„In diesem (jedem) Atom ist ein Funke von Mir eingeschlossen; denn Ich habe es erschaffen, es muss also etwas von Mir und ebendeswegen nur Meine Eigenschaften besitzen.“

 


Über den Gottesfunken

im Menschen


 

1. Ein geistiger Partikel Meines Ich ist in jedem Atom

2. Du hast Mein Wort, dass neben der Seele dir noch ein göttlicher Funke innewohnt

3. Die Seele als Tempel und Sitz Meines Gottesfunkens ist zum Zerrbild geworden

4. So wird in dem Herzen des Geistes ein neues geistiges Bläschen gestaltet, in welchem ein reiner Funke Meiner Liebe eingeschlossen wird

5. Es ist kein Zufall…

 


Nach 3.HiG, S.296,10*) ruht der Gottesfunke – Atma, Geist in der Seele. Dieser Gottesfunke – Atma, Geist kann und soll in der Seele frei und voll göttlicher Tatkraft werden und das ist dann die Wiedergeburt im Geiste.

*) HiG.03_54.02.24,10

Siehe auch linke Randspalte unter „Kommentare“ das Themen: „Gottesfunke – Atma, Geist“, unter Themenregister das Stichwort „Wiedergeburt“ sowie unter "Grundbegriffe der Neuoffenbarung" die Stichworte Materie, Seele, Geist usw.

 


1. Ein geistiger Partikel Meines Ich ist in jedem Atom


Jesus: „…Alles, was existiert, muss einen Grund-Gedanken gehabt haben, warum es erschaffen wurde, zu was es bestimmt war und zu was es endlich auch führen soll!

 

Gemäß euren wissenschaftlichen Forschungen und deren regelmäßigen Untersuchungen bestreben sich auch eure Gelehrten, alles auf den letzten Grund zurückzuführen, auf die letzten und einfachsten Grundkräfte, welche alles bewegen und zu Ende führen. Und so will auch Ich euch eben diesen letzten Motor (Antrieb) aufdecken, welcher der Grund oder die Basis alles Wesenden ist und alles zur weiteren Entwicklung nach und nach vorbereitet.

 

Wenn ihr das ganze Universum mit geistigem Auge betrachtet, mit der Kraft des Gedankens das Gebiet des unendlichen Ätherraumes durchfliegt, so werdet ihr darin nichts anderes entdecken können als `Äther-Atome` oder allerfeinste Bestandteile von materiellen Stoffen, aber eure Werkzeuge wie Mikroskope, Elektrometer usw. würden nie imstande sein, diese eurem fleischlichen Auge bemerkbar zu machen.

Diese feinsten Ätherteilchen haben alle in ihrem Zentrum einen Ableger geistigen Inhaltes von Mir, von Meinem Wesen, welcher ihnen dadurch die ewige Fortdauer und den immerwährenden Trieb nach Entwicklung, Erhaltung und Fortschritt einprägt.

Ein geistiger Partikel (Teilchen) Meines Ich ist in jedem Atom, so wie, um es euch deutlicher zu machen, etwas in eurem Organismus innerlich und äußerlich bis in die letzten und feinsten Ausläufer eures Nervensystems als Gefühl in der Haut besteht, welches als seelisches Prinzip keinen anderen Zweck hat, als den Körper zu bilden, ihn zu erhalten und ihn zu vergeistigen.

 

So wie nun eure Seele im Bereich eures Körpers allwissend ist, eben wegen des feinen Nervenfluidums, welches euren Körper durchströmt und selbst noch als Dunsthülle (Atmosphäre, Außenlebensäther) von außen euch umgibt, so ist auch in jedem Ätheratom etwas von Mir, und dadurch, wie ich es in einem anderen Wort anführte, gibt es keinen Punkt in dem sicht- und unsichtbaren Reich Meiner geistigen und weltlichen Schöpfung, wo Ich nicht stets gegenwärtig wäre, alles sehe und fühle, was sich ereignet.

 

Auf dieses gründet sich eben die sogenannte Allwissenheit und Allgegenwart, wie ihr sie ebenfalls in eurem Körper habt, nur mit dem Unterschied, dass das geistige Leben in euch, die Seele und der Geist das Physische und Psychische aufbauen, wo bei Mir das erstere hinwegfällt, da Ich keine Materie, sondern nur Geistiges sehe, auch da, wo ihr Elementarstoffe zu entdecken glaubt

 

Nun, um wieder zu den Ätheratomen zurückzukehren. So muss Ich euch vorerst erklären, wie dieses Atom beschaffen ist, was es für eine Mission hat und welches sein Zweck ist, warum es existiert!

