchsten Stufe behaupten möget, auf welcher ihr als erhabenste Endzwecke aller Meiner Schöpfungen stehet.

Bleibet ihr in dieser von Mir, dem Schöpfer, euch vorgezeichenten Ordnung, so wird auch die ganze euch vorhergehende Schöpfung hinter euch her in der schönsten Ordnung verbleiben; bleibet ihr aber nicht in dieser Ordnung, sondern bildet und schaffet euch eine andere eigenmächtig, so bin Ich als Schöpfer und euer aller heiliger Vater ja doch gänzlich außer aller Schuld, wenn die ganze Vorschöpfung hinter euch her sich verkehrt in ihrem gerichteten Wirken, euch dann ergreift, in ihr ewiges notwendiges Gericht reißt und euch endlich gar tötet.

Muß ein Stein nicht schwer sein, damit er bleibe eine Feste auf und in der Erde? Sehet, das ist ein Gericht der Materie des Steines! Solange ihr auf dem Steine herumgeht nach der Ordnung, so lange auch seid ihr Herren über den Stein; so ihr aber einen schweren Stein auf euch wälzen würdet, da wird der Stein euer Herr werden und wird euch geben seine Schwere, sein Gericht und also auch seinen Tod.

Also aber, wie dieses Verhältnis zeigt, also auch verhält es sich mit der ganzen sicht- und unsichtbaren Schöpfung. Ihr allein könnet sie segnen nach Meiner Ordnung, aber auch verderben zu eurem Unheile außerhalb Meiner Ordnung.

Die Liebe zu Mir aber ist der Inbegriff aller Meiner Ordnung. Darum haltet euch allzeit an diese Liebe lebendig, so werdet ihr nimmer in ein Gericht zurücksinken; werdet ihr aber diese verlassen, so werdet ihr dem Gerichte die Schleusen öffnen, und dieses wird dann notwendig über euch herfallen gleich dem Steine und wird euch begraben in sich!

Solches also merket, achtet es allzeit, wisset aber sonach auch, daß Ich, der Vater, niemanden richte! Verstehet es alle! Amen." (HGt.03_013,03f)


12.5.

"Es naht eine Zeit heran, wo der geistige Wind, der jetzt schon in seinen Bewegungen sich kundgibt, stärker wehen wird. Wo ihr dann nicht Schilfrohren gleich bald da, bald dorthin euch neigen, sondern den Weg genau gehen sollt, welchen Ich euch vorgezeichnet habe.

Es werden, wie es bildlich in der Bibel steht, falsche Propheten aufstehen. Es wird Unfug mit der reinsten Lehre, mit der Geisterkommunikation, ja mit allem getrieben werden, damit es dem Menschen zur Befriedigung seiner tierischen Leidenschaften dient.

Und ehe das Friedensreich sich nähern kann, wird noch manche Zornschale über die Menschheit von den Menschen selbst ausgegossen werden, da sich die Parteien geistig und materiell stets schroffer gegenüberstehen werden, je mehr die Zeit zum Abschlusse drängt.

Durch diesen Kampf werden auch die letzten Zornschalen in Erfüllung gehen, denen, nachdem alles Widerstreben nichts mehr helfen wird, Niedergeschlagenheit, Jammer und Heulen folgen wird. Die einen werden trostlos, die andern trostvoll das Ende und auch den Sieg der guten Sache mit Resignation erwarten.

Das meiste aus der Offenbarung*) als Entwicklungskrisis ist abgelaufen, das Ärgste bleibt noch übrig. Aber (habt) Geduld und Vertrauen in Mich!

*) Offenbarung des Hl.Apostels Johannes

Ihr wollt Meine Kinder werden oder sein. So Zeigt euch dieses Namens würdig und die Siegespalme, wie die Offenbarung selbst sie ausspricht, wird euch nicht fehlen.

Macht euch auf alles gefaßt! Nicht Ich, sondern des Menschen tierische Natur, der Menschen künstlich erzeugter Unglaube, ihre unbändige Herrschsucht und Geldgier wird auch diese Zornschalen und Posaunenbilder erfüllen helfen.

Es muß ja ganz natürlich, bevor Ich selbst euren Erdball wieder betrete, ein Reinigungsprozeß eintreten. Wie bei schwülem Wetter das Gewitter die Luft reinigt, indem es mit Gewalt alle schädlichen Dünste zu Boden reißt, damit wieder reine Luft wehe, so auch im geistigen Reinigungsprozesse: es muß, da der Widerstand ein starker ist, auch zu starken Ausbrüchen kommen, ohne welche kein Ausgleich möglich ist. Bei euch auf Erden wird jeder Kampf damit enden, daß alle Parteien ihre Ohn- und Meine Allmacht anerkennen, gegen welche jeder Widerstand vergeblich ist.- " (Aus Mayerhofer, Erklärung der Offenbarung Johannis, empfangen 1875*)
*) Vollständiger Text siehe linke Randspalte: "Über die Zukunft (1)"


12.6.

