Hannelore Winkler

Kulturentwicklung in Griechenland vor und nach der Sündflut unter Einbeziehung der ägyptischen und hebräischen Parallelkultur.

Erweitert durch die Neuoffenbarungen des JAKOB LORBER hinsichtlich der Tiermenschen, der Adamiten und der Noachiden.

 

"Bathykolpos", ein Synonym für Schwangerschaft in der Antike


Im Zuge der Frauenforschung (Gender Studies) ist es notwendig, sich mit dem Thema die "Frau als Lebensspenderin" zu befassen. In der antiken griechischen und lateinischen Literatur wurde diese besondere Befähigung der Frau während 1200 Jahren thematisiert.

 

Das homerische Epitheton "αθύκoλ̟oς" (tiefer Gewandbausch) gilt bislang als ungeklärt bzw. als uneindeutig. Nach Durchsicht von 22 Textstellen komme ich zu dem Schluß, daß "αθύκoλ̟oς" zur Zustandsbeschreibung einer Frau verwendet wird. Es bezeichnet die Metarmorphose des Mädchens vom Kind zur verheirateten Frau bis hin zur Mutterschaft. Das Wort tritt auffälligerweise immer dann in Erscheinung, wenn sich der Kontext auf Erschaffen und Hervorbringen bezieht. Das gilt auch für den Vorgang zur Schilderung bezüglich der Entstehung der Erde.

 

Somit steht "αθύκoλ̟oς" für Geschehnisse, die auf Hervorbringung zielen. Die griechischen Texte vermitteln ein Bild über die Wirkungsgeschichte von Religion. Mithilfe der Epen, liturgischen Texten und Hymnen wurde seit alters her eine Verbindung zur Vorzeit gehalten. Grundsätzlich wurde vermittelt, daß die gegenwärtige Zeit besser als die Vorzeit sei. Im Textvergleich wird deutlich, daß Erklärungen zur Entstehung der Erde abgegeben wurden, weil man an allen Orten seit jeher nach der Vorzeit fragte. Die hymnischen Texte dienten einerseits zur Unterhaltung, andererseits zur Würdigung einiger Männertaten. Die schriftlichen Zeugnisse zeigen, daß die Alten Kulturen in enger Verbindung mit einer göttlichen Macht standen.

 

Schwangere und gebärende Frauen-Figurinen wurden schon in der Eiszeit ab 33.000 v.Chr. - 18.000 v.Chr. gestaltet. Schwangere Frauen-Statuetten wurden auch im Nahen Osten gefunden. Sie stammen aus der Zeit ab 6000 v.Chr. In Mitteleuropa kennt man weitere Kleinkunstfunde von schwangeren Frauen bis etwa 1500 v.Chr. Das zeigt, daß die Lebenswirklichkeit der Frauen zur Darstellung kam. In der klassischen Antike des 1. Jts. v.Chr. wird der Vorgang Schwangerschaft nicht mehr direkt dargestellt, sondern als Chiffre umschrieben. Dafür steht das Wort "αθύκoλ̟oς", zu übersetzen mit "tiefer Gewandbausch". In der Vasenmalerei und in der Bildhauerei wird das ab 500 v.Chr. analog der Text-Kultur umgesetzt.

 

Meine besondere Aufmerksamkeit galt der Kulturentwicklung vor und nach der Sündflut in Griechenland. Sozialgeschichtliche Aspekte wie: Siedlungsgeschichte, Entwicklung der Landwirtschaft, Verbreitung der Keramik, Stadtgründung von Theben und Eleusis, Mysterienkulte in Griechenland, stehen im Vergleich mit den Parallelkulturen in Kanaan, Kleinasien und Ägypten. Die Verbindung der Griechischen Entwicklung mit dem Vorderen Orient wird besonders anschaulich durch die Ausführungen zu König Kadmos von Theben und zu Orpheus aus Thrakien vermittelt.

 

Die Studie zeigt, wie und wo Menschen in welchen Lebensumständen lebten. Unterschieden wird die Epoche der Tiermenschen – Primaten – von der Epoche der "neuen Menschen mit neuen Genen", den Adamiten oder Indoeuropäern ab 4151 v.Chr.

 

Wichtig und neu ist, daß die hebräische Parallelkultur mit einbezogen wird, eine Tatsache, die auf der Basis von Neuoffenbarungen des JAKOB LORBER basiert. Seit 1850 liegen mehrere Bände gedruckt vor, die genau schildern, wie das Leben vor der Sündflut war, weshalb es zum Untergang der Menschen der Kulturstufe I kam und wie es nach der Flut im Jahr 2487 v.Chr. mit den Noachiden in der Kulturstufe II weiterging.

 

Noah verteilte das Land der nördlichen Erdhalbkugel nach Losentscheid unter seinen drei Söhnen – Sem – Ham – Japhet - 2387 v.Chr. auf. Deren Nachfahren sind die Kulturbringer und Städtegründer in allen Regionen in der Kulturstufe II. Damit wird verdeutlicht, daß das Alte Testament als ein Gedächtnisprotokoll zu verstehen ist und darin aufgezeichnet ist, wie Gott-Vater unter den Menschen wirkte. Archäologische Grabungen können die schriftlichen Aufzeichnungen teilweise bzw. ansatzweise belegen. Naturkatastrophen, Kriege, Siege, Vorherrschaft und Vertreibungen führten im 2. Jt. v.Chr. immer wieder zu Wanderbewegungen. Die griechische Hochkultur des 1. Jts. v.Chr. fußte auf den Errungenschaften vorausgehender Epochen. In allen Zeitperioden trugen die Frauen die Verantwortung für den Fortbestand der Sippe. Viele Gesetze gingen auf die Weisungen Gott-Vaters zurück. Die ersten Anweisungen wurden den Adamiten 3231 v.Chr. erteilt. Weitere erfolgten nach der Flut durch Melchisedek, der als Hoher Priester in Abila wirkte (Ostjordanland). Schließlich wurde dem Moses von 1688 bis 1648 v.Chr. alles Notwendige zur Staatengemeinschaft der Israeliten diktiert und in der Thora festgehalten (4Mo, 5Mo). Die Bücher Moses waren seit 1648 v.Chr. unter den 12 Stämmen der Hebräer im Umlauf. Viele Gesetze wurden von den Griechen und Römern übernommen.


Dr. H. Winkler
Jan. 2014

 

Verlag Traugott Bautz GmbH Nordhausen. 2013, 180 Seiten mit 18 Abbildungen und 5 Karten. ISBN 978-3-88309-861-6. Bestellung über Buchhandel oder die Autorin unter e-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.