"Wer Mein Wort mit seinem Verstande statt mit seinem Herzen bemisst, der wird schwerlich je die Früchte aus Meinem Samen ernten." (HiG.02_42.10.30,10)

 

 

Warum glauben nur Wenige

an das Jesuswerk durch Jakob Lorber?

WS-A3262

 

Wilfried Schlätz

 


1. Fragen:


1.1. Warum lehnen die Kirchen und die Theologen die Neuoffenbarung ab?

1.2. Warum lehnen die Naturwissenschaften die Neuoffenbarung ab?

1.3. Warum interessieren sich nur wenige Menschen für die Neuoffenbarung?

 


2. Antwort:


2.1. Die Naturwissenschaften haben neue Jahrhundert-Irrtümer entwickelt, so dass es Jahrhunderte dauern wird, bis diese überwunden sein werden: Unsere Sonne ein unbewohnbarer Fusionsreaktor mit 20 Millionen Grad Hitze; kein Nachbarplanet der Erde ist bewohnbar; die Erde ist kein tierähnlicher Organismus; die Erde hat keinen Antrieb weder für die Rotation noch für ihren Lauf um die Sonne; die Rückseiten der Monde und die Saturnringe sind unbewohnbar; es gibt keinen Äther; es gibt keine Zentralsonnen; Ebbe und Flut hängen allein vom Mond (evtl. von der Sonne) ab; die Erde atmet nicht usw.

2.2. Es gibt Hunderte von christlichen Theologien, die zum größten Teile die Bibel als Wort Gottes verwerfen, da sie entweder an den allein echten Gott Jesus-Jehova nicht glauben bzw. noch nie geglaubt haben, die vor allem die alleinige Gottheit Jesu seit fast 2000 Jahren verwerfen und bekämpfen. Bultmann: "Die Wunder des NT sind als Wunder erledigt!" Die Historisch-Kritische Methode (besser Theologie) hat die Bibel derart zersetzt, dass von ihr fast nichts mehr übrig geblieben ist.

Siehe auch linke Randspalte unter "Naturwissenschaftliches (2)", Thema "Astronomische Irrtümer des Kopfverstandes"

2.3. Jesus durch Jakob Lorber (JL):

[HiG.02_42.09.10,01 – S.133+134] Was soll es da mit dem „Widerspruche“? – Ich Selbst habe dich ja darauf aufmerksam gemacht! Denn du hast beim Diktieren fürs erste bei drei Nebenwörtlein überhört und hast es überhören müssen zufolge der Anschauung und – weil Ich es also gewollt habe.

[HiG.02_42.09.10,02] Warum aber habe Ich solches gewollt?Damit euer Geist einen neuen kleinen Stoß bekommen solle und darum emsiger und lebendiger suchen solle in dem, was Ich also lebendigst gebe aus Meiner Liebgnade; und solle Meine Gabe nicht betrachten als eine Alltagskomödie.

[HiG.02_42.09.10,03] Fürs zweite aber ist da ein kleiner Widerspruch entstanden, weil du bei Meiner Vorsprache zufolge einiger vorgefallener äußerer Störungen einen Umstand nachzutragen vergessen hast, da Ich doch laut genug bei der letzten Bewohnbarkeitsanzeige beigesetzt habe und sagte: „Und zwar besonders einiger Kontinentländer, und zwar deren südlichere Teile.“

[HiG.02_42.09.10,04] Aber du fragst, warum Ich dich denn nicht sogleich darauf habe aufmerksam machen wollen? – Siehe, Meine Schule ist eine andere als die der Menschen auf der Welt!Ich lasse daher solches oft geflissentlich zu und lege, wo es immer nur sein kann, den „verworfenen Eckstein“ auf alle Meine Wege, damit daran die Welt ihr Gericht finden solle. So aber dann jemand zu Mir kommt und bittet Mich um die Wegräumung des Ecksteines, so will Ich solches ja auch tun. Aber nur hüte sich da ein jeder vor Bemerkungen!

[HiG.02_42.09.10,05] Wohl dem, der korrigiert nach Meiner Angabe! Denn der wird das Licht überkommen. Wer aber Mir wollte die Zulassung solch kleiner Widersprüche zum Vorwurfe machen, der soll mit dem Unglauben bestraft werden!