Darauf erhob sich der Wirt und sagte: "O Herr und Meister, wie wird es denn in jener Zeit aussehen, von der du gesagt hast, daß in ihr die Menschen vor Deiner abermaligen Ankunft durch Feuers würden geläutert werden, und was für ein Feuer wird das wohl sein?"

Sagte Ich (Jesus): "Ja, Freund, das Feuer wird heißen große und allgemeine Not, Elend und Trübsal, wie die Erde eine größere noch nie gesehen hat. Der Glaube wird erlöschen und die Liebe wird erkalten, und alle armen Geschlechter werden klagen und verschmachten, aber die Großen und Mächtigen und die Könige (Herrscher) dieser Welt werden den Bittenden dennoch nicht helfen ob des zu großen Hochmutes und daraus auch ob der zu großen Härte ihres Herzens! Also wird auch ein Volk sich erheben wider das andere und wird es bekriegen mit Feuerwaffen. Dadurch werden die Herrscher in große, unerschwingliche Schulden geraten und werden ihre Untertanen mit unerschwinglichen Steuern quälen. Es wird dadurch entstehen eine übermäßige Teuerung, Hungersnot, viele böse Krankheiten und Seuchen und Pestilenz unter den Menschen, Tieren und Pflanzen!

Auch werden da sein große Stürme auf dem trockenen Lande und auf dem Meere, und Erdbeben, und das Meer wird an vielen Orten die Ufer überfluten, und da werden die Menschen in große Furcht und Angst versetzt werden vor Erwartung der Dinge, die da über die Erde kommen werden!

Das alles wird zugelassen werden, um die Menschen von ihrem Hochmut und von ihrer Selbstsucht und von ihrer großen Trägheit abzuwenden..." (GEJ.08_185,01f)


12.7.

"...Was Ich erst jüngsthin einmal zu Jerusalem im Tempel den Wechslern und Taubenkrämern tat, das werde Ich dann im Großen tun auf der ganzen Erde und werde zerstören alle die Kramläden und Wechselbuden durch den Feind, den Ich aus den Lufträumen der Erde zusenden werde wie einen dahinzuckenden Blitz mit großem Getöse und Gekrache.

Wahrlich, gegen den werden vergeblich kämpfen alle die Heere der Erde; aber Meinen wenigen Freunden wird der große, unbesiegbare Feind kein Leids tun und wird sie verschonen für eine ganz neue Pflanzschule, aus der neue und bessere Menschen hervorgehen werden.

Fasset dieses wohl! Denket aber ja nicht, daß Ich das alles also haben wolle, und es wäre darum etwa das alles schon also bestimmt! Das alles sei ferne von Mir und euch!

Aber es wird also sein wie vor den Zeiten Noahs. Die Menschen werden von ihren vielen Weltkenntnissen und erworbenen Fertigkeiten einen stets böseren Gebrauch machen und werden ganz freiwillig allerlei Gerichte aus den Tiefen Meiner Schöpfung über sich und am Ende über die ganze Erde heraufbeschwören.*) Da sage Ich dann mit euch...: VOLENTI NON FIT INIURIA (dem Wollenden geschieht kein Unrecht).

*) Siehe hierzu linke Randspalte unter "Betrachtungen / Kleine Kommentare", Thema: "Die Menschheit verursacht selbst globale Katastrophen"

Ja, es sollen die Menschen mit Maß und Ziel ja alles haben und sich errichten die mannigfachen Bequemlichkeiten fürs irdische Leben und sollen schonen ihre Hände vor schweren Arbeiten, um desto mehr Zeit zu gewinnen für die Bearbeitung und Veredlung ihrer Herzen und Seelen, und sollen sein alle gleich voll Freudigkeit in Meinem Namen durch ihr ganzes Leben; aber unter ihnen soll es keinen Leidenden und Traurigen geben, außer einen mutwilligen Sünder wider jede gute bestehende Ordnung in Meinem Namen.

Aber wenn mit der natürlich zunehmenden Geschicklichkeit der Menschen auch ihre Selbstsucht, Habgier und Herrschsucht zunehmen wird und also die Verfinsterung der Menschengemüter, dann natürlich können davon auch die schlimmen Folgen nicht unterm Wege verbleiben!" (GEJ.05_108,02f)


12.8.

"...Von jetzt an aber (Lebenszeit Jesu) werden nicht volle 2000 Jahre vergehen, bis das große Gericht auf der Erde vor sich gehen wird; und das wird dann ein offenbar jüngstes, aber zugleich auch ein letztes Gericht auf dieser Erde sein. Von da an erst wird das Paradies auf die Erde gesetzt, und ein Wolf und ein Lamm werden friedsam in einem Stalle wohnen und miteinander aus einer Schüssel essen." (GEJ.06_174,07f)


12.9.