 

Nun höret also:

 

Ein Äther-Atom ist, wenngleich nach euren Begriffen ein unkörperliches, oder mit gelehrtem Ausdrucke bezeichnet, ein imponderables Ding; aber doch ein für sich Abgeschlossenes, Begrenztes, da es sonst ohne Grenzen sich wieder in etwas anderes auflösen müsste.

 

Ein solches Atom hat also trotz seiner Kleinheit doch Dimensionen der Breite, der Tiefe und der Länge, wie jeder Körper.

 

In diesem Atom ist ein Funke von Mir eingeschlossen; denn Ich habe es erschaffen, es muss also etwas von Mir und ebendeswegen nur Meine Eigenschaften besitzen.


Es ist in ihm der Trieb des Weiterbildens, und da ein jedes Atom in quantitativer und in qualitativer Beziehung von anderen Atomen verschieden sein muss, um alle Elementarstoffe darzustellen, welche zur Erschaffung des Universums nötig sind, so entwickelte sich zwischen den Atomen mittels ihrer sie umgebenden Dunsthüllen die Assimilation und Assoziation, wo sodann (wie bei vielen Insekten die Fühlhörner) (nach Abschrift Joh.Busch korrig.) die respektiven (jeweiligen) Dunsthüllen das Homogene (Gleichartige) anziehen und das Heterogene (Fremdartige) abstoßen.

 

Auf diese Art bildeten sich aus Atomen Moleküle, aus diesen Zellen und Kristalle; es entwickelte sich Wärme, Licht und Leben und beschleunigte die Bildung größerer Körper.

 

Nach Bildung der Weltkörper begann sodann das organische Leben, aus diesem das Geistige und aus dem Geistigen das Streben, dem Göttlichen ähnlich zu werden, wodurch endlich der in die kleinsten Atome gelegte Gottesfunke stufenweise dahin wieder zurückkehren muss, von wo er ausgegangen ist

 

Dass natürlich da, wo Ich lebende Wesen erschaffen will, Ich ihnen vorerst einen Wohnort und einen Trieb geben musste, der sie fähig machte, als einzelne Wesen inmitten der ganzen Unendlichkeit ihren geistigen vorgezeichneten Lebensweg zu gehen, das versteht sich von selbst.

Da Ich aber neben der Eigenschaft als Schöpfer, wie ihr es aus vielen Meiner Worte wisst, auch nur die Liebe in Person bin und Liebe nur darin besteht, andere glücklich zu machen und im Glücke anderer, in ihrer Seligkeit seine eigene wiederzufinden, so musste Ich als Gott der Liebe euch Wohnorte der Seligkeit erschaffen, musste die Wesen selbst als Ebenbildner Meines Ich mit Formen ausstatten, die die Liebe als Göttliches in denselben ausdrücken sollten.

 

Und so entstanden aus den kleinen Ätherteilchen die Welten und nach ihrer materiellen Ausbildung erst die lebenden Wesen, die alle gewisse Eigenschaften Meines Ich repräsentieren (darstellen), wo dann, wie zum Beispiel bei euch auf Erden, der Mensch als der Schlussstein der materiellen Schöpfung in seiner Mission als Erdenmensch die nächste geistige Stufe als künftiger Bewohner eines Geisterreiches anbahnen muss, da kein Sprung, sondern nur ein sanfter Übergang von einer Stufe zur andern, der allmähliche Fortschritt in Meinem Reiche bedungen ist!

(Aus: Gottfried Mayerhofer, „Das kosmische Leben“, "Lebensgeheimnisse" / Lg.01_023,04 ff)

Text siehe auch linke Randspalte unter „Einführende Texte“, Thema „Gottesbeweise“

 

 

2. Du hast Mein Wort, dass neben der Seele dir noch ein göttlicher Funke innewohnt

 

Du weißt, auch die Tiere haben Seelen; es wäre also auch das eine Frage, wie, wann und von wo ward auf Erden einem jeden Tier als Gattung bei seiner Erschaffung die Seele gegeben oder, wie die Bibel in der Mosaischen Schöpfungsgeschichte sagt, eingehaucht?! Wo kam sie her, was war ihr Ursprung?

 

Auf diese und alle ähnlichen Fragen antworte Ich das, dass bei allen geschaffenen Wesen gebundene Partikel des großen gefallenen Geistes (Satana / Luzifer) eingekleidet wurden; ferner, dass der große gefallene Geist selbst als ein Ableger von Mir frei in die weite Schöpfung hinausgestellt ward, wo er wie ein jedes begrenzte Ganze eine innere und eine äußere Organisation besaß, nebstbei noch als drittes einen großen Teil Meines eigenen göttlichen Lebens, welches als Funken von Mir ihn über alles grob Materielle hinaushob.