[HiG.02_42.09.10,06] Was immer da geschieht, hat seinen weisen und liebevollsten Grund. Daher soll dir auch an Meinem Urteile mehr als an dem der Welt gelegen sein! – Was Ich gebe, das gebe Ich nicht der Welt zu einem Vorteile, sondern nur zum gerichtlichen Anstoße!

[HiG.02_42.09.10,07] Daher tue, was Ich dir sage; und bedenke nie, was dereinst die Welt dazu sagen möchte! Denn Meine Gabe soll nicht vom Verstande, sondern vom Herzen in den Geist lebendig aufgenommen sein. Allda wird sich die rechte Ordnung schon vorfinden! – Verstehet solches wohl und beachtet es! Amen.


2.4. Jesus durch JL:

[HiG.02_42.10.30,0 – S.137bis 140] Also schreibe denn, du Sohn Adams, der du noch Feuer vom Himmel rufest, wenn du irgend bemängelt wirst, darum du aus altem Grund ein wahrer Jakob bist!

[HiG.02_42.10.30,02] Siehe Mich an! Was alles haben die Menschen schon aus Mir gemacht! Wie oft wurde Ich ein Betrüger, ein Volksaufwiegler, ein israelitischer Faulenzer, Vagabund, Sonderling, Narr, ein Zauberer, ja sogar ein Diener Beelzebubs genannt! Ja selbst in dieser jetzigen Zeit geht es Mir auf der Erde um kein Haar besser. Man verhöhnt, verlacht und verspottet Mich allerorts. Oder man leugnet Mich ganz und vernichtet dadurch auch sicher bis aufs letzte Häkchen Mein Wort und somit auch alle Meine Gnade und Erbarmung. Wo Mir aber noch allenfalls zum Scheine gedient wird, da brauche Ich dir nicht näher zu bezeichnen, wie ein solcher Dienst an und für sich zu allermeist bestellt ist. Denn solches kennst du wohl schon zum meisten Teile!

[HiG.02_42.10.30,03] Und siehe, dennoch lasse Ich nicht Schwefel und Feuer vom Himmel regnen! – Also sei auch du sanft und bescheiden und sei allezeit voll Liebe, Sanftmut und Geduld gegen deine Brüder und Schwestern, so wirst du allezeit mehr richten mit ihnen als durch Schwefel und Feuer vom Himmel!

[HiG.02_42.10.30,04] Wenn der Ans. H.-W. hier und da so manches beanstandet, so müssen wir ihm darum noch nicht gram werden. Er tut es ja nicht, um dich zu verdächtigen; sondern nur des Lichtes wegen tut er es. Darum also, Jakob, noch kein Feuer vom Himmel! Darum also ist es noch nicht nötig, dass du Mir deshalb das Amt der Gnade zurückgeben willst. Sondern fahre du nur fort! Es wird das rechte Licht über einen jeden äußerlich scheinenden Widerspruch schon zu rechter Zeit und am rechten Platze vorkommen.

[HiG.02_42.10.30,05] „Denn so jenes, das erste, untadelhaft gewesen wäre, würde nicht Raum zu einem andern gesucht!“ (Hebr.8,7)Solches sollst du wohl verstehen und beachten, warum das Alte Testament getadelt und ihm gesetzt wird ein Neues! – Siehe also auch hier!Drei Körner werden ins Erdreich gesetzt und bringen zehnfältige Frucht. Warum nicht dreifältige? Warum müssen die drei gesetzten Körner in der Erde ehedem „vertadelt“ werden, ja warum zu Grunde gehen, um den neuen zehn Kindern freies Emporwachsen zu gewähren?

[HiG.02_42.10.30,06] Bei euch widersprechen sich drei und zehn wohl eurer Härte willen; aber nicht also ist es bei Mir. Denn in Meinem Reiche sind tausend wie eins, und eins gleich unendlich vielen!

[Es ging hier hauptsächlich um den Widerspruch zwischen:  NS 1,4: "Der damals noch unbekannte Planet Neptun hat 3 Monde" und NS 53,7: "Der Neptun hat 10 Monde". Aufklärung: Der Neptun hat 3 Hauptmonde, die insgesamt noch 7 Mondsmonde haben.]

[HiG.02_42.10.30,07] Daher warte du auch nur geduldig ab und traue es Mir zu, dass Ich im Ernste allerhöchst weise bin. So wird sich am rechten Platze wohl zeigen, warum da im ersten „Testamente“ drei, und im jetzigen, gleichsam neuen, zehn Monde stehen!