"Im Gerichte (aber) sind Liebe und Erbarmung ferne, und jede Seele wird da ihrer (Selbsthilfe) übergeben werden, auf dass sie bitter erfahre, wie zu gar nichts nütze ihr die eitle, zeitliche Hilfe der puren Weltmenschen war." (GEJ.06_174,14)


12.10.

"Alles, was da geschieht und geschehen soll, geschieht bedingungsweise, daher auch hinsichtlich des Geschehens nirgends eine feste, unabänderliche Voraussage geschehen kann; würde nämlich etwas bestimmt vorausgesagt werden, was da geschehen müßte, da wäre die Welt im tiefsten Gerichte, und alle Freiheit wäre verloren." (Er.01_071,02)


12.11.

"Fraget nicht nach dem Ändern von klimatischen Verhältnissen, nicht nach dem ändern der Geistes-Gesinnung der Menschheit sowohl, als des einzelnen Menschen; ihr wisset ja nicht, wo ihr jetzt seid und wohin die Gesetze Meiner Schöpfung euch führen!

Im unendlichen Raum bewegen sich die Sonnen um Sonnen, und die Planeten müssen stets unter dem Einflusse derselben auch ihre Veränderugnen, auch ihre Wechselwirkungen mitfühlen.

Alles hat seinen Endzweck, so auch das Kreisen der Welten um Welten*). Im ganzen Äther ist nicht ein Ort, wenn auch noch so klein, dem andern völlig gleich, da eben dort bestehende Verhältnisse wieder andere Lebensbedingungen erfordern." (Sg.01_027,36f)

*) Siehe hierzu linke Randspalte unter  "Naturwissenschaftliches (1)", Themen "Unsere Erde" sowie "Das Universum" und unter "Naturwissenschaftliches (2)", Thema "Die neunfache Bewegung der Erde"


12.12.

"Ich sage es dir: Nur fünfzig Jahre lang leben in der rechten Ordnung Gottes, - und ihr werdet von keiner Kalamität je etwas zu sehen, zu hören, zu schmecken und zu genießen bekommen!

Ich sage euch: Alle Kalamität, Seuchen, allerlei Krankheiten unter den Menschen und Tieren, schlechte Witterung, magere und unfruchtbare Jahre, verheerender Hagelschlag, große, alles zerstörende Überschwemmungen, Orkane, große Stürme, große Heuschreckenzüge und dergleichen mehr sind lauter Folgen der unordentlichen Handlungsweisen der Menschen!

Würden die Menschen möglichst in der gegebenen Ordnung leben, so hätten sie alles das nicht zu gewärtigen. Die Jahre würden wie Perlen auf einer Schnur verlaufen, eines so gesegnet wie das andere. Es würde den bewohnbaren Teil der Erde nie eine zu große Kälte oder eine zu große Hitze plagen.

Aber da die gescheiten und überaus klugen Menschen aus sich allerlei bei weitem über ihren Bedarf hinaus unternehmen, wenn sie auf der Erde zu große Bauten und zu übertriebene Verbesserungen vornehmen, ganze Berge abgraben, um Heerstraßen anzulegen, wenn sie viele Hunderttausende von Morgen der schönsten Waldungen zerstören, wenn sie des Goldes und des Silbers wegen zu tiefe Löcher in die Berge schlagen, wenn sie endlich untereinander selbst im beständigen Zank und Hader leben, während sie doch zu jeder Zeit von einer großen Menge der intelligenten Naturgeister (Naturkräfte) umgeben sind, von denen alle Witterung der Erde herrühren, sowie die Reinheit und Gesundheit der Luft, des Wassers und des Erdreiches, - ist es da denn hernach zu verwundern, wenn diese Erde von einer Unzahl von Übeln aller Art und Gattung stets mehr und mehr heimgesucht wird?

Geizige und habsüchtige Menschen legen vor ihren Scheunen Schloß und Riegel an und obendrauf noch scharfe Wächter zu ihren über allen Überfluß steigenden Schätzen und Reichtümern, und wehe dem, der sich ihnen unbefugt nähern möchte, der bekäme augenblicklich einen scharfen Prozeß.

Ich will damit nicht sagen, als sollte jemand sein mühsam erworbenes Eigentum nicht beschützen; Ich rede hier vom höchst unnötigen, ins Ungeheure gehenden Überfluß.

Wäre es denn da nicht tunlich, auch solche Scheuern zu errichten, die da offen stünden für jeden Armen und Schwachen, wennschon unter der Aufsicht eines weisen Spenders, auf daß kein Armer sich mehr nähme, als was er für seine Nahrung bedarf?

Würden sogestaltig die Habsucht und der Geiz von der Erde verschwinden, so würden auch - höret Mich wohl - alle mageren Jahre von der Erde den Abschied nehmen." (GEJ.04_144,01f)


Siehe auch linke Randspalte "Über die Zukunft (1)" und "Über die Zukunft (2)"

 

 

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