 

Von seiner Außenseite oder ätherischen Umkleidung wurden und werden ihm tagtäglich Parzellen (Teilchen) für die materiellen Leiber als eure Umkleidung gebundene, ihm entnommene Geister genommen und verwendet. – Von seiner Seele stammen alle geschaffenen Wesen ab in Bezug auf ihr seelisches Leben und nur sein göttliches Erbteil von Mir ward ihm gelassen, weil eben dieses es ist, welches, wie bei euch das Gewissen, ihn fortwährend anspornt, anregt, zu Mir zurückzukehren.

 

So siehst du die Dreieinigkeit, wie Vater, Sohn und Geist – Materie, Seele und göttlicher Funke, auch in ihm konsequent vertreten, wie eben auch jedes geschaffene Wesen aus diesen drei Teilen besteht, welche in der materiellen Schöpfung, im geistigen Himmel und in Meiner Person Selbst wieder auf ähnliche Weise sich dargestellt finden.

So ist also der Ursprung der Seele, wie bei euch in der Zeugung, immer das nämliche, wo auch ihr etwas von eurem geistigen Wesen abgebet, ohne doch dabei einen Mangel zu fühlen. – So ward alles Lebende in der ganzen materiellen Welt geschaffen und wenn in der Mosaischen Schöpfungsgeschichte die Schöpfung des Menschen ausführlicher besprochen wurde, so wie in dem Werke, welches Ich einst Meinem früheren Schreiber (Jakob Lorber) gab, so hat es darin seinen Grund, weil erstens der Mensch das letzte Schöpfungsglied auf eurer Erde war und zweitens, weil eben ihr Menschen mehr Interesse daran findet, die Entstehung eurer eigenen Rasse etwas näher zu erfahren.

Wie die Eva aus dem inneren und äußeren Leibe des ersten Menschen (Adam) erschaffen wurde und warum so und nicht anders, das liegt einfach darin, weil dem ersten Menschen eine Gefährtin, eine Lebensbegleiterin geschaffen wurde, welche natürlich aus dem letzten feinsten Material, welches Ich als Mein Ebenbild schaffen wollte, genommen werden musste.

 

So entstand das erste Weib, wie bei jeder Vermischung der Geschlechter eins aus dem andern, und dieser notwendige Prozess, welcher bei den meisten lebenden Wesen ihren Fortbestand gründet – nur mit dem Unterschied, dass zur Erschaffung des ersten Weibes Ich eine Verfahrensart annahm, die materiell genommen das vollzog, was geistig bei der Erschaffung von Millionen anderer Kreaturen ebenfalls geschehen ist.

Dir weiter zu erklären, warum so und nicht anders, ist mit menschlichen Begriffen nicht fassbar, so wenig als wenn du von Mir eine Antwort verlangen würdest auf die Frage: Wer hat denn Mich geschaffen, oder woher ist der erste Keim, welcher Mein Wesen hervorbrachte?! –

Euer Begriffsvermögen hat seine Grenzen, über welche hinaus es euch an geistigen Bildern fehlt, um gewisse Anordnungen, Raum und Zeitverhältnisse zu bemessen. Ihr habt ja ein altes Sprichwort, an welches Ich auch dich erinnern will, und das heißt: Schuster bleib beim Leisten! Dieses Sprichwort will Ich dir ins Gedächtnis rufen und wenn Ich euch gleichwohl manchmal den kleinen Finger reiche, so verlangt nicht auch die Hand; denn sie ist zu groß, weil in ihr die ganze Schöpfung ruht, wo euer Ich und eure Erde wie ein Infusions-Tierchen im großen Äther verschwinden muss.

 

Du selbst bestehst ja aus Körper, Seele und Geist. Sage Mir einmal, welches von diesen dreien, die doch dir nahe genug sind, weil sie dein eigenes Ich ausmachen – welches von diesen dreien begreifst du, oder kannst du dessen Bau, dessen Organisation richtig klar durchschauen?! – Siehe, Mein lieber Sohn, Dinge ergründen zu wollen, die gerade nicht zu wirklichem Nutzen oder Fortschritt beitragen, das sind unnütze Grübeleien, die dich nicht fertiger, nicht besser machen.

Du hast Mein Wort, dass neben der Seele dir noch ein göttlicher Funke innewohnt – suche diesem Funken gleich zu werden, da du geistig von Mir abstammst, wie Ich es euch Selbst kundgegeben habe.


Trachte dieser Abstammung würdig zu werden, durch Denken, Reden und Handeln, wie es einem Gotteskinde geziemt, das übrige überlasse Mir!

 

Wenn du einst in leichterer Hülle auch mit geistigen Augen Meine Schöpfung anschauen kannst, dann wirst du wieder einen weiteren Aufschluss und Sättigung für deine Neugierde haben, aber Mich und Mein Schaffen ganz verstehen zu wollen, das lasse beruhen, denn es ist solches nicht für endliche Wesen – einen unendlichen Gott und Schöpfer verstehen und begreifen zu wollen, weder hier – noch dort! Amen.“

(Aus: Gottfried Mayerhofer, „Urerschaffung der Menschenseele“, „Schöpfungsgeheimnisse“ / Sg.01_034,05)

Siehe linke Randspalte unter „Texte der Neuoffenbarung zu…“, Thema „Wie sind die Menschenseelen entstanden“ unter 3.5.


*) ..."Du wirst dich auch erinnern, dass, nachdem auf diese Weise die Bahn angedeutet wurde, auf welcher die Geister, von der härtesten Masse angefangen bis zum Menschen als letzte Stufe der materiellen Schöpfung (Mineral, Pflanze, Tier, Mensch) stets mehr sich läuternd emporsteigen können; dass aber im Menschen, wie du erwähnst, `drei Tage vor der Geburt ein kleines Bläschen von der feinsten, solidesten Seelensubstanz den einst böse gewordenen Geist (Luzifer) einschließt, in dessen Innerstem aber doch der eigentliche Gottesfunken der Liebe selbst seinen Sitz hat, welch letzterer dann diesem bösen Geistesfunken erstens die Möglichkeit gibt, sich für das Gute auszubilden, und zweitens ihn auch stets zu diesem antreibt`. (Sg.01_022,04 ff)

(Siehe linke Randspalte unter "Texte der Neuoffenbarung zu...", Thema "Die Entwicklung der menschlichen Leibesfrucht" unter "1. Zur Schöpfungsgeschichte")

 

 

3. Die Seele als Tempel und Sitz Meines Gottesfunkens ist zum Zerrbild geworden

 

Lasst die sich gelehrt Dünkenden mit ihrer Scheinweisheit! Ihre Zeit des Triumphs ist kurz. Folgt Meinem Rat, Meinem Mahnruf, der nicht, wie des Johannes Bußpredigt, euch als Otterngezücht, sondern als Meine Kinder betitelt, die Ich euch einst nach Meinem Ebenbild geschaffen und wieder zu diesem Ebenbild neu gestalten will!

 

Damals war die äußere Gestalt mit der des Geistes eins, heutzutage ist wohl äußerlich noch die Ähnlichkeit der schon längst verschwundenen paradiesischen Schönheit in entfernter Form geblieben, aber die Seele, als Tempel und Sitz Meines Gottesfunkens, ist zum Zerrbild geworden. Dieser Zwiespalt kann nach Meinen Gesetzen nicht geduldet werden, und es muss das Innere zum Äußeren wieder in Harmonie gebracht werden.

 

Wenn ihr auch die äußere Hülle, auf welcher die Leidenschaften ihre Spuren zurückgelassen haben, nicht mehr ändern könnt, so trachtet doch wenigstens aus allen Kräften danach, den inneren Geistmenschen wieder dem Urbild nachzubilden; denn es gibt kein schöneres, größeres und geistigeres Vorbild in der Schöpfung. Es ist jenes Bild, von dem jedes erschaffene Wesen mehr oder weniger als Abdruck gestaltet ist und von dem ihr, als letzter Ausdruck der ganzen materiellen und geistigen Schöpfung, die Form in euch tragt, jenes Urbild, – das nicht allein euer Schöpfer und Herr, sondern auch euer Vater sein will, der euch mit unerbittlicher Strenge und Willenskraft Gesetze vorschreiben und euch entweder göttlich belohnen oder unerbittlich vernichtend strafen könnte, aber statt Strafe nur Verzeihung und Versöhnung, nur Liebe will.“

(Aus: Gottfried Mayerhofer, „Predigten des Herrn“, Predigt 4, Seite 28 /  PH.01_004,11 f)

 

 

4. So wird in dem Herzen des Geistes ein neues geistiges Bläschen gestaltet, in welchem ein reiner Funke Meiner Liebe eingeschlossen wird

 

„Seht, alles Weltliche ist schlecht, weil es den Geist wieder zur Welt wendet, aus deren Todeskerkernacht Ich ihn der Materie entriss und gelegt habe in das Herz der Seele, damit er da wieder lebend und geläutert werde von allem sinnlich naturmäßig materiell Weltlichen, und damit er da endlich fähig würde zur Aufnahme des Lebens aus Mir. So nun ihm aber gereicht wird schlechte Kost, so wird er wieder weltlich, sinnlich und endlich materiell und dadurch tot wie vor der Geburt, – so auch die Seele mit dem Leibe, da sie dadurch selbst ganz leiblich geworden ist.


Wird nun aber gegeben dem Geiste eine gute Kost, welche ist Mein geoffenbarter Wille und die Vermittlung durch die Werke der Erlösung – oder Meine Liebe im Vollbestande durch den lebendigen Glauben, so wird in dem Herzen des Geistes ein neues geistiges Bläschen gestaltet, in welchem ein reiner Funke Meiner Liebe eingeschlossen wird. Und wie es früher ging bei der Zeugung der Seele und aus derselben der des Geistes, ebenso geht es auch mit dieser neuen Zeugung des Heiligtums. Wird es nun vollends reif, dann zerreißt diese heilige Liebe die lockeren Bande des Gefäßes und strömt dann wie das Blut des Leibes oder wie die feinsten Substanzen der Seele oder wie die Liebe des Geistes in alle Organe des Geistes über, welcher Zustand dann die Neugeburt (Wiedergeburt) genannt wird, so wie der der Einlegung dieses Lebensbläschens genannt wird die Eingeburt.“

(Aus: Jakob Lorber, „Die Erlösung – Antwort“, Seite 10, „Himmelsgaben“ Band 3 / HiG.03_40.06.17,11 f)

 

 

5. Es ist kein Zufall…

 

„Es ist kein Zufall, wenn der eine in diesen, der andere in jenen Verhältnissen geboren oder erzogen worden ist; es ist kein willkürliches Zusammentreffen von Umständen, welche bestimmten, den einen so, den andern anders zu leben und zu wirken.

 

Überall, seid versichert, ist ein geistiges `Warum`, welches sodann das praktische `Darum` festsetzte.

 

Das, was die südlichen Völker `Fatum` und ihr `Schicksal` nennen, wo die Freiheit des Menschen im Handeln dadurch beschränkt wäre, ist nirgends vorhanden.

 

Wahr ist es, klimatische Verhältnisse, Nahrung, soziale Stellung und Erziehung stempeln den Menschen auf Erden zu dem, was er scheint; aber doch ist ebenfalls wieder der Seele die Macht gegeben und durch den ihr beigegebenen Gottesfunken fest bedingt, alle diese Einwirkungen insofern zu beherrschen und zum geistigen Nutzen zu verwerten, dass das Geist-Seelische stets die Oberhand behält und der Körper, wenn er durch diese Beschränkung auch leidet, doch der Seele gehorchen muss.

 

Und hier seht ihr oder könnet wenigstens ahnen, wie viele Umstände oft eintreten müssen, um die verschiedenen Seelen mit all ihren verschiedenen geistigen Anlagen doch zu einem gemeinsamen Ziel zu führen.

 

Hier könnt ihr begreifen lernen, wie Ich das Regiment führe, da Ich alle Handlungen der Menschen, alle ihre Taten doch wieder so verwende, dass Mein Zweck, das heißt ein allmählicher Fortschritt in der ganzen geschaffenen Welt dadurch gefördert wird, indem selbst das Schlechteste, von Menschen ausgeheckt und vollführt, doch nur Gutes hervorbringen muss.“

(Aus: Gottfried Mayerhofer, „Das Licht“ III., Schöpfungsgeheimnisse“ / Sg.01_029,28)

 

Siehe auch linke Randspalte unter „Zu Bibel und Neuoffenbarung“, Thema „Widersprüche in der der Neuoffenbarung“ unter 3.4.1.3.

 

 

"Wer für den Geist arbeitet, der wird auch für den Geist ernten,

der da ewig leben wird.

Wer aber mehr für den Leib arbeitet,

der wird einst in großer Armut stecken.

Denn jenseits wird jedermann nur das haben, was er sich geistig erworben hat und nicht mehr und nicht weniger."

(Aus: Jakob Lorber, „Häusliche Lebenspflege“, „Himmelsgaben“ Band 2, Seite 146 / HiG.02_42.11.19,08)

 

Siehe auch linke Randspalte unter „Texte der Neuoffenbarung zu…“, Thema „Der Mensch zwischen Gut und Böse“ sowie unter „Gebet / Meditation / Gesundheit (2)“, das Thema „Wo kam das Böse ursprünglich her“