[HiG.02_42.10.30,08] Damit du Mir aber nicht wieder in ein unnötiges Feuer gerätst, so sage Ich dir im voraus, dass da in der Veroffenbarung der „Sonne“ noch ein paar Beschaffenheitswidersprüche vorkommen und noch ein paar vorkommen werden. Wenn aber die „Sonne“ wird vollendet sein, so werden sich alle Widersprüche lösen!

[HiG.02_42.10.30,09] Daher sollst du nicht feurig und der Ans. H.-W. nicht ängstlich werden! Denn was du empfängst, ist Meine Sache. Und Ich werde schon in allem Sorge zu tragen wissen, dass sie die Sache wird, wie sie sein soll. Du aber tust hinreichend, so du Meinen Willen erfüllest.

[HiG.02_42.10.30,10] Mit dem Verstande aber bleibe ein jeder hübsch ferne von Meiner Gabe! Sonst gleicht er dem Samen, der da aus der Hand des Sämanns fiel unter Dornen und Disteln. Denn im Verstande ist die Wohnung von allerlei Sorgen. Wer demnach Mein Wort mit seinem Verstande statt mit seinem Herzen bemisst, der wird schwerlich je die Früchte aus Meinem Samen ernten.

[HiG.02_42.10.30,11] Bedenke zum Beispiel: Beim Matthäus kommen zwei Weiber zum Grabe; ein Erdbeben geschieht; ein Engel erscheint, wälzt den Stein vom Grabe, setzet sich darauf und gibt den zwei Weibern Bescheid von Mir.

[HiG.02_42.10.30,12] Beim Markus kommen drei Weiber, kümmern sich des Steines wegen; dieser wird durch eine unsichtbare Macht hinweg getan, und sie gehen dann ins Grab, finden da einen Jüngling mit einem weißen Hemde zur Rechten sitzen, welcher sie tröstet und ihnen über Mich Auskunft gibt.

[HiG.02_42.10.30,13] Beim Lukas kommen mehrere ungenannte Weiber, mit Spezereien sogar, und finden den Stein schon abgewälzt, gehen sogleich ins Grab hinein, finden da noch niemanden; nach einer Weile, da sie sich schon gekümmert hatten, treten zu ihnen zwei Männer in glänzenden Kleidern und geben ihnen Auskunft über Mich.“

[HiG.02_42.10.30,14] Beim Johannes kommt nur ein Weib, die Magdalena nämlich, findet das Grab offen, aber niemanden darinnen. Darum läuft sie zu Petrus. Der Petrus und die andern Jünger kommen eiligst zum Grabe, finden außer den zusammengelegten Leichentüchern nichts und gehen sodann wieder nach Hause. Nachher erst guckt die weinende Magdalena ins Grab und erblickt zum Kopfe und zu den Füßen zwei Engel in weißen Kleidern, die bloß nur fragen: Weib, was weinest du? – Und nach der Beantwortung dieser Frage bin auch Ich schon hinter ihr!

[HiG.02_42.10.30,15] Wer da äußerlich, rein weltgeschichtlich nach seinem Verstande urteilt, was muss der bei diesen vier sehr verschiedenen Angaben wohl notwendig finden, so er recht spitzkritisch zu Werke gehen will!?

[Siehe auch: 3.HiG vom 27.März 1842, S.146 – 152: "Die vier Evangelien über die Auferstehung des Herrn"]

[HiG.02_42.10.30,16] Ich sage dir: Entweder den Tod seines Verstandes oder den Tod seines Glaubens!Den Tod seines Verstandes, so er da ein göttliches Geheimnis ahnet und stellt solches Meiner Weisheit und Allmacht anheim. Den Tod des Glaubens aber, so er spricht: „So das Faktum authentisch wäre, da müssten über dasselbe nicht nur vier, sondern hundert Geschichtszeichner in der Zahl, in der Art, in den Worten und überhaupt in allem völlig übereinstimmen. Von den vier Geschichtszeichnern aber sagt jeder etwas ganz anderes! Welcher hat recht? Keiner! Und somit glaube ich auch nichts!“

[HiG.02_42.10.30,17] Siehe, es soll aber weder der Verstand noch der Glaube getötet werden! – Wie aber kann solches geschehen? – Ich sage dir: Allein durch Liebe, Demut, Sanftmut und Geduld!

[HiG.02_42.10.30,18] Wenn diese vier eins werden im Menschen, da wird auch des lebendigen Lichtes in größter Menge werden im Herzen, in welchem sich alle Widersprüche lösen werden!

[HiG.02_42.10.30,19] Beachtet das, so werdet auch ihr ins Reine und Klare kommen! – So ihr aber mit eurem Verstande wollet Meine Schatzgräber sein, wahrlich, dann sollet ihr nichts denn Unrat finden!

[HiG.02_42.10.30,20] Denn Meine Gaben sind nur fürs Herz, nicht aber etwa vorerst für den Verstand bemessen!Wer da will sein Herz aber durch den Verstand wecken, der sei versichert, dass er es nur tötet. Denn schwächer ist wohl keine Liebe als die des Verstandes!

[HiG.02_42.10.30,21] Wer aber das Leben überkommen will, der liebe und glaube sanft und geduldig! Und er fordere von Mir nicht wie von einem schlechten Sachverwalter eine unzeitige Rechenschaft! Denn wahre Kinder lieben den Vater und hadern nicht mit Ihm!

[HiG.02_42.10.30,22] Solches verstehet wohl! Amen.


2.5. Jesus hat also bewusst und absichtlich in die Neuoffenbarung (NO) durch Jakob Lorber (JL) kleine Widersprüche und sogar Fehler eingebaut bzw. zugelassen (siehe auch den Aufsatz: A3255*) plus A3058a*) und die Widersprüche zwischen JJ 298 und  DTT 32), um dem Weltverstand einen Eckstein in den Weg zu legen, an dem er zerschellt und darin sein Gericht finden soll! Der Weltverstand will ein äußeres mathematisches, völlig fehlerfreies Werk! Jesus aber gab ein Himmlisches Werk für den GEIST und hat geflissentlich Stolpersteine eingebaut, damit unser GEIST immer wieder einen kleinen Stoß bekommen soll, um desto lebendiger und emsiger zu suchen. Der Weltverstand stößt sich an diesen kleinen Widersprüchen und Fehlern und nimmt diese als Anlass, die gesamte NO zu verspotten und zu verwerfen.  Aber dadurch wird er mit dem UNGLAUBEN bestraft und geht für lange Zeiten an seinem Heil vorbei!

*) Schnellsuche: linke Randspalte unten unter Themenregister Suchbegriff Offenbarung ("Auch jede echte Offenbarung enthält etwas Falsches" (A3255)) bzw. Falsches ("Falsches bei Jakob Lorber?" (A3058a)) suchen und anklicken.

2.6. Weil die NO Jesu durch JL ein echtes Wort Jesu ist, daher wird sie von Satan mit allen Mitteln bekämpft, um sie unglaubwürdig und lächerlich und somit wirkungslos zu machen, weil die NO für Satan die größte Gefahr darstellt! Genau so, wie Satan damals Jesus bekämpft hat, so bekämpft er jetzt diese geistige Wiederkunft Jesu mit allen Mitteln.

2.7. Die naturwissenschaftlichen Wahrheiten der NO stehen im größten Widerspruch zu den heutigen Jahrhundert-Irrtünern der heutigen Naturwissenschaften, so dass der Weltverstand, der sich allein auf die heutige Schulweisheit gründet, die NO als absurd und als Quatsch verwerfen kann!

2.8. Die geistigen und göttlichen Wahrheiten der NO stehen nicht im Widerspruch zu der Bibel, insbesondere nicht zum bilblischen Johannes-Evangelium, wohl aber im diametralen und größten Gegensatz zu den heutigen Bibel-Interpretationen! Gerade das einzig echte biblische Johannes-Evangelium wird als unechtes Machwerk von griechischen Theologen 100 Jahre nach Jesus von den heutigen Theologen als das unechteste und falscheste Evangelium verworfen!

2.9. Jesus durch JL:

1.RB 35. Kapitel – Doppeltes Erkenntnisvermögen des Menschen. Nur das Licht des Geistes verschafft wahren Glauben. Übung und Sittenreinheit.

[RB.01_035,01] Rede Ich: „Mein Freund, solange der Mensch bloß aus seinem Verstande heraus Definitionen macht, kann er vom Glauben und vom Gebet auch keine andere Meinung haben, als du sie Mir sehr unumwunden kundgegeben hast. Denn des Menschen Kopfverstand hat keinen andern Weg, als den der materiellen Anschauung und sinnlichen Betastung. Ein geistig lebensvoller Glaube aber kann in einem sinnlichen Gemüt ebenso wenig Wurzeln fassen, wie ein Weizenkorn auf einem Granitfelsen. Wohl hat es da eine feste Unterlage; aber weil der harte Fels keine Feuchtigkeit hat, die das Weizenkorn auflöst und den Keim frei macht, so bleibt das Korn auf dem harten Felsen eine Zeitlang was es war. Mit der Zeit jedoch stirbt es dann gänzlich ab, weil es keine Nahrung hat. Was nützt dir all dein Wissen und deines Verstandes Gehorsam, den du Glauben nennst, so dein Geist keinen Anteil daran nimmt?

[RB.01_035,02] Siehe, jeder Mensch hat ein doppeltes Erkenntnisvermögen: ein äußeres, das ist der Kopf- oder eigentliche äußere Seelenverstand. Mit diesem Erkenntnisvermögen lässt sich nie das göttliche Wesen erfassen und begreifen, weil es der Seele gerade nur darum gegeben ward, um den Geist in ihr von der Gottheit vorderhand zu trennen und ihm diese auf eine Zeitlang verborgen zu machen. Will nun eine Seele mit diesem alleinigen negativen Vermögen Gott suchen und finden, entfernt sie sich stets desto weiter vom Ziele, je hartnäckiger sie auf diesem Wege dasselbe verfolgt.

[RB.01_035,03] Aber die Seele hat noch ein anderes Vermögen, das nicht in ihrem Kopfe, sondern in ihrem Herzen wohnt. Dieses Vermögen heißt inneres Gemüt und besteht aus einem ganz eigenen Willen, aus der Liebe und aus einer diesen beiden Gemütselementen entsprechenden Vorstellungskraft. Hat diese einmal den Begriff vom Dasein Gottes in sich aufgenommen, so wird er dann sogleich von der Liebe umfaßt und durch ihren Willen festgehalten, – welches Festhalten dann erst ,glauben‘ heißt.

[RB.01_035,04] Durch diesen Glauben, der lebendig ist, wird der wahre Geist erweckt. Der beschaut dann seinen Erwecker, erkennt und ergreift ihn sogleich, richtet sich darnach auf wie ein mächtig Licht aus Gott und durchdringt dann die Seele und umwandelt in ihr alles ins Licht. Und dieses Licht ist dann der eigentliche Glaube, durch den jede Seele selig werden kann.

[RB.01_035,05] Hast du je von diesem allein wahren Glauben etwas vernommen? Du sprichst in dir: Nein, diese Art des Glaubens ist mir völlig fremd; denn ein Denken im Herzen kommt mir völlig unmöglich vor! – Ja, so ist es auch! Es muss dir diese Sache unmöglich vorkommen.

[RB.01_035,06] Um im Herzen denken zu können, muss man eine eigene Übung haben; diese besteht in der stets erneuerten Erweckung der Liebe zu Gott. Durch diese Erweckung wird das Herz gestärkt und erweitert, wodurch dann des Geistes Bande lockerer werden, so daß sein Licht (denn jeder Geist ist ein Licht aus Gott) sich stets mehr und freier entwickeln kann. Fängt dann des Geistes Licht an, die eigentliche Lebenskammer des Herzens zu erhellen, so werden auch die zahllosen Urtypen in rein-geistigen Formen an den ebenfalls zahllosen Wänden des Lebenskämmerleins stets deutlicher ausgeprägt und der Seele beschaulich gemacht. Und siehe, diese Beschauung der Seele in ihrem Herzen ist dann ein neues Denken. Die Seele gelangt da zu neuen Begriffen und zu großen und klaren Vorstellungen. Ihr Sehkreis erweitert sich mit jedem Pulsschlag. Die Steine des Anstoßes verschwinden nach dem Maße, wie der Kopfverstand verstummt. Da ist dann kein Fragen nach Beweisen mehr. Denn das Licht des Geistes erleuchtet die inneren Formen also, daß sie nach keiner Seite hin einen Schatten werfen. Somit wird auch alles, was einem Zweifel nur wie im leisesten Hauche ähnlich wäre, für ewig verbannt.

[RB.01_035,07] Und so ist denn auch ein Glaube, der so gestaltig im Herzen und nicht im Kopfe seinen Sitz hat, ein wahrer und lebendiger Glaube zu nennen: wahr, weil er dem untrüglichen Licht des Geistes entstammt, und lebendig, weil im Menschen nur der Geist im wahrsten Sinne lebendig ist!

[RB.01_035,08] In diesem Glauben aber liegt dann auch jene außerordentliche Kraft, von der in den Evangelien zweimal die Rede ist.

[RB.01_035,09] Um aber zu diesem alleinseligmachenden Glauben zu gelangen, muss man bei vorerwähnter Übung aufs ernsteste bestrebt sein, darin sobald als möglich eine rechte Fertigkeit zu erlangen. Denn wenn der Mensch zu sehr und zu lange nur für die Ausbildung des Kopfverstandes und durch diesen nur für irdische Zwecke und Wohlfahrten gesorgt hat, da muss es einem solchen Menschen völlig unmöglich vorkommen, auch im Herzen denken zu können.

[RB.01_035,10] Ferner muss man sich auch der Sittenreinheit zu erfreuen vollen Grund haben. Man darf kein Schwelger und hauptsächlich kein fleischlicher Unzüchtler sein. Denn Unzucht und Hurerei tötet entweder beinahe ganz den Geist, oder, wenn sie schon den Geist nicht zu töten vermag, so verhindert sie doch für alle Zeiten die freie Entwicklung seines Lichtes. Woher es denn auch kommt, dass solche Unzüchtler, besonders in vorgerückten Jahren ganz stumpfsinnig werden und ihrem matten Leben nur dann noch ein heiteres Augenblickchen abgewinnen, so sie ein wenig geschwelgt und irgendeine Maid angegafft und betastet haben.

[RB.01_035,11] War solches bei dir etwa gar nicht der Fall in der späteren Zeit, da du doch das weibliche Geschlecht ohnehin als nur zum alleinigen Lustzweck bestimmt ansahst. Fandest du nicht auch in solchen unlautersten Genüssen die eigentliche irdische Glückseligkeit? Und wenn du nun zu einer rein geistigen Seligkeit übergehen sollst, da gibt es in dir nun beinahe keinen Grund, auf dem man etwas bauen könnte. Denn siehe, rings um dich herum ist alles leer, so leer wie in deinem Herzen und ebenso wesenlos wie in deines Herzens Lebenskammern.

[RB.01_035,12] Sage, woher werden wir nun Stoff nehmen, um in dir einen ganz neuen Menschen aufzubauen? Rede nun wieder und schaffe Rat!“

2.10. Die Studenten sind von Schule und Uni mit allen diesen Irrtümern sowohl der Naturwissenschaften als auch der heutigen Theologie voll gestopft worden und sind daher nicht mehr  in der Lage, an die für sie unglaublichen Wahrheiten der NO zu glauben! Jesus hat Seine NO zunächst nur für den Herzensverstand gegeben und nicht für den Kopfverstand, der ja nach 1.RB 35,1 ff nur dazu da ist, um den Menschen zunächst von Gott, d.h. von Jesus zu trennen. Der Kopfverstand ist die Basis für unseren Hochmut und unsere Besserwisserei! Je mehr sich die Menschen in die Grundirrtüner der Naturwissenschaften und der Theologie begründen, desto mehr entfernen sie sich von Jesus und von Seiner NO! Und es wird noch Jahrhunderte brauchen, bis sich diese Grundwahrheiten der NO durchsetzen werden! Denke allein nur an die falsche Trinitätslehre, die seit fast 2000 Jahren die Menschen an einem wahren Glauben an die alleinige Gottheit Jesu hindert! Jesus Selbst hat in drei Jahren schwerster Arbeit, nur wenige Dutzend Menschen aufklären und bekehren können. Judas war drei Jahre lang dabei und hat nichts  begriffen, weil er das GOLD also die WELT über alles liebte! Er wollte Jesus provozieren und in eine echte Lebensgefahr bringen, damit Jesus endlich gezwungen ist, der neue römische Kaiser zu werden, auf dass dann Judas wenigstens Vizekaiser werden kann!

 

(Mit Genehmigung des Verfassers, 9/16)

 

Siehe auch linke Randspalte unter "Kritik an der Neuoffenbarung